punkteliste... Sternchen für gute Taten!wer hat erfahrung?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von amarilles3 22.03.11 - 09:38 Uhr

Hallo,

wollte mal eure meinung zu dieser liste haben, die ja die super nanny glaube ich mal eingeführt hat.

eine liste, wo die kinder für jede gute tat ( helfen beim haushalt ect.)
ein sternchen in ihrer liste bekommen..

Beitrag von meandco 22.03.11 - 09:48 Uhr

wozu brauchst du das? 3jährige prügeln sich normalerweise drum was machen zu dürfen #kratz

lg
me

Beitrag von amarilles3 22.03.11 - 10:01 Uhr

Also mit helfen ist sie auch gut dabei....

ich brauch es eher dafür weil sie , so glaube ich, ein problem hat mit der aufmerksamkeit.

sie flippt aus, wenn besuch da ist. dann bekommt sie ihre 5 minuten und flippt so aus, das sie keine grenzen kennt.

sie ist ja nunmal die erstgeborene, und ich war 2 jahre mit ihr alleine.
allerdings muss ich sagen, das ihr 8 wochen alter bruder wirklich sehr ruhig ist und noch nicht viel in anspruch nimmt. sie ist ihm egenüber auch sehr lieb. sie darf ihn wickeln, flasche geben... ich bezieh sie überall mit ein.

als ihr bruder geboren wurde, haben wir ihr ein fahrrad gekauft.
ich mache es auch so das ich oft am tag sage, komm luca frei mama-feah-kuschelzeit.

alles kein problem, aber ich kann mit ihr nirgens hingehen, weil sie jedesmal nen max macht.

und von daher wollte ich ne liste machen, wo sie ein sternchen für gutes benehmen( gutes benehmen für eine 3 jährige) bekommt.




Beitrag von zahnweh 22.03.11 - 18:27 Uhr

Hallo,

warum flippt sie denn aus, wenn Besuch da ist? und wie?

Ist sie total aufgeregt, freut sich, ist nervös und gleichzeitig unsicher und hat keine Ahnung wie sie sich verhalten soll? z.B. weil sie mit der riesigen Freude, dass der Besuch endlich da ist, überschwemmt wird?

Oder ist es eher, dass sie sich überrumpelt fühlt? Wütend wird? Fremdelt? Den Besuch als Eindringlinge ansieht?

Bei mir als Kind gab es beides. Manchmal auch eine Mischung. Am besten hat mir getan, wenn ich mich auf den Schoß einer Bezugsperson flüchten konnte, Sicherheit tanken und micn an die Situation gewöhnen.
Gab es leider nicht oft.

Meistens wurde mir zwar der Besuch angekündigt, aber das war so abstrakt. Kaum war der Besuch da, real, war ich erst mal überrumpelt. Entweder von meiner eigenen Freude oder einfach so.

Wenn Besuch kommt, brauche ich heute noch gern ein paar Minuten Auftauzeit, Begrüßung, ins Gespräch kommen.... nur schreie und trete ich natürlich nicht mehr :-p aber auch wenn ich mich riesig freue... je länger der letzte Besuch der Person zurückliegt, desto unsicherer/nervöser/aufgeregter bin ich.


Meine ist ein totaler Draufgänger. Rennt auf andere Kinder zu, hat auch mal eine große Klappe. Wenn aber Besuch zu uns kommt, ist sie erstmal schüchtern. Zeigt alles und versteckt sich hinter meinem Bein, kommt wieder vor. Auffallend: sie ist die ganze Zeit über total aufgekratzt. Stolpert oft, und kann die Überschwemmung der Freude auf ihren Körper noch nicht verarbeiten.

Was soll's. Wer uns häufiger besucht, weiß das inzwischen. Die meisten, die Kinder haben, verstehen es und gestehen ihr Auftauzeit zu (egal wie die aussieht) und manchmal reicht auch ein kurzes "sie braucht am Anfang ein bisschen Zeit" und jeder versteht es.

Beitrag von sunflower.1976 22.03.11 - 09:59 Uhr

Hallo!

Allgemeine Punktelisten für "Gute Taten" finde ich nicht so sinnvoll. Das ist aus meiner Sicht zu willkürlich, wann es Punkte gibt und wann nicht. Gerade bei kleinen Kindern finde ich es langfristig sinnvoller, Spaß an der gemeinsamen Arbeit und Stolz auf die eigene Leistung zu wecken und nicht alles nur für Belohnungen zu machen. Fällt die weg, ist ja auch die Hilfe unnötig geworden ;-)

Meine Kinder (2,5 und 5 3/4 J.) helfen eigentlich ganz gerne mit. Mein großer Sohn kocht z.B. sehr gerne und mittlerweile richtig gut. Darauf ist er stolz, z.B. wenn er abends dem Papa erzählen kann, dass er die Eier für den Kuchen selber getrennt hat oder er die Hackbällchen ganz alleine gemischt/gebraten hat. Anfangs waren es natürlich nur kleine Hilfestellungen, die er machen konnte (z.B. Salatsauce rühren, mir die Zutaten geben usw.), aber mit der Zeit wurde das immer mehr.

Mein kleiner Sohn hilft gerne beim Wäsche aufhängen und gibt mir die Wäschestücke an, hängt teilweise selber auf usw. Dafür bedanke ich mich bei ihm und erzähle es bei passender Gelegenheit in seinem Beisein dem Papa, der Oma usw. Unser kleiner Sohn strahlt dann vor Freude.

Ich finde, Interesse, Spaß und eine "innere Motivation" zu entwickeln sinnvoller, als eine vo außen aufgedrückte Motivation, die keine echte ist.

Punktekärtchen hatten auch mal, aber für etwas anderes. Ich weiß gar nicht mehr genau, was es war, aber es ging um eine bestimmte Sache, die mich täglich genervt hat (nach dem KiGa Jacke/Schuhe wegräumen oder sowas in der Art). Das hat für die Zeit gut geholfen, allerdings nur mit einegschränktem langfristigen Erfolg.
Für einzelne, ganz genau festgelegte Situationen kann aus meiner Sicht so ein Punktesystem sinnvoll sein. Aber es muss für das Kind gut schaffbar sein und der Zeitraum überblickbar.

LG Silvia

Beitrag von amarilles3 22.03.11 - 10:06 Uhr

also ich habe eben schon etwas geschrieben...

ich kann mich in sachen hilfe auch nicht beklagen. sie hilft beim kochen ect, auch und ich lobe sie auch im beisein des papas und grosseltern. man sagt ja kinder brauchen pro tag mindestens dreimal ein lob.
das leuchtet mir auch ein. und wenn sie sagt sie kann das nicht, und ich trau ihr das zu, dann sag ich ihr dieses auch. und wenn sie es dann doch geschafft hat, sage ich ihr dieses nochmal.

punkteliste eher für die ausraster (aufmerksamkeit), wenn ich telefonier ( peinlich bei wichtigen telefonaten!!!!), wenn besuch da ist, oder wir bei den grosseltern sind.

lieber schlechte aufmerksamkeit, als garkeine... so denke ich.
aber über aufmerksamkeit kann sie sich nicht beklagen!

Beitrag von sunflower.1976 22.03.11 - 10:11 Uhr

Hallo!

In Deinem ersten Text habe ich Dich so verstanen, dass Du Sternchen für "gute Taten" verteilen möchtest, und darunter habe ich z.B. Hilfe im Haushalt o.ä. verstanden.

Such Dir für die Punkteliste eine "Baustelle" aus, also z.B. die Ausraster beim Telefonieren, aber nur diese. Wenn das Telefon klingelt oder Du gleich telefonieren musst, sag ihr ganz klar, was Du von ihr erwartest, natürlich nachdem Du in einem entspannten Moment das Punktesystem erklärt hast.

LG Silvia

Beitrag von tauchmaus01 22.03.11 - 10:03 Uhr

Wir hatten ein Konto. Für 1 guten Tag (ohne Gezicke) gab es einen Aufkleber. Bei 5 Aufklebern gab es ein Eis.

Es gab bei uns nämlich eine Zeit in der das Gezicke Überhand nahm. Es war echt schlimm. Und dank der Aufkleber konnte sie SEHEN dass es sich lohnt vorher nachzudenken bevor man austickt.

Interessanterweise brauchten wir diese Liste nur solange bis sie einmal voll war. Dann hat sie selber gemerkt wir schön es ist Abends im Bett zu sagen "Heute war ein toller Tag"

Man muß nicht immer alles so verpöhnen. Bei den einen klappt es, bei den anderen nicht. Einfach mal versuchen und immer nur loben. Ich finde die Kinder dürfen ihre "PUnkte" nicht durch schlechtes Benehmen wieder verlieren.

Mona

Beitrag von amarilles3 22.03.11 - 10:09 Uhr

danke! den punkt für einen tag ohne gezicke klingt für mich gut!!! wobei man da glaube ich auch nicht so streng sein darf, es sind ja noch kinder... aber dieses grundproblem mit dem ausgeflippe beim telefonieren, besuchen.... vielleicht bekomm ich das ja hin!

und punkte verlieren durch falsches verhalten find ich auch doof...

Beitrag von tauchmaus01 22.03.11 - 10:15 Uhr

Klar, ich war da auch nicht streng. Ich mein damit auch nicht dass mein Kind nun spuren sollte.
Normales Theater ist ja in Ordnung......;-)
Aber eben so wie Dein angeprochenes Gezicke beim Telefonieren.....so wurde es meinem Kind bewußt dass es ein Lob am Abend dann gibt, wenn sowas eben mal einfach aus bleibt.

Nun ist sie 8 und hat ihr Konto noch immer im Schrank hängen, sie will es gar nicht abhaben und manchmal reden wir noch von "früher"....;-) und dem Kleinkindgezicke.
Zumal ich auch hin und wieder mal ein Foto von meinen Kindern gemacht habe als sie so rumbockten.....heute lachen sie total darüber.

Beitrag von amarilles3 22.03.11 - 10:19 Uhr

ja genau, nur für die bestimmten sachen, denn die nerven mich echt.
man kann kein normales espräch führen, es sei denn ich würde sie vor den fernseher setzen... aber da habe ich kein bock drauf.

und von daher werd ich mal die liste ausprobieren, für dieses eine problem!

Beitrag von meandco 22.03.11 - 10:21 Uhr

in dem fall würd ich nicht unbedingt ein eis anbieten, sondern einen papatag oder mamatag (mamatag mit einschränkung falls du noch stillst) nach wahl, wenn beide zu hause sind. also zb am we. sie darf dann aussuchen, wer von euch den ganzen tag nur mit ihr zubringt - der andere kümmert sich ums baby. wenn du stillst halt mit der einschränkung, dass die stillzeiten natürlich eingehalten werden, aber der rest ihr gehört ...

lg
me

Beitrag von familyportrait 22.03.11 - 11:49 Uhr

Hi,
wie alt war Deine Tochter da?

LG Kathrin

Beitrag von almura 22.03.11 - 10:11 Uhr

Hallo!

Wir haben zweimal erfolgreich ein 'Belohnungssystem' im Einsatz gehabt.

UnsereTochter hat noch sehr lange tagsüber eine Windel getragen, obwohl sie eigentlich gut und sicher in die Toilette machen konnte.
Sie sah wohl einfach keine Notwendigkeit - Windel ist praktisch, da muß man keine Pause beim Spielen einlegen...

Ich habe dann für jeden Tag, an dem sie keine Windel anhatte und nicht in die Hose gemacht hat, ein Tattoo versprochen.
Sie war total stolz über jedes Tattoo und das Thema Windel tagsüber war schnell kein Thema mehr.

Als wir das Gittbertt abmontiert und in ein Juniorbett umgebaut hatten (etwa mit 3,5) hat sie erst wie gewohnt super im Bettchen geschlafen, dann aber nach 3-4 Wochen entdeckt, daß es tooootal lustig ist, abends noch gefühlte 100mal aus dem Bettchen und ihrem Zimmer rauszulaufen und FAxen zu machen. Das fiel mt einer ziemlichen Trotzphase zusammen, was das ganze Abendritual unerträglich werden ließ.
Ich war plötzlich in der Situation, abends schreiend das Kinderzimmer zu verlassen und habe mich saumäßig gefühlt. Sie lag in ihrem Bett und schrie zurück: Ich mache, was ich will!!!
Also so etwas sollte mir niee passieren.

Dann haben wir uns in Ruhe darüber unterhalten. Es gefiel uns beiden nicht. Ich habe einen Kalender gekauft und für jeden Abend, an dem es ohne Riesengeschrei und ohne Rein-und-raus-aus-dem-Zimmer 'geklappt' hat, darf sie sich nun eine Sonne in das Kästchen malen.
Eine Woche voll = eine Überraschung (Schokoladentorte für Kaufmannsladen, Malbuch etc.)
Funktioniert auch super. Natürlich war es das nicht alleine, aber mir war es wichtig, das Positive zu belohnen und zu betonen statt dauernd herumzumeckern. Das geht nämlich schnell unter.

Nicht gut finde ich solche Systeme, die einfach 'Brav sein' belohnen oder 'gut hören'. Finde ich zu abstrakt und wir haben ja auch Kinder und keine Hunde.

im Haushalt hilft meine Tochter gerne viel mit, wenn sie nicht zu müde ist oder einfach gerade schön spielt. Da lasse ich sie aber auch in Ruhe damit. Habe ja jetzt abends auch wieder Zeit, was zu machen.

Sorry, ist lang geworden, aber das Thema finde ich schon wichtig. Da wird vieles am Ziel vorbei gemacht, finde ich.

Liebe Grüße
Almura

Beitrag von twins 22.03.11 - 11:06 Uhr

HI,
wir haben auch solch ein Punktesystem aber rein für vorher angekündigte Aufgaben. Z.b. haben wir mit den Kids "zusammen" Regeln aufgesetzt : z.B.
- keine Schimpfwörter
- nachts nicht die Mama wecken weil die Decke nicht "perfekt" liegt....

Und wenn sie das je nachdem durchgehalten haben, gab es ein Sternchen.
Das haben wir dann die ein der andere Woche durchgehalten und irgendwann war es intus.

Wir stellen nur ca. 2 Regeln gleichzeitig auf und auch nur Verhalten, was vielleicht gerade total ausartet. Es gibt auch Zeiten, wo einige Wochen keine Sternchen verdient werden können....das fehlt den Kids dann auch nicht.

Oder unsere Maus hat Probleme mit dem Stuhlgang. Toilettentraining hat was gebracht nur mußte sie jetzt lernen auch von alleine ihren Stinki zu machen. ohne dass ich sie aufs WC schicke. Und jedesmal für "alleine" Stinki machen mal sie sich ein Sternchen. Am ANFANG war sie ganz heiß drauf und es war wichtig, jetzt hat es sich super eingespielt und sie malt kaum noch Sternchen.

Die werden dann je nachdem wieviele es sind wieder eingelöst.

Oder wenn beide super fleißig im Garten migeholfen haben gibt es ein Sternchen....da machen wir aber vorher die Ansage, das sie sich etwas verdienen können.

Für normale Haushaltsaufgaben gibt es nichts.

Grüße
Lisa

Beitrag von janimausi 22.03.11 - 11:27 Uhr

Bei Logan war das zu-Bett-gehen echt schwierig und ist es oftmals immer noch.
Ich hab es so eingeführt, das er sich jeden Abend bevor es ins Bett geht für den Abend davor ein Sticker ankleben darf.
Findet er super.
Die Motivation dann artig zu schlafen ist dann auch viel größer, da der Sticker ja noch im Kopf schwirrt.
Er weiß auch, wenn er jetzt artig schläft, dann machen wir am Wochenende was total tolles.
Wir machen auch so immer am Wochenende was, aber dann stellen wir ihm zwei Sachen zur Auswahl und er darf entscheiden und es geht halt irgendwo hin.
z.B. in ein Mitmach Museum oder wir gehen da Eis essen wo er will.
Sonst gehen wir halt öfter auf den Spielplatz, wenn uns nix einfällt, wo man hingehen könnte, erweitern wir die Sammlung seiner Cars-Autos...
Eben einfach etwas, was für ihn total toll ist...
(Sonst würden wir es natürlich auch machen, aber so kommt jeder wahrscheinlich viel schneller zum Ziel)
Mitlerweile muss ich ihn auch nicht mehr an seinen Stern erinner, gerufen wird nur ein bis zwei mal, jenachdem wie schnell er einschläft, um die Kasette umzudrehen. Und mehr als zweimal darf er aber auch nicht rufen...

LG