Familienversicherung?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von spatzl27 22.03.11 - 17:31 Uhr

Hallo,

meiner Freundin droht ab Mai der Ablauf des ALG I.

Wie sieht es mit der Krankenversicherung aus? Sie ist zur Zeit gesetzlich versichert. Lebt mit ihrem Partner und dem gemeinsamen Kind zusammen. Muss sie sich nun selbst in der Gesetzlichen versichern? Privat will sie nicht. Oder kann diese Konstellation nichtverheirateter Eltern auch für sie in der Familienversicherung über ihren Partner abgewickelt werden?

Wenn sie keinen Job findet, sieht es schlecht aus. ALG II würde wegen des Einkommens des Partners nicht gewährt werden.

Hochzeit steht nicht zur Debatte. Die beiden sind ohne Trauschein glücklich.

Bitte sagt mir mal was dazu..
LG Spatzl

Beitrag von miau2 22.03.11 - 17:51 Uhr

Hi,
bei dieser Konstellation:

- kein sozialversicherungspflichtiger Job
- kein ALGI oder ALGII - anspruch
- nicht verheiratet

bleibt ihr nur die Wahl zwischen freiwillig gesetzlicher KV (m.W. nach für ca. 145 €/Monat) oder einer privaten KV.

Familienversicherung für sie ist ausgeschlossen. Familienversicherung fürs Kind geht wahlweise über den (gesetzlich versicherten) Vater des Kindes oder wenn sie sich freiwillig gesetzlich versichert auch über sie.

Viele grüße
Miau2

Beitrag von spatzl27 22.03.11 - 17:56 Uhr

Hallo,

ich danke Dir.. 145,-- € im Monat? NUR? Wir haben einigen Gesetzliche durch im Netz und via Onlinerechner immer Beträge um die 300-400 Euro raus bekommen. Dabei aber schon weitgehend auf Krankengeld verzichtet...

Hast Du einen Anhaltspunkt, wo ich das einsehen kann?

LG

Beitrag von miau2 22.03.11 - 19:06 Uhr

Hi,
wer kein Einkommen hat dessen Beitragssatz wird nach der gesetzlichen Mindestgrenze berechnet. Die liegt zur Zeit bei 851,67 €.

Darauf fallen
15,5% KV
1,95% (mit Kind(ern) oder 2,2% (ohne Kinder) Pflegeversicherung an.

Macht mit Kind(ern) einen Beitragssatz von 17,45%, und dann kommen 148,62 € monatlicher Beitrag raus.

Wenn ihr auf 300-400 kommt habt ihr evtl. das Einkommen vom Partner berücksichtigt. Das wäre bei verheirateten zur Hälfte auch richtig (wobei es da eine Obergrenze gibt, mehr als halbe Beitragsbemessungsgrenze wird nicht eingerechnet), aber bei unverheirateten ist das Einkommen vom Partner egal.

http://www.tk.de/tk/versicherung-und-tarife/beitraege/beitraege-fuer-sonstige-freiwillig-versicherte-2011/256000

Viele Grüße
Miau2