Ich möchte wieder Single sein

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von esselte 23.03.11 - 12:12 Uhr

Hallo zusammen,

im Momement sticht mich der Hafer glaube ich...
Ich bin seit 4 Jahren verheiratet und ich sehne mich danach wieder Single zu sein. Es ist kein anderer Mann im Spiel, das schon mal vorweg.
Ich verstehe es selber nicht, mein Mann ist prima, aber er ist auch überall. Ich brauche extrem viel Freiraum, aber überall ist mein Mann, er kommt zu meiner Arbeit... das ist Legitim, ich arbeite in einer Bäckerei und natürlich kann er dort hin kommen, aber ich weiß auch nicht. Er ist wirklich überall, mich stört manchmal schon die Physische Anwesenheit. Ich werde natürlich nicht aus einer Laune heraus alles hinschmeißen, wir haben ein kleines Kind.
Ich weiß auch, dass es nicht an ihm liegt das ich so denke, weil er wirklich ein Ehemann ist, wie ihn sich die meisten Frauen wünschen, aber mir ist das alles zu viel, zu viel Nähe, zu viele Einschränkungen etc. Dieses ganze Ehekram Zeug macht mich Irre, ich fühle mich eingesperrt und ich habe Angst dieses Gefühl nie los werden zu können, ich fühle mich nie lange an einem Ort wohl, ich war schon so viel auf Reisen, habe in verschiedenen Städten gelebt, von Großstadt bis hin zu ''Gemeinde'' aber nach einiger Zeit zieht es mich fort, ich werde unruhig und fühle mich wie ein Tier im Käfig, festgehalten und eingesperrt . Er ist so ein ''Traditionen'' Mensch und hat ein Bild im Kopf wie eine Ehe sein muss, aber ich passe da wohl nicht so ganz rein, egal wie viel Mühe ich mir gebe die Ehefrau zu sein die in dieses Bild passt. Ich möchte frei sein, unabhängig und nicht in ein Bild passen müssen das mir nicht gefällt. Ich bin mir bewusst, dass es egoistisch ist, und wie gesagt, schon wegen unserem Kind werde ich nicht einfach machen was ich will, sondern weiterhin versuchen mich in diese Rolle einzufügen, weil ich denke dass ich spinne. Schließlich ist es doch normal, verheiratet zu sein, im sicheren Hafen der Ehe und vielleicht gewöhne ich mich irgendwann daran. Außerdem wäre es ihm gegenüber unfair, er kann ja nichts dafür, dass ich nicht zur Ruhe komme. Und was hätte ich davon, es würde mir ja nur bald wieder so gehen, an einem anderem Mann bin ich nicht interessiert, weil ich glaube, dass auch eine andere Partnerschaft mich irgendwann langweilen würde.... Bisher hat es mir geholfen wenn ich regelmäßig mal für einige Tage mit unserem Kind weg gefahren bin, aber es wird immer schlimmer, und mittlerweile merkt er es auch, dass ich rastlos bin und mich sehr schlecht weider einleben kann wenn ich nach Hause komme.

Geht es noch jemandem so?
Was stimmt denn nicht mit mir?

Ich habe Hobbys, ich treibe Sport, Male, mache Musik, ich habe Zerstreuung und mir kleine Freiräume geschaffen, die schon mehr sind als viele andere Frauen haben. Ich bin mir bewusst, dass ich kein Recht habe zu klagen, aber ich kann nicht dagegen an.

LG

Beitrag von guppy77 23.03.11 - 12:23 Uhr

huhu

deine einstellung die du zu dir hast find ich supi.
ist auch nicht egoistisch sondern gut.

aber du schreibst er ist ein mann den sich viele frauen sich wünschen?
ich persönlich wünsche mir keinen der mir ständig am bein klebt. ich lernte mal einen kennen und nach 2 monaten war es mir schon alles zu viel, hab das gefühl gehabt der erdrückt mich schon nach so kurzer zeit. da kann ich dich gut verstehen.

lg guppy

Beitrag von litalia 23.03.11 - 12:39 Uhr

wann siehst du deinen mann denn? am abend? ...wenn er tagsüber mal in die bäckerei kommt dann sicher nur 5 min um was zu holen und kurz zu quatschen oder?


wenn du so rastlos bist und dich nirgends lange "wohl" fühlst dann verstehe ich aber nicht ganz wieso du geheiratet hast und dir eine familie "angeschafft" hast?

Beitrag von esselte 23.03.11 - 13:16 Uhr

Ich habe mir keine Familie ''angeschafft'' ich habe geheiratet und ein Kind bekommen, weil ich ja selber nicht will, dass ich so rastlos bin. Ich möchte ''sesshaft'' werden, ich möchte ''ankommen'' und es sind nur Gefühle, Gedanken und Wünsche die ich hier äussere, ich bin erwachsen und habe mich gut genug im Griff um nicht ohne Rücksicht auf Verluste alles stehen und liegen zu lassen um zu machen wonach mir grade ist.
Ich sehe meinen Mann Abends und am Wochenende, und ich weiß dass es weder daran liegt wie oft oder selten ich jemanden sehe, sondern einfach nur an mir.
Ich wollte einfach nur mal meinen Gedanken Luft machen, aber dass führt hier unweigerlich zu Verurteilungen und Mutmaßungen, macht aber nix...
Es ist einfacher andere zu richten als sich selber.

Beitrag von sunshine-1981 23.03.11 - 13:33 Uhr

#rofl
Immer wieder süß wenn Leute meinen, schwarz schreiben zu müssen, es aber nicht können... ;-)

Beitrag von sina236 23.03.11 - 13:37 Uhr

und ich finde das immer wieder jenseits jeglichen guten geschmacks, wenn jemand sich mal ausheulen will und dann von irgendwelchen netzfreaks bloss gestellt wird. das hat hier jeder gemerkt, aber muss man das so anprangern?


daumen runter für die art und weise

Beitrag von lieber so... 23.03.11 - 12:50 Uhr


Hallo!

Wenn du wirklich so bist, wie du schreibst, wirst du dich nie an die "Ehe" gewöhnen und auch nicht daran, immer an einem Fleck zu sein.

Warum hast du überhaupt geheiratet und ein Kind bekommen? Wohl weil du nicht wusstest das du später immer noch so denkst und fühlst oder?

Was ich dir raten würde. Rede mit deinem Mann und zwar bald. Auch wenn du es nicht Absicht gemacht hast, er wird sich sonst verarscht vor kommen.

Redet und findet eine Lösung, sonst werdet ihr irgendwann alle drei unglücklich sein.

Gruß

Beitrag von frischerduft 23.03.11 - 12:50 Uhr

Hallo,

ich finde es sehr bedenklich, dass du dich nach nur 4 Jahren danach sehnst, Single zu sein. Seine physische Anwesenheit stört dich auch manchmal.

Ganz ehrlich: Menschen, die diesem Typus entsprechen, sollten nicht heiraten und keine Kinder bekommen.
Warum? Weil alle Beteiligten sicherlich nach einer gewissen Zeit nicht mehr glücklich sein werden.

LG

Nici

Beitrag von esselte 23.03.11 - 13:07 Uhr

Warum nicht??? Weil ich nicht in den Katalog ''Wie eine Mutter sein muss'' passe?

Ich schreibe davon mit einer Partnerschaft meine Probleme zu haben, nicht damit Mutter zu sein.
Ich bin gerne Mutter, und auch in dem Bewusstsein welche Verpflichtung ich eingehe Mutter geworden.
Ich habe weder meinem Kind gegenüber noch meinem Mann, die Verpflichtung meine Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen komplett zu vergraben. Ich rede hier nur darüber wie ich mich fühle, ich schmiede keine Pläne mich mit meinem Kind dem Vagabunden Leben hin zu geben, und auch wenn dieses so wäre, müsste das so toleriert werden.
Ich habe betont, dass ich grade wegen des Kindes nicht einfach alles über Bord werfe und mache wonach mir ist.

LG

Beitrag von xbienchenx 23.03.11 - 13:27 Uhr

Warum jammerst du dann hier?

Beitrag von frischerduft 23.03.11 - 18:47 Uhr

Hallo,

ja mein Gott, was soll dein Posting dann.

Ich habe es so verstanden, dass du im Moment total unglücklich bist, weil deine Vagabunden-Ader durchkommt und du dich durch Ehe, Kind total eingeengt fühlst. Ich könnte wetten, dass die meisten das so verstanden haben.

Was du machen sollst, weiß ich nicht.
Sicher wird hier keine posten: lass Mann und Kind im Stich und lebe dich erst mal wieder aus.
Bezüglich deiner Mutterqualitäten habe ich doch kein Wort verloren. Ist mir persönlich auch völlig wurscht, ob du eine gute oder schlechte Mutter bist.

Ich habe mit meinem Posting lediglich meine persönliche Meinung kundgetan und dich nicht persönlich beleidigen wollen.
Tut mir echt leid, dass du so angepisst reagierst.

Aber warum legst du dein "Problem" lang und breit hier bei Urbia dar, wenn du nur Antworten hören möchtest die dir passen?

Mein Tipp: entweder du triffst eine Entscheidung oder du lässt jede Woche ein Jammerposting in Internetforen ab, wie beschissen du dich fühlst mit deinem Mann, deiner Ehe, die dich in deinem Freiheitsdrang total einengt.

Oder du lässt einen Furz und verbannst diese Gedanken für immer aus deinem Kopf, weil du gegenüber deinem Kind Verantwortungsgefühl hast und ihm das heile Familienleben nicht vorenthalten willst.

Alles Gute

Nici

Beitrag von .. ein Mann... 23.03.11 - 12:51 Uhr

Hallo,

ich kann Dichsehr gut verstehen, mir geht es ähnlich, auch ich fühle mich durch Ehe und Familie in mienem Freiheitsdrang eingeengt, wobei bei mir die Zeiträume weiter sind. Du hast schon nach 4 - 5 Jahren genug, bei mir sind es zehn Jahre, aer ich habe Job, Haus, Frau, Kinder, Freizeitaktivitäten und sehne mich danach, mich nicht mehr für alle Schritte, alle Entscheidungen rechtfertigen zu müssen, mich räumlich zu verändern und viel neues ausprobieren zu können. Ich glaube auch, das das gängige Idealbild des Glücklichseins im sicheren Hafen der Ehe sich überlebt hat und neue Lebensformen sich etablieren.

Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, sich an einen Zustand, der einem als Ideal dargestelt wird, zu gewöhnen, wenn Du damit unzufrieden bist. Was mich an Deinem Bild stört, ist ds kleine Kind, denn das hat ja auch Rechte und Du hast mit der Geburt dieses Kindes auch gewisse Verpflichtungen übernommen.

Du kannst mit dienem Mann reden, ihm Deine Einstellung erläutern und versuchen, eine Lösung zu finden, aber wenn er so traditionell eingestellt ist, wie Du ihn beschreibst, wird er Dich nicht verstehen. Wenn Du Dich als Ehefrau nicht wohl fühlst, bleibt Dir nur der Weg zur Trennung, aber das musst Du auch vor Deinem Kind verantworten können, dein Mann ist erwachsen, der muss alleine klarkommen.

Ich wünsche Dir viel Kraft für eine mutige Entscheidung, zu der Du selbst stehst.

LG

Beitrag von sina236 23.03.11 - 13:39 Uhr

wenn du lust hast, meld dich per pn bei mir.

Beitrag von sina236 23.03.11 - 12:56 Uhr

ja, ich kann dich da gut verstehen. ich finde auch nicht, dass man unter diesen gegebenheiten "nicht heiraten darf", nur weil man etwas anders tickt, als die breite masse. das nur vorweg.

mein mann und ich wir hatten da von anfang an andere voraussetzungen. es war nicht so geplant, aber seit wir zusammen wohnten (1999) hatte er nur jobs, in denen welt-reisen dazu gehören. manchmal ist er wochenlang nicht da, dann wieder nur mal ein paar tag, dann mal 3 wochen hier im büro (auch dort muss er lange arbeiten, stressiger job im support weltweit). und was soll ich sagen, all meine freundinnen sagen immer "wie du das aushältst".... tja. ich halte das gar nicht aus, ich geniesse es. und da er ähnlich tickte, hat auch er das genossen. wir sind beide nicht so die aufeinanderhocker. und das hiess bei weitem nicht, dass wir uns nicht geliebt haben. mehr als manch andere. der nachteil daran war, dass ich mit unserem kind streckenweise wirklcih alleinerziehend war und bin. das strengt an. keine oma, kein opa in der nähe, immer alles allein, auch wenn du tod krank bist und eigentlich nicht aufstehen kannst. das ist der preis dafür. ich muss sagen, beziehungen, die so funktionieren nutzen sich nciht so schnell ab. man kommt nicht so schnell in einen trott, der krank machen kann. mir hat das gereicht, ich fands toll.

bei dir ist es ein ungleichgewicht. dein mann braucht offenbar viel nähe, du eher wenig. da helfen euch nur ganz klare absprachen. als erstes: redet miteinander. sage ihm, dass er deine liebe erdrückt und du keine luft bekommst. dann fahr nicht immer nur mit deinem kind weg für ein paar tage, sondern lass das kind auch mal bei ihm und fahr allein weg, mit freundinnen. nur so kommst du aus dem alltagstrott heraus. es gibt nur diese eine möglichkeit, sonst bleibt einer von euch auf der strecke. wenn er das nicht akzeptieren kann, dann macht es keinen sinn, weil du auf dauer das nicht aushalten wirst. wenn er dich aber liebt, wird er ja deine bedürfnisse akzeptieren, und dein bedürfnis ist nun mal einsamkeit. das mit dem dauerden umziehen dürfte schwierig werden, aber vielleicht hilft es dir ja, dir deine auszeiten zu nehmen und diese auch zu verändern, also nicht wie bisher..... mehr als das versuchen kannst du nicht. wenn das nicht klappt, sehe ich es so, dass eure bedürfnisse zu verschieden sind und man sie nicht auf einen gemeinsamen level bekommt. das wär schade, ist aber manchmal so. vor allem dann, wenn man innerhalb der beziehung schon jahrelang sich selber unter druck gesetzt hat, dass man doch familiärer sein müsse. diesen drang nach freiheit hast du unterdrückt und jetzt bricht er raus. ganz normal in meinen augen. weil man sich als mensch zwar verändern kann, aber die grundmauern bleiben immer gleich. leider neigt man dazu, in den anfangsverliebtheiten sich etwas zu verstellen und angenehmer zu machen, als man ist, unterdrückt negative eigenschaften usw. und genau daran zerbrechen auch so viele ehen. weil eben genau diese grundverhaltensweisen nicht auf dauer auszuschalten sind.

versuchs einfach!!!! viel glück.

Beitrag von ttr 23.03.11 - 13:21 Uhr

nun mein rat an dich ist einfach:
rede umgehend mit deinem mann und schildere ihm exakt die situation, wie du sie hier ausgebreitet hast.
auf dauer wirst du in der ehe nicht glücklich sein. deine unzufriedenheit zeigt sich nun schon in deiner rastlosigkeit. wenn sie noch schlimmer wird, wird deine laune auch irgendwann agressiv werden...entweder richtest du die aggressivität gegen dich oder gegen ihn.
er würde das nicht verstehen, weil er in seinen augen ja alles richtig macht und aus allen wolken fallen.
würdest du diese unzufriedenheit gegen dich richten indem du all deine gefühle schluckst, wirst du nicht nur psychisch sondern auch körperlich krank werden.
niemand kann sein naturell auf dauer verleugnen ohne tiefe wunden davonzutragen, die nie mehr heilen.
rede mit ihm, sag ihm, dass du frei sein willst und bitte ihn um eine faire trennung. versuche jedoch, dem kind nicht den vater zu nehmen und führe dein leben gemeinsam mit deinem kind.
mach einen neuanfang und lass die zwänge hinter dir.
falls du fragen hast, kannst dich gern bei mir melden
lg
peter

Beitrag von lagefrau78 23.03.11 - 13:22 Uhr

Hallo!

Ich kann Dich verstehen, auch wenn es mir (selbst verheiratet, 1 Kind und schwanger) in meiner Ehe glücklicherweise nicht so geht.

Was Du beschreibst, dass Dein Mann auf Deiner Arbeit auftaucht, ständig um Dich rum ist und ein traditionelles Bild von Ehe und Familie hochhält, ist *mitnichten* das, was sich alle Frauen wünschen! #schock Es ist wunderbar, wenn ein Partner (egal ob Mann oder Frau) fürsorglich und liebevoll ist und gern Zeit mit dem Partner verbringt. Das sollte so sein. Dazu gehört aber nicht, dem anderen ständig auf den Füßen zu stehen.

Wenn ich Dich richtig verstehe, hat er ein Bild von Familie im Kopf, das er mit Dir an seiner Seite versucht zu verwirklichen, jedoch ohne auf Deinen individuellen Charakter zu achten, richtig? Du solltest in jedem Fall das Gespräch mit ihm suchen; wenn er an Dir interessiert ist und nicht nur an seinem Konzept von Familie, wird sich daran etwas machen lassen!

Entgegen einigen Antworten hier, Du hättest mit Deiner Einstellung weder heiraten noch ein Kind bekommen sollen, kann ich Dir sagen: es gibt sie, die glückliche Ehe ohne Haus mit Gartenzaun und Familienkutsche für die nächsten 40 Jahre. Wirklich. Selbst wenn man verheiratet ist und Familie hat muss man sich nicht einmauern lassen.
(Bitte keine Steine schmeißen wegen Haus und Auto - ich habe bewusst überspitzt formuliert und mein eigenes Schreckensszenario entworfen.)

Mein Tipp fürs erste: Rede mit ihm. Schaff Dir zumindest eine ehemannfreie Zone auf der Arbeit. Ich finde, das kann man vermitteln - zum Einkaufen darf er kommen, dann aber auch wieder gehen. Deine Arbeitszeit nebst Pausen verläuft *ohne* ihn. Und richtet Euch vielleicht bestimmte Abende ein wo jeder etwas allein macht, auch zuhause.
Wie weit Du an den Traditionen rütteln kannst, weiß ich nicht. Aber vielleicht lässt sich da auch etwas finden, worauf er nur pocht, weil 'man das so macht', woran Du dann einfach nicht teilhast. Seine Herzensangelegenheiten würde ich ihm lassen und auch mitziehen.

Aber versuch bitte nicht, eine Rolle zu spielen, die Dir nicht entspricht - Du schreibst, Du versuchst Dich in sein Bild von Familie einzuordnen. Mach das nicht. Das knallt nur früher oder später und macht niemanden glücklich. Wenn Dein Mann so aufmerksam ist, wie Du schreibst, merkt er das sowieso.

Viele Grüße!

Beitrag von guppy77 23.03.11 - 14:35 Uhr

sehe ich auch so wie du.

zb. bei mir ist so, wenn ich nochmal nen partner habe, dann wirds auf alle fälle 2 schlafzimmer geben. eins für mich und eins für ihn. für jeden ein zimmer wo man sich beliebig verwirklichen kann.

denke auch das man trotzdem eine ehe und familie haben kann, man muss nicht immer alles so auf eng machen. also pauschal sagen das die jenigen keine familie haben sollten find ich auch voll daneben.

lg

Beitrag von rosenrot1974 23.03.11 - 14:04 Uhr

Hallo!

Also ich war (?) immer eher der Typus der Deinem Mann entspräche und mein Freund ist eher so drauf wie Du.

Es ist schwer (wirklich schwer) so jemanden wie mich auf diese Lebensweise "einzustielen". Ohne dass ich mich verbiegen muss geniesse ich unsere Art Partnerschaft zu leben Heute in vollen Zügen. Es ist viel Luft da, wir wohnen (trotz unserer gemeinsamen Tochter von 11 Monaten) noch? nicht zusammen... Und alles ist wunderbar!

Und das sage ich von ganzem Herzen so! #herzlich

Auch ich bin der Meinung, dass das alte Beziehungsmodell Ehe wie es traditioneller Weise sehr häufig gelebt wird in unserer heutigen Zeit nicht mehr ein "muss" ist. Fast dünkt mir, dass diese Luft zum atmen der Dauerhaftigkeit einer Beziehung mehr dient...

Aber es gehört ein starker Charakter dazu um überzeugt und überzeugend "anders" zu leben... Den hat nicht jeder...

Auch ich komme immer mal wieder in Situationen, in denen ich dieses Lebensmodell überdenken muss... in denen ich in mich gehen muss... Gerade, wenn ich wieder mit der traditionellen Art zu Leben zu direkt konfrontiert werde kommen hin und wieder Gedanken, ob meins so richtig ist...

Immer öfter (und immer aufrichtig) beantworte ich mir die Frage mit: JA! Es ist (für mich/uns) richtig!

Allerdings ist z. B. das getrennte Wohnen kein Dogma für uns. Gerade auch aus logistischen Gründen ziehen wir ein zusammen ziehen durchaus in Erwägung...

Geh DEINEN Weg. Und versuche Deinen Mann so sanft wie möglich dahin mit zu nehmen...

Bei mir waren es verschiedene (z. T. unabhängig von meinem Freund) Situationen, die mir die Möglichkeit gegeben haben, SEINE Art die Dinge zu sehen (ähnlich wie Du), zu verstehen.

Alles Gute!
Rosenrot

Beitrag von stormkite 23.03.11 - 16:57 Uhr

Ich bin selber auch der eher unruhige Typ.

Mir hat es geholfen, das ich einen anderen Beruf erlernte, und mich damit selbständig gemacht habe, und dabei extrem vielseitige Tätigkeiten machen kann. Auch das ständige "nicht genau wissen wie es weitergeht" und das "immer wieder auf Neues" einstellen müssen hat meinen Freiheitsdrang ziemlich befriedigt.

Ich träume immer noch von der PanAmericana. Aber ich halt das auch noch 5 Jahre hier aus, bis meine Kinder endlich flügge sind.

Kite