Essverhalten mit 9 Jahren noch in die richtige Spur bringen?

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Beitrag von lauras_stern 24.03.11 - 08:34 Uhr

Guten Morgen :-)

da ich heute morgen schon wieder eine Diskussion mit meiner Tochter hatte wegen ihrem Essverhalten, frag ich nun hier noch nach Rat.

Es ist so, sie ist eben 9 Jahre geworden, ist recht groß und sehr schlank. Wenn sie ne schwarze Leggins anhat, dann hat sie Beinchen wie Streichhölzer. Dazu ist sie auch noch sehr blass im moment.
Sie war noch nie der große Esser und der Kinderarzt sowie der Hausarzt waren immer der Meinung, sowas gibts tausendmal in Deutschland und vor einem vollen Tisch ist noch keiner verhungert und ich soll sie lassen. Da sie auch nie Infektanfällig war, hab ich es auch weitestgehend toleriert.

Im moment aber, hat sie z.B Kopfschmerzen was ja bekanntlicherweise auch von zu wenig trinken kommt. Und sie trinkt soooo wenig. Und das sie recht blass ist könnte ja evtl. auch mit der Ernährung zusammen hängen (Eisen und Wachstum).

Ich zähl mal auf was sie isst:
Klöse, Kroketten, Toast, Brötchen, Kiri, Leberwurst, Nutella, ganz selten mal Käse (nur der einzeln verpackte),Pfannkuchen, Hackbällchen, Soße, Yoghurt, Pudding, teilweise manche Süßigkeiten.

Und nun was sie NICHT isst:
Obst, Gemüse (und damit bei beidem absolut NICHTS von dessen), Fleisch, Kartoffeln, Nudeln, Pommes, Brot, Wurst...

Ja, eigentlich kann ich kaum was normales Kochen, und solangsam nervt es mich das ich schonauchmal laut werde!!! Bislang war ich immer der Meinung Essen muß spaß machen, aber wenn man nichts, aber auch wirklich kein normaloes Essen kochen kann od. immer doppelt kochen muss nervt dermaßen!!! Ich bin berufstätig und wir müssen echt gucken das Zeit und Geld gut eingeteilt ist und klar, geht es auch ins Geld wenn man immer doppelt einkauft. Da ich ALLES esse und auch super gerne gut koche, Obstsalat mache etc...also sie sieht ja immer wie man richtig isst, ist ja nicht so das sie das nicht vorgelebt bekommt. Ich ess körnerbrot, Gemüse usw....sie sagt dann immer nur : Ighitt!

Muss dazusa sagen, am Naschen liegt es bei uns definitiv nicht!!! Ich kaf nur am Wochnende mal eine (!) Tafal Schokolade und die essen wir zusammen. Sie hat auch kein Geld in der Schule dabei und kauft sich heimlich usw...falls jemand in die Richtung denkt. Sie isst z.B auch bei Mc Doof keine Bruger oder Pommes....wenn dann mal nen Käsekuchen. Und das war dann auch beim Kuchen schon.

Heute z.B meinte ich es gibt: Schnitzel und Pommes. Mal ehrlich, ein super lecker Essen, und sie war schon wieder bockich. Wenn ich sie drüber aufkläre das es so einfach nicht geht, sie blass ist und krank wird und wir am ende noch in einer Ernährungs-Lern-Klinik landen macht sie dicht.


Was soll ich noch machen??? Bin für jeden Tip dankbar.

Aber bitte nicht solche wie: entweder sie isst oder bekommt drei Tage gar nix, so quasi zangsweise, das haben wir im Kindergartenalter schon durch und ging verdammt in die Hose!!! Also die Autoritäre Schiene funktioniert bei uns nicht. Kinderarzt meinte das wäre dann auch zu Gefährlich das sie auch kaum trinkt und ja in der Schule auch Leistung bringen muss.

Beitrag von sunny42 24.03.11 - 08:44 Uhr

Guten Morgen lauras-stern,

"vor einem vollen Tisch verhungert keiner" bedeutet nicht, dass nur das auf den Tisch kommt was das Kind isst und deshalb hat es immer etwas im Magen, sondern das ein ausgewogenes Essen auf den Tisch kommt an dem sich jeder so bedienen kann wie er es mag.

Die Vorlieben meiner Kinder werden berücksichtigt, aber ansonsten koche ich (und mein Mann) das was uns als gesund und ausgewogen erscheint.
Wer nicht essen mag, muss nicht essen und als Alternative darf sich bei uns immer ein Brot geschmiert werden.

Bis auf einige kurze Phasen in denen die Kinder versucht haben, ob es nicht doch jeden Tag ihr Lieblingsessen geben könnte, haben wir keinerlei Diskussionen und die Kinder essen fast alles.

Liebe Grüße
Sunny

Beitrag von galeia 24.03.11 - 08:52 Uhr

Meine Tochter ist zwar erst 6,5 Jahre alt, vom Eßverhalten aber ähnlich. Sie hat das auch nicht von uns, wir essen gesund, ausgewogen und vielfältig. Als sie mit etwa 8 Monaten anfing vom Tisch mitzuessen, hat sie alles gegessen und auch alles probiert. Ich Laufe der Zeit wurde es dann immer weniger, was sie noch mag und was sie probiert.

Ich koche auch teilweise doppelt, weil ich auf das eintönige Essen, was meine Tochter bevorzugt, keine Lust mehr habe.

Meine Tochter isst: Panierte Schnitzel mit wenig gedämpften Möhren und Kartoffeln, Köttbullar mit Kroketten, Fleisch mit Rotkohl, Pfannkuchen mit Nutella, Nudeln mit Hacksoße, das wars an warmen Gerichten. Ansonsten kein Gemüse, kein Salat, wenn irgendwo ein Zwiebelchen drin schwimmt, wird das Essen gemieden.

Morgens isst sie derzeit nur Brot mit Marmelade, Honig oder Nutelle, nichts Herzhaftes. Vor kurzem mochte sie noch eine Salami-Sorte, eine Käse-Sorte, Kiri und feine Leberwurst, das ist jetzt vorbei, das rührt sie nicht mehr an. Sie mag auch nur Weißbrot, kein Brot mit Körnern, Mischbrot geht manchmal, aber nur widerwillig.

An Obst isst sie ab und an ein Stück Apfel oder Banane, sonst nichts.

Sie könnte sich von Joghurt und Puddings ernähren, da mag sie fast alles, was ohne Stücke ist. Ansonsten nascht sie gerne, da muss ich sehr aufpassen.

Sie ist auch sehr schlank, wenn es nichts gibt, was sie mag, isst sie gar nichts. Essen ist kein Kampf (mehr) bei uns, dennoch nicht diskussionsfrei. Eine Lösung habe ich nicht, ich hoffe immer, das sich das noch ändert, sie hat Freundinnen, die ähnlich ticken beim Essen, ich kenne aber kaum erwachsene Frauen, die noch so pinnig beim Essen sind.

LG H.#klee

Beitrag von kat30 24.03.11 - 09:03 Uhr

Hallo,

das Problem "trinken" haben wir auch - da hilft nur ständiges erinnern...

Essen ist weniger ein Problem - klar wird nicht alles gegessen, aber das hat ja wohl jeder. Was ich nicht machen würde, ist Extrawürste braten (im wahrsten Sinne des Wortes ;-).

Kannst Du sie nicht beim kochen einspannen? Mit 9 kann man durchaus schon Kochbücher wälzen, Einkaufslisten schreiben, im Internet nach Rezepten recherchieren (!!! kommt sehr gut an!!!)...
Keinen großen Wirbel drum machen. Einfach so, als wäre das ganz normal...

Ach so und in der Schule haben Sie jetzt einen Ernährungsführerschein gemacht - ganz offiziell (aid glaube ich) - vielleicht kannst Du sowas bei Euch auch mal vorschlagen!

Kat

Beitrag von sina236 24.03.11 - 09:09 Uhr

ich schreib hier mal als mama eines kindes, dass da kaum probleme macht. bei uns ist es höchstens so, dass meine tochter mini portionen isst, dafür aber von fast allem. bei ihr war es schon immer so, dass sie öfter, dafür aber kleine portiönchen gegessen hat. schon beim stillen war das so, nach 2 minuten fertig pro seite und dafür dann aber alle 2 stunden. jedes rauszögern ging gar nicht. also hab ich das so akzeptiert und es ist heute noch so.


damit will ich sagen, dass das mit dem essen eine ganz persönliche angelegenheit ist, bei der jeder mensch ganz verschiedene bedürfnisse hat. neben dem, was man an erziehung versemmeln kann beim essen, gibts ja auch noch die sogenannten bedarfsesser, dazu zähl ich zb mein kind. die kann man nicht um 12 an den tisch setzen und sagen "iss jetzt". sie isst, wenn sie hunger spürt und wenn nicht, dann nicht. und wisst ihr was, ich finde das super. weil es gesund ist.

ich glaube, die essproblematik, die ihr beide habt, hat mit 2 sachen zu tun. die erste sache ist, dass kinder oft sehr gut instinktiv wissen, was sie essen können, weil sie es vertragen oder nicht. was sie nicht vertragen, schliessen viele kinder mal gleich aus. grade bei denen, die auch süßigkeiten aussortieren oder kaum zu sich nehmen, ist das für mich eindeutig selektives verträglichkeitsessen. ihr könnt spasseshalber ja mal nach der "blutgruppendiät" googlen und dann nach der blutgruppe euerer kinder schauen, was da verträglich ist und was sie tatsächlich essen. mich würde da nicht wundern, wenn das etwa übereinpasst. und die zweite sache ist die, dass heutzutage essen immer und überall ein thema ist. überall gibts essen, von jeder sorte, von jedem gleich einemillionsiebzehn sachen. daher ist essen für kinder nichts besonderes, es ist einfach da. und das was einfach so da ist, ist auch nicht sondrlich interessant. klar gibts auch bei kinder die genussesser, aber insgesamt ist es ein überfluss von lebensmitteln. nach hunger wird ja kaum noch geschaut. essenszeit=wird gegessen.
ich hab mal in einem anthroposophischen buch gelesen, dass es oft so ist, dass blonde und sehr zarte kinder mehr zu süßspeisen greifen und davon auch mehr vertragen, als andere. während dunkelhaarige, dunkle typen eher mal zu herzhaft greifen und auch süß nicht so viel dürfen, weil sie sonst zum dick werden neigen. das ist sicher keien allgemeingültige regel, aber ich sehe das auch immer wieder bestätigt. einen tip habe ich nicht. davon gibts schon zu viele schlechte ;-). wollte euch aber trotzdem an meinen erfahrungen teil haben lassen.

lg sina

Beitrag von lauras_stern 24.03.11 - 09:09 Uhr

Guckt mal das hab ich eben gefunden im Netz:

„Minimalprogramm“ für schlechte Esser
(nach dem amerikanischen Kinderarzt Dr. T. Berry Brazelton)



zwei Gläser Milch, oder 60 Gramm Käse, oder anderthalb Becher Joghurt, oder zwei Kugeln Milcheis

60 Gramm Fleisch, oder ein Ei, oder drei Esslöffel Müsli (keine gezuckerten Frühstücksflocken!)

ein halbes Glas Orangensaft, oder eine halbe Kiwi, oder anderes Obst

Gabe eines geeigneten Multivitamin-Präparates (zuvor den Kinderarzt fragen!)

Beitrag von sweety03 24.03.11 - 09:57 Uhr

Hallo,

ich würde mir eher Gedanken ums Trinken als ums Essen machen.
Meine große Tochter (knapp 8) trinkt auch nur, wenn ich sie erinnere, selten mal von sich aus.
Da sie gern Traubenschorle trinkt (3 Teile Wasser:1 Teil Saft) bekommt sie díe mit zur Schule. Ich erwarte, dass sie diese Flasche, die ich nur zu 75% fülle, austrinkt.
Ich habe ihr erklärt, was zu wenig trinken bewirkt, nämlich Kopfschmerzen und schlechte Verdauung. Da sie öfters Verstopfung hat, ist das mit der Traubenschorle gar nicht schlecht.
Das klappt so eigentlich sehr gut.
Essenstechnisch ist sie so im mittleren Bereich: Sie isst keine Wurst, kein Fleisch außer Hack und kein gekochtes Gemüse.
Dafür ist sie gern Rohkost, Obst, Milch, Käse, alles Sorten Brot und Nudeln, Reis und Kartoffeln.
Ich koche nich extra für sie. Sie isst das, was sie vom Hauptgericht mag. Wenn sie, was selten mal vorkommt, das Mittag nicht mag, muss sie eben ein Brot essen.
Frühstückstechnisch isst sie Cornflakes, Müsli oder Toast.
So lange Deine Tochter nicht infektanfällig ist, geht es ja noch.
Ich würde beim Kinderarzt mal den Eisenwert wegen der Blässe ermitteln lassen.
Und ansonsten: Mach Dich wegen des Essens nicht kirre, wegen des Trinkens würde ich noch mal auf sie einwirken. Und mit 9 wird sie das auch verstehen.
Meine Tochter ist mit ihren knapp 8 Jahren 1,40 groß und wiegt 26 kg. Sicher nicht viel, aber sie ist topfit und selten krank.

Sweety

Beitrag von bine3002 24.03.11 - 13:54 Uhr

Ist denn organisch alles In Ordnung? Wurden Nahrungsmittelunverträglichkeiten/Allergien ausgeschlossen? Wurden die Schilddrüsenwerte mal kontrolliert?

Eine Unverträglichkeiten rufen eine Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel hervor. Fructoseintoleranz zum Beispiel... die Patienten entwickeln oft einen Ekel gegen Obst und Gemüse, weil sie instinktiv wissen, dass es ihnen nicht gut tut.

Und die Schilddrüse kann auch großen Einfluss auf das Ess- und Schlafverhalten haben und zwar manchmal auch genau gegenteilig zur allgemein anerkannten klinischen Beschreibung der Symptome.

Ich würde dir raten, dem Ganzen erstmal mit einem gründlichen Blutcheck auf die Spur zu kommen.

Beitrag von sassi31 24.03.11 - 17:50 Uhr

Hallo,

auch wenn es schwerfällt: Nörgel nicht an ihrem Eßverhalten rum. Meine Mutter hat bei mir damit nur erreicht, dass jede Mahlzeit schon vor Beginn ein Horror war, weil ich wußte, das Genörgel geht gleich wieder los. Immer wenn sie mich einfach in Ruhe gelassen hat, habe ich ganz normal gegessen. Normal heißt in dem Fall, die Sachen, die ich mochte.

Aber mach nicht den Fehler, für sie dauernd extra zu kochen. Das hat meine Mutter auch gemacht, aber ich finde, damit hat sie mich eher eingeschränkt. Auch wenns gut gemeint war. Damit meine ich, wenn du Schweinebraten, Klöße und Gemüse kochst, ißt sie eben nur die Klöße, wenn sie den Rest nicht will. Aber kommentier das Ganze nicht, sondern lass sie in Ruhe essen.

Vielleicht würde es helfen, wenn du sie zu einem Kinder-Kochkurs anmeldest.

Weiß sie, wie gefährlich es werden kann, wenn sie zu wenig trinkt? Wenn nicht, erzähl ihr mal ein wenig zum Thema Nierenversagen und Krankenhausaufenthalt. Vielleicht schreckt sie das ein wenig ab.

LG
Sassi

Beitrag von schnupsi76 24.03.11 - 22:25 Uhr

Hallo,

wie meine Überschrift schon sehen läßt, bist du nicht alleine mit diesem Problem.


Ich stamme auch aus einer Familie der "Allesesser".
Dachte eigentlich auch immer, das es Leute gibt die das eine oder andere halt nicht mögen, aber ansonsten "normal" essen.

Aber seit ich meinen Stiefsohn kenne, schockiert mich nichts mehr! Sowas mäkeliges habe ich wirklich noch nie erlebt!

Ich zähle mal auf was er ißt:

-Toast,
-Brötchen, -ab und an mal einen Apfel (nur saure) oder eine Banane (nur die, die grade so gelb werden),
-Mandarinen, (KEINE Orangen),
-Fleischwurst, Salami (nur je von einer bestimmten Marke),
-Nutella,
-Baguette,
-Pizza "mit ohne alles"- Und das heißt wirklich ohne alles, außer der Soße, -Ketchup (wieder nur eine Marke),
-Chickens Nuggets (nur von einem Hersteller),
-Schokopudding,
-Fertigschnitzel
-Eier (nur harte),
-Tütensuppe (nur die Hühnersuppe von Tip) und bei seiner Mama (und nur dort) Tütentassentomatensuppe!
-Süße Kaugummis (also keine Pfefferminz oder so), Chupachups (nur Erdbeer), Gummibärchen (nur die Originalen)
Zu trinken Limo, Milch, Kakao und Orangensaft. (Gott sei Dank)

Das war es! Nichts anderes! #zitter


Bei einem seiner SPZ Termine habe ich das auch mal zur Sprache gebracht- dort hieß es, das noch kein Kind am gedeckten Tisch verhungert sei und er wisse was er brauche. Fehlende Vitamine hole er sich schon...#kratz

Aaaah ja...der Junge ist extrem müde (Eisenmangel), hat immer risseige, spröde Lippen und der ganze Mundbereich ist ständig entzündet (Vitaminmangel)


Bei uns handhaben wir es so, das ich normal für den Rest der Familie koche und für ihn gibt es dann halt was extra. Meist futtert er dann Brötchen! Bei gemeinsamen Mahlzeiten, wenn alle was "Vernünftiges" essen, darf er dann natürlich keine süßen Sachen!

Vor allem- kein Druck! Macht nur die Nerven aller Beteiligten kaputt! Laustark mäkeln darf er nicht- da muß er Rücksicht auf die anderen nehmen!

Versuche vielleicht mal, Vitamine etc im Essen zu verstecken...Vielleicht klappt das. Aber nicht erwischen lassen!;-)

Wohin das noch führen soll, weiß ich nicht. Wir rennen mit ihm von Arzt zu Arzt, haben mittlerweile 7 Psychologen sowie unzählige Therapeuten durch, da er neben der Eßstörung noch weiter Auffälligkeiten aufweist.

(Störung der seonsorischen Integration, taktile Wahrnehmungsstörung, Feinmotorik, Aggressionen, extremes Geltungsbedürfnis, depressive Phasen, "Austicker" etc......)


Alles Gute

Beitrag von estragon 25.03.11 - 09:57 Uhr

Hallo,

hast du mal versucht, sie mit einzubeziehen ? Das heißt, mit ihr zusammen einkaufen gehen, zusammen kochen, mal irgendwas ganz anderes ausprobieren, Nahrungsmittel anders benennen (ich esse z.B. sehr gern Weizen mittags als Beilage, das würden meine Kinder nie anrühren - als Mininudeln ist es allerdings o.k) Du kannst ihr erklären (ohne erhobenen Zeigefinger !!! ganz wertfrei), wie wichtig Vitamine, Kohlenhydrate usw. und auch Getränke für die körperliche und auch für die geistige Entwicklung sind und sie fragen, ob sie eine Idee hat, wie sie zu diesen Vitaminen kommt. Vielleicht kann sie sich selbst einen Wochenspeiseplan ausdenken. So in die Richtung würde ich gehen. Ist natürlich keine Garantie für einen Erfolg und geht sicher auch nicht von heut auf morgen, aber einen Versuch ist es wert, denke ich.
Meine beiden Großen finden es z.B. klasse Obstsalat zu machen. Wir gehen dann Samstags immer auf den Markt und kaufen das Obst - inzwischen experimtieren sie auch richtig und kaufen Obstsorten, die sie nicht kennen. Es gibt auch Mißerfolge - ich esse furchtbar gern Pizza, meine Kinder nicht - also dachte ich, selber machen ! Sie waren mit Feuereifer dabei, den Teig zu kneten und die Pizza zu belegen usw., gegessen haben sie sie dann aber doch nicht. Naja, es geht wohl auch ohne Pizza. :-)

Aber zurück zu Dir - auf jeden Fall würde ich aufhören (auch wenn es sicher sehr schwer fällt) an ihrem Eßverhalten rumzunörgeln. Ich kann mich gut erinnern, daß ich irgendetwas dann erst recht getan oder eben nicht getan habe, wenn meine Eltern das unbedingt wollten. Und auf keinen Fall würde ich mit irgendwelchen haltlosen Konsequenzen drohen - irgendwann entwickelt sie ein manifeste Eßstörung und dann habt ihr ein richtiges Problem.
Also, wie gesagt, ich würde an deiner Stelle das Thema Essen nicht mehr zu sehr in den Vordergrund hängen, sie auf jeden Fall mit einbeziehen und wenn Du an irgendwelche fremde Hilfe wie Kochkurse oder so etwas denkst, dann mit ihr zusammen.

Also, ich wünsch Euch alles Gute und viel Spaß beim Kochen :-D

Liebe Grüße, Grith

Beitrag von missy0675 25.03.11 - 20:48 Uhr

Hallo,

meine Tochter isst auch absolut kein Gemüse oder Obst...allerdings ist sie gerne Fleisch und Wurst und Bratkartoffeln, ein paar trockene Nudeln oder Reis (Saucen gegenüber ist sie immer äßerst skeptisch, isst nicht mal ketchup), Milchprodukte nur in Form von sehr "starkem" kaba (mach ich ihr mnachmal damit sie auch mal Milch bekommt).
Heute gabs dann zB Nudelauflauf, für sie halt nur die trockenen Nudeln. Oder es gibt zb trockenen Reis und Fischstäbchen oder Fleisch für sie....Eintopfgerichte gehen halt gar nicht, da isst sie dann entweder gar nicht oder ich mach ihr einfahc kartoffeln die sie mit Salz udn Butter isst.

Ich denke nicht daß man da was ändern kann...hatte eien Kollegin die mit 30 noch die Erbsen ausm Fleischsalat gepult hat..sie hat noch nie Obst oder gemüse gegessen, ist kerngesudn ,nicht auf den Kopf gefallen und sieht auch aus wie das bühendne Leben....ich denke daß man instinktiv das isst was einem gut tut udn daß das nicht bei jedem das gleiche ist...wichtig ist nur daß ei nvielseitiges Angebot besteht..

Meine trinkt übrigens auch sehr wenig (in 6 studnen im Kindergarten zb meistens gar nichts). Am nachmittag reicht ihr auch ein Glas Apfelaft und abends schafft sie dann vielleicht noch 0,1 l Wasser#augen

Ach ja, udn der geschmack ändert sich ja auch immer wieder..meien Tochter isst seit neuestem zb geschnetzteltes mit Pilzen, nachdem sie sich 5 Jahre lang geweigert hatte Pilze auch nur zu probieren..jetzt darf ich sogar zu den Bratkartoffeln Champignons tun :-)

Grüsse,
missy