evtl. Hauskauf, Wie viel Nebenkosten?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von lilian91 26.03.11 - 22:17 Uhr

Hallo,

Also wie schon oben steht, wollen mein Mann und ich uns vielleicht ein Haus kaufen.

Nun die Frage, Wie viel Nebenkosten gebt ihr denn aus?

Und wer mag, wie viel habt ihr für euer Haus bezahlt?

Danke im Vorraus!

LG Lilian

Beitrag von xxtanja18xx 26.03.11 - 23:13 Uhr

Hy.

Da kommt aber einiges zusammen.

Denn Öl oder Gas, müsst Ihr ja Tanken dh da kommen einmal im Jahr hohe kosten auf euch zu...Sowas ist ja in den Nebenkosten einer Mietswohnung monatlich mit drinne....

Da musst du dich erkundigen, wie teuer bei euch Müll,Frisch und Abwasser ist....die Steuern fürs Grundstück usw...Alles was Jährlich anfällt, würde ich auf die Monate umrechenen und so immer das Geld sparen....

So 20% Eigenkapital brauch man schon, damit man ein Haus Finanzieren kann...

Da sollte man sich wirklich in ruhe zusammen setzen und rechenen ob es machbar ist.

Lg

Beitrag von lilian91 26.03.11 - 23:23 Uhr

Danke für deine Antwort.

Also stimmt es doch nicht das es billiger ist ein Haus zu unterhalten als zu mieten..

Dankee

Beitrag von gh1954 26.03.11 - 23:53 Uhr

Als Mieter hast du die gleichen Nebenkosten wie ein Hausbesizer, du bist nur nicht für Reparaturen verantwortlich.
Der Vorteil als Hausbesitzer: Irgendwann gehört dir das Haus und du hast Kapital gebildet, statt es einem Vermieter zu geben, Miete ist auf lange Sicht rausgeworfenes Geld.

Beitrag von beth22 27.03.11 - 13:57 Uhr

Wenn du zur Miete wohnst hast du das Glück das evtl. anfallende Koste für Reparaturen vom Vermieter übernommen werden müssen. Du bist "ungebundener", könntest also weg zeihen wenn die deine Wohnung nicht mehr gefällt.

Wenn du/ihr ein Haus habt hast du ALLES selbst zu machen und das kann wenn es schlimm kommt auch sehr, sehr teuer werden.

An den "reinen"Nebenkosten für Wasser, Strom, Müll,... haben wir im Vergleich zum Mietobjekt auch nicht viel mehr. ABER als Eigentümer kommen noch diverse Versicherungen, Grundstücksteuern, Rücklagen für Reparaturen hinzu die man nicht vergessen sollte.

Jetzt wohnen wir 1,5 Jahre hier in unserem Haus und haben gestern die letzte größere Rechnung vom Hauskauf erhalten (Grundbucheintragung), solche Sachen muß man halt auch alles noch miteinplanen. Makler, Notar, Ämter - Alle wollen sie Geld haben. Unser erstes Jahr war sehr teuer #schmoll , da blieb nicht mehr viel übrig vom Geld.

Aber alles in Allem würde ich immer wieder unser Haus kaufen, ich weiß ja das es am Ende mir/uns gehört ;-) . Meine Kinder können toben, laut sein, ohne das sich hier jemand beschwert. Ich kann wäsche waschen wann es mir paßt, bohren, hämmern,... . Wir haben auch nette Nachbarn und eine menge Kinder die im gleichen Alter sind wie meine 3 .

Das muß jeder für sich entscheiden ob er diesen Schritt wagen möchte oder nicht. Aber ich würde nicht sagen das wir jetzt viel billiger wohnen als vorher in unserer Mietwohnung.
Es kommt ja auch drauf an ob du vorher z.bsp. 1000Euro miete zahlst oder "nur" 400 Euro den Kredit anzuzahlen hast. Sowas kann ja hier niemand sehen ob Ihr dann billiger wohnt.

LG
Sandra mit Max (9,5 Jahre), Ben (fast 4 Jahre) und Lea (18 Monate)

Beitrag von wemauchimmer 27.03.11 - 15:57 Uhr

Natürlich ist es günstiger, ein Eigenheim zu haben als ein Haus zu mieten.
Der Vermieter subventioniert Dich ja nicht. Als Mieter musst Du alle Nebenkosten tragen. Zudem zahlst Du die Kaltmiete, die beinhaltet auch die Reparaturen/Instandhaltung. Aber nicht nur, denn der Vermieter will ja auch eine Rendite für sein Kapital. Und genau diese Rendite ist das, was Du mit dem Eigentum letztlich sparst (und was Du natürlich gegen die Kapitalkosten vergleichen musst, wenn Du ausrechnen willst, ob sich ein Kauf lohnt).

Auch die Nebenkosten sind im Zweifel bei einem gemieteten Objekt höher, einfach, weil Du als Eigentümer an allen diesbezüglichen Kostenschrauben drehen kannst und als Mieter wahrscheinlich nicht.
Beispiel: Meine Frau wohnte mal in einer Einzimmerwohnung in einem ca. 10-Parteien-Haus und zahlte dort das Doppelte für Müll, was wir jetzt als 5köpfige Familie zu zahlen haben. Dort hatte halt keiner Bock auf Mülltrennung und so wurden einfach ein paar große Restmüllcontainer bereitgestellt, wo jeder alles reingeworfen hat.

Zu Deiner Eingangsfrage: Es gibt die Kaufnebenkosten (5-10% vom Kaufpreis für Grunderwerbsteuer, Notar/Grundbuch, Makler), ansonsten die Nebenkosten (Heizung, Strom, Wasser, Abwasser, Grundsteuer, Gebäudeversicherung, ggfs Schornsteinfeger, Heizungswartung, Daumenregel sind monatlich 2-3€/qm, kann aber bei einem Neubau auch deutlich drunter liegen, z.B. bei uns ca, 1,20€/qm.
LG

Beitrag von joy1975 27.03.11 - 09:35 Uhr

Also unser Haus hat, quasi schlüsselfertig inkl. neuer Möbel, Küche, Tapeten an der Wand etc., circa 350.000€ gekostet. Für ein "simples" Endreihenhaus ziemlich viel Kohle, aber wir wollten unbedingt in diese Gegend (arbeitswegtechnisch sehr günstig) und möglichst energetisch gut gebaut (Wärmepumpe etc.).

Als monatliche Nebenkosten dürften wir circa 200€ haben, davon
- 133€ Strom (für Verbrauchsstrom und Wärmepumpe)
- 19€ Müll
- 18€ Grundsteuer
- 25€ Versicherungen (Gebäude, Hausrat hab ich (noch) nicht)

und vielleicht noch irgendwas kleines, das ich jetzt vergesse.
Summa summarum würde ich sagen, es tut sich nichts zu dem Haus, das wir vorher gemietet hatten. Da wurde mit Gas geheizt, das war teurer als jetzt die Wärmepumpe, dafür hatten wir den Kram mit Müll und Steuer nicht.

Parallel zahlen wir circa 1100€ im Monat an die Bank zurück, wobei ich das im Herbst, wenn ich eine Gehaltserhöhung bekomme, auf wenigstens 1500€ erhöhen möchte.

Insgesamt habe ich die Entscheidung für ein Haus überhaupt nicht bereut. Habe in zwei Jahren schon 30.000€ vom Kredit zurück gezahlt, denke mal, in spätestens 10 Jahren dürfte ich alles komplett getilgt haben, dann ist es meins.

Allerdings rechnen sich das viele auch schön. Ich glaube, ein Haus lohnt sich wirklich nur, bei ausreichendem Eigenkapital und der Möglichkeit, eine hohe monatliche Tilgung umzusetzen. ICH hätte auf jeden Fall keinen Bock, jeden Cent dreimal umzudrehen und mein Haus so zu rechnen, dass ich bis 65 arbeiten muss, denn mal ehrlich: Wer (außer Beamten) schafft das heute noch ohne mal arbeitslos zu sein?

Beitrag von mauskewitzki 27.03.11 - 14:25 Uhr

Hallo,

habe ich das richtig verstanden? Ihr zahlt 1100€ ab, 30 000€ sind schon getilgt und ihr seit in 10 Jahren fertig? Hattet ihr so viel EK oder hast du bei deiner Rechnung die Zinsen vergessen?

LG

Beitrag von joy1975 28.03.11 - 11:56 Uhr

Nein, die Zinsen habe ich nicht vergessen. Ich habe "nur" 150.000€ Kredit aufgenommen, der Rest war Eigenkapital bzw. 100T€ ein zinsloser Kredit meiner Großeltern, den ich nicht zurückzahlen muß (quasi vorgezogenes Erbe).
D.h. gut 100T€ hatte ich selber an EK, 100T€ "geschenkt" und 150T€ Kredit. Den zahle ich mit circa 1100€ im Monat ab und habe bisher jedes Jahr 7500€ (5%) Sondertilgung gemacht. Insofern kommt das ja ungefähr hin.
10 Jahre fertig sein habe ich jetzt nicht zu Ende durchgerechnet, aber ich gehe da schon von aus. Die Kredite (gesplittet) laufen auch nur 5, 8 und 10 Jahre. Ich habe noch etwas auf der hohen Kante, um jeweils die Restraten mit einem Mal zu tilgen. Außerdem gibt es die nächsten Jahre noch ordentliche Gehaltserhöhungen, so dass ich die Tilgung der größeren Kredite evtl. nochmal höher schraube.