Langjährige Beziehungen, Treue, Loyalität.....

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von mimo 26.03.11 - 22:25 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

es ist wie ein Alptraum. In meiner Umgebung höre ich nur noch von Trennungen, Fremdgehen, Affären, "ich weiss nicht ob ich Dich noch liebe.."

Ich würde mir wünschen irgendwann wieder eine Beziehung haben zu können. (Bin seit Mai getrennt, habe drei Kinder, Scheidung wurde eingereicht). Doch mittlerweile bin ich ein so gebranntes Kind. Ich wurde so verletzt und könnte gar niemandem mehr vertrauen. Ich habe immer an die ewige Liebe geglaubt aber durch die letzten fünf Jahre bin ich so erschüttert worden daß ich an nichts mehr glaube. Selbst wenn alles zu 100 % passt kann es doch passieren. An was soll man sich dann halten. Es gibt nie eine Garantie.

Ich höre auch nicht mehr von irgendwelchen intakten Beziehungen und wenn es die nach aussen hin gibt und man nach innen sieht, dann sieht man selbst da dass die Frau einen Geliebten hat seit 12 Jahren und der Mann sich damit abfindet oder sie sich eigentlich nicht mehr lieben aber alleine wollen sie auch nicht bleiben.

Gibt es denn noch Paare die auch noch nach 15 Jahre sagen können wir waren uns treu und loyal und Du bist der Mensch mit dem ich alt werden will.

Ich wünsche mir so sehr endlich mal erleben zu dürfen wie es sich anfühlt aber mir schnürt es nur noch den Hals zu von den Geschichten die ich höre von meiner eigenen.

Liegt es an unserer Zeit???

Lg Mimo

Beitrag von gh1954 26.03.11 - 22:35 Uhr

>>>Liegt es an unserer Zeit??? <<<

Auch.

Und an dem grenzenlosen Egoismus mancher Menschen. Die kennen nur das Wort "Ich".

Beitrag von salvia-divinorum 26.03.11 - 22:35 Uhr

nein, unsere zeit macht nur sichtbar, was früher verschwiegen wurde.
vertrauen ist es, wenn man wirklich akzeptiert hat, dass garantien nicht existieren.

Beitrag von mitti8 26.03.11 - 22:37 Uhr

Hallo Mimo,

ich finde das auch alles so enttäuschend. Dachte immer, ich wäre mit 30 verheiratet (auf alle Fälle mit dem Mann, mit dem ich alt werden würde) und hätte mindestens 2 Kinder. Naja, bin noch immer solo und habe keine Kinder.

ABER! Ich habe heute Mittag meine Nachbarin getroffen, die ein Jahr älter ist als ich. Sie ist bereits 15 Jahre verheiratet und war zuvor 3 Jahre mit ihrem Mann zusammen. Das ist doch toll, oder?

lg,
mitti

Beitrag von Auch keine Garantie 27.03.11 - 15:28 Uhr

Dieses ABER habe ich sozusagen mal gelebt. Auch langjährige Beziehungen können zerbrechen.

Bei mir war es so, als unsere Tochter 17 war, hat mein Mann mich verlassen, wegen einer Jüngeren. Wir waren 22 Jahre zusammen, 20 Jahre davon verheiratet. Dann war er weg, ohne Vorwarnung, einfach so von heute auf morgen. Ich habe immer gedacht, wir wären glücklich. Gut, es gab auch mal Probleme, aber das ist doch normal im Alltag. Ich dachte immer die Basis stimmt. War aber dann nicht mehr so, als ihm das junge Ding über den Weg gelaufen war.

Beitrag von Alte Zeiten 26.03.11 - 22:37 Uhr

<<<<<<Liegt es an unserer Zeit??? >>>>>>



DEFINITIV würd ich sagen!


Früher gabs das einfach nicht, man suchte sich nicht bei jeder Gelegenheit jemand neues nur weil es Probleme gab.
Die Menschen der heutigen Zeit machen sich das Leben in der Hinsicht zu einfach.


Bestes Beispiel sind meine Eltern,
die beiden sind seit 29 jahren zusammen und seit 26 Jahren! verheiratet!
#verliebt#verliebt#verliebt#verliebt#verliebt#verliebt#verliebt#verliebt#verliebt#verliebt

es gab nie eine Trennung oder eine Liebschaft. #sonne

Es gab immer mal streit, sicherlich, aber deswegen hätten meine Eltern nie uns( meine zwei Geschwister ((sind jünger wie ich)) und mich ) oder sich selbst als Paar aufgegeben.

Wichtig ist einfach, das man Probleme früh genug erkennt und sie anfängt zu beheben.

Ansonsten ist das Kind in den Brunnen gefallen und ertrunken.


Leider hat meine Beziehung mit meiner ersten großen Liebe nicht gehalten. Ist nach 7 1/2 Jahren auseinander gegangen da ich nicht mehr konnte. (Er ist Psychisch krank, wollte sich mehrfach umbringen, beschimpft einen Wüst und hat mich oft genug geschlagen)



Und solche Weisheiten von mir, die erst 22 ist #schein


Beitrag von mitti8 26.03.11 - 22:41 Uhr

Das ist aber nicht schön, wenn man so jung schon so unschöne Erfahrungen hat :-(

Beitrag von redrose123 27.03.11 - 09:52 Uhr

Ich denke früher hat man es einfach hingenommen, aktzeptiert das es so ist, es war doch früher ein Skandal sich einzugestehen das man den Mann doch nicht mehr will, ob sich früher alle so liebten zu 100% würd ich nicht sagen man hat sich eben arangiert, schreibt man das so grins.

Von meiner Schulfreundin die Eltern, sind auch heute noch ein "Paar" schlafen seit ich sie kenn 1.te Klasse getrennt ob das die perfekte Ehe ist?

Beitrag von meine-eine 27.03.11 - 13:01 Uhr

"schlafen seit ich sie kenn 1.te Klasse getrennt ob das die perfekte Ehe ist? "

Kommt auch auf die Gründe an...

Meine bessere Hälfte und ich sind seit 15 Jahren ein Paar, fast genauso lange verheiratet. Wir schlafen auch getrennt - weil ER so immens schnarcht und ich dann nie ein Auge zubekommen hab. Nach 7 Jahren (!!!) haben wir das ausprobiert, weil ich einfach nicht mehr konnte - nie genug Schlaf, weil er den halben Amazonas nachts wegsägte.

Wir verstehen uns genauso gut wie damals (nein, falsch, es klappt seither sogar besser), haben sehr viel gemeinsam.

Wären wir diesen Schritt jedoch nicht so gegangen, wären wir heute geschieden...

Ansonsten bin ich so was von froh, dass ich meinen Mann habe (und er ebenso, wie er mir die Tage "gestand") - ja, ich möchte mit ihm alt werden, auch wenn wir meist getrennt schlafen.

Beitrag von redrose123 27.03.11 - 19:08 Uhr

Denke mal das die gründe bei der Ehe seine leibesfülle betreffen, hab sie auch nie wirklich lieb gesehen eher wie freunde....Aber gut den Grund bei euch kann ich verstehen.,....

Beitrag von lagefrau78 26.03.11 - 22:39 Uhr

Hallo!

Zunächst mal: möglicherweise liegt es an unserer Zeit, dass man sich schneller trennt, aber in einem positiven Sinne. Lieblosigkeit in Beziehungen gab es wohl schon immer, insbesondere zur zeit der arrangierten weil gesellschaftlich angemessenen Beziehung. Trennung war bis vor gar nicht allzu langer Zeit in vielen Fällen aus Gründen der materiellen Absicherung und ähnlichen Sachzwängen nicht denkbar. Das dazu.

Was Beziehungen überhaupt angeht: Du hast schlechte Erfahrungen gemacht und hast jetzt natürlich Probleme, jemandem zu vertrauen. Eine Garantie wirst Du niemals haben. Wenn man jedoch verliebt ist und eine Beziehung eingehen will, bleibt einem nichts anderes übrig als zu vertrauen und sich auf den anderen zu verlassen. Vielleicht dauert es einfach noch eine Weile, bis Du Dich wieder so sehr auf jemanden einlassen kannst. Ein Risiko besteht immer.

Und ja, es gibt sie noch, diese Beziehungen. Ich selbst bin seit 10 Jahren (na gut, noch nicht 15 ;-)) mit meinem Mann zusammen, seit 2 Jahren verheiratet, und ich glaube sagen zu können, dass wir einander immer treu und loyal waren und miteinander alt werden wollen. :-D

Ich weiß nicht, ob ich Dir helfen konnte. Auf einen Beitrag wie Deinen mit einem Loblied auf die perfekte Beziehung zu antworten erscheint irgendwie zynisch...

Alles Gute!

Beitrag von mimo 26.03.11 - 22:43 Uhr

Liebe lagefrau,

nein zynisch nicht, das macht Mut und Hoffnung.

Wie in einer Wüste wo irgendwo eine kleine Blume blüht.

Danke Dir.

Beitrag von lagefrau78 26.03.11 - 22:51 Uhr

Freut mich. :-)

Bei uns war es so, dass wir die erste Zeit quasi gezwungen waren, einander zu vertrauen. Als wir zusammen gekommen sind, trennten uns 600 km, die ganze erste Zeit, in der man eigentlich täglich aufeinander hockt, fiel also flach. Wir hatten unser 'erstes Mal' miteinander, dann 2 Wochen nur telefonischen Kontakt. Zwei Jahre lang haben wir uns nur jedes 2. WE gesehen. Wenn man einander da nicht vertraut, macht man sich kaputt. Man muss sich da einfach blind auf den anderen verlassen. Klar können jetzt manche sagen, dass ich nicht wissen kann, was er in der Zwischenzeit getrieben hat. Weiß ich auch nicht. Ich glaube ihm einfach.

Und wenn man eine solche Zeit durchgehalten hat und hinterher noch zusammen ist, fällt Vertrauen und Gelassenheit einigermaßen leicht. ;-)

Bei Dir wird es auch wieder werden. Komm erstmal über Deine Trennung hinweg und schau Dir nicht so viele gescheiterte Beziehungen an. Das ist kein Maßstab.

Beste Grüße!

Beitrag von esbas 26.03.11 - 23:55 Uhr

Hallo Mimo,

woran das genau liegt, kann ich dir auch nicht sagen. Aber ich kann dir Mut machen. Ich glaube-NEIN ICH WEIS-das es DIE große Liebe gibt.
Mein Mann und ich sind 29 und 32 Jahre alt, seit 14Jahren ein Paar und seit 3,5Jahren verheiratet#verliebt. Meine Eltern werden 53 und 57 und sind im Okt. 38!!! Jahre verheirate#herzlicht. Meine Großeltern, waren gut 60Jahre zusammen#herzlich#herzlich. Klar, gibt es nie eine Garantie, aber es zeigt mir, dass es geht und das es die große Liebe gibt. Und das meine Großeltern sich geliebt haben, dass hat man bis zum Tot meines Opas gesehen. Und man sieht es heute noch:-):-(.

Ich denke, man merkt das man den/die Richtige gefunden hat, in den schlimmsten Zeiten. Wenn dann der Partner zu dir steht und du zum Partner stehst. Man gemeinsam durch DIESE Zeit geht und sich gegenseitig die Liebe, Vertrauen, Mut und Trost schenkt, und man irgendwann wieder gemeinsam lacht und die schönen Seiten genießt. Das war bei uns allen so. Egal wie die Zeit war, die die wirklich durch DICK und DÜNN gehen/gegangen sind, Die sind/waren ewig zusammen#verliebt .

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen Mut und Hoffnung geben.

LG Sabse
(mit meinem Dicken an der Seite#verliebt, Angelina ganz fest im #herzlich und #sonne-schein Sophie ganz fest an der Hand)

Beitrag von meine-eine 27.03.11 - 13:11 Uhr

"Ich denke, man merkt das man den/die Richtige gefunden hat, in den schlimmsten Zeiten. Wenn dann der Partner zu dir steht und du zum Partner stehst. Man gemeinsam durch DIESE Zeit geht und sich gegenseitig die Liebe, Vertrauen, Mut und Trost schenkt, und man irgendwann wieder gemeinsam lacht und die schönen Seiten genießt."

So schön geschrieben :-)

Aber, genau das ist so. In guten wie in schlechten Zeiten...

Diese Erfahrung durfte ich auch machen und bin ihm so dankbar, dass er zu mir gestanden hat... #verliebt

So etwas festigt die Beziehung dann auch und schweißt die Partner zusammen. Wenn man das durchsteht, dann auch das Nächste... usw.

Eine Beziehung wie ein Baum: Je älter (und gut genährt durch Achtung, Respekt und Zuneigung), desto fester verwurzelt steht er den Stürmen (des Lebens) gegenüber...

Beitrag von elofant 27.03.11 - 08:32 Uhr

Ich denke eher, dass es an den Menschen/Personen an sich liegt.

Scheidungen o. Trennungen gab es früher sicher auch. Waren vielleicht nicht ganz so einfach durch zuziehen wie heut - es schickte sich eben nicht, seine Frau/seinen Mann zu verlassen etc.
Aber ich denke, viele/einige hatten auch früher schon eine Liebschaft nebenbei.




Mein Mann und ich sind seit 12 Jahren zusammen, 7 Jahre verheiratet. Und ich könnt mir nix anderes vorstellen. Wir sind uns treu, loyal und sonst was.

Beitrag von armyofme 27.03.11 - 09:02 Uhr

Wir sind alles Individualisten. Und zwar ausgeprägter als noch vor 40 Jahren. Daher gibt es heute Probleme, die früher vielleicht weniger auftraten.
So meine Theorie.

Ich denke, wir sollten nicht so viele Gedanken daran verschwenden, was in einer neuen Beziehung alles schief gehen kann.

Wir alle wissen, dass Menschen Fehler machen. Dass Menschen sich verändern. Dass zum Glück auch das Pech gehört, bzw. dass Liebe und Leid eng beieinander liegen.

Aber all das sollte uns nicht davon abschrecken, die Liebe, wenn sie kommt, zu geniessen.

Hier ein Bild dazu: Ich esse Kirschen sehr gern, auch wenn ich weiss, dass ich mir am Kern ohne Weiteres einen Zahn ausbeissen könnte, wenn ich nicht aufpasse.
Aber wegen des Kernes verzichte ich doch nicht auf so eine leckere Kirsche (wobei, der obligatorische Wurm in einer ökologisch einwandfreien Kirsche, der schreckt mich schon ein wenig ab....:-)).

Weisst du, was ich meine? Nur, weil es schief gehen könnte, sollte man es nie ganz lassen.

Ausserdem sollte jeder versuchen, sein persönliches Glück nicht von der Liebe eines anderen Menschen abhängig zu machen. Aber, und das ist so, das ist ein hartes Stück Arbeit, das oftmals kaum zu bewältigen ist. Das weiss ich selbst.

Nur, wenn es so wäre, dass man derart in sich selbst ruht, dass man Liebe ohne Verlustängste zulassen kann, wäre das Leben sehr entspannt, denke ich. Aber wirklich mitreden kann auch ich da nicht. :-)

Alles Liebe,

die Armee

Beitrag von meine-eine 27.03.11 - 13:16 Uhr

" eine leckere Kirsche (wobei, der obligatorische Wurm in einer ökologisch einwandfreien Kirsche"

Tja, dann war eben der Wurm drin #rofl wie im wahren Leben... #schmoll


Ich mag solche Wortspielereien... Sorry #hicks ;-)

Ansonsten stimm ich Dir zu #pro

Beitrag von pcp 27.03.11 - 09:37 Uhr

Früher konnte man sich nicht trennen weil das gesellschaftlich höchst verpönt war.

Daß die Menschen deshalb früher glücklicher waren bezweifle ich.

lg

Beitrag von liebespfeil 27.03.11 - 13:26 Uhr

sicher gibt es noch paare, die schon lange zusammen sind und auch glücklich, treu usw.
nicht alle menschen "ticken" gleich! das sollte man nie vergessen!

nur heutzutage werden bei vielen paaren probleme einfach unter dem tisch gekehrt, es wird kaum mehr miteinander geredet, der zusammenhalt fehlt und man flüchtet eher in die arme anderer, als sich den problemen in der partnerschaft zu stellen.
man muß natürlich an einer beziehung arbeiten, aber dazu haben offensichtlich viele keine lust und suchen lieber das weite oder suchen sich abwechslung in form von affairen.

traurig, aber wahr.

Beitrag von ulmerspatz37 27.03.11 - 16:48 Uhr

Erfreulicherweise kenne ich einige Paare, die seit 15 Jahren verheiratet sind und schon davor zusammen waren. Klar hat es in den beziehungen schon mehr oder wenige schwere Krisen gegeben. Aber sie sind bis heute zusammen - ohne Fremdgehen etc. .und dafür bewundere ich sie alle.

Mag sein, dass es an unserer Zeit liegt. Menschen konsumieren sich gegenseitig - so hört und liesst es sich auch manchmal hier in urbia.