Mutter- Tochter Konflikt

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von pi-pilotta 28.03.11 - 14:59 Uhr

Hi ihr Lieben,
ich bin eine 33- jährige Tochter von einer nicht ganz so einfachen Mama. Aber mal von vorn.
Ich habe zwei kleine Töchter 3 und 1 Jahr alt. Meine Mama mischt sich dauernd in die Erziehung meiner Kinder ein und das, wenn beide mit dabei sind.:-[Sowas geht ja mal gar nicht. Ich hab ihr das auch schon mehrfach gesagt, und mittlerweile gehe ich auch nicht mehr so oft zu ihr. Im Kritisieren war sie schon immer gut, aber wehe man übt die mal an ihr aus, dann gilt man gleich als undankbare Göre. #aergerDauernd will sie gelobt und ermuntert werden, aber leider hab ich das von ihr noch nie wirklich zu hören bekommen, dass ich in ihren Augen was gut mache. (War schon immer so, auch als ich Kind war). Verhält oder verhielt man sich nicht so wie sie es wünscht, hat sie mich mit Ignoranz und Liebensentzug bestraft.
Mittlerweile merke ich einfach, wie ich mich immer mehr von ihr abgrenze und das auch möchte. Weil ich auf keinen Fall so werden will wie sie. Sie ist einfach so unsagbar anstrengend und meine Töchter wissen auch nicht immer wie sie sich in ihrer Gegenwart verhalten sollen. Da ihre Launen von einer Minute auf die andere wechseln können.:-[
Wie ist denn eure Beziehung zu eurer Mutter? Innig, freundschaftlich oder eher distanziert?
Ich freu mich über eure Antworten.
LG

Beitrag von leahhh 28.03.11 - 15:12 Uhr

Hallo,
also bei mir triffst Du einen wunden Punkt. Meine Mutter empfinde ich auch als sehr schwierig. Sie hat es sehr gut drauf, anderen, vor allem mir ein schlechtes Gefühl zu vermitteln, ohne dass sie es mit Worten ausdrückt. Ich versuche auch, mich abzugrenzen, was aber leider nur bedingt funktioniert, weil ich eben dann immer das schlechte Gewissen kommt, dass sie ja meine Mutter ist und ich mich ja um sie kümmern muss. Momentan haben wir gerade mal wieder Stille und ich werde mich hoffentlich dieses Mal nicht als erste wieder melden. Ich hoffe auch sehr, dass ich nie so werde wie sie. Sie ist ein sehr unzufriedener Mensch, denkt immer nur die anderen möchten ihr was Schlechtes. Ich dagegen bin ein sehr offener, positiv denkenden Mensch - gerate da mehr nach meinem Vater - .
Ja es ist manchmal echt nicht leicht, Tochter zu sein.
Viele Grüße Leah

Beitrag von witch71 28.03.11 - 16:00 Uhr

Meine Mutter kann genauso sein. Ich bin fast 40 Jahre alt.. aber wenn sie pfeift (anruft), weil sie meint, irgend etwas soll jetzt so gemacht werden, wie sie möchte und ich sage dann, dass ich keine Zeit (Lust) habe, dann ist sie.. beleidigt. Und ich bin die Böse. Und überhaupt. :-D

Abgrenzen ist super. Ich nehme meine Mutter mittlerweile wie sie ist, in ruhigen Momenten sage ich ihr auch schonmal die Meinung (freundlich, nett, liebevoll und vor allem selbstbewusst). Knallt es mal zwischen uns, dann knallt es eben, das lasse ich mittlerweile an mir abprallen. #cool

Beitrag von juju0980 28.03.11 - 16:20 Uhr

Ich kenne das - und habe letztes Jahr nach einem riesen Krach mein Verhältnis zu meiner Mutter für mich vöölig neu geklärt.

Und bin zu dem Schluss gekommen, dass weder sie gut finden muss was ich mache, noch umgekehrt. Wir sagen uns die Meinung (und da kanns durchaus auch mal knallen), aber wir respektieren auch, wenn der andere einfach was ganz anders sieht. Das Leben, was ich führe, häte meine Mutter nicht für sich gewollt und so wünscht sie es sich eigentlich auch für mich nicht. Aber sie sieht, dass ich glücklich damit bin, das ist ihr im Endeffekt wichtiger.

Beitrag von 1972-mamalein 28.03.11 - 16:30 Uhr

ich habe meiner mutter schon oft meine meinung gesagt ( im normalen ton und sachlich)
daraufhin wird jedes mal gebockt und sie bricht den kontakt ab
bis wieder ein fest ansteht z.bsp. geburtstag weihnachten ...

jetzt mit 38 jahren habe ich darauf keinen bock mehr und möchte mich damit auch nicht belasten

ich brauche meine nerven für meinen sohn und laß mich nicht mehr kaputt machen

Beitrag von karna.dalilah 28.03.11 - 17:38 Uhr

Oh unsere Mütter könnten im großen und ganzen Schwestern sein...
Das einzige was anders bei ihr ist, sie kann sich in die Erziehung meiner Kinder nicht reinhängen, dafür sorgt die räumliche Distanz.
Ich habe viele Jahre darunter gelitten und hätte gern auch mal Akzeptanz und Anerkennung von ihr gewollt.
Aber da kannst du auch darauf warten, dass die Hölle gefriert,

Mittlerweile gibt es kaum noch Kontakt.
Ich lasse ihr noch eine Möglichkeit sich zu erklären, läßt sie die verstreichen breche ich den Kontakt komplett ab.
Man muss Menschen nicht in sein Leben lassen, wenn sie einem nicht gut tun oder man ändert seine Bewertung von ihnen.


Karna

Beitrag von elcheveri 28.03.11 - 20:10 Uhr

Bei mir ist es irgendwie andersherum........ich habe manchmal-nein-sehr oft das Gefühl das meine Ma mich mit Ihrer Liebe erdrückt.....
Sie ist sehr in sich gekehrt,leidet unter Depressionen,igelt sich ein..nur wenn Sie bei uns ist bzw mit Ihrem Enkel spielen kann fühlt Sie sich gut........

Ich versuche Ihr immer mal schonend zu sagen das wie eine eigene kl Familie sind....dann weint Sie und ich fühle mich schuldig.....fahren wir in den Urlaub hab ich ein schlechtes Gewissen usw...
Ich denke darüber nach eine Verhaltenstherapie zu machen um zu lernen wie ich mich ohne mich beschissen zu fühlen abgrenzen kann.....
Trotzdem-Sie ist halt meine Mama.....gar nicht so einfach....man möchte ja niemandem weh tun!
LG

Beitrag von karna.dalilah 30.03.11 - 17:06 Uhr

"..man möchte ja niemandem weh tun..."
aus dem Grund habe ich so viel in mich reingefressen und den Mund nicht aufgemacht.
Schließlich hat man mir ja beigebracht das man niemanden weh tun darf und das mein tun mein Verhalten meine Mutter verletzt.
Damit wurden viele Verletzungen meiner Mutter an mir legitimisiert.
Ich bin ja schließlich selber Schuld....
Das hat eine ganze Weile gebraucht ehe es Klick gemacht und es zur Sprache brachte und erste Konsequenzen zog.
Zwar ernte ich kein Verständnis dafür, aber es wird respektiert- was will man mehr.

Mich von meiner Mutter abzugrenzen hat auch bei mir eine Weile gedauert.
Letztlich hat mir folgende Aufgabe geholfen:
Stelle dir vor du sitzt im hohen Alter in deinem Schaukelstuhl und schaust auf genau diese Situation mit deiner Mutter zurück. Was würdest du dann sagen, was man hätte tun sollen...
Meine spontane Antwort war: Aufhören weiter Energie und Kraft in die Sache verschwenden. Meine Mutter hat klar signalisiert was sie zuläßt und meine Wünsche, Vorstellungen und Gefühle haben sie nie interessiert sie hat andere Wünsche und Vorstellungen und so werden wir nie zueinander finden.
Sie hat mich geboren und teilweise aufgezogen, aber emoional bin ich ohne Mutter.

Beitrag von unicorn1984 29.03.11 - 09:18 Uhr

Meine Mama hat bis heute noch ein Alkoholproblem :( Meine Kindheit war also durchaus nicht immer toll. Ich würde sagen meine Beziehung zu ihr ist unterschiedlich.

Sie hat auch einiges geändert, oft hat sie gesagt sie passt auf die Kinder auf und dann erwische ich sie wie sie isst, raucht oder aufräumt. Natürlich waren mein Kinder dann eben unbeaufsichtig war schlimm als meine Große noch nicht so gut auf den Beinen war und eben immer an der Treppe oben war.

Vor zwei Tagen hat sie mich überrascht das sie als ich im Schwimmbad duschen gegangen bin tatsächlich auf die Mädels aufgepasst hat.

Sie hat sich nie im ersten Moment darüber gefreut Oma zu werden, weiß gar nicht was sie meiner Schwester alles gesagt hat. Nur bei Nr. 2 " Mit 30ig hätte ich es verstanden Midlifecrisis oder so aber jetzt?" Meine Schwester war da 29 und hatte mit 25 ihr erstes Kind bekommen also für mich nachvollziehbar.

Naja meine Mama hatte ja dann von meinem Kiwu erfahren "Warum jetzt ?" "Du bist doch noch so jung" bla bla bla. Sagte auch das wir es schon länger versuchen, es kam immer das jung Thema auf. War dann endlich nach über 1 Jahr üben schwanger was kam von ihr "Und jetzt ?" - Toll oder.

Verlor das Baby leider in der 8ten Woche und durfte mir da dann nur anhören das meine Mama bei der OP hätte sterben können und das Baby in meiner Schwester ihrem Bauch seit Tagen nicht mehr gerührt hatte. Tolles Mitleid gell :( Bin irgendwann so sauer geworden da mich jedes Telefonat runter gezogen hatte "Hätte, Würde, Könnte - MEIN KIND IST TOT" danach war schluss außer das ich mir ständig anhören musste das ich 1 Jahr warten solle ich konnte zig mal sagen das mein FA da eine andere Meinung dazu hat und er es als Arzt müsse es ja wissen.

10 Wochen nach der FG war ich wieder schwanger ich bekam ein "Was so schnell danach, das wird wieder eine Fehlgeburt" zu hören :( Nein diesmal ging alles gut die Maus wird im Aug. 4 Jahre alt.

Als sie dann als die kleine ein paar Monate alt war erfuhr das ich wieder schwanger bin schwieg sie ganze 7 Wochen bis zur 20ten SSW bei keinem Telefonat wie geht es dir und dem Baby :(

Daher freue ich mich jetzt schon wenn ich evtl. zu Ostern die Bombe platzen lasse, mal sehen muss ja erst mal alles gut gehen. Oh wird sie meckern das weiß ich jetzt schon :(