Kind und Brille... eine Unerfahrene und viele Fragen.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von pimpf1 30.03.11 - 23:25 Uhr

Hallo zusammen,

(das wird ein langer Beitrag... ;-))

mein 4jähriges Töchterchen hat seit vorgestern eine Brille. Obwohl ich selbst fehlsichtig bin, fühle ich mich bei dem Thema ziemlich unerfahren (ich selbst trage seit Jahren mit unveränderten Augenwerten Kontaktlinsen, die ich sowieso selbst bezahlen muss).

Ich habe ganz viele Fragen und vielleicht kann der ein oder andere zu einem der Themen etwas sagen:

Wir haben für das Brillengestell 100 Euro gezahlt. Ok, war nicht das günstigste, aber ich habe vorher nicht so wirklich darüber nachgedacht, was Brille bei einem Kind in den nächsten Jahren kostenmäßig bedeutet... wie sieht das eigentlich aus, wenn das Gestell nächste Woche im Kindergarten irreparabel kaputt geht? Dann muss ich wohl zum zweiten Mal in die Tasche greifen? Oder gibt's für sowas vernünftige Versicherungen (nicht an eine Kette/Hersteller gebunden)?

Ich hab selbst als Kind in den 70er Jahren eine Brille verpasst bekommen. Meine Erinnerungen sind aufgrund des lange zurückliegenden Zeitraums sicher nicht mehr ganz zuverlässig, aber an die "Brillenschlange" kann ich mich noch gut erinnern (und meine persönliche Phobie gegen ein Gestell auf der Nase hängt ganz sicher damit zusammen). Wie ist das eigentlich heutzutage? Sind Brillen (natürlich bei Kindern, im Kindergarten...) selbstverständlicher geworden? Für die Kinder? Oder gibt's die doofen Hänseleien immer noch? Nicht falsch verstehen, ich bin über meinen (in dieser Hinsicht sehr, sehr langen) Schatten gesprungen und habe meiner Tochter selbstverständlich vermittelt, wie prima ihr die Brille steht, wie wichtig sie für sie ist... und auch selbst in letzter Zeit vermehrt Brille getragen (jaja, ich nehme meine Vorbildfunktion ernst ;-)).

Thema Grund für die Brille: Meine Tochter schielt. Sie ist außerdem weitsichtig. Die Weitsichtigkeit (+2,25 und +2,5) wurde von der Orthoptistin als unter "normalen" (also nicht-schielenden) Umständen nicht behandlungsbedürftig gewertet (sie meinte, das kann sich mit ein bisschen Glück auch mit dem Wachstum wieder normalisieren). Aber wegen des Schielens muss eine Brille mit Vollkorrektur zum Einsatz kommen. So, jetzt kommen Fragen dazu:

Wie sicher sind eigentlich die Werte, die man bei einem Kind über das "Weittropfen" ermittelt? Ich frage das deswegen, weil mir eine Kollegin berichtet hat, dass bei ihrer Tochter in der ersten Messung falsche Werte gemessen wurden. Meine Tochter ist (zugegebenermaßen nach erst 2 Tagen) noch nicht wirklich überzeugt von der Brille und sagt, ihre Augen würden dann tränen. Sie lässt die Brille zwar einige Stunden relativ motiviert auf der Nase, aber sowohl gestern als auch heute wollte sie das Gestell dann am Nachmittag partout nicht mehr auf der Nase behalten, beim "Sandmann schauen" (ich habe ihr gesagt, das muss mit Brille sein) hat sie konsequent versucht, mich auszutricksen (Brille heimlich abnehmen, über den Brillenrand schauen usw.). Hmmm....

Wie oft werden diese Werte (Fehlsichtigkeit) eigentlich überprüft?

Wir wissen ja noch nicht, ob die Brille alleine ausreicht, das Schielen zu korrigieren. Möglicherweise steht uns noch das Abkleben eines Auges bevor (wird erst in 3 Monaten entschieden). Meine Frage: Wie lange muss man rechnen, dass diese Abklebetechnick dauert? Ich habe im Internet irgendwas von bis zum 12. Lebensjahr gelesen... ehrlich gesagt, da packt mich jetzt schon das kalte Grausen. Was heißt das denn... jahrelang jeden Tag nur einäugig durch die Gegend laufen? Wer kann mir darüber etwas berichten?

So, ;-) schön, wenn einige bis zum Schluss durchgehalten haben und mir ein bisschen was von ihren Erfahrungen erzählen können...?

LG,
pimpf

Beitrag von zahnweh 30.03.11 - 23:48 Uhr

Hallo,

1. hier gibt es einen Club. Moment, ich schaue kurz wie der heißt... "Mein Kind trägt eine Brille" :-)

2. bei uns ist eine Versicherung mit dabei, weil wir die Qualitätsgläser genommen haben. Die waren nur minimal teurer und bieten die Versicherung mit an. Ein mehrfach sehr gut empfohlener Optiker hier hat uns diesbezüglich auch sehr gut beraten. Bisher haben wirs noch nicht gebraucht, aber angeblich ist Sachschaden durch "draufsetzen", runterfallen, Verkratzen der Gläser, vergessen.. mit dabei

3. meine wurde bisher sehr positiv angenommen. Sie ist auch total stolz auf die Brille, hat schon allen davon erzählt, als klar war, dass sie eine bekommen würde. Da kamen viele Kinderfragen auf dem Heimweg und die meisten waren total neugierig und wollten wissen wann sie sie denn "endlich" bekommt...
Reaktionen hat sie so tolle bekommen. Liegt aber auch an der Brille, die passt optisch so perfekt zu ihr (ich sah damals eher aus wie ein Chamäleon mit Glubschaugen und finde die Fotos von damals mehr als schrecklich #zitter). Meine sieht ohne Brille irgendwie "unperfekt" aus. Blöde Beschreibung... aber irgendwas "fehlt", wenn sie sie mal nicht auf hat... geht nicht nur mir so.

4. zu den Werten, das frage ich mich auch.
Bei meiner sehr sicher! Bei mir damals Katastrophe. allerdings war bei mir damals der Arzt die Katastrophe.
Bei meiner wurde an einem Termin weitgetropft und ausgemessen. Erst der Arzt, der die Werte NICHT weitergegeben hat, sondern von seiner Assisstentin an einem anderen Gerät noch mal nachmessen lassen wollte. Da die Werte übereinstimmten, sah er sie als sicher an.

Eine Woche später wurde die Brillenstärke OHNE Tropfen noch mal gemessen. Wieder zwei mal und der Augenarzt hielt ihr noch ein Glas hin (ohne Tropfen). Da sie dadurch was sehen konnte, war klar, dass sie eine Brille braucht. Ein gesundes Auge kann durch +3 angeblich nichts erkennen (kann ich nicht beurteilen, ich bin kurzsichtig).

5. Bei mir wurde damals getropft, mit den Tropfen die Brillenstärke angepasst (gefragt womit ich besser sehen würde) und ein halbes Jahr später beim nächsten Termin gemerkt, hoppla, da stimmt was nicht...

entsprechend, weil NICHTS stimmte, habe ich ohne Brille besser gesehen und sie nicht aufgehabt. Bei meiner stimmt es ziemlich gut (ein paar Zehntel werden nach dem Abkleben angepasst) und sie sieht mit Brille besser, lässt sie von sich aus auch auf. Kontrolliert wird jetzt im 6 Wochenabstand.

6. abgeklebt wird jetzt auch. Erst mal 6 Wochen lang und dann wird überprüft ob/wie viel sich verändert hat.

Das mit den 12 Jahren ist vermutlich nur eine Angabe, wie lange ein Abkleben machbar ist. Bei mir wurde es definitiv verpasst, obwohl meine Mutter immer nachgefragt hat. Im Grundschulalter ging vollabkleben nicht mehr, also bekam ich eine Folie auf die Brille. Autsch. Ich habe dann immer selbst abgedeckt, weil das angenehmer war. Schielen wurde mit ca. 9 Jahren operativ behandelt.
Wie gesagt, Arzt war die Katastrophe um es mal nett auszudrücken. Schielen und Sehschwäche hätte man mit früherem Abkleben positiv beeinflussen können.

7. ach so abgeklebt wird bei meiner 3 Stunden pro Tag. Erst mal die 6 Wochen und dann wird überprüft. Abgeklebt wird bei ihr, damit das Schwächere Auge gezwungen ist sich anzustrengen. Das Gute Auge muss aber weiterhin sehen dürfen, damit es die Sehkraft beibehält. Daher täglich von begrenzter Zeitdauer.

Beitrag von pimpf1 30.03.11 - 23:56 Uhr

Ich danke dir für deine Informationen... #blume

Beitrag von tjanzen 31.03.11 - 07:24 Uhr

Guten Morgen,

zu den Fachfragen kenne ich mich leider nicht aus, weil wir auch seit einem Monat Brillenneulinge sind.

Lisa hat ihre Brille jetzt auch mit 4 Jahren bekommen und ich hatte auch Probleme mit meinem "sehr langen Schatten".
Bei mir wurde erst im Erwachsenenalter Kurzsichtigkeit festgestellt. Ich habe auch zusammen mit meiner Tochter dann eine Brille anfertigen lassen und bin mit ihr zusammen gestartet.
Wir hatten auch am Anfang Probleme - sie meinte, dass die Brille drückt und dass ihre Ohren wehtun, etc.
Ich war da konsequent und habe sie die Brille vom ersten Tag an voll tragen lassen. Habe ihr erklärt, dass das sehr wichtig ist, weil ihre Augen das brauchen. Und ich habe mit ihr zusammen überlegt, wer alles eine Brille trägt, habe im Internet "hübsche" Brillenfotos gesucht, etc.
Ich habe auch ein sehr süßes Buch gefunden: "Eine Prinzessin trägt keine Brille, basta!". Die Prinzessin verweigert die Brille und ständig passieren ihr dadurch Mißgeschicke. Bis sie den kleinen Prinzen kennelernt, der auch eine Brille trägt und der sie mit ihrer Brille sehr hübsch findet... Dieses Buch liebt meine Tochter seitdem!
Sie darf 1x am Tag für 15 Minuten eine Brilenpause machen - zum Kuscheln o.ä.
Wann das ist bestimmt sie ganz alleine.

Im Kindergarten ist sie sehr gut angenommen worden - es gab sogar Kinder, die jetzt auch unbedingt eine Brille wollen.

Ich kann Dir auch den Club "Mein Kind trägt eine Brille" sehr empfehlen. Da wurden und werden alle meine Fragen sehr nett und ausführlich beantwortet.

Alles Gute für Euch,
Tina

Beitrag von geli0178 31.03.11 - 08:40 Uhr

Hallo,

mein großer Sohn ist seit seinem dritten Lebensjahr ein Brillenträger und inzwischen haben wir so einiges erlebt :-).

Da mein Sohn ein Früchen ist und eine erbliche Hornhautverkrümmung hat wurden in den ersten beiden Lebensjahren die Werte aller 12 Wochen überprüft, inzwischen sind wir bei zweimal im Jahr. Getropft wurde am Anfang alle sechs Monate, inzwischen sind die Abstände ein Jahr und länger. Als Mutter habe ich mich auch geweigert mein Kind bei schönem Wetter zu tropfen, da das Kind danach eine Woche extrem lichtempfindlich ist und sich vieles spiegelt. Mein Sohn hatte bei Sonne solche Probleme das die Augenärztin ein Einsehen hatte und ihn nur noch bei schlechten bzw trüben Wetter tropfen lässt.
Wenn ein Kind das Weite sieht und nicht das Nahe, dann fällt es dem Kind weniger schwer das zu kompensieren als uns Erwachsenen oder älteren Kindern. Der Grund liegt einfach darin das die meisten kleinen Kinder noch nicht dauerhaft am Tisch sitzen und malen uä. Meinem Sohn ging es ähnlich wie Deiner Tochter, jedoch als er vor zwei Jahren ins zweite Vorschuljahr kam merkte er, das es doch sinnvoll ist die Brille aufzusetzen.
Da mein Mann und ich seit unserer frühesten Kindheit Brillenträger sind konnten wir gut nachvollziehen wie es in dem kleinen Kerl aussieht. Wir haben einen Kompromiss geschlossen. In der Kita wird die Brille aufgesetzt und zu Hause können Ausnahmen gemacht werden. Aber, da wir im Gegensatz zu Dir keine Kontaktlinsen tragen, hat er das Teil irgendwann von alleine auch den ganzen Tag aufgelassen.
Die Abklebetechnik hat bei uns nicht funktioniert. Unser Sohn hat die Pflaster nicht dran gelassen und bei der nächsten Kontrolle beim Augenarzt hatten sich die Werte so verändert, wie es sich die Ärztin vorgestellt hatte :-). In den Gruppen sind aber einige Kids die mit einem abgeklebten Auge kommen. Die Kidis haben das Pflaster bis zum Mittagssschlaf drauf und danach wird es abgemacht. Meist geschieht das über einen Zeitraum von einer Packungsgröße - waren bei uns 60Stück. Danach ist wieder ein paar Monate Ruhe und dann wird nochmal ein Versuch gestartet. Den Kumpel von meinem Sohn hat es jedes Jahr einmal über einen Zeitraum von vier Wochen erwischt - es geht also.
Bei meinem Sohn haben sich trotz Hornhautverkrümmung die Werte verbessert. Die Augenärztin hat sich vor einem Jahr entschlossen die Werte der Brille zu minimieren und dann geschaut ob die Augen sich anpassen. Vor einem halben Jahr war es zumindest so - bin mal gespannt wie es in wenigen Tagen aussieht, wenn wieder eine Kontrolle gemacht wird.
Es ist ratsam sich eine Brille als Flexigestell zuzulegen. Wir sind bei Apollo und es gab Zeiten, da gab es dank Aktionen die Brille fast geschenkt wenn das Gestellen einen Wert von 99€ nicht überschritt. Eine Versicherung ist zumindest bei uns Pflicht, da es mit viel Mühe und gut Zureden das Gestell bis zum nächsten Augenarzttermin durchhält.
Da die Gestelle heute wesentlich anschaulicher geworden sind, gibt es im Kita überhaupt keine Probleme beim Thema Brille. Die Brillenträgerfraktion wächst ständig.

Alles Gute

Geli

Beitrag von prinz04 31.03.11 - 08:50 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist jetzt seit 4 1/2 Jahren Brillenträger. Für das Gestell haben wir jedesmal so um die 70,-/80,- bezahlt (Qualitätsbrille, immer Titan flex!!!), die Gläser sind aber Standard, also nicht entspiegelt usw., da unsere Optikerin meint, in dem Alter brauchts das noch nicht...

Als uns vor 1 Jahr Christophs Brille (hatten wir damals schon 1 Jahr lang!!) beim Nasenbügel entzweigebrochen ist, hab ich sofort bei unserer Optikerin angerufen und unser Problem geschildert (war natürlich Freitag Nachmittag!!!). Die hat dann für uns aus einer Nachbarfiliale ein Ersatzteil organisiert und 2 Stunden später war die Welt wieder in Ordnung. Hat uns übrigens keinen Cent gekostet, weil laut unserer Optikerin eine Kinderbrille nicht einfach nach 1 Jahr kaputt gehen darf und das daher ein Produktionsmangel ist. Sie hat das dann mit der Herstellerfirma geklärt. Und das ganz ohne Versicherung!!! Ich würde mir da jetzt wegen einer Versicherung keinen Kopf machen.

Viele Grüße
Bettina

Beitrag von twins 31.03.11 - 09:36 Uhr

HI,
habe jetzt nicht alle Antworten gelesen aber hier meinen Senf dazu:

wenn im Kiga die Brille kaputt geht haftet der Träger, egal was die Kindergärtnerinnen sagen, der Träger muss für soetwas versichert sein.
Unsere Brille kostet immer um die 150,00 Euro und das jedes 2. Jahr. Wir haben außerdem noch eine Ersatzbrille, die günstiger ist.

Auge abkleben: frag Deinen Doc nach einer Oklutionsfolie, die wird einfach aufs Brillenglas geheftet und das Auge wird "nicht" zugeklebt. Unser Sohn (5) hat ziemlich geschielt, wobei das "Auge nach innen fallend" nur Wert 6 war; bei ihm sind eher die Augen "oben" hängen geblieben, Wert 16.
Er wurde jetzt operiert, das es nach knapp 4 Jahren zwar eine Besserung aufgetreten ist aber es nicht behoben werden konnte.

Wir haben auch nur 1x am Tag für 1-2 Std. ein Auge ganz am Anfang abkleben müssen und es wurde immer weniger. Also kein Horror über Jahre!!! Wenn man ältere Kinder mit abgeklebten Augen sieht, haben diese meistens erst spät damit angefangen.

Unser Sohn wurde 1x im Jahr getropft um die Sehwerte festzustellen und das auch nur im Herbst/Winter, wenn die Sonne nicht soo stark war, da die Pupillen doch ein paar Tage lang geweitet waren uns super lichtempfindlich sind.
Manchmal konnte ich selber feststellen, wenn sich was getan hat, da hat er immer extrem mit der Brille gespielt und Augen zusammengekniffen.

Kleiner Tipp: gehe zum Kinderaugenarzt der auf Kinder spezialisiert ist und nicht zu einem der Kinder "mitmacht". Hier habe ich super schlechte Erfahrungen gemacht!

Brille muss auf bleiben. Vielleicht kannst Du sie ja mit Belohnungen dazu bekommen, das es aufbleibt, oder nach dem Kiga den ganzen Tag außer Hause sein - dann vergißt sie vielleicht eher die Brille wenn sie beschäftigt ist.

Grüße und viel Glück
Lisa

Beitrag von spatzl27 31.03.11 - 10:07 Uhr

Hallo pimpf,

wir haben auch Brillenerfahrung. Ich bin kurzsichtig aber meine Tochter extrem weitsichtig. (+12,25 und +10,5 dpt)

Dafür, dass ihre Gläser wirklich sehr dick sind, hat sie sich sehr schnell dran gewöhnt. Am Anfang tat sie mir ohne Ende leid. Weil so dicke Gläser lassen das Gesicht eines Kindes ganz anders wirken, aber es ist nun mal so und es ist ein Teil von ihr und ich finde sie auch irgendwie niedlich. Und sie bekommt von allen möglichen Leuten Komplimente für ihre schöne Brille. Eine lila mit Schmetterlingen und die andere genauso in Rot.

Unsere Orthoptistin erklärte uns, dass die Werte getropft genauer sind. Wir sind im Mai wieder mit Tropfen dran. Alle 3 Monate müssen wir in die Augenklinik, alle halbe Jahre wird getropft. Bis jetzt hatte sie jedes halbe Jahr neue Gläser bzw. eine Zweitbrille bekommen. Ist bei ihrer Sehstärke absolut notwendig, sonst geht gar nichts.

Abkleben muss sie auch. Mittlerweile 2 Stunden, anfangs 4. Aber nicht, weil sie schielt, sondern damit das schlechtere Auge trainiert wird und nicht faul wird.

Ja die Kosten für so ne Kinderbrille sind nicht ohne. Die KK zahlt nur 20 Euro pro Glas. Ich denke jetzt, wenn ich die nächste machen lassen muss auch über ne Versicherung nach, die diverse Dinge abdeckt... Im letzten Jahr hab ich ca. 400 Euro für ihre Brillen ausgegeben.

LG Spatzl

Beitrag von clara2006 31.03.11 - 10:26 Uhr

Hallo,

Brille tragen scheint ja von Kind zu Kind sehr unterschiedlich zu sein. Unsere Tochter hat mit drei eine Brille bekommen und diese sofort akzeptiert und aufgelassen. Gut, wir haben alle Brillen in der Familie. Im Kindergarten haben viele Kinder eine Brille. Ist an sich ganz normal geworden, zu mal ja auch die Gestelle etwas netter sind als in 70er... Grusel. Das Abkleben war bei uns schwer. Heute geht es und sie ist bald 5. Unsere Tochter musste direkt nach dem Aufstehen das Auge abkleben und bis zum Schlafengehen drauf lassen. Drei Tage das gute, einen Tag das schlechte. Das war nicht zu schaffen. Ich habe dann quasi eigenmächtig entschieden, dass sie das Pflaster von morgens bis 15 Uhr trägt und Mittwochs und Sonntags gar nicht. Die Ortopistin fand das o. k.. Irgenwie musste ich unsere Tochter motivieren. Der Erfolg hat sich eingestellt. Sie trägt das Pflaster jetzt mittags ca. von 12 bis 15 Uhr. Aber es kann schon sein, dass sie es tragen muss, bis sie 10 Jahre alt ist. Es gibt schlimmeres.

Gruß

Beitrag von anka1974 31.03.11 - 10:42 Uhr

Hallo,
unsere Tochter trägt seit 1 1/4 Jahr eine Brille. Wir haben damals 193 EUR dazu bezahlt. Sie hat sich die Brille selbst ausgesucht und wir haben für 32 EUR die Gläser entspiegeln lassen. Uns hat der Optiker dazu geraten. Angeblich sollen die Gläser dann nicht so schnell zerkratzen. Bei uns trifft das zu, so oft wie diese Brille bereits zum richten war und auch heftig runtergefallen ist - wir haben keine Kratzer auf der Brille.
Unsere Tochter wird wegen der Brille nicht gehänselt und viele Kinder fanden diese Brille einfach toll und wollten auch eine haben. Bei uns im Kiga gibt es sehr viele Brillenträger.
Wenn deine Tochter die Brille nicht tragen will, würde ich das überprüfen lassen. Unsere hat die Brille sofort akzeptiert und die Besserung bemerkt. Allerdings schielt sie nicht. Vielleicht hängt das zusammen.
Wir gehen alle 3 Monate zum Augenarzt. Alle 6 Monate wird getropft.
Über das abkleben kann ich nichts sagen.

In unserem Kiga ist es so, dass der Träger nicht haftet. Dies steht im Vertrag. Du solltest das unbedingt dort nachlesen.
Unsere Brille ist über den Optiker kostenlos mitversichert zu 50% auf Bruch, Verlust, Diebstahl etc.

Viele Grüße
Sandra

Beitrag von pimpf1 31.03.11 - 12:09 Uhr

Ich danke euch allen für eure Erfahrungsberichte. Hat mir sehr geholfen!

LG #blume
pimpf