Vorfälligkeitsentschädigung

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Beitrag von chaos-queen80 08.04.11 - 21:55 Uhr

Hallo,
wir haben vor 3 Jahren eine Küche mit 0% Zinsen finanziert. Wir wollen den Betrag jetzt ablösen, übrig sind derzeit noch 1800 EUR.
Jetzt kommt das Schreiben der SANTANDER CONSUMER mit Vorfälligkeitsentschädigung i.h.v. 45,63 EUR! :-[:-[:-[ Das ist eine Frechheit.
Wieso VFE? Sie verlieren doch keine Zinsen bei einer 0%-Finanzierung!
Und dazu kommen Mitteilungsgebühren von 5,50 EUR und Bearbeitungsgebühren von 40 EUR. Für Porto und einen Klick, dass das automatische schreiben - nicht mal unterschrieben - aus dem Drucker kommt.

Kennt sich jemand damit aus? Ist das rechtens?

Danke für eine kurze Info.

LG
Tina :-[#contra#aerger

Beitrag von seikon 08.04.11 - 22:08 Uhr

Ja das ist rechtens. Verträge sollte man lesen, bevor man sie unterzeichnet, dann braucht man hinterher nicht jammern.

Beitrag von mamavonyannick 08.04.11 - 22:17 Uhr

Woraus nimmst du, dass das rechtens ist: "Sie (die Vorfälligkeitsentschädigung) darf jedoch auf keinen Fall höher sein als die Zinsen, die der Kreditnehmer bis zum Ende der Vertragslaufzeit zu entrichten hätte."
Nun, Zinsen muss sie nicht entrichten bei einer 0%-Finanzierung oder irre ich mich?

Beitrag von ppg 08.04.11 - 22:20 Uhr

Und dazu kommen Mitteilungsgebühren von 5,50 EUR und Bearbeitungsgebühren von 40 EUR.

Ich denke das ist es, was die TE Fälschlicherweise als Vorfällikeitszinsen interpretiert

Ute

Beitrag von mamavonyannick 08.04.11 - 22:25 Uhr

Habe ich so nicht verstanden. Meiner Meinung nach soll sie 45,63 VFE UND 45,50 € für Bearbeitungsgebuhr und Mitteliungsgebühr zahlen.

Beitrag von chaos-queen80 12.04.11 - 21:28 Uhr

Richtig. Insgesamt über 90 EUR bei einer Restschuld von 1825 EUR.
Das steht in keinem reellen Verhältnis!

Beitrag von seikon 09.04.11 - 13:07 Uhr

Stimmt, das mit den 0% hab ich hier überlesen. War wohl gestern schon zu spät. Generell ist aber eine Vorfälligkeitsentschädigung an sich rechtens. Hier in dem speziellen Fall fallen halt keine Zinsen an.
Dennoch frage ich mich immer wieder, wieso die Leute ihre Verträge nicht richtig lesen, und sowas dann vor der Unterzeichnung fragen.

Beitrag von mamavonyannick 08.04.11 - 22:16 Uhr

Würde ich mir nicht bieten lassen:

§ine Vorfälligkeitsentschädigung muss grundsätzlich vom Kreditnehmer an den Kreditgeber bezahlt werden, wenn er den Kredit vorzeitig zurückzahlt. Nach der EU-Richtlinie soll die Entschädigung der Höhe nach begrenzt sein, je nach Laufzeit des Kreditvertrages. Bei Kreditverträgen, die weniger als ein Jahr laufen, soll die Vorfälligkeitsentschädigung höchstens 0,5 Prozent des zurückgezahlten Betrages betragen und bei Verträgen ab einer Laufzeit von einem Jahr höchstens 1 Prozent. Sie darf jedoch auf keinen Fall höher sein als die Zinsen, die der Kreditnehmer bis zum Ende der Vertragslaufzeit zu entrichten hätte. (http://www.anwalt.de/rechtstipps/verbraucherschutz-eu-richtlinie-fuer-verbraucherkredite_002071.html)

Ih würde ein entsprechendes schreiben ferig machen mit Hinweis auf diese EU-Richtlinie.

vg, m.




Beitrag von parzifal 09.04.11 - 09:40 Uhr

Eine Vorfälligkeitsentschädigung soll für etwas entschädigen (Zinsverlust).

Was für eine sollte denn hier entstehen?

Warum legst Du das Geld nicht einfach auf ein Tagesgeldkonto und zahlst davon die monatlichen Raten? Dann machst Du sogar ein leichtes Plus.

Beitrag von sternschnuppe215 09.04.11 - 11:31 Uhr

Reg Dich nicht auf ... Du musst einfach nur auf die Einhaltung der 3-monatigen Kündigungsfrist bestehen!!!! ... dann fällt das nicht an!

... allerdings werden die "Bearbeitungsgebühren (zw. 20 u. 50 EUR) berechnen....

#winke

Beitrag von querulantin123 09.04.11 - 17:37 Uhr

Klar ist das rechtens. Wir haben gerade über 5.000 Euro Vorfälligkeitsentschädigung bezahlt.

Beitrag von parzifal 10.04.11 - 08:36 Uhr

EUR 5.000,-- obwohl Du einen 0% Zins Kredit hattest?

Wenn Du Zinsen hättest zahlen müssen, wäre ansonsten Dein Sachverhalt ja erkennbar ein gänzlich anderer als der der TE und ein "klar ist rechtens" wohl kaum von Dir als Antwort gekommen oder?

Bleibt also nur noch die die Frage, warum Du dich so übers Ohr hast hauen lassen, eine Entschädigung in Höhe von EUR 5.000,-- zu zahlen, obwohl Du einen 0% Kredit hattest und ein Schaden in der Höhe doch nie entstehen konnte?

Beitrag von grafzahl 13.04.11 - 06:51 Uhr

Diesen Beitrag nennt man:

Thema verfehlt. Note 6. Setzen.

Beitrag von myimmortal1977 09.04.11 - 18:58 Uhr

Hallo!

Die Bank darf dieses in Eurem Falle nicht berechnen! Da der Sinn und Zweck in Eurem Fall nicht gegeben ist. Sie Artikel im Anhang.

Außerdem bin ich mir sicher, dass die Bank Euch in Eurem Fall ein vollkommen normales Verbraucherdarlehen gewehrt hat. Da darf im Falle der Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist so wie so keine VFE berechnet werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Vorf%C3%A4lligkeitsentsch%C3%A4digung

Verbraucherdarlehen (z.B. Ratenkredite) [Bearbeiten]Bei der Kündigung von Verbraucherdarlehen fallen keine VFE an, sofern die vertragliche oder gesetzliche Kündigungsfrist (drei Monate) eingehalten wird.

Beitrag von mausichen1988 10.04.11 - 12:04 Uhr

Die Bank bekommt bei einer 0%-Finanzierung ganz normal ihre Zinsen, die Zinsen zahlt in dem Fall aber der Händler, bei dem ihr die Küche gekauft habt. Es ist nämlich kein Angebot der Bank zu 0% zu finanzieren.

Daher verlangt die Bank die VFE. Inwiefern die Forderung nun an euch rechtens ist oder ob man die auf den Händler abwälzen kann, weiß ich leider auch nicht.