Autistisches Kind und Arbeit?

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von enni12 13.04.11 - 09:19 Uhr

Hallo,

mich würde mal interessieren, ob eure Kinder so gut in den KiGa integriert sind (vor allem welche mit Asperger), dass ihr sagen wir mal 30 Stunden die Woche arbeiten gehen könnt?

Sollte bei uns eigentlich ab August so sein und ich frage mich, ob man da Hoffnung haben kann, dass das so geht?

Danke

Dani

Beitrag von krokolady 13.04.11 - 11:22 Uhr

meine Tochter hat zwar kein Autismus - und bei ihr würde es nie gescheit klappen Arbeiten zu gehen.....aber sie hat einen Jungen in der Gruppe der Asperger hat.
Er wird demnächst 6 und kommt im Sommer in die GB-Schule.
Und er geht total gern in den KiGa, bis 14 Uhr sogar.
Er hat super Anschluss gefunden und meistert den Alltag echt super.

Ich denke wichtig ist das die Gruppe möglichst klein ist, und Reizüberflutung vermieden wird.

Beitrag von butler 13.04.11 - 12:57 Uhr

Ich habe bis zur Arbeitslosigkeit vollzeit gearbeitet, dann auf 30 Stunden , Elternzeit, 30 stunden Omazeit , jetzt noch 7 Stunden die Woche und ab Mai32 Stunden in der Woche.
Mein großer ist 13 und Asperger, der Zwerg 3,5 und ähnelt seinem Bruder sehr im Verhalten, ist jedoch in einer Integrationskita und da als "normales" Kind aufgenommen worden. Er aht seine gewohnheiten war sehr oft mittagskind und seit dem ich weiß das er bald länger bleiben muß, lasse ich ihn dort schlafen. Er heult schon rum das es zu viele Kinder dort sind und ihm zu laut ist aber er muß sich ja auch daran gewöhnen. Schließlich werden die anderen sich nicht anpassen. Er schläft dort im "Haus" (ein abgeschotteter Platz nur für ihn). Er darf sich in eine "Höhle" zurückziehen wenn er mag und wichtig: er weiß ganz genau wenn ich mal zu spät/früh komme. Ein problem sehe ich beim essen trockene Nudeln/Kartoffeln da ich ja wegen dem großen eh koche essen wir dann abends warm
LG

Beitrag von aoiangel 17.04.11 - 18:23 Uhr

Kurz und knapp - NEIN!
Ich habe meinen Job jetzt wegen meiner Kinder aufgegeben.
Der Große hat die Diagnose AS mit HB und AWVS, der Kleine V.a. ASS.
Beide gehen in den Kiga, der Große wird im September in die 2jährige DFK eingeschult.
Wir haben aber in der Regel an 4 Tagen/Woche feste Termine, dazu kommen dann noch die nicht so regelmäßigen Termine.
Ich bin momentan mit der Betreuung der Kinder voll und ganz ausgelastet.
Mein Mann und ich haben entschieden das ich nun erstmal zuhause bleibe für unsere Kinder.
In 10 Jahren kann ich meine Kinder vielleicht nichtmehr so fördern wie jetzt.
Jetzt ist es wichtig.
Wenn sie vormittags im Kiga sind erledige ich meinen Haushalt, meine eigenen Termine bzw. 1-2x pro Woche genieß ich es tatsächlich mit mal 2h einfach nur hinzusetzen und gar nichts zu tun.

30h/Woche? Nein, definitiv nicht, das hab ich vor meinen Kindern gearbeitet, ich hatte überlegt jetzt im Sommer mit 10h/Woche anzufangen, aber selbst das schaffe ich gerade nicht weil mein Mann unter der Woche wegen seines Jobs kaum zuhause ist (und dann alles an mir hängen bleibt).

LG Anne

Beitrag von aoiangel 17.04.11 - 18:26 Uhr

Ach so, kommt natürlich immer noch auf dein soziales Umfeld an.
Wir haben hier niemanden, also keine Omas/Opas/Tanten,... die bei der Betreuung der Kinder helfen könnten bzw. mal einspringen würden.

Alles muss zwischen mir und meinem Mann ausgemacht werden, sprich unter der Woche bleibt einfach alles an mir hängen.
Aber ich hab halt auch 2 "von der Sorte" die nebenher noch Therapien bekommen (Ergo, Logo, Verhaltentherapie,...).

LG Anne