Beschneidung, alternative Methoden: Alisklamp?

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Beitrag von suzi1981 14.04.11 - 18:15 Uhr

Hallo zusammen,
als erstes möchte ich sagen, dass ich dieses Thema nicht eröffne um die Beschneidung ansich zu diskutieren. Bitte meldet euch nur, wenn ihr selbst Erfahrungen mit diesem Thema habt und mir weiterhelfen könnt.

So, nun zur eigentlichen Frage:
Kennt jemand die Methode mit "Alisklamp"? Die Beschneidung soll dabei ohne einen Schnitt gemacht werden. Die Vorhaut wird abgeklemmt wie bei der Nabelschnur und fällt nach ein paar Tagen ab! Kann mir jemand etwas dazu sagen?

Danke und lg

Beitrag von jeanie25 14.04.11 - 18:51 Uhr

"als erstes möchte ich sagen, dass ich dieses Thema nicht eröffne um die Beschneidung ansich zu diskutieren. Bitte meldet euch nur, wenn ihr selbst Erfahrungen mit diesem Thema habt und mir weiterhelfen könnt."

Tut mir leid, aber muss auch ohne Erfahrung dazu Antworten.

Abklemmen? Und warten bis es abstirbt?
Ich sag es mal ganz hart. bind du dir mal ein Körperteil ab und warte...das sind schmerzen ohne Ende. Wieso soll mann sowas einem Kind antun?

Beitrag von suzi1981 14.04.11 - 18:59 Uhr

Siehe das Beispiel Nabelschnur..im Prinzip ist das dasselbe.

Aber wie gesagt, brauche keine Diskussion..

Danke trotzdem für deine Antwort

Beitrag von jeanie25 14.04.11 - 19:02 Uhr

Ja aber in der Nabelschnur laufen keine Nerven lang, das ist der enorme Unterschied!

Und gerade die Vorhaut ist ja so sensibel und voller Nervenstränge, mag da garnicht dran denken was das für schmerzen sind

Beitrag von jeanie25 14.04.11 - 19:04 Uhr

Find deine Denkweise da sehr Naiv ,wirklich, unterbrich mal irgendwo an deinem Körpe,(Finger z.B.) die Blutversorgung, damit du es selbst spürst!

Beitrag von suzi1981 14.04.11 - 19:26 Uhr

mmh ja, ich merk schon du bist ne ganz schlaue! Danke für den Tip..Wenn ich jetzt von einer traditionellen Beschneidung gesprochen hätte, hättest du wahrscheinlich gesagt: Schneid dir doch ein Ohrläppchen ab, das ist das gleiche..

Danke warst aufjedenfall ne große Hilfe..

Beitrag von jeanie25 14.04.11 - 19:31 Uhr

Na du hast sie doch nicht mehr alle.


Ich würd meinem Kind nie was antun was ich an mir selbst verbitten würde.

Würd mir nix abklemm/abschneiden also tue ich das meinem Kind auch nicht an. Man sollte mal dran denken was man den Kindern da für schmerzen antut!
Wenn du keine anderen Menungen annimmst, dann frag nicht in einem Forum!

Beitrag von canadia.und.baby. 14.04.11 - 20:08 Uhr

wieso ohrläppchen?

Schneide dir doch einfach ein teil der Schamlippen ab, da kannst du spüren was du deinem Sohn antuen willst!

Beitrag von majasophia 14.04.11 - 19:02 Uhr

naja also am penis sind aber schon ein paar nerven..an der nabelschnur hingegen nicht...

also ich finds auch ganz schön gefährlich und würde da nicht hier in nem forum fragen, sondern mal den kinderarzt #aha

Beitrag von suzi1981 14.04.11 - 19:22 Uhr

Leute, ihr könnt eure Meinung hier gerne kundtun, deshalb frage ich hier auch nach. Ich hab von dieser Methode gehört und möchte mich lediglich erkundigen#aha. Ich habe nicht gesagt, dass ich das machen lassen werde!

Ihr könnt euch eure besserwisserischen Kommentare spare. Das habe ich gleich gesagt, aber ihr könnt es nunmal nicht lassen!

Natürlich werde ich mir Rat von unserem Kinderarzt einholen, das was ich hier wollte sind in erster Linie ERFAHRUNGEN, um einen ersten EIndruck über diese Vorgehensweise zu erlangen! Aber das Kapiert wohl keiner von euch..

Ihr seid keine Ärzte, ihr könnt das nicht beurteilen. So wie ich es einschätze seid ihr sicher gegen eine Beschneidung im Allgemeinen:
Das Thema Beschneidung ist sicherlich besser erforscht und enwickelt als ihr denkt und wird seid Jahrhunderten problemlos durchgeführt..also hört auf mit dem geschwafel!

DANKE

Beitrag von jeanie25 14.04.11 - 19:27 Uhr

Na dann frag doch nicht!

Und ich habe gesagt, probier es an dir selber aus!

Darauf gehst ja auch nicht ein...

Beitrag von wattwurm08 14.04.11 - 20:17 Uhr

Hallo Suzi,

ich kann deine Meinung auch nicht teilen. Wahrscheinlich möchtest du es auch nicht hören, allerdings möchte ich meinen Standpunkt kurz erläutern.

Ich arbeite als leitende OP Schwester und bekomme des öfteren Phimosen OP´s bei kleinen Kindern mit.
Wenn ich hinter sehe, was diese Kinder für Schmerzen haben, kann ich es nicht verstehen, wie Eltern (ohne medizinische Notwendigkeit) ihren Kindern zu etwas antun können.
Wenn es aus religiöser Sicht passieren soll, habe ich da auch kein aber auch absolut gar kein Verständnis für. Oder steht irgend wo geschrieben, dass man seinem Kind bewußt Schmerzen zuführen soll????

Ich hoffe, du überlegst dir gut, was du tust und bist dir auch über die Konsequenzen und Risiken bewußt.

Simone

Beitrag von suzi1981 14.04.11 - 22:07 Uhr

Liebe Simone,vielen dank für deinen Beitrag. Das ist der einzige der freundlich und sachlich ist. Lg

Beitrag von nini.78 14.04.11 - 20:26 Uhr

http://lmgtfy.com/?q=Alisklamp

Beitrag von sabrinchen22 14.04.11 - 21:53 Uhr

Oh mein Gott!

Mir ist gerade ganz schlecht geworden und es tut mir so in der Seele weh!

Habe das erste Video gesehen, furchtbar.

Beitrag von schrecklassnach 14.04.11 - 22:08 Uhr

Also ich bin Chirurgieschwester und wir hatten fast täglich Beschneidungen. Also ich muß schon sagen, wenn das irgendein Glaube vorschreibt bleibt das allen Eltern allein überlassen sich danach zu richten oder auch nicht. Ausserdem verdienen die Kliniken daran, das darf man mal nicht vergessen und die bezahlen unser Gehalt.
ABER!! : ich MUSSTE meinen Sohn beschneiden lassen, das war wirklich unschön und er hatte arge Schmerzen.
Bei Aliskamp wird genau so geschnitten wie bei einer "normalen" Circumcision.
Gruß

Beitrag von perserkater 15.04.11 - 01:00 Uhr

Hallo

Es ist eigentlich egal wie man es macht. Fakt ist, dass ca. jeder 4. beschnittene Mann lebenslange Probleme durch seine Beschneidung hat.

LG

Beitrag von grisu724 29.04.11 - 22:14 Uhr

Zitat:"Beschneidung, alternative Methoden: Alisklamp?
von perserkater - 15.04.11 - 01:00h
Hallo

Es ist eigentlich egal wie man es macht. Fakt ist, dass ca. jeder 4. beschnittene Mann lebenslange Probleme durch seine Beschneidung hat.

LG "


Hallo Perserkater,

wer verbreitet eigendlich so eine Geistigen Dünnpfiff?

Ich glaube kaum das es eine echte Statistische auswertung gibt die alle Beschnitten Männer erfasst hat und zu ihren Problemen oder Nicht problemen befragt hat.
Diese Statistische aussage kann daher nur Falsch sein und wird gerne von Fanatischen Beschneidungsgegnern angeführt.

Es gibt genauso bescheuerte Aussagen von Beschneidungs
Befürwortern die behauptet dass X % der unbeschnittenen AIDS oder HPV Viren verbreiten nur weil sie nicht beschnitten sind...

Solche Umfragen können schon aus rein "natürlichen" Gründen keine echte aussage treffen da immer nur ein kleiner teil der Menschen befragt werden.

Also bitte unterlasse es in zukunft mit nicht belegbaren Zahlen irgendwelche "Scheißhausparolen" zu begründen sonder Äußre einfach klar deine Meinung

gruß

Beitrag von smart2012 22.01.12 - 14:01 Uhr

Hallo Grisu,
ich wurde als Kind mit 8 oder 9 Jahren komplett beschnitten. Welche Methode damals angewandt wurde, weiß ich nicht, ist mir auch scheißegal.
Tatsache ist, dass ich heute, mit 40 Jahren, kaum noch Empfindungen im Penis habe.
Mir ist bewusst, dass viele Männer keine Probleme mit ihrer Beschneidung haben.
Ich weiß jedoch auch, dass es eine Vielzahl von Männern gibt, die sehr wohl große Schwierigkeiten haben. Ich hoffe, Du verlangst nicht ernsthaft statistisch untermauterte Zahlen, aber wenn Du ein wenig googlest mit den Stichworten "Beschneidung Probleme", Beschneidung unempfindliche Eichel" oder Beschneidung wenig Gefühl", wirst Du sehen, wie weit verbreitet das Problem ist.
Ich kann Dir gerne mal Kontakte vermitteln zu Männern, denen es ebenso geht wie mir.
Nur mal so zur Verdeutlichung (und ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Du nicht beschnitten bist).
Nimm doch mal ein wenig Gesichtpeeling und bearbeite Deine Eichel damit. Ich hab das vor kurzem gemacht. Unangenehm wars nur am Schaft, an der Eichel kein Problem.

Ich gehe mal davon aus, dass ein intakter Mann hierbei die Wände hochgehen würde.

Aber das ist ja alles kein Problem.

Interessant ist Deine Meinung über "fanatische Beschneidungsgegner". Gibt es Deiner Meinung nach denn auch fanatische Gegner von Kindesmissbrauch? Gibt es fanatische Gegner von Kinderpornografie? Gibt es fanatische Gegner von Kindesmisshandlung?
Gegen bestimmte Praktiken muss man entschlossen vorgehen. Und die Verstümmelung von Kinderkörpern ohne triftigen Grund (und ich sehe eine vermeintlich bessere Hygiene oder ein "ästetischeres Aussehen" nicht als triftig an) ist nichts anderes als eine Misshandlung und Körperverletzung.
Wenn ein dringender medizinischer Bedarf vorliegt, also z.B. eine schmerzhafte Phimose, die nicht mit alternativen Methoden gelindert werden kann, dann ist eine Operation, bei der die Verengung (nicht die komplette Vorhaut) entfernt wird, oft unumgänglich.
Wenn ein erwachsener Mann aus eigener Überzeugung (und nicht, weil ihn die Partnerin dazu überredet hat) an seinem Penis herumschnippeln lässt, dann ist das seine Sache.

Aber verstümmelt nicht eure Kinder.

Denkt nach und entscheidet euch richtig.

LG
Werner

Beitrag von grisu724 22.01.12 - 16:19 Uhr

Hallo Werner,
wenn ich das jetzt richtig überschlage sind wir beide ungefähr zur selben zeit Beschnitten worden,

Das du solche Probleme damit Hast tut mir leid, aber das jetzt einfach alles auf die Beschneidung zu schieben ist etwas einfach...

Warum du dir eine Peeling Creme auf den Penis schmierst verstehe ich zwar nicht so ganz aber ist ja auch egal.

Ich bleibe dabei das, das was hier einige Beschneidungsgegener so von sich geben absoluter Geistiger Dünnpfif ist.

Ich traue keiner Statistik bei der ich nicht genau weiß wer sie in Auftrag gegeben hat, welche Methode angewendet wurde ( Bei der Auswahl der Fragen, der Befragten und zum Schluss bei der Auswertung)

Es ist aber auch klar das wenn ich im Internet nach Männern suche die Probleme haben jede menge finden werde, da die meisten Männer die keine Probleme haben sich nicht öffentlich äußern.

Wenn Deine Theorie mit den vielen Problemen so präsent wäre wie du das Grade darstellst warum wird das dann nur in Ländern Diskutiert in den die Beschneidung kulturell eher Kritisch gesehen wird?
Außerdem nur mal so als Gedankenanstoß.. Die Probleme mit der Beschneidung begannen so um 1930 herum.....
Davor war es selbstverständlich das Knaben mit Problemem einfach Beschnitten wurden...

Sehr interessant finde ich dein Vergleich mit dem Kindesmissbrauch und der Kinderpornografie.

Ist es denn kein Kindesmissbrauch wenn eine Mutter mehrfach in der Woche ihrem Minderjährigen Sohn die Vorhaut Dehnt oder kontrolliert ob da alles in Ordnung ist?

(nur mal als Provokantes Beispiel)

Das Problem mit der Teilweisen Beschneidung ist das es öfter zu erneuten Problemen kommt und dan erneut operiert werden muss.

Beitrag von smart2012 22.01.12 - 19:21 Uhr

Hallo Grisu,

ich stimme Dir voll und ganz zu, dass es durchaus Kindesmissbrauch darstellen kann, wenn Mütter sich so um die Vorhaut ihrer Söhne kümmern, am liebsten bei einer Erektion eincremen und eine Ejakulation gern in Kauf nehmen. Ist ja natürlich.

Und zu der Sache mit dem Peeling:
Ich stand unter der Dusche und sah das Peeling stehen. Dass meine Eichel stark verhornt und unempfindlich ist, wusste ich schon länger. Also hab ich es einfach mal probiert. Das Ergebnis hat mich einfach nur geschockt.

Ich kann nicht mit Zahlen aufwarten oder Statistiken. Ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung und weiß aus Kontakten mit anderen Betroffenen und Recherchen im Internet, dass das Thema sehr präsent ist und keineswegs nur wenige Betrifft.
Letztlich ist es doch egal, ob 50% der Männer damit Beschwerden haben oder nur 10%. Fakt ist, dass den Kindern ein wichtiger Körperteil genommen wurde, ohne dass sie selbst darüber entscheiden konnten.
Oft scheint mir gerade bei Frauen und Müttern ein regelrechter Beschneidungsfetischismus vorzuliegen. Mütter, die ihre eigenen Kinder nur deshalb verstümmeln, weil sie zu bequem sind, ihnen richtige Körperhygiene beizubringen oder es einfach schöner finden.
Von der angeblichen Vermeidung von Onanie ganz zu schweigen.
Und dagegen kämpfe ich.

Mir ist klar, dass nicht in jedem Falle eine Kortisonsalbe und sanftes Dehnen hilft.
Aber im Falle meines jetzt 10jährigen Sohnes, der mit 4 Jahren auch an einer leichten Phimose litt, wie schnell manche Ärzte mit dem Messer sind. Unser Kinderarzt meinte sofort: "Beschneiden. Dann ist das Problem weg".
Meine Frau ging damals Gott sei Dank noch zu einer Kinderurologin, die ihr die Methode mit der Kortisonsalbe erklärte. Großartig dehnen mussten wir gar nicht.
Mir war damals mein Problem noch gar nicht so bewusst, ich wäre sogar für die Beschneidung gewesen, weil ich doch selbst einen so schön getunten Schwanz hatte.
Ich bin so dankbar, dass ich mich davon abbringen ließ.

Wenn es medizinisch notwendig ist, ist eine Beschneidung oft unumgänglich. Aber sie ist viel seltener notwendig, als manche Ärzte das Glauben machen wollen.
Und wenn schon, dann nicht komplett.

Beitrag von grisu724 22.01.12 - 23:23 Uhr

Hallo Werner,
das mit dem Wichtigen Körperteil ist bedingt richtig. Klar ist das bei einer Beschneidung je nach stil mehr oder weniger Nervenzellen entfernt werden.
auch klar ist das eine Beschneidung zwar die Hygiene zwar positiv beeinflussen kann aber im Normalfall ein ordentlicher Umgang mit Wasser und Seife den selben Effekt hat.
Das "Spiel" mit de Kortisonsalbe und dem Dehnen habe ich selber jahrelang immer wieder mitgemacht. daher habe ich als sich bei meinen Söhne das selbe Problem abzeichnetet sofort der Beschneidung zugestimmt.
sei Froh das das bei deinem Sohn geklappt hat

Das eine Beschneidung wenn überhaupt nur Kurzfristig gegen ornanieren hilft wirst du ja vermutlich selber wissen *G

Ob eine Beschneidung Medizinisch sinnvoll ist oder nicht kann man nicht Pauschal beurteilen, das muss man meiner Meinung nach in jedem Fall neu beurteilen.

Noch einmal zum Thema Statistiken:
Ein Berühmter Wissenschaftler soll mal (zurecht) gesagt haben : Traue keiner Statistik die nicht selber gefälscht hast".
Und wie gesagt: das die meisten Männer die keine Probleme haben sich nicht in Foren darüber austauschen dürfte auch klar sein.
Die meisten User in solchen Foren sind also logischer weise mit irgendwelchen Probleme behaftet. und ob die Probleme jetzt wirklich mit der Beschneidung zusammen hängen oder das nur ein "vorgeschobener" Grund ist kann und will ich nicht beurteilen.

Beitrag von smart2012 23.01.12 - 09:17 Uhr

Hallo Grisu,
ich will noch kurz auf Dein vorletztes Posting eingehen.
1. Ist es denn so verwunderlich, dass hauptsächlich in westlichen Ländern das Problem kritisch betrachtet wird? Es ist doch logisch, dass in Ländern, in denen diese Tradition schon seit Jahrhunderten von Religion und Gesellschaft vorgeschrieben wird, das Bewusstsein für die damit verbundenen Probleme sehr viel geringer ist und damit auch die Bereitschaft, etwas dagegen zu unternehmen. Sieh Dir nur die Beschneidungspraktiken an Mädchen in Afrika an. Dort bringen Mütter ihre eigenen Töchter zu den Beschneidern. Und wenn diese Töchter groß sind, machen sie das gleiche wieder. Weils halt so Tradion ist. Ist es deshalb richtig?
Ebenso die Sache mit der Jahreszahl 1930. Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt.
Aber es muss ja mal irgendwann einem Moment geben, an dem die Menschen aufstehen und aufbegehren.

Z.B. das Frauenwahlrecht: Bis 1919 gab es in Deutschland kein Recht für Frauen, zu wählen. Das war Jahrhunderte so und wurde bis kurz vorher als richtig erachtet. Irgendwann hat sich dann in den Köpfen was getan und die Frauen durften wählen.
Z.B. Sklaverei und Rassentrennung: In vielen Ländern und Kulturen war es lange Zeit üblich, rechtens und gesellschaftlich anerkannt, dass man Sklaven hielt und die schwarze Bevölkerung unterdrückte. Viele der damaligen Sklavenhalter und Rassisten hatten kein Verständnis dafür, dass das was sie taten Unrecht gewesen war. Das hat sich irgendwann geändert, aber nur, weil sich die Betroffenen zu Wort gemeldet haben und was dagegen unternommen haben.
Diese Liste ließe sich schier ewig fortsetzen.
Ich will hier Skalverei, Rassentrennung und die Beschneidung von Penissen nicht gleichsetzen. Mir geht es darum klarzumachen, dass die Einstellungen "Das war einfach schon immer so" oder "Das hat es doch noch nie gegeben" grundlegend falsch sind.

Du hast völlig recht, dass man die Erlaubnist für eine Beschneidung von Jungen nur aus medizinischen erfolgen darf. Mir stößt einfach sauer auf, dass
a) viele Ärzte vorschnell beschneiden. Mein Sohn hätte nach dem Willen seines Kinderarztes beschnitten werden sollen, weil er bei der Routineuntersuchung mit 4 Jahren die Vorhaut nicht zurückschieben konnte. Das ist in dem Alter auch gar nicht nötig. Er hatte auch überhaupt keine Probleme damit. Zum Glück war die Kinderurologin ein paar Tage später strikt dagegen.

b) viele Mütter aus Unwissenheit oder Dummheit (sorry) ihre Söhne ohne wirklichen Grund beschneiden lassen. (Thema Hygiene, Ästhetik und Onanie)
c) bei tatsächlich notwendigen Beschneidungen viel zu viel weggeschnitten wird. Das kann ich an mir erkennen. Ich betreibe jetzt einen ziemlichen Aufwand, indem ich meine Eichel morgens und abends mit Creme bzw. Babyöl einschmiere und dann mit Frischhaltefolie umwickle. Damit bleibt meine Eichel feucht und vor allem geschützt.
Ich merke dass ich wieder empfindlicher werde. Meine Probleme haben also sehr wohl direkt mit der Beschneidung zu tun.

Ich möchte meine Verantwortung für mein Tun gar nicht leugnen. Dass ich die Schuld für mein unbefriedigendes Sexualleben meinen Partnerinnen zugeschoben habe und nicht auf den wahren Grund, war mein Fehler.
Dass ich meine Frau betrogen habe, nur um endlich wieder den Sex zu genießen, den ich bis zu einem Alter von etwa 20 Jahren hatte ist auch mein Fehler und durch nichts zu entschuldigen. Aber ich kenne jetzt den Grund, warum sich mein Leben so entwickelt habe. Und ich möchte einfach dazu beitragen, dass UNNÖTIGE Beschneidungen aufhören.