Wartezeit in der Ambulanz; Notfall, kein Notfall, etc,.....

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Beitrag von mausmadam 15.04.11 - 01:15 Uhr

Hallo zusammen!

Folgendes ist uns heute passiert:

Unsere Tochter (4) ist ausgerutscht und mit dem Kopf genau auf die Ecke ihres Holztisches gefallen. Es hat sofort heftig geblutet, ich habe ihr einen Nassen Lappen draufgelegt und verbunden.
Dann hab ich meine Zwillis untergebracht, bzw sie abholen lassen (geht schneller). Als ich dann die Wunde meiner Tochter ansah (Genau an der Aussenseite der Augenbraue und etwas dadrunter) sah man, dass es eine richtige Klinke war, die Mitte war tief ins Fleisch gedrückt.
Ich hab den Verband wieder drangemacht, damit sie den Lappen nicht die ganze Zeit festhalten muss, habe ich vorsorglich Paracetamolsaft gegeben und bin dann, als die Zwillis weg waren, zum Krankenhaus gefahren, da es kurz vor Mittag war und mein KiA schon Pause hatte.

In der Ambulanz habe ich sie dann angemeldet, habe gesagt, dass sie eine Platzwunde hat. Das Blut kam schon etwas durch den Verband durch.
Meine Tochter war, solange man ihre Wunde nicht berührte, gut drauf.
Wir nahmen im Wartebereich platz.
Dort haben wir dann "Ich sehe was, was Du nicht siehst" etc gespielt, da es wirklich nichts für Kinder gab und ich auch in der Eile ihren Spielkoffer nicht mitnahm.

Weil sie so rumtobte, ging der Verband ab, zweimal. Ich habe ihn dann abgelassen.

Immer wieder musste ich die Wunde abtupfen, damit das Blut nicht runterlief.

Sie war zwischendurch quengelig, als ein anderer Patient aufgerufen wurde, rief sie zu der Schwester "Und wann sind wir dran?"

Die anderen Patienten waren keine Notfälle, wo das Bein quer stand oder Blut aus einer Wunde spritze (ich übertreibe bewusst).
Es waren alles Erwachsene, also keine weiteren Kinder.

Daher dachte ich, dass sie uns nicht so lange warten lassen und vorziehen, da 1. Platzwunde beim Kind, 2. eine Wunde immer zeitnah behandelt werden sollte und 3. nicht wirklich viel los war.

Trotz allem saßen wir fast 2 Stunden, bis wir an der Reihe waren.

Ich muss zugeben, dass ich zum Schluss etwas verärgert war und ich in der Zeit auch hätte zu meinem KiA fahren können (im Nachhinein)

Ausserdem wurde uns vorher gesagt, wir kämen in ca 15 Min dran.

Die Behandlung an sich dauerte dann keine 5 Minuten.

Wie hättet ihr reagiert?

Wärd ihr gegangen?
Hättet ihr euch beschwert?
Oder auch einfach alle wartenden Patienten abgewartet?
Denn dann denke ich wieder, sie war ja gut drauf.
Aber mit einer Platzwunde 2 Std warten ist wirklich nicht schön.

Beitrag von sassi31 15.04.11 - 01:36 Uhr

***Wie hättet ihr reagiert?

Wärd ihr gegangen?
Hättet ihr euch beschwert?
Oder auch einfach alle wartenden Patienten abgewartet?
Denn dann denke ich wieder, sie war ja gut drauf.
Aber mit einer Platzwunde 2 Std warten ist wirklich nicht schön. ***

Ich hätte gewartet und mich nicht beschwert. Allenfalls mal freundlich nachgefragt, ob es noch lange dauert. Denn nur weil alle anderen keine ganz so offensichtlichen Verletzungen hatten wie deine Tochter, heißt es nicht, dass ihre Beschwerden weniger schlimm sind. Das kannst du doch so garnicht beurteilen. Und genauso kann die Schwester daneben liegen, wenn sie die Wartezeiten falsch einschätzt.

Beitrag von lovely-angel85 15.04.11 - 01:56 Uhr

Es kjann auch genauso gut gewesen sein, dass nebenbei nen krankentransport oder rtw ohne sirene kam und die vorgezogen wurden

bzw auf einer station was war

meistens gibt es in KHs nur 2-3 AvDs und die müssen sich dann um alles kümmern ;-)

Beitrag von arienne41 15.04.11 - 06:44 Uhr

Hallo

Du möchtest doch nicht sagen das du ein Notfall warst?
Die Behandlung dauerte 5 Minuten, da gehe ich nun vgon aus das es nicht genäht wurde sondern es gab ein Klammerpflaster und ut war es.

Weil sie so rumtobte, ging der Verband ab, zweimal.

Mein Kind hätte nicht so toben dürfen denn es könnte ja auch eine Gehirnerschütterung haben.
Und klar sollte man nicht so toben wenn man eine Platzwunde hat.

Nein, ich hätte mich nicht beschwert. Warum auch.
Und wenn eine Krankenschwester sagt es dauert 15 min weiß auch sie nicht was in der Zeit passiert. Denn es können in der Zeit Notfälle reinkommen.

Beitrag von .roter.kussmund 15.04.11 - 07:33 Uhr

"Mein Kind hätte nicht so toben dürfen denn es könnte ja auch eine Gehirnerschütterung haben. "

toben und gehirnerschütterung? #gruebel nein, das passt nicht wirklich zusammen.

Beitrag von maischnuppe 15.04.11 - 07:35 Uhr

Meine Tochter musste mit Armbruch 2 Std. in der Unfallambulanz warten. Schön ist was anderes!
Betrachte deinen Fall mal von der anderen Seite und sag mal, was du siehst (kein Vorwurf!):-D Da sitzt ne Mutti mit tobendem Kind. Kind weint nicht sondern spielt. OK, es blutet etwas, aber es erscheint NICHT dringend! Und die anderen Patienten wollen sich auch nicht einfach nur die zeit vertreiben....;-)

Beitrag von cocoskatze 15.04.11 - 07:39 Uhr

Weißt du, die Ärzte in der Ambulanz sind NICHT nur für diesen "Publkumsverkehr" zuständig!

Sie machen ganz nebenher noch ihre normale Arbeit.

Ich habe selbst mal im KH gearbeitet, und weiß zu gut, dass an manchen Tagen der RTW im Halbstundentakt neue Patienten anliefert, die definitiv WIRKLICHE Notfälle sind!

Da kommt dem Team eine quengelnde, ungeduldige Mutti mit kl. Platzwunde am Kopf schon grad richtig.................

Denk mal ein bisschen nach, bevor du dich hier so aufregst. Oder sollen der Apoplex und der Verkehrsunfall demnächst warten, damit erst ein Kind behandelt werden kann, dem es offensichtlich ja nicht wirklich schlecht geht, abgesehen davon, dass die Mutti immer mal wieder etwas Blut abtupfen muß...............................

Beitrag von carlotka 15.04.11 - 08:04 Uhr

Warten ist nie schön.
Aber natürlich hätte ich gewartet.
In der Ambulanz sitzt niemand und spielt sich an den Füssen.
Und ein Notfall ist nun auch eine Wunde nicht. Und jenachdem wie das KRHS organisiert ist, müssen die diensthabenden Ärzte eben auch auf Station. Wenn deine Tochter chirurgisch war, dann konnte der diensthabende Chirurg vielleicht nicht früher.
Es wird alles seinen Grund gehabt haben.

Beitrag von klumpfussindianer 15.04.11 - 08:13 Uhr

1. Kopfschwarte blutet immer heftiger

2. Sie war ja anscheinend fit, hatte weder Kopfschmerzen noch war ihr übel....

3. Wieso um Gottes Willen flösst du Paracetamol-saft in das Kind ohne wirklichen Grund? Das verstehe ich nicht.....find ich unverantwortlich...

4. Notfälle können sich auch hinter den Kulissen ereignen

5. Du spielst dich auf, das gibts gar nicht. Hätte ich da in der AMbulanz gesessen und du dich so benommen wie hier, hätte ich dir direkt ein paar Töne gesagt. Dein Kind ist nicht der Nabel der Welt und Platzwunde hin oder her....DAS WAR KEIN NOTFALL

Beitrag von gg82abt 15.04.11 - 08:25 Uhr

wie schon von anderen gesagt Toben und evtl Gehirnerschütterung passt nicht zusammen.

Ruf nächstes mal einfach einen RTW dann kommt ihr direkt dran ansonsten ist so ne Wartezeit ziemlich normal.

Wir waren mit unsrem Junior auch schon in der Notfallambulanz aber für Kinder gibts bei uns eine eigene. Da wären wir nach 1 Std warten auch dran gewesen aber es kam ein Mädel das sich nichtmal im sitzen senkrecht halten konnte so schmerzen hatte es.
Tja und weils unserem Junior nach seinem Sturz einigermaßen "gut" ging haben wir das Mädel sogar vor gelassen was gut war. Hätte es warten müssen wärs gestorben (Blinddarmdurchbruch).

Devise beim ankommen in der Ambulanz ohne RTW = Viiiiel Zeit mitbringen

Beitrag von goldengirl2009 15.04.11 - 08:58 Uhr

Genau, für Kleinkram einen RTW rufen #contra

Beitrag von katile 15.04.11 - 09:37 Uhr

ja genau,rufen wir alle nen rtw,wenn uns ein fingernagel abbricht#augen

Beitrag von lucccy 15.04.11 - 11:51 Uhr

Hallo,

na, die Illusion kann ich Dir gleich nehmen. Auch mit RTW kommt man in einer Ambulanz nicht sofort dran.
Ich bin nach einem Verkehrsunfall mal per RTW ins Krankenhaus gekommen. ich wurde zwar nach der Ankunft gleich in ein Behandlungszimmer gebracht, aber ich habe trotzdem lange (über eine Stunde) auf den Arzt warten müssen. Und von Wirbelsäulenverletzung bis zu nichts passiert war zu dem Zeitpunkt noch alles offen.

Gruß Lucccy

Beitrag von sassi31 15.04.11 - 13:46 Uhr

Spitzen Idee. Und wegen sowas darf dann woanders ein wirklicher Notfall auf den RTW warten. #contra

Beitrag von trollmama 15.04.11 - 15:10 Uhr

>>Ruf nächstes mal einfach einen RTW dann kommt ihr direkt dran ansonsten ist so ne Wartezeit ziemlich normal.<<

Ich stelle mir gerade vor, daß Dein Kind einen schweren Unfall hat, ist lebensgefährlich verletzt, nur leider sind alle RTW unterwegs, da irgendwelche Leute mit kleinen Wehwehchen den RTW gerufen haben, weil sie nicht in der Ambulanz warten wollen.........

Beitrag von zwiebelchen1977 16.04.11 - 21:27 Uhr

Deswegen wird KEIN Rtw kommen!!!!!!!!!!!!

Beitrag von maxundjan 15.04.11 - 08:58 Uhr

Hallo,

wir waren mit unserem großen Sohn sehr oft in der Notaufnahme. Da mußten wir dann auch warten bis der Kinderarzt kam, der aber im KKH drei Kinderstationen zu betreuen hatte.

Ein Erlebnis habe ich wie gestern im Kopf: Wir haben dort wieder mal gewartet und das seit 3 Stunden (ja, richtig gelesen). Immer wieder kamen Leute rein, die auch gleich wieder rausgerufen wurden, dann kamen sie wieder rein. So ging das eine ganze Weile, bis mein Mann dann recht ruppig die Schwester fragte, was denn eigentlich bei "denen" so dringend sei, sie würden ja nicht wirklich krank aussehen. Die An twort der Schwester dann draußen auf dem Flur war: "Die Ärzte haben gerade um das Leben der Tochter gekämpft und leider verloren"

Da kannste aber wissen, das wir liebend gern noch länger gewartet hätten.

Was ich eigentlich sagen will ist, niemand weiß was hinter den Kulissen einer Notaufnahme los ist, also kann auch niemand genau sagen wann wer drankommt.

Also das nächste mal abwarten und zum Kinderarzt, oder eben Zeit mitbringen in der Notaufnahme.

Grüße,
Sandra

Beitrag von mausmadam 15.04.11 - 09:17 Uhr

STOP!

Lest ihr eigentlich alles genau bis zum Schluss, oder überfliegt ihr und haut dann wutschnaubend eure Meinung in die Tastatur?????

Wo bitteschön habe ich "mich aufgeführt" oder "war quengelig"?????


Wir haben schön brav gewartet, meine Tochter war zwischendurch quengelig.


Und toben scheint ja auch ein sehr dehnbarer Begriff für euch zu sein....

Sie ist immer hin und hergelaufen und dabei ist der Verband dauernd in ihr Gesicht gerutscht.


Ja, ich ich böse Rabenmutter gebe meinem Kind, was gefallen ist und sich den Kopf aufgeschlagen hat und nun Schmerzen hat Paracetamol..... Ja, wirklich unverantwortlich.....






Ich wollte nur eure Meinung wissen, meine Güte...... :-[






Das Forum hier wird immer schlimmer..... #zitter

Beitrag von windsbraut69 15.04.11 - 14:49 Uhr

Du hast doch geschrieben, dass Du ihr VORSORGLICH den Saft gegeben hast!

Beitrag von ivik 15.04.11 - 09:20 Uhr

Wir bzw. mein Mann und meine Tochter waren gerade am Mittwoch in der Notfallambulanz der Kinderklinik. Der Anruf vom Kiga erreichte mich gegen 10 Uhr; mein Mann ist hingefahren. Ich wr mit den beiden zusammen um 13 Uhr wieder zu Hause. Unterlippe auf ca. 1,5 cm aufgeplatzt, im Mund auch. Trotz allem richtig Glück gehabt, dass die Zähne drin geblieben sind.
Wartezeit ca. 2 Stunden. Also alles im normalen Bereich. Es war eine blutende Wunde, das Kind aber sonst relativ fit (vom Schreck abgesehen). Also kein dringender Notfall. Die Wunde wurde gesäubert und geklebt; die Zähne überprüft und ab nach Hause.
Zwischendrin kam wohl ein Mädchen rein, das vorgezogen wurde; aber da ging es um eine Augenverletzung (also um das Augenlicht). Ale anderen kamen der Reihe nach dran.
Die Wartezeit ist für die Ambulanz normal. Wir habe das schon man mit einem "verknacksten" Fuß ausprobiert und auch mal nachts im Kinderärztlcihen Notdienst mit der Schweinegrippe.
Wenn man die RTWs beobachten kann und weiß, was auf Station los ist, kann man das nachvollziehen.

lg ivik

Beitrag von emeri 15.04.11 - 09:28 Uhr

hey,

also mein großer hat sich, als er ca. 1,5 jahre war auch an der stirn aufgeschlagen. erst hat es furchtbar geblutet, hat aber dann aufgehört. wir sind erst zum hausarzt, der meinte aber, wir sollten weiterfahren ins KH, denn er denkt, das gehört genäht und das solle dort gemacht werden. zwerg war ganz entspannt, wir eigentlich auch. also weiter ins KH. zwei stunden mussten wir allerdings nicht warten, ich denke mal nach ca. 30 min kamen wir dran. die wunde wurde nicht genäht, sondern nur geklebt (das hätte der HA auch machen können).

ist eben so.

dafür haben mein freund und ich mal in der ambulanz über 2 stunden gewartet, obwohl die mehr oder weniger leer war. dazwischen kamen 2x leute mit kindern, die (verständlicherweise) vor uns dran kamen. als wir dann aber über eine halbe stunde saßen und keiner mehr da war und auch keiner mehr raus kam, habe ich einfach mal freundlich nachgefragt. schwupps, kamen wir dran. ich denke, freundliche nachfrage tut keinem weh und wenn noch so viel betrieb ist.

natürlich haben die ambulanzärzte auch nebenbei genug zu tun, keine frage, aber es gibt ja auch noch fehler im computersystem. und wenn man da mal 2 stunden sitzt, weil die vergessen haben einen einzutragen ist das ja auch doof. (ist mir mal beim arzt passiert: "huch, sie sind ja gar nicht auf der aufrufliste!" - schöööööön)

lg

Beitrag von wirsindvier 15.04.11 - 09:33 Uhr

Guten Morgen,

ich verstehe das Du verärgert bist, wäre ich an deiner Stelle auch.

Was ich getan hätte?
Event. mal nachgefragt, wie lange es in etwa noch dauern kann.
Einfach gegangen wäre ich nicht ( hätte mir gedacht, was wenn ich zum Kinderazrt gehe und der meint dann, ich muß ins KH #augen )

Ich hatte mal so ein änliches Erlebnis.

War damals 15 J - hatte starke Bauchschmerzen, wurde mit dem Krangenwagen von der Schule abgeholt ( meine Mama wurde damals auch verständigt und war noch vorm Krangenwagen da )- wurde dann ins KH gebracht - saß 8 Std !!!in der Notaufnahme ( das ist jetzt kein Scherz! )
Zwischendurch wurde ich zwar 2x reingeholt, einmal davon um Blut abzunehmen - gegen späten Nachmittag / Abend wurde ich dann nochmals reingerufen - es ist der Blinddarm - bekam dann ein Zimmer und 3 Std! später wurde ich operiert wg Blinddarmdurchbruch ( ist während dem aufschneides passiert #zitter )

Als Arzt kann man leider nicht immer abschätzen wie akut etwas ist ... leider

lg

Beitrag von halbling 15.04.11 - 09:50 Uhr

Hallo!
Ich musste mit meiner Tochter auch 2 Stunden warten, mit dem grossen Unterschied, dass sie in akuter Lebensgefahr schwebte!
Nur wusste ich das nicht und der Arzt hielt es auch nicht für nötig einen kurzen Blick auf sie zu werfen..........:-(
In deinem Fall hätte ich mich nicht beschwert.
Deiner Tochter ging es noch "gut" und im Krankenhaus ist es immer mit Wartezeiten verbunden.
Ist ja schon beim normalen Arzt so, warum sollte es im Krankenhaus besser sein....?
LG
Alex

Beitrag von alkesh 15.04.11 - 10:00 Uhr

Das Problem bei solchen Geschichten ist, die wenigsten Leute wissen wie es in einem KH zugeht!

1. Die meisten Krankenhäuser haben heute Zentralambulanzen, da läuft alles auf, egal ob internistisch, chirurgisch, allgemeinchirurgisch, gyn, etc.
Daher kannst Du gar nicht wissen zu welchem Arzt die Patienten vor Euch eigentlich gekommen sind, denn jedes Fachgebiet hat eigene Ärzte!

2. Selbst wenn es ein chirurgische Ambulanz war, bleiben noch immer die allgemeinchirurgischen Patienten, denen sieht man oft nicht an was überhaupt Sache ist.
Außerdem kann es auch sein das es Privatpatienten gewesen sind, die werden für gewöhnlich vom Chef behandelt. Oder aber es waren bestellte Patienten, auch so was gibt es in Ambulanzen, vor allem wenn es sich um BG-Sachen handelt.

3. Von hinten rein kommen die echten Notfälle, nämlich die mit dem Rettungsdienst!

4. Die Ambulanzärzte haben auch immer noch Stationsdienst oder stehen im OP, manchmal ist tatsächlich kein Arzt da!

5. 2 Std. für eine Platzwunde ist noch im Zeitfenster, von daher, alles okay!

Sollte so was noch mal passieren, bitte erst steril abdecken und dann kühlen, keinen nassen Lappen drauf legen!
Es gibt Netzverbände, damit kann man Wunden am Kopf sehr gut fixieren.

Und ja, Kopfplatzwunden sehen fast immer schlimmer aus als sie sind!

Den Saft hättest Du Dir tatsächlich schenken können, ich habe noch NIE ein Kind gesehen das wegen einer Platzwunde Schmerzmittel bräuchte und ich habe schon sehr viele Kinder mit diesem Verletzungsmuster gesehen!

Nichts für ungut, aber manchmal lohnt es sich hinter die Kulissen zu schauen!

LG

Beitrag von docmartin 15.04.11 - 10:58 Uhr

Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Personal im KH eigentlich ganz gut abschätzen kann, wen sie vorziehen und wen nicht. Sowohl auf der Seite der Angestellten als auch auf PAtientenseite ahbe ich schon gesessen und ich hatte den Eindruck dass es echte Bratzen die sich nicht um das Wohl der PAtienten scheren sehr selten gibt.

Einmal kamen wir in die Notaufnahme mit unserem Sohn ebenfalls mit Platzwunde und saßen fast vier Stunden (nachts). Es hatte einen größeren Unfall gegeben und die Versorgung der Elrletzten ging selbstverständlich vor.

Ein anderes Mal hatte unser Großer sich mit der ganzen Hand und seinem gesamten Körpergewicht auf die Herdplatte bei Stufe 9 Elektroherd gestützt und ich trug ein zitterndes und laut weinendes Kind mit komplett verbrannter Hand in die Notaufnahme.
Die Schwester an der Anmeldung schaute nur kurz auf die Handfläche und leitete uns direkt in eine BEhandlungskabine und nach nicht mehr als 10 MInuten war ein Arzt für die Behandlung vor allem für die Schmerzbekämpfung da.

Ich glaube, die wissen schon was sie tun auch wenn es nach außen vielleicht nicht immer nahvollziehbar wirkt.
Und wer weiß, die Erwachsenen ohne offensichtliche Wunden, vielleicht hatten sie HErzprobleme, Probleme mit ihrem Zucker, was weiß ich!? Es gibt viele Dinge die kritisch sind ohne dass man sie direkt an der NAsenspitze sehen könnte.
Gruß dm

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