Probeunterricht Gymnasium?

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Beitrag von sprachlos 15.04.11 - 11:53 Uhr

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor einer großen Entscheidung und bin mir etwas unsicher.
Mein Großer war die letzten 3 Jahre ein im Durchschnitt guter Grundschüler (D.M. und HSU 2!!) Wir sind nie auf den Gedanken gekommen er könne das Gymnasium nicht schaffen. Aber seit diesem Jahr ist alles anders.

Die Noten haben angezogen und auch mein Sohn kam ins wanken. Nun steht er in Deutsch auf 3, Mathe auf 2 und in HSU auf 3 also ein Druchschnitt von 2,66.

Laut Lehrerin packt er`s einfach nicht. Er malt im Unterricht und liest Bücher. Mein Bub ist nun überzeugt den Probeunterricht zu machen. Allerdings sagen einige, dass dieser recht schwer sein soll!?

Jetzt weiß ich nicht was ich so recht machen soll. Das Wissen hätte er, keine Frage, nur hat er sich die letzten Noten, warum auch immer, buchstäblich versaut. Viele falsch beantwortete Fragen aus den Proben konnte er mir zu Hause richtig beantworten..

Ich bin mir zwar sicher, dass mein Großer mit dem Stress des Probeuntrrichtes zurecht kommt aber wäre es vielleicht nicht besser den Sprung von der Realschule nochmal auf das Gymnasium zu versuchen? Natürlich würde es mich auch sehr stolz machen, mein Kind auf der Schule zu sehen von der wir von Anfang an überzeugt waren, dass er dort hinkommt.

Ohje! #schmoll

Herzlichen Dank fürs zulesen :o)


Beitrag von marion2 15.04.11 - 12:04 Uhr

Hallo,

er malt und liest im Unterricht, steht trotzdem 2,66 und du fragst dich, ob er das Gymnasium schaffen könnte?

Ich würde ihn am Probeunterricht teilnehmen lassen.

Gruß marion

Beitrag von ilva08 15.04.11 - 21:30 Uhr

Das sehe ich genau umgekehrt.

Zur Eignung fürs Gymnasium gehört auch ein vernünftiges Arbeitsverhalten.

Man kann natürlich annehmen, dass sich das Kind schon zusammenreißen wird, wenn es MUSS... doch nicht jedes Kind tut das.

Hier würde ich nachhorchen, wie die Lehrerin dies einschätzt.

Beitrag von malwiederich 15.04.11 - 12:10 Uhr

Hallo!

Bei uns in BaWü muss man einen Notendurchschnitt von mind. 2,5
(Mathe + Deutsch) vorweisen um ans Gymnasium zu kommen, selbst damit wird noch Probeunterricht empfohlen.
Zählt denn bei euch wirklich HSU mit? Ohne hätte er doch 2,5...damit würden wir es auf jeden Fall probieren.

VG
Loli

Beitrag von sprachlos 15.04.11 - 14:56 Uhr

hallo loli,

in bay braucht das kind in der 4. klasse einen durchschnitt von 2,33 oder besser in den fächern deutsch, mathe und heimat- und sachkunde. nach der 5. klasse hauptschule (realschule) gilt ein schnitt von mathe/deutsch von 2,0 (realschule 2,5) und das kind kann die 5. klasse gym. wiederholen.

Beitrag von connie36 15.04.11 - 12:16 Uhr

hi
da stellt sich mir bei dem mangelnden ehrgeiz des juniors und deiner aussage... :
Ich bin mir zwar sicher, dass mein Großer mit dem Stress des Probeuntrrichtes zurecht kommt aber wäre es vielleicht nicht besser den Sprung von der Realschule nochmal auf das Gymnasium zu versuchen? Natürlich würde es mich auch sehr stolz machen, mein Kind auf der Schule zu sehen von der wir von Anfang an überzeugt waren, dass er dort hinkommt.

...die frage, wer möchte das er aufs gymi kommt, du oder dein junior?
meine ist mit einem durchschnitt von 2,1 aufs gymi gekommen, geschenkt wird einem da nix.
und träumen und malen, sollte man dort auch nciht.
lg conny

Beitrag von sprachlos 15.04.11 - 14:53 Uhr

hallo conny,

nein, definitiv möchte mein bub auf das gymnasium!

natürlich sollte er im unterricht weder malen noch lesen. aber leider weiß ich auch nicht aus welchem grund er das gemacht hat. seiner aussage nach mag er die lehrerin nicht besonders.

ich möchte nur ein glückliches kind und mir später keine gedanken machen ob die entscheidung richtig war.. auch lehrer sind nur menschen.

Beitrag von connie36 15.04.11 - 15:35 Uhr

hi
ich weiss auch, das die entscheidung recht schwierig ist, man mag sich ja nicht fürs falsche entscheiden. wir haben usnere aufs gymi gelassen, mit der option, das sie, sollte es ihr doch zuviel werden, auf die realschule wechseln könnte,umgekehrt funktioniert das weniger gut.
für mich wäre das auch kein versagen, denn ich bin der meinung, man hat es zumindest ausprobiert.
man muss bedenken, es kommen ein haufen neuer fächer dazu, englisch, latein (französich, je nach wahl), erdkunde, bio, naturphänomene, usw.
noch kommt unsere gut mit, udn bis auf zwei ausrutscher in latein (eine 3- und eine 4+)sind ihre noten meist im 2er bereich. mathe eher 3...aber das ist ok.
wünsche euch viel glück
lg conny
ps. bei uns zählen auch nur mathe und deutsch in ba-wü für die empfehlung.

Beitrag von purzel 15.04.11 - 12:17 Uhr

Hallo,

bei uns in Bayern ist der Schnitt für den Übertritt aufs Gymnasium 2,33 und das G8 ist wahrlich kein Spaziergang, im Gegenteil. Die Kindheit ist dann größtenteils vorbei.
Das die Noten in der vierten Klasse anziehen, ist ganz normal, schließlich soll sich die Spreu vom Weizen trennen und sich die richtige Schulart herausstellen.
Ich würde ihn auf die Realschule geben. Die hat es auch in sich und ist nicht unbedingt viel einfacher als das Gymnasium, nur halt nicht ganz so theoretisch.
Lieber ein guter Realschüler als ein ewig schlechter Gymnasiast, der sich Jahr für Jahr mit schlechten Leistungen durchwursteln muss.
Abitur kann man später noch genauso machen. Das ist wirklich kein Problem.
Und auf welcher Schule ihr ihn schon geträumt habt, spielt keine Rolle. Das Wohl des Kindes sollte im Mittelpunkt stehen.
Gruß, Purzel (Grundschullehrerin)

Beitrag von haarerauf 15.04.11 - 19:34 Uhr

Das ist mal eine wirklich gute Antwort.

Lieben Dank

Haarerauf

Beitrag von turmmariechen 15.04.11 - 12:50 Uhr

Hast Du ihn schonmal gefragt warum er im Unterricht Bücher liest? Vlt ist im langweilig? Evtl ist er dann auf dem Gym. besser aufgehoben?

Beitrag von marathoni 15.04.11 - 12:52 Uhr

Ich bin generell der Meinung, dass ein Kind mit schlechter als 2,5 nichts auf einem Gymnasium zu suchen hat.
Ich würde den Schnitt auf 2,0 senken ! Meiner Meinung nach sind eh viel zu viele Kinder auf der falschen Schule , sprich Gymnasium, weil es die Eltern so wollen und es die Eltern ja soooo stolz macht.
Wenn er in der 4,. nun so mit den Noten absackt und im Unterricht " träumt, würde ich ihn persönlich lieber auf die Realschule stecken. Vielleicht wacht er dort auf, kann wechseln oder aber nach Beendigung der 10. Klasse wechseln. Aber !! Stell dir das nicht so einfach vor, auch da müssen die Noten stimmen und ich kenne genug Realschüler , die mit Abschluss 2,5 nicht weitermachen konnten.
Wir wohnen in BaWü.

Beitrag von mutzekiepchen 15.04.11 - 13:03 Uhr

Hier in Sachsen kommt man nur aufs Gymnasium, wenn man in den 3 Fächern auf 2,0 steht. Und da haben wir das G8 schon immer. ;)

Aber da ich das mit dem Probeunterricht in Bayern kenne würde ich dir den empfehlen. Denn gerade wenn dein Sohn im Unterricht Bücher liest, ist er vielleicht unterfordert und wäre am Gymnasium besser aufgehoben.

Ich selber durfte mit 2,2 keine Prüfung fürs Gymnasium machen und hat mich so demotiviert, dass ich innerhalb von 4 Jahren in manchen Fächern auf 5 stand. Erst in der 10. als es wieder interessanter wurde habe ich meinen Abschluss mit 2,0 (und ohne lernen) geschafft. Auf Gymnasium war mir bis dahin aber die Lust vergangen und habe es deshalb nicht nachgeholt. Das würde ich meinen Kindern auf jeden Fall ersparen. Wenn sie aufs Gymnasium wollen dann sollen sie es probieren, egal wie.

Beitrag von familienoberhaupt 15.04.11 - 13:36 Uhr

HALLO,

wir kommen aus Bayern also G8 und unsere geht seit September auf Gym. und
Sie hatte einen Durchschnitt von 2,00.
Man muss bei uns 2,33 haben oder besser.

Und ich muss sagen, kein Zucker schlecken#schwitz! !!

unangesagte Stehgreifaufgaben(Exen) jeden Monat in allen Fächern je eine.

Schulaufgaben in jeden Fach 4 Stück, wurden am Schulanfang für das ganze Jahr mittgeteilt.

Abgefragt wird fast jeden Tag -mündliche Note.

Ihr Zwischenzeugnis - Hauptfächern: Deutsch2,Mathe 3,Englisch3
Nebenfächer: 3 und 2

Probeunterricht -eher auf der Realschule, aber bei 2,66 braucht er das nicht. Zu mindestens in Bayern nicht.

lg Marion

Beitrag von scotland 15.04.11 - 14:00 Uhr

Hallo,
meine eigene Tochter ist gerade in der dritten Klasse B-W. Sie steht in Mathe auf einer schlechten, in Deutsch auf einer guten 2. Selbst wenn die Noten so bleiben, werde ich sie nicht aufs Gymnasium schicken. In Mathe muss sie nämlich einiges Üben.

In der Klasse gibt es zwei Kinder, die seit Jahr und Tag nur 1er schreiben (soweit ich das weiß) und ich finde, solche Kinder sollten aufs Gymi. Ich halte nichts davon, wenn ein Kind so mit Ach und Krach aufs Gymi kommt.

GLG
Scotland