Bin verzweifelt, plötzlich keine Milch mehr?!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von thalia.81 16.04.11 - 15:01 Uhr

Hallo,

niemals hätte ich gedacht, hier einmal einen Beitrag dieser Art zuverfassen. Paul ist knapp 7,5 Monate alt und wird von Anfang an gestillt #verliebt (Ich liebe es) Ich hatte immer eher zu viel Milch anstatt zu wenig. Zur Zeit wird er wieder voll gestillt.
Anderes Thema, er verträgt Beikost irgendwie nicht, er hustet, von vielem bekommt er Ausschlag oder ko.... es direkt wieder aus. Kein Ding, stille ich halt und lass ihm die Zeit, die er braucht. Dachte ich. Hatte ja auch nie ein Milchmengenproblem.
Erst am Dienstag musste ich wieder mir einen Milchstau wegpumpen. Neulich erst habe ich hier gepostet, dass ich zu viel Milch habe und das Kind die Brustwarze nicht mal mehr zu fassen bekommen. Und nun?

Ja und nun betreibe ich seit Donnerstag Vormittag quasi Clusterfeeding. Paul zieht und zieht und zieht, teilweise 10mal, ehe er schluckt. Sonst waren es immer 2 Züge, manchmal nur einer, und er hat geschluckt.

Meine Stilleinlagen sind komplett trocken. Bis Dienstag sind mir sogar die von Lansinoh durchgeweicht. Er geht ständig an die Brust. Klar, er wird ja nicht satt #zitter #heul Die letzten Nächte habe ich ihn auch ständig angelegt.
Malzbier trinke ich mir direkt auf die Hüften, Milchbildungstee trinke ich ebenfalls und auch Milchbildungstropfen nehme ich.
Trotzdem: Schon kurz nach dem Milchspendereflex kommt nix mehr. #kratz

Da Paul ja eh schon sehr leicht ist und zur Zeit extrem mobil ist (er ist geschätzte 11 Std des Tages in Bewegung), haben wir soweiso schon ein Gewichtsproblem. Er robbt/kriecht sich alles sofort wieder runter. Blöderweise habe ich vorhin mal eine Stillprobe gemacht, zum Heulen. Das sind keine Mengen zum Sattwerden, selbst wenn er die stündlich zu sich nimmt.

Ständig hoffe ich, dass er doch schon längst meine Milchproduktion wieder hätte ankurbeln müssen #kratz Er ist ja fast den halben Tag an der Brust. Ich bin gerade so langsam am Verzweifeln. Flasche nimmt er übrigens keine und beim Abpumpen bekomme ich nicht mal den Flaschenboden bedeckt #zitter

Was kann ich noch tun? Ich will ja nicht, dass mir mein Kind vom Fleisch fällt. #zitter Habe gerade in meiner Verzweiflung Milchpulver gekauft, aber ich wette, das trinkt er selbst vom Löffel nicht. Gut, mit dem Löffel kann ich ihm ja auch schlecht 100ml und mehr füttern. Naja, und mehr Milch bekomme ich dadurch ja auch nicht. #schwitz

Oh man, hat jemand einen guten hilfreichen Tipp für mich? Oder aufbauende Worte? Unsere Stillberaterin vor Ort rät übrigens sehr schnell zum Zufüttern.


LG
Thalia

Beitrag von julchen-mama 16.04.11 - 15:27 Uhr

Das kann doch nicht sein, daß die Milch plötzlich weg ist!!!#klatsch ich habe auch mit zuwenig Milch zu kämpfen, vor allem weil meine Julia momentan nicht gut trinkt. Immer nur nuckelt und dann nach dem MSR 1-2 Minuten saugt, dann wieder Schluß. Im Halbschlaf gehts einigermaßen, aber im Wachzustand? Ich bin so froh, wenn sie denn mal an die Brust geht und dann kommt nix? Dann läßt sie los und "quasselt" mich voll. Und ich steh da und hab Angst wegen der Milchproduktion. Wenn Dein Paul aber anscheinend gern an die Brust geht und immer saugt, kurberlt er die Milchproduktion an!!!!!!!! Ganz bestimmt hast Du morgen wieder massig Milch!!!!! #mampf Es ist doch eigentlich gemein, daß wir Stillmamis so oft so geplagt sind, da will man nur das Beste für seine Maus und bekommt Steine in den Weg gelegt... Es könnte alles so schön sein :-( Aber Du hast doch schon so viel geschafft!!!!! ja, die Flasche ist für uns auch noch keine Option, Julia wollte die partout nicht. Ich habe einige ausprobiert, aber sie fand alle doof und hat sogar die Flasche angeschrien... Löffeln dauert ewiglich, sicherlich. Aber ein kleines Pinnchen? Oder den Deckel von der Flasche vollmachen? paul ist doch schon groß, der kommt bestimmt mit einem Becherchen klar. Ich drück euch die Daumen und poste doch mal, wie es weiterging. Liebe Grüße

Beitrag von thalia.81 16.04.11 - 15:42 Uhr

Hallo,

krass, wie schnell sich das Blatt wendet, oder? Bis Dienstag noch ein Kampf, weil so viel Milch da war und er nur schlafend trinken wollte und jetzt plötzlich Ebbe #heul

Paul kann kleine Mengen aus dem Becher trinken, aber ich will ihn ja an die Brust ;-)

Wie geht es euch denn? Noch immer das gleiche Spiel? Hast du dich mal nach einem Osteopathen umgesehen?

schau mal, hier kannst du nach PKZ bzw. Name suchen:

http://www.ifaop.com/cms/index.php?article_id=114

(wollte ich dir neulich schon schicken, da war en wir aber bei Oma zu Besuch und den Link habe ich nur bei mir gespeichert)

LG

Beitrag von julchen-mama 16.04.11 - 16:12 Uhr

#zitterDankeschön für den Link. Ich habe für nächsten Dienstag einen Termin bei einem Osteopathen in Gütersloh. Ich hoffe, er ist gut. Empfehlungen hatte ich leider nicht. Der Orthopäde hatte ja bei Julia ein paar Blockaden festgestellt und die ruck-zuck behoben. Die ganze Sache hat vielleicht 3 Minuten gedauert. Mir war das nicht geheuer, da investiere (auch wenn mein Mann meckert) lieber nochmal 90 Euro. Heute trinkt sie voll wenig. Ich habe das Gefühl, meine Brüste sind leer. Selbst nach 4 Stunden sind sie noch "platt". Es ist echt komisch, einen Tag denke ich, jetzt wirds besser und am nächsten Tag ist wieder "Ebbe". Vor allem krieg ich ja auch nicht mehr, wenn Julia nicht richtig bzw. nicht häufig trinkt. Und das mit der Flasche ist ja für uns keine Option, da Julia die nicht nimmt. :-( So hab ich richtig Angst, daß meine Maus mir "verhungern könnte" #zitter Ach mensch, was soll ich bloß machen? Ich hoffe so sehr, daß Julia bald wieder gut trinkt. Das mit dem Weizenbier hab ich auch schon versucht, aber ich krieg davon Bauchschmerzen und Dünnpfiff #kratz Außerdem hab ich jetzt das Gefühl, daß meine Kleine nicht mehr richtig saugt. Sie nutzt den Milchspendereflex und dann ist nach 2-3 Minuten Schluß. Das macht mir Angst, vor allem weil sie ja trotzdem nicht (öfter) an die Brust will . #heul Ich drücke Dir die Daumen, daß alles wieder gut wird, aber bei Euch bin ich mir sicher... Paule macht das schon... LG

Beitrag von wir3inrom 16.04.11 - 15:28 Uhr

Ich würde mich mal nach einer anderen Stillberaterin umsehen.
Eine, die schnell zum Zufüttern rät ist m.E. keine gute Stillberaterin (auch wenn das unsere Sarahjane sicher anders sieht.. #augen)

Was anderes fiele mir jetzt auch nicht ein. #sorry

Beitrag von thalia.81 16.04.11 - 15:39 Uhr

Auf ihren Kommentar warte ich schon ;-)

Immerhin hat er gerade schon wieder etwas zügiger trinken können, sprich: Es kam etwas und er hat das Ende bestimmt. Hoffe, es bleibt so!

Habe mich fürs WE schon mit alkoholfreiem Weizenbier eingedeckt. Das Malzbier wird mir auf Dauer zu klebrig ;-)

Beitrag von berry26 16.04.11 - 16:38 Uhr

Hi,

ich frag mich gerade was du für eine Stillberaterin hast. Normalerweise sollte man ja der Ursache erstmal auf den Grund gehen und dann Lösungen finden. Gleich zufüttern, finde ich doch sehr kontraproduktiv.

Ich habe leider auch keine Ahnung, wie die Milch einfach so wegbleiben kann! Ich würde mir aber an deiner Stelle einfach nochmal die Meinung von ein paar anderen Stillberaterinnen einholen (LaLecheLiga, AFS). Das kann man in deinem Fall ja auch gut per Telefon oder Email.

LG

Judith

Beitrag von angeldragon 16.04.11 - 17:16 Uhr

ja das is ja mal krass?? geht das so schnell ? und ich freu mich endlich genug milch zu haben da kann man so schnell wieder keine mehr haben ist das doof :-(:-(


ja wo bleibt frau milchpulver den?? kann mich noch nich entscheiden ob sie frau nestle oder frau milupa oder frau bevita wird #rofl#rofl

hey wir schenken ihr schon wieder mal zu viel aufmerksamkeit jetz freut sie sich wieder n loch in bauch #rofl#rofl

Beitrag von hasifm 16.04.11 - 21:01 Uhr

hallo,

denke nicht das du keine milch mehr hast. nur dadurch das er ständig trinkt, ist halt nicht so viel auf einmal da, es kann sich ja nix ansammeln. allerdings wird ja mumi ständig nachgebildet auch beim trinken und die menge wird sich bald wieder einpegeln.


lg susi

Beitrag von schokomuffin88 16.04.11 - 22:47 Uhr

Wie wäre es mit Akupunktur?

3. In der Stillzeit:

- schmerzhafter Milcheinschuss
- Milchstau
- beginnende Brustentzündung
- mangelnde Milchbildung

Am besten ist Du wendest Dich an deine oder eine Hebamme die Akupunktur anbieten.

In meinem RüBi Kurs gibt es seine Mama die damit sehr großen erfolg hatte.

VG Schokomuffin88

Beitrag von sarahjane 17.04.11 - 00:01 Uhr

Wenn Eure Brusternährungsberateri zum Zufüttern rät, hat dies gute Gründe: Gesundheit und gutes Gedeihen des Kindes.

Und übrigens: Wenn die Milch plötzlich wegbleibt oder reduziert ist, kann das sehr viele Gründe haben (z. B. gesundheitliche, stressbedingte etc.).

Überwinde Deinen Stolz und gebe Deinem Kind das, was es braucht: Ausreichend Nahrung (egal, ob Frauen- und/oder Premilch).

Beitrag von steffi0413 17.04.11 - 02:19 Uhr

Hallo Thalia,

die Milch geht von heute auf morgen nicht ohne Grund weg und wird auch ohne Grund nicht weniger. :-)

Das ist super, dass er Tag und Nacht nach Bedarf gestillt wird! #pro

Seit wann stillst Du wieder voll?
Dein Körper braucht aber natürlich paar Tage sich anzupassen. Wenn vor ein paar Tagen Deine Brüste ständig prall waren, das hat in die Richtung gewirkt die Milchproduktion zu hemmen. Wenn die Brust prall ist vermehrt sich ein Eiweiss, der die Milchproduktion "zurückschaltet". Das kann man aber mit häufigen Anlegen wieder korrigieren und das macht gerade Dein Kleiner sehr fleissig. ;-)

Die Milchmenge kann man am erfolgreichstem mit sehr häufigem Anlegen erhöhen. Essen, Trinken, Tee, Globuli sind daneben zweitrangig.

Beim häufigen Anlegen kann aber Bockshornkleesamen die Milchproduktion unterstützen.

Mit zu viel trinken (mehr als 2-3 Liter pro Tag) und zu viel Stilltee sollte man aber vorsichtig sein, die können die Milchproduktion hemmen bzw. den Milchspendereflex verhindern.

Während eines Milchstaus kann die Milch vorübergehend ein bisschen weniger sein, das kann man aber mit viel Stimulation wieder rückgängig machen.

Spürst Du noch harte Stellen, Knoten? Hast Du noch Schmerzen? Hattest Du auch Fieber?

Stillprobe, Status von Stilleinlagen haben überhaupt keine Bedeutung.
Wenn der Kleine jetzt sehr oft angelegt wird, ist ja logisch, dass nichts mehr spontan ausläuft.

Die Babies trinken nicht immer die gleiche Menge. Mal nur 10 ml, mal mehr, aber nach Bedarf gestillten Babies trinken nur selten mehr als ca. 80 ml auf einmal. Hat auch überhaupt keine Bedeutung.

Zufüttern würde natürlich die Milchmenge reduzieren, ist also nicht der besste Ratschlag. :-(

Wenn er fit und lebhaft ist, zunimmt (auch wenn weniger als der Durchschnitt - ab dem 6. Monat ist Durchschnitt 42-85 g pro Woche), sich altersgerecht entwickelt, genug nasse Windel hat, nach Bedarf an die Brust darf, dann bekommt er genug Milch. :-) Daneben ist es vollkommen egal wie oft er schluckt, wie oft an die Brust möchte oder Co.!!!

In diesem Alter können die Kleinen noch immer die Milch am bessten verdauen und verwerten. Wenn er also noch nicht soweit ist, Beikost gut zu vertragen, dann ist es auch kein Problem. Die meisten Gemüsen oder Obst enthalten viel weniger Kalorien als die Mumi.
Du kannst aber trozdem immer wieder versuchen und dabei die "relativ ungefährlichen Speisen" bevorzugen wie zB. selbst gekochten Kartoffel, Reis, Kürbis.

Stress, Angst, Druck, Schmerzen, zu viel trinken (mehr als 2-3 Liter pro Tag) usw. können den Milchspendereflex negativ beeinflussen. Da kann aber auch geholfen werden.

Vor dem Anlegen kannst Du die Brüste mit heissem Wasser (so heiss, was deine Haut noch ertragen kann) waschen oder duschen. Oder mit Hand ein wenig Milch ausstreichen bzw. viel-viel Hautkontakt mit dem Kleinen.
Beim Trinken kannst Du C-Griff verwenden: drück (Daumen oben, andere Finger unten) deine Brust hinten dem Brustwarzenhof zusammen und halte so. Stark, aber weh tun darf es nicht. Das stimuliert den Milchfluss bzw. den Milchspendereflex.

Ich würde noch ein paar Fragen stellen um die evt. Ursachen zu finden:

Hast Du Deine Tage schon wieder bekommen? Oder spürst Du, dass die bald kommen?
Kannst Du nicht schwanger sein?
Hast Du angefangen Pille/Medikamente zu nehmen?
Verwendet ihr Schnuller? Bekommt er etwas ausser Mumi (Tee, Wasser)?
Wie oft hat er Stuhlgang und wie schaut der aus? Wieviel nasse Windel hat er in 24 Stunden.
Wie hat er bis jetzt zugenommen?
Hat er keinen Mundsoor? Siehst Du keine Zähne vor dem Durchbruch?
Sind Deine Brüste nicht wund, das Stillen schmerzhaft?

LG
Steffi