Geschwisterchen - ja oder nein?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von carolineemma 18.04.11 - 07:39 Uhr

Unsere Maus ist vor kurzem 4 Jahre alt geworden (ich selbst werde demnächst 39 und mein Mann 40!)
Unsere "Kleine" ist ein sehr liebes, schüchternes Kind und sehr schmusebedürftig. Sie kann sich sehr gut alleine beschäftigen. Im Kindergarten hat sie ein paar Jungs mit denen sie gerne spielt - aber die sozialen Kontakte wie Spielfreundschaften nach dem Kindergarten sind sehr gering, da diese Kids in einem Neubaugebiet wohnen (Tür an Tür mit Nachbarskindern oder Geschwisterchen welche mitspielen). So daß diese gar keinen Bedarf haben, auch mal aus dem Neubaugebiet hinaus zu spielen (wir wohnen in einem kleinen Örtchen).
Ich mache mir in letzter Zeit intensiver Gedanken darum, ob es für unsere Maus vielleicht besser wäre, wenn sie noch ein Geschwisterchen bekommen würde. Ist der Altersunterschied dann zu groß und kommt sie sich dann abgeschoben vor, wenn das Baby viel Zeit fordert. Da wir im Haus der Eltern wohnen und wir dort kostenfrei eine Eigentumswohnung bewohnen , gibt es nur 2 kleine Kinderzimmer (ca. 7 qm). Damit unsere Tochter besser spielen kann, hat sie 1 Zimmer zum schlafen und das andere zum Spielen. Ich hatte bereits überlegt, die Wand einzureissen, damit ein größeres Zimmer entsteht. Vor allen, wie wird sie reagieren, wenn sie ein Zimmer abgenommen bekommen würde? Ich selbst bin hin und hergerrißen und meine biologische Uhr tickt schon ordentlich (39 Jahre!).Ist der Altersunterschied dann nicht doch zu groß?

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht. Würde mich sehr über eure Berichte freuen.

Lieben Dank & Grüße
Caroline

Beitrag von sternchen730 18.04.11 - 07:47 Uhr

Hallo,
ich kann ja nur meine subjektive Meinung kundtun, die erstens lautet:

Das tollste für unsere Kinder sind Geschwister! Vertraute, Familie, Ansprechpartner, Kumpel, Sparringspartner...für alle Zeiten.

Und der Platz ist doch erst mal unwichtig. Das Baby schläft fürs erste bei Mama und Papa, danach wird sich eine Lösung zusammen mit der großen Schwester finden!

Den Altersunterschied finde ich okay, meine sind fast 9, 7 und 3, die spielen ganz gut zusammen. Wenn alle wollen, sonst wird auch mal gestritten, klar.

Mein Fazit wäre: Nr. 2 planen und genießen!

Gruß,
sternchen#stern

Beitrag von delphinchen27 18.04.11 - 09:08 Uhr

Dem muss ich leider wiedersprechen.
Geschwister sind keine Garantie, das sie Vertraute, Familie, Ansprechpartner usw. für alle Zeiten sind.
Das kann sich im alter auch ganz schnell ändern.
Habe dies leider erst vor kurzen selbst erleben müssen.

Das wichtigste ist, das DU und DEIN Mann beide nochmal ein Kind wollt.
Ein Kind nur zu bekommen, damit dein jetziges Kind ein Geschwisterchen bekommt, und dadurch evtl. jemanden zum spielen hat ist der falsche Weg.

Denn auch Geschwister sind nie eine Garantie, das sie auch miteinander spielen, sich verstehen ohne wenn und aber...

Also entscheidet nicht wegen eurer Tochter, sondern wegen euch.
Ob ihr nochmal ein Baby wollt und ob ihr euch, für noch ein weitere Baby bereit fühlt.

Beitrag von marathoni 18.04.11 - 09:46 Uhr

Genau so sehe ich das auch. Wir haben 4 Kinder weil in erster Linie wir als Paar das so wollten. Alter 18,16,13 und 3 Jahre.
Meine beiden Großen haben nie miteinander toll gespielt, sie waren wie Katz und Maus. Erst jetzt in der pubertät sind sie soweit, dass sie sich gut verstehen. Eine große Liebe war und ist es nie.
Mit dem Dritten Kind war es dann besser, eigentlich haben sich dadurch alle erst richtig gefunden.
das 4. Kind war die Krönung. Alle lieben den Kleinen und es vergeht kein Tag an dem wir nicht sagen können, dass es eine absolute Bereicherung für die Familie war.
Der Altersunterschied spielt keine Rolle, im Gegenteil. Oft klappt es besser, wenn ein paar Jährchen dazwischenliegen.
Ich habe mein 4. Kind auch mit 39 bekommen. Idealer Zeitpunkt, viel älter wollte ich nicht sein.
Über die Zimmergröße würde ich mir auch nicht so viele Gedanken machen. Lasse die 2 zusammenschlafen und sie haben ein gemeinsames Spielzimmer.

Beitrag von serafina.nr.1 18.04.11 - 23:51 Uhr

sehe ich das ...!!!;-)
mit lieben grüssen-
von serafina.

Beitrag von bruchetta 18.04.11 - 09:40 Uhr

Ich denke, dass ein zweites Kind nicht unbedingt ein Spielkamerad für Eure Tochter sein muß.
Eure Tochter wird bei der Geburt ihres Geschwisterchen 5 oder 6 Jahre alt sein.
Wenn das Baby ein Kleinkind ist und mit anderen Kindern spielt, ist es ca. 3 Jahre alt und Eure Tochter ist 8 oder 9 und hat evtl. keine Lust mit einem 3-jährigen Kind zu spielen.
Natürlich wird Deine Tochter eifersüchtig sein und vermutlich ihr Zimmer nicht hergeben wollen.
Ich lese aus dem Beitrag heraus, dass Du einen Spielkameraden für Deine Tochter suchst.
Vielleicht lädst Du mal das ein oder andere Kindergartenkind ein.
Das paßt dann nämlich vom Alter und von der Entwicklung her.

Beitrag von derhimmelmusswarten 18.04.11 - 09:51 Uhr

Unsere Tochter bekommt im Mai eine kleine Schwester. Altersunterschied 22 Monate dann. Ich finde persönlich 2-3 Jahre Unterschied gut. Ich selbst bin Einzelkind und schön war das im Nachhinein betrachtet nicht. Immer jemanden zum Spielen suchen und dann immer irgendwo das fünfte Rad am Wagen sein, weil die anderen Geschwister hatten. Klar hatten die auch Zoff mit den Geschwistern, aber die meisten haben sich dennoch gut mit ihren Geschwistern verstanden und dann doch eher auf diese als Spielgefährten zurück gegriffen. Wir wohnen noch zur Miete und da haben wir auch nur ein Kinderzimmer. Das muss dann eben geteilt werden. Im Sommer/Herbst ziehen wir in das Haus meiner Oma, die in eine Senioren-WG gezogen ist und dort müssen sich die beiden Kinder dann eben die beiden Zimmer, die ich als Kind alleine benutzen konnte teilen. Die haben Dachschrägen und sind auch nicht riesig. Na und? Das ist eben so. Früher teilten sich Geschwister sogar zu mehreren ein Bett und die Zimmer sowieso. Das wäre für mich kein Argument.

Beitrag von marion2 18.04.11 - 09:51 Uhr

Hallo,

wir haben 7 Jahre Altersunterschied. Das ist nicht zu viel. Eigentlich genau richtig. Man stelle sich vor der Große wäre kleiner gewesen als die Kleinen kamen #schwitz #schwitz Neeee ;-) lieber nicht.

Wegen des Zimmers: Ich würde mit der Entscheidung warten, bis das Baby da ist. Große Geschwister lieben ihre Kleinen - wenn ihr sie in die Entscheidung miteinbezieht (das geht wirklich erst, wenn das Baby REAL ist) dürfte das kein Problem sein.

Gruß Marion

Beitrag von robingoodfellow 18.04.11 - 09:57 Uhr

Hallo,

ich war 4,5 als meine Schwester kam.


Mein Mann ist Einzelkind gewesen und er fand es ganz fürchterlich. Darum wollte er auch unbedingt noch ein 2. Ich hätte mich auch mit einem Kind zufriedengegeben.
Aber für ihn kamen nur 2 in Frage.

1. Urlaube

- man muss sich immer andere Kinder suchen oder mit den Eltern begnügen. Geschwister sind einfach da.

2. zu Hause

- wenn langeweile herrscht kann man immer noch was mit dem Geschist. machen. Auch wenn es nur ärgern ist.

3. gegen die Eltern

- meistens halten Geschwister gegen die Eltern zusammen und müssen sich so nicht alleine behaupten. (Für ihn gaaaaaanz wichtig)

4. später

- wenn die Eltern mal sterben oder Pflegefälle etc. werden ist man nicht allein. OK, das Erbe muss geteilt werden. Aber trotzdem.


LG

Beitrag von serafina.nr.1 18.04.11 - 23:55 Uhr

sehe ich das auch.
das einzige was ein wermutstropfen sein könnte: das erbe nach den eltern muss mit einem oder zwei geschwistern geteilt werden ( bei 2 oder 3 kindern).
wir gehen davon aus dass unsere kinder von uns genug starthilfe ( in jeder hinsicht :-) - ins leben bekommen und so tüchtig sind dass sie sich auch mit geteiltem erbe ein gutes leben leisten können werden.
mit ganz lieben grüssen!!!:-)
von serafina.

Beitrag von lisasimpson 18.04.11 - 10:51 Uhr

ich glaube die entscheidung für oder gegen ein (weiteres) kind, sollten eltern treffen und zwar aus elternsicht.
Wenn ihr euch für ein kind entscheidet, dan nit das zwar zwangsläuig ein geschwisterkind für eure tochter, aber die entscheidung daran festzumachen halte ich für falsch.
Ihr redet ja nicht drüber, ihr vielleicht einen hund zu kaufen.

Ob es für eure Tochter gut oder schlecht ist, ein geschwisterchen zu bekommen kann euch kein mensch sagen.

Ja, in vielen fällen wird sie sicher davon profitieren und in anderen vielleicht nicht.
Das ist aber völlig unabhängig, den nselsbt wenn das kind schwerbehindert ist, die tochter es haßt, sie keinen bezug zu ihrem geschwister aufnimmt oder total darunter leidet ihr zimmer abzugeben- völlig gleichgültig was auch passiert- es ist dann EUER Kind. und so sollte es von anfang an gesehen werden-. nicht als spiel-püppchen für töchterchen


lisasimpson

Beitrag von claerchen81 18.04.11 - 19:58 Uhr

Ja, sehe ich genauso.

Der Wunsch der Eltern nach einem weiteren Kind ist entscheidend, die positiven und durchaus auch negativen Aspekte von Geschwistern resultieren daraus.

Trotzdem kann ich euch - allerdings ohne euch persönlich zu kennen - durchaus zu einem weiteren Kind raten. Altersabstände werden in ihrer Relevanz überschätzt, ob sich Kinder verstehen oder nicht hat weniger mit dem Alter denn mehr mit der Persönlichkeit zu tun. Und die kennt man ja nicht vorher.

Gruß, C.

Beitrag von serafina.nr.1 19.04.11 - 00:01 Uhr

sehe ich das ...!!!
;-)
entscheidend ist die persönlichkeit und nicht der altersabstand.
und das muss man nehmen wie es ist.
sowas lässt sich wirklich nicht im vorhinein planen.
was hilft der "beste" altersabstand wenn die kinder nicht wirklich so gut miteinander können wie man sich das wünscht??
dann streiten sie eben mehr und man muss als etern versuchen die spannungen möglichst zu lösen oder beiden mehr möglichkeit geben sich voneinander abzugrenzen.( auch räumlich)
oft aber suchen sie wirklich von sich aus die nähe zu einem geschwisterchen.
kinder spielen einfach ganz anders miteinander als mit einem elternteil, die ebene ist eher gleichberechtigt und eben auch dadurch bereichernd und herausfordernd zugleich...!!;-)
manche können wunderbar miteinander, andere sind zu verschieden, andere finden sich wieder gerade in ihrer verschiedenheit interessant und toll...alles gibt es.
grundsätzlich bin ich dafür dieses "risiko" einzugehen....;-)
als eltern. für sich selbst, und für das kind/ die kinder, die es bereits in der familie gibt...!!!:-)
- man lebt nur einmal!!!;-)
mit lieben grüssen!!!
von serafina.

Beitrag von sarahjane 18.04.11 - 11:09 Uhr

Ganz ehrlich?

Ja, der Altersunterschied wäre schon zu groß. Je nachdem, wann sie Geburtstag hat, wäre sie 5 bis 7 Jahre alt, wenn das Baby käme.

Versucht doch lieber, bei Euch im Ort einen regelmäßigen Mutterkindtreff zu organisieren, tägliche Spielplatzbesuche zu unternehmen, die Kleine in einer Musikschule oder einem Turnverein anzumelden etc..

Beitrag von kleine1102 18.04.11 - 21:59 Uhr

Ganz ehrlich?

Für WAS bzw. WARUM wäre der Altersunterschied denn "schon zu groß" #kratz? Und was bitte hat ein "Mutterkindtreff", eine Musikschule o.ä. mit der Entscheidung eines Paares für oder gegen ein weiteres Kind zu tun #gruebel? Geschwister zu haben oder einen Turnverein zu besuchen kann man doch absolut nicht miteinander vergleichen. Und für Eltern ist es in keinster Weise eine Bereicherung, wenn ihr Kind eine Musikschule besucht...

... SEHR sinnfrei, Dein Beitrag.

Viele Grüße,

Kathrin

Beitrag von serafina.nr.1 19.04.11 - 00:05 Uhr

denn erstens gibt es keinen "zu grossen altersabstand" :-)
und zweitens hast du erst ein kind und wirst deine erkenntnisse über altersabstände erst in den nächsten jahren aus erster hand gewinnen ..;-)
ansonsten ganz liebe grüsse und alles gute für dich und deine jungs:-)
von serafina.

Beitrag von turmmariechen 18.04.11 - 20:53 Uhr

Hallo, Deine Fragen lauten: ob sie sich evtl abgeschoben fühlt und ob der Altersunterschied zu groß ist, oder?

Aus der Ferne betrachtet: Eifersucht ist oftmals keine Thema - die beiden sind ja keine Konkurrenten aufgrund des Altersunterschiedes. Möglicherweise teilt sie gern das Zimmer? Meine Jungs sind 4 Jahre auseinander und schlafen in einem Bett (sie haben jeweils eigene Zimmer - brauchen sie nicht) . Der Altersabstand zwischen Kind 2 und Kind 3 ist 4,5 Jahre und die beiden großen Brüder (jetzt 8 & 5) lieben den Kleinen, machen Quatsch usw....ich finde ein Geschwisterkind ist immer eine Bereicherung. Egal welcher Altersabstand .....

Beitrag von serafina.nr.1 18.04.11 - 23:46 Uhr

ich war sehr lang alleinerziehend- hatten uns etwa zwei jahre nach der geburt unseres kindes getrennt, ich begann meine ausbildung wieder aufzunehmen etc.-
mein sohn war immer total unproblematisch und wir haben die zeit miteinander sehr genossen, viel gelesen viel gemacht, schwimmen, radfahren, in den park, aber meist machte alles mit ein, zwei nachbarskindern noch mehr spass. es war dann schon gewohnheit immer wen mitzunehmen wenn wir was unternahmen. auch zuhause merkte ich es. meine nachbarin meinte sie hat viel weniger stress seit sie ein zweites kind hat da das erste immer wen zum gemeinsam malen, spielen, lesen, spass haben,... hat wenn sie z.b. wäsche macht, kocht, etc.-
sie hatte recht.
in mir brach von jahr zu jahr mehr die panik aus, mein kind wurde älter und älter und noch immer kein zweites kind in sicht..;-)
letzten endes sind die ersten beiden 9 jahre auseinander. damals dachte ich mir, was soll´s, sie werden nie was voneinander haben aber ich will eben noch ein zweites kind und aus.;-)
was ich nie für möglich gehalten hätte- von anfang an war das erste kind begeistert- schon in der SS...ein geschwisterchen zu bekommen..!!! es gab nie eifersucht, sie lieben sich innig, schon mit 2 spielte sie bei ihm mit holz-bausteinen mit türme zu bauen die riesig gross waren, spielte mit lego oder matador oder eben playmobil, auch mit autos...sie lasen und kuschelten viel gemeinsam, und küssen sich bis heute ( er 18, sie 9) jedesmal beim begrüssen und verabschieden, haben ein total enges verhältnis und sind wirklich richtige geschwister.
danach bekam ich noch weitere kinder. in viel kleinerem abstand. zuerst wollte ich kein drittes, dann meinte ich in 2 jahren ( nach der geburt) reden wir drüber- da war ich schon wieder schwanger( 4 monate nach der geburt:-)- trotz verhütung, ohne dass ich es wusste..;-)
dann fand ich es gut, denn nochmal ein zweites einzelkind wollte ich nicht.
wenn sie näher zusammen geboren sind gibt es vielleicht auch etwas mehr konkurrenz aber auch mehr gemeinsame interessen durch das ähnliche alter. gleichzeitig sind sie beide auch sehr auf die geschwister fixiert und wollen praktisch immer mit irgendwem von den geschwistern gemeinsam was machen.
ich finde - jeder altersabstand hat etwas für sich. es gibt keine regeln dass etwas perfekter wäre als was anderes. die kinder sind in ihren persönlichkeiten so verschieden und man kann all das nie vorher planen und wissen. meine kinder haben genug kinderzimmer und schlafen am liebsten zu zweit in einem bett oder im elternbett zusammengepfercht weil sie das toll finden.;-)
ich zwinge sie nicht allein im bett zu schlafen.hauptsache sie fühlen sich wohl und geniessen die zeit miteinander.
am nachmittag kann ich locker nebenher lesen wenn ich auf der terrasse sitze und ein kühles getränk schlürfe :-) während meine kinder sich im trampolin, im sandkasten, auf der rutsche und unter den bäumen tummeln und sich austoben. wenn es mal eine streitfrage zu klären gibt bin ich sofort erreichbar. ansonsten gibt mir das laute lachen das in meinen ohren gellt recht dass die entscheidung für weitere kinder nicht falsch war:-)
platzfragen können nie entscheidend sein, schliesslich kann man umziehen. später mal- ich weiss nicht wie alt die eltern sind und wie ihr das kalkuliert habt- kann man immer noch anbauen oder umbauen oder teile des hauses neu adaptieren. ein kind kann man nach zehn jahren nicht mehr aus dem ärmel zaubern.:-)
manchmal beschleicht mich schon wehmut wenn man bedenkt wie schnell diese kurze phase im leben vorbei ist in der man biologisch einwandfrei kinder bekommen kann:-)
ich sehe es bei meinem ersten kind wie schnell die zeit vergeht und wie rasch die kinder gross und selbständig sind. auch dass meine eltern mal krank werden ist als eins von drei geschwistern für mich viel leichter als für manche freundin die keine geschwister hat. man tauscht sich aus, gibt sich halt, weiss wovon man spricht und dass dieser mensch uns allen gleich nahe steht.
ich weiss dass meine kinder mal genug halt haben werden aneinander wenn mein mann und ich alt sind und sterben werden.
ich hab mal in einerstudie gelesen die geschwisterbeziehung ist statistisch gesehen die tiefste beziehung im leben, denn sie währt ein leben lang- meist jedenfalls- und ist auch noch wichtig wenn man weit von einander entfernt wohnt. mein bruder wohnt in schweden und wenn wir uns sehen ist es als wäre er nie weg gewesen. das kann keine freundin und kein freund ersetzen. auch dieses verständnis über die beziehung zu den eigenen eltern, das gegenseitige tröstern wegen der situation und auch die trauer um einen menschen den man gleich liebt, das alles ist etwas das sich geschwister - auch in ihren verschiedenen sichtweisen- immer wieder neu gegenseitig schenken können.
und schlussendlich: ich kenne einige einzelkinder die als erwachsene jetzt gar keine kinder haben wollen. die vorteile eines lebensstils in dem man sich nur auf sich selbst bezieht hat bei ihnen so drastisch abgefärbt dass unterm strich die familie ausstirbt.
deshalb:
ich bin der meinung dass jede frau die einen kinderwunsch hegt sich ihn auch erfüllen sollte.umstände können sich immer ändern, in die zukunft sieht man nie, aber ein kind - ein zweites, drittes kind etc.- bereichert das eigene leben und das der eigenen kinder um ein vielfaches dessen was es an mühe und arbeit und aufwand "kostet".ich finde dabei kann man nur gewinnen.
ich hoffe meine antwort hat dich inspiriert:-)
mit ganz liebem gruss!!!
von serafina.

Beitrag von turmmariechen 19.04.11 - 08:55 Uhr

#pro

Beitrag von hibbelliese 19.04.11 - 22:13 Uhr

#pro

Beitrag von d4rk_elf 19.04.11 - 07:34 Uhr

Hallo,

ich würde mich nicht für ein zweites Kind endscheiden weil mein Sohn oder meine Tochter zu wenige soziale Kontakte hat! Wenn ihr euch für ein zweites Kind endscheidet, dann weil ihr es möchtet. den Alterstunterschied finde ich nebensächlich. Meine Zwillinge sind 4,5 Jahre älter als Ihre Schwester und das klappt ganz gut. Es gibt Kinder die bekommen mit 3 ein Geschisterchen und kommen nicht damit klar und Kinder die bekommen mit 7 ein Geschwisterchen und kommen genauso wenig damit klar!
Mach diese Endscheidung also nicht an deiner Tochter fest!
Und wenn Sie schon älter ist, kannst Du sie wunderbar einbeziehen wenn´s um´s Baby geht, wickeln lernen füttern etc., dann würde Sie sich sicher auch nicht abgeschoben fühlen!
Wenn Ihr ein Kind wollt, dann arbeitet daran, eure Tochter wird sicherlich damit zurecht kommen!!

LG
d4rk_elf

Beitrag von pretty.kitty 20.04.11 - 23:20 Uhr

Hallo!

Mal ehrlich, wenn du meinst, deine Tochter braucht Spielkameraden, dann musst du die nicht selbst bekommen, sondern kannst dein Kind auch in nem Verein anmelden oder sonstwie für Freizeitaktivitäten sorgen, irgendwo hingehen, wo ihr andere Kinder trefft, Spielplatz, mit befreundeten Familien verabreden... Das wär alles sinnvoller, als ihr ein Geschwisterchen vor die Nase zu setzen, mit dem sie spielen soll, was aber vielleicht gar nicht klappt, aus den verschiedensten Gründen.

Vermisst deine Tochter denn überhaupt Kontakte? Du schreibst, sie kann sich gut allein beschäftigen, das ist doch toll, viele Erwachsene haben das Problem, dass sie immer Gesellschaft brauchen und sich sonst langweilien. Sieh es doch positiv, dass dein Kind anscheinend die Fantasie und Kreativität hat, sich selbst ihre Zeit auszufüllen, und vermies ihr das nicht, indem du deine Ängste auf sie überträgst. Vielleicht ist sie ganz zufrieden, zu Hause allein mit Mama und Papa, eure ungeteilte Aufmerksamkeit ;-), und ein bisschen Action im Kiga?

Ich bin übrigens selbst Einzelkind und hab mich nie einsam gefühlt, warum auch? Geschwister sind ja nicht die einzigen Bezugspersonen im Leben und ich bin eher froh, dass mir die vielen Konflikte erspart geblieben sind. Hab auch ein super Verhältnis zu meinen Eltern, das andernfalls bestimmt nicht so gewesen wäre #freu