Wie Hund am Streunen hindern? - Vorsicht sehr lang!

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von risala 19.04.11 - 10:42 Uhr

Hallo!

Wie haben folgendes Problem - und ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum es nach 6 Jahren so extrem auftritt und was ich noch machen kann.

Unser "junger" Rüde (6,5 Jahre alt, schon seit 6 Jahren kastriert) streunt seit ca. 10 Tagen regelmäßig. Unser Grundstück ist -bis auf ca. 5m- komplett ummauert (mind. 2m hoch), der Rest ist ein Lattenzaun mit einer Höhe von ursprünglich 90cm. Gestern habe ich unser Hoftor auf 1,80m erhöht, das kleine Eingangstor ist bereits seit ein paar Jahren ca. 1,50m hoch, ca. 2,5 sind 90cm und der Rest (ca. 4m) 90cm (der nicht gemauert Teil ist als "Einbuchtung" umzäunt - deshalb mehr Zaunmeter als die eigentliche Grundstückslänge).

Das große Hoftor habe ich erhöht, weil ich davon ausging, dass Spike hierüber rausspringt (kann auf ein Hochbeet springen und dann über den Zaun). Neben dem kleinen Törchen habe ich Zeltplane aufgehängt, falls er von dem vorhandenen gemauerten Absatz rausspringt. Das Törchen ansich habe ich nicht weiter erhöht. Und den anderen Bereich (90cm) auch nicht. Dachte ja, dass ich weiß wo er rausgeht.

Leider hat das alles nichts geholfen - eben war er wieder unterwegs und mein Mann weiß nicht, WO er raus gesprungen ist.

Folgendes wissen wir über seine Herkunft sicher:

Er gehörte den Nachbarn meiner Schwiegermutter, sehr wahrscheinlich zu früh von der Mutter weg (war wohl ca. 5-6 wochen alt, als die Kinder ihn von einer Tante geschenkt bekamen) und von einem osteuropäischen Markt (Vorbesitzer waren Russen). Spike war von Welpe an Freigänger - wurde, wenn er Glück hatte, morgens vor die Tür gesetzt und alleine gelassen - wenn er Pech hatte, alleine in einem alten Stall eingesperrt. Mit ca. 5 Monaten wollte der Vater ihn erschlagen - die Kinder brachten ihn zu meiner Schwiegermutter, wir dann erst in "unser" Tierheim (hatten schon 2 Hunde) und haben ihn dann doch selbst übernommen. Schlechte Erfahrungen als Freigänger hatte er nie. Im Gegenteil. Er liebt die Hündin meiner SM, wurde von einer Schäferhündin "adoptiert" (diese wohnte ca. 3 Jahre später zufällig bei uns im Ort direkt gegenüber - und Spike und Sweety waren richtig happy!). Mischung wird Dackel-Malinois (auch von Züchtern und versch. TÄ und Trainern) vermutet - die Charakterzüge passen auch "wie die Faust aufs Auge". Konzentrationsfähigkeit ist fast nicht vorhanden, andererseits lernt er sehr schnell, er ist ein Wibbel (bei Kindern käme sicher die diagnose ADHS), hat extremen Jagdtrieb, eine gringe Frustgrenze (ist aber schon deutlich besser geworden).

In den 6 Jahren, die wir Spike haben, hat er NIE so gestreunt. Unser Zaun war immer ausreichend. Stiften gegangen ist er nur, wenn er ohne Leine laufen durfte (darf er seit dem 2. Weglaufen nicht mehr) oder wenn irgendein "Id..." unser Tor offen gelassen hat. Einmal sprang er über unser kleines Törchen - daraufhin haben wir es ca. 40cm erhöht und es war Ruhe. Bis vor ein paar Tagen.

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, woran es liegt. Es hat sich nichts geändert im Vergleich zu vorher. "Positiv" daran ist, er kommt von alleine wieder oder geht meistens meinen Vater und seine Hündin besuchen (ca. 50m schräg gegenüber). Schlecht ist natürlich, dass er auf jeden Fall über die Straße rennt (rennen muss). Da er kein "Schläger" ist, verliefen Hundebegegnungen (wir hörten das Bellen von ihm) bisher friedlich.

Habt ihr Vorschläge?
Habe mich schon mit meinem Mann gezofft, der schon keine Lust mehr hat Spike suchen zu gehen (ich arbeite VZ) und damit "droht" ihn ins Tierheim zu bringen, wenn sich nichts ändert (das nehme ich so natürlich nicht hin *g*), aber er hat schon Recht, weitergehen kann es so nicht. Nur bin ich diesmal ziemlich ratlos, was ich tun soll.

Danke für alle, die bis hierher durchgehalten haben!

Kim

Beitrag von windsbraut69 19.04.11 - 13:09 Uhr

Was ist denn mit den restlichen 4 Metern niedrigem Zaun?
Hab ich das falsch verstanden oder sind die so niedrig geblieben?

LG,

W

Beitrag von risala 19.04.11 - 17:27 Uhr

Hi,

ja, gestern habe ich - mangels Material, nur die Stellen erhöht, an denen ich ihn schonmal habe rausspringen sehen (da gibt es überall "Hilfsmittel"). Immerhin ist er nur 36cm hoch...

Heute abend werde ich den Rest ausbruchssicher machen - zumindest was das drüber springen betrifft. Die Spalten sind so schmal, dass max. seine Schnauze durchpasst. Geht er dann immer noch stiften, weiß ich echt nicht mehr weiter, weil ich nicht weiß WO er rausgeht.

Naja, mal sehen.

Gruß
Kim

Beitrag von alpenbaby711 19.04.11 - 13:45 Uhr

Ich frag ich ob irgendwelche Hündinnen läufig sind oder versucht mal rauszufinden wo er möglicherweise doch ne SChwachstelle hat. Geht alleine weg und legt euch auf die Lauer.
Ela

Beitrag von risala 19.04.11 - 14:24 Uhr

Hi,

danke für Deine Antwort. Läufige Hündinnen sind nicht in der Nachbarschaft - die sind alle kastriert. Abgesehen davon ist Spike seit 6 Jahren (also noch vor der Geschlechtsreife) kastriert worden und hat sich seit dem noch nie für läufige Hündinnen interessiert.

Heute abend werden wir ihn "unbeobachtet" raus lassen - mein Mann wir sich auf dem Balkon aufhalten und ich mich auf dem Nachbargrundstück verstecken. Mal sehen, wo er rausgeht.

Gruß
Kim

Beitrag von -0815- 19.04.11 - 16:46 Uhr

Mein Hund ist auch ein Frühkastrat, findet aber läufige Hündinnen doch zum #sex sofern sie ihm direkt vor der Nase rumlaufen ;-)

Beitrag von risala 19.04.11 - 17:28 Uhr

oha.#schock Dann werde ich mal rumfragen, ob irgendwo doch eine unkastrierte Hündin ist - und wenn es nur zu Besuch ist.

Beitrag von alpenbaby711 19.04.11 - 20:29 Uhr

Im Notfall bleibt dir noch immer die Möglichkeit ihn bewußt raus zu locken bei geschlossenen Tor mit etwas worauf er steht. Leckerchen oder sonst was. Irgendwie wird er sich schon verraten.
Ela
PS: Sag mir doch mal wie ers gemacht hat.

Beitrag von risala 20.04.11 - 08:13 Uhr

Hi,

werde ich heute abend versuchen herauszufinden. Wobei scheinbar der wunsch nach Alleingängen weniger ist, wenn ich zu Hause bin. Habe ihn gestern immer mal wieder alleine draußen gelassen bis ich mit unserem Sohn zum Arzt gefahren bin - und der blöde Kerl sitzt einfach nur brav vor dem Tor und kommt freiwillig wieder rein :-[. Dabei habe ich mir sooo viel Mühe gegeben :-(.

Naja, neuer Versuch heute Abend.

LG
Kim

Beitrag von alpenbaby711 20.04.11 - 08:23 Uhr

Der Kerl ist hartnäckig. Hmmmmmm schwere Kost sag ich da nur.
ela

Beitrag von -0815- 19.04.11 - 16:45 Uhr

Spontan würde mir einfallen dass er einfach nur durch einen dummen Zufall entdeckt hat dass er raus kann und das eben nun ausnutzt.

was du tun kannst?

Den Zaun überall erhöhen ;-)

Beitrag von farina76 19.04.11 - 21:09 Uhr

Naja, ich denke irgendein Reiz war in einem Moment so groß dass er versucht hat an einer bestimmten Stelle raus zu kommen. Es hat funktioniert und somit macht er es an der Stelle immer wieder. Er hat ja gelernt dass es da klappt.

Meine Hündin hatte jahrelang nur einen 60cm Zaun der akzeptiert wurde. Der Zaun ging aber auch nur auf ein langweiliges Gemeinschaftsgrundstück. Danach hatten wir im neuen Haus einen 80cm Zaun der ewig akzeptiert wurde. Dann eines Tages (wahrscheinlich in einer Phase in der sie nicht ausgelastet war) versuchte sie drüber zu springen. Seitdem kann ich sie regelmäßig auf der anderen Seite einfangen. Komischerweise checkt sie nämlich nicht zurück zu springen.

Ich weiß ganz genau dass wir das Problem nur in den Griff bekommen würden wenn wir den Zaun deutlich erhöhen. Eine Erhöhung auf 1,00 m hat garnichts gebracht. Wir ziehen bald um und da ist der Zaun über 2 Meter hoch und das Grundstück viel größer. Da wird sich das drübergespringe wohl erledigen.

Viel Glück mit eurem Rabauken. Mit ner deutlichen Erhöhung kriegt ihr das sicher in den Griff.

LG Sabine

Beitrag von nino12 20.04.11 - 01:50 Uhr

Hallo,
vieleicht findet Ihr die Gründe heraus und es lässt sich so etwas verändern.
Langeweile? Eine Freundin die er besucht? Jagdtrieb ausleben? Nette Omi die den "armen" mit Leckerlies verwöhnt.
Am besten ist wahrscheinlich ein höherer Zaun.
Unser Dusty ist nicht kastriert und wenn er ausbüchst sitzt er heulend vor dem
Gartenzaun seiner Angebeteten, manchmal schafft er es sogar in den Garten..
Wünsche Euch auf jeden Fall erfolg, da solche Ausflüge ja nicht ungefährlich sind.
LG
Anette#hund

Beitrag von risala 20.04.11 - 08:10 Uhr

Hi,

Danke auch für Deine Antwort. Und das hört sich ja irgendwie ähnlich an.

Unser Spike kommt raus - aber sitzt dann brav vor dem Tor, wenn er wieder rein will. #kratz

Vielleicht ist es wirklich einfach nur langeweile. Mit drei Hunden war ja doch mehr bei uns los und seit ich meine Stute nicht mehr habe nehme ich ihn ja nichtmal mehr mit zum Pferd. Liegt einfach daran, dass ich Spike wegen seinem Jagdtrieb nicht frei laufen lassen kann - und das auch mit unseren Hengsten zu gefährlich wäre. Die rennen nämlich hinter allem her, was neu ist und sich bewegt. Naja, Ostern fange ich an mit meinem Hengst zu arbeiten und werde Spike dann mitnehmen zum Spazieren gehen. außerdem arbeite ich jetzt mehrmals täglich wenige minuten mit ihm. Das erste mal schon morgens gg. 6 Uhr #gaehn und dann eben, wenn ich nach hause komme und bevor wir ins Bett gehen.

Gestern hatte er da total Freue dran und wich mir den ganzen Abend nicht mehr von der Seite.

Leider hat er auch heute nochmal Hausarrest, weil ich den Zaun nicht erhöhen konnte. Unser sohn ist krank und ich habe den Abend mit Arztbesuch und Kinderkrankenpfelge verbracht. Das war eben wichtiger. Und heute wird dann der Zaun gemacht.

Gruß
Kim