Kann ein Ergebnis einer FWU auch falsch sein?!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von basia81 19.04.11 - 15:49 Uhr

Hallo ihr lieben mich würde es interessieren ob ein Ergebnis einer fwu auch mal falsch sein kann?
Z.b es kommt raus Kind gesund dann doch krank
Oder Kind krank dann doch gesund....

Ich hatte selber eine weil mich der Klinik Arzt kirre gemacht hat das unser kleiner evtl trisomie 21 hat wegen nierenstau, plexis Zysten im Kopf und erweitertes Becken...alles andere war unauffällig!
Mein Ergebnis ist zwar super ausgefallen keine trisomie oder sonst was trotzdem kann ich nicht aufhören mich verrückt zu machen das es doch so sein könnte!!!! Für uns würde das keinesfalls in Frage kommen deshalb lässt mir das einfach keine Ruhe! Ich seh seid dem nur noch solche kinder!!! Hab trotzdem so Angst das dann die Bombe platzt und ich dann total Ende bin!

Grüße alle ganz herzlich #winke

Beitrag von supersand 19.04.11 - 15:56 Uhr

Das kann auf jeden Fall so sein. Daher hat mir mein FA auch davon abgeraten.

Er meinte, daß durch eine FWU mit Punktion 10 mal mehr gesunde Babys sterben als kranke identifiziert werden! Die Gefahr, daß das Baby stirbt ist nicht unbeträchtlich.

Mir wurde geraten, wenn ich mich mit einem behinderten Kind abfinden kann, einfach keine weiteren Untersuchungen zu machen. Es kann ja auch immer passieren, daß das Kind gesund zur Welt kommt und später durch Unfall/Krankheit behindert wird. Was machst Du denn, wenn Du durch die FWU Dein Kind verlierst und dann stellt sich raus, es wäre gesund gewesen?!

LG,
Sandra

Beitrag von eisblume84 19.04.11 - 15:59 Uhr

Na klar kann sich auch eine FWU täuschen. Dein Kind kann auch bei der Geburt eine Behinderung erleiden zum Beispiel durch Sauerstoffmangel.

Du schreibst: Für uns würde das keinesfalls in Frage kommen deshalb lässt mir das einfach keine Ruhe!

Würdet ihr das Kind dann abgeben, falls es doch der Fall wäre?

LG

Beitrag von basia81 19.04.11 - 16:08 Uhr

Das ist eine schwere Frage ich weiß nicht was wäre wenn es so eintreffen würde auf jedenfall würde eine Welt für mich zusammen brechen aber bevor man selber nicht in so einer Situation gewesen ist ist es schwer vorab sich festzulegen! Ich würde auf jedenfall alle Möglichkeiten mit den zuständigen durchsprechen und mich dann mit den Papa zusammen setzten und entscheiden! Wir haben schon zwei gesunde Kinder an die muss man auch denken!

Beitrag von eisblume84 19.04.11 - 16:12 Uhr

Ich wünsche mir für euch und vorallem für das Kind, dass es gesund zur Welt kommt.

Beitrag von schmusepuppe 19.04.11 - 16:07 Uhr

Hallo

Auch mit einer FWU können nicht sämtliche Behinderungen ausgeschlossen werden, nur jene, nach denen gezielt gesucht wird! Eine Garantie auf ein gesundes Kind gibt es nie! Aber ich denke, wenn die Untersuchung eine Trisomie 21 ausgeschlossen hat, ist es ziemlich sicher dass es das nicht hat!

Lg

Beitrag von anyca 19.04.11 - 16:12 Uhr

Ich denke, Du kannst dann schon recht sicher sein, daß keine Trisomie vorliegt - daß die Ergebnisse vertauscht werden o.ä. dürfte eher selten sein.

Aber das garantiert natürlich nicht, daß das Kind nicht irgendwas anderes hat. Gibt ja tausend seltene Sachen, nach denen gar nicht gesucht wird bei so einer FWU, wenn nicht in der Familie schon Krankheit xyz aufgetreten ist.

Beitrag von dentatus77 19.04.11 - 16:14 Uhr

Hallo!

Die Sicherheit einer Fruchtwasseruntersuchung hinsichtlich genetischer Defekte (z.B. Trisomie) liegt bei 99% und ist damit schon sehr sicher. Hinsichtlich Fehlbildungen des Nervensystems liegt sie mit 90% immer noch recht hoch.

Aber es gibt auch andere Gründe, warum ein Kind behindert auf die Welt kommt. Das beginnt mit einer Frühgeburt und reicht bis zum schon erwähnten Sauerstoffmangel unter der Geburt. Oder du bekommst eine Virusinfektion, und dadurch wird dein Baby geschädigt.

Ganz sicher sein, dass du ein gesundes Kind auf die Welt bringst, kannst du also nie. Wenn du schreibst, ein behindertes Kind käme für euch nie in Frage, solltet ihr euch überlegen, ob es überhaupt Sinn macht, ein Baby zu bekommen.

Und was heißt das überhaupt: "Ich sehe nur noch solche Kinder"? Jedes Kind hat ein Recht auf Leben. Und diese besonderen Kinder sind oftmals auch besonders glücklich und besonders liebenswert. Natürlich ist ein behindertes Kind erst einmal eine größere Belastung, aber auch ein behindertes Kind ist in der Lage, die Liebe, die man ihm entgegenbringt, zu erwiedern - und das vielleicht besser als ein krankes Kind.

Liebe Grüße!

Beitrag von seinelady 19.04.11 - 16:24 Uhr

>>>Wenn du schreibst, ein behindertes Kind käme für euch nie in Frage, solltet ihr euch überlegen, ob es überhaupt Sinn macht, ein Baby zu bekommen.<<<

heißt das nur weil man kein behindertes kind haben möchte sollte man am besten nie eins bekommen oder was?

Beitrag von dentatus77 19.04.11 - 16:37 Uhr

Nein, das heißt es nicht, aber es kann einem keiner die Garantie geben, dass ein Baby gesund auf die Welt kommt. Und was macht man, wenn man trotz aller möglichen Untersuchungen ein behindertes Kind bekommt. Ein Kind kann man nicht einfach zurückschicken wie eine Ware. Und ein Kind abzugeben, nur weil es nicht gesund ist, finde ich absolut herzlos.
Liebe Grüße!

Beitrag von anyca 19.04.11 - 16:54 Uhr

"heißt das nur weil man kein behindertes kind haben möchte sollte man am besten nie eins bekommen oder was? "

Streng genommen - ja. Du darfst Dir natürlich ein gesundes Kind wünschen (wie das alle hier tun), aber ein Recht darauf hast Du nicht.

Genauso wie Du keinen Anspruch darauf hast, daß z.B. Dein Partner bis 90 fit ist. Er kann auch mit 35 ein Pflegefall sein - verläßt Du ihn dann?

In meiner Familie sind drei behinderte Kinder, bei keinem hätte Pränataldiagnostik etwas anzeigen können (zwei seltene Gendefekte, nach denen gar nicht gesucht wird, ein Unfall.)

Beitrag von germany 19.04.11 - 16:26 Uhr

Sehe ich auch so!

Glücklicherweise kann man sich sein Designer Baby noch nicht im Katalog bestellen. Nur schade, dass so viele Mensche denken, sie hätten ein Recht darauf ein kind zu ermorden, nur weil es eine behinderung hat. Wer darf darüber entscheiden?

Hier wird selektiert wie zu Hitlers Zeiten und da kommt mir echt die Galle hoch. Wenn man damit nicht zurecht kommt, kann man das Kind zur Adoption frei geben oder in ein Pflegeheim geben, denn dort bekommt es die Liebe die es verdient hat.

Man kann nie auschließen durch einen Unfall eine geistige oder körperliche Behinderung zu bekommen und dann würde niemand darüber nachdenken diesen Menschen zu ermorden. DA werden dann Lösungen gesucht. Aber das kleine Wesen zu töten, welches meist schon längst lebensfähig wäre, ist ja auch viel einfacher...

Beitrag von basia81 19.04.11 - 16:31 Uhr

Jeder hat seine eigene Meinung und das ist auch gut so!
Das immer etwas passieren kann ist mir schon bewusst ich Rede aber hier von einer trisomie die man feststellen kann und dann selber die Entscheidung hat sich dafür oder dagegen zu entscheiden! Alles andere kann ich nicht selber beeinflussen und muss es nehmen wie es kommt! Das ist einfach ein schwieriges thema deshalb ist es nicht richtig einen anzugreifen mur weil jeder seine eigene meinung dazu hat! Weisst du wie schlimm es ist wenn du dich so sehr auf dein kind freust beim arzt auf der liege liegst und bekommst so eine diagnose?! Das wünscht man echt keinen!!! Das war die schlimmste zeit bis zum ergebnis die wir je durchgemacht haben!!! Ich denke kaum das es eltern gibt die das super locker aufnehmen und sagen ok na dann!!! Mir haben die Ärzte einfach nur viel Angst um nichts gemacht ist das so schlimm das ich mir jetzt darüber den Kopf zerbreche!

Beitrag von dentatus77 19.04.11 - 16:43 Uhr

Hallo!
Das sollte keinesfalls ein Angriff sein.
Ich denke, ich hab dir zunächst auch ganz sachlich geantwortet, wie sicher eine Fruchtwasseruntersuchung ist und welche Erkrankungen damit ausgeschlossen werden.
Und ich kann mir gut vorstellen, wie beunruhigend es ist, wenn man auf einen Befund warten muss. Ich lehne für mich jegliche Art von Fehlbildungsdiagnostik ab, weil ich mein Kind - egal ob gesund oder tatsächlich behindert - auf jeden Fall annehmen und lieben werde. Und da möchte ich schlicht und ergreifend nicht schon im Vorfeld beunruhigt werden.
Und dass du mit einem "solchen Kind" ein Kind mit Trisomie meinst, hast du nicht explizit geschrieben.

Liebe Grüße!

Beitrag von basia81 19.04.11 - 16:18 Uhr

Wisst ihr manchmal ist es echt besseren lässt so wenig wie möglich machen!
Die Ärzte machen einen nur kirre!! Bei meinen andren zwei hatte ich außer den üblichen Untersuchungen keine feindiagnostik oder Doppler oder sonst was extra und es hieß immer alles inordung!!
Jetzt musste ich zur feindiagnostik und ab da fing der spuck an!!!
Meine Frauenärztin hat auch gemeint sie versteh die in der Klinik nicht wie die auf einmal darauf kommen weil ihr mir was aufgefallen ist!!!
Sie hat sogar selber nochmal in der Klinik angerufen und gefragt ob das wirklich ausgeschlossen wurde und hat gesagt das alles in Ordnung ist und die die Leute nicht so verrückt machen sollen!!!

Beitrag von supersand 19.04.11 - 16:28 Uhr

Das stimmt. Lieber nicht zuviel an sich herumdoktern lassen. ;-)

Ich werd jetzt 35 und mein FA meinte, mein Altersrisiko wäre allein schon hoch (1:300), aber er sagte auch, daß auch eine 20-jährige mit einem Risiko von weißnicht 1:10.000 eben genau die 10.000ste sein kann.

Wir haben gar nichts untersuchen lassen, haben uns aber mit dem Thema Behinderung schon auseinandergesetzt (Freunde von uns haben auch ein stark entwicklungsverzögertes Kind, was allerdings kein bekanntes Syndrom hat und mein Mann hat lange Zeit mit lernbehinderten Kinder gearbeitet) und sehen einfach, was auf uns zukommt. Haben auch schon eine gesunde Tochter, die im Sommer 2 wird.

LG,
Sandra

Beitrag von emmi2006 19.04.11 - 17:21 Uhr

Wi haben uns troz schlechter FD und anschliessender FWU für unsere Tochter entschieden die Trisomie 21 hat,hmmm was heisst entschieden für war ganz klar wir bekommen dieses Baby für uns war es nur wichtig zu wissen was unser Krümel damals hatte so habe ich nun eine ruhig #schwanger und freue mich wahnsinnig auf die kleine Maus!

Beitrag von basia81 19.04.11 - 17:42 Uhr

Wow das ist echt stark... Aber genau solche starken Eltern brauchen diese besonderen Kinder... Wir sind da leider nicht so ich bin eh immer ein Nervenbündel und immer wenn ich zu meiner Freundin gehe ihr dritter Sohn hat auch trisomie 21 bin ich immer fast am heulen wenn ich ihn sehe! Ich weiß Mitleid ist das letzte was diese Kinder gebrauchen könnten aber ich bin da so ein weichei!!! Ich heul schon nur wenn meine kleinen ins Krankenhaus müssen oder schlimme Wunden haben!
Ich wünsch euch sehr viel Kraft und Freude mit eurer Prinzessin und hab wirklich den vollsten Respekt vor Familien wie euch. Ich wünschte ich hätte deinen Mut dann würde ich mich nicht so verrückt machen.

Beitrag von johanna71 19.04.11 - 18:04 Uhr

Das Ergebnis einer FU ist schon zu fast 100% sicher bezüglich T21, da würde ich mir an deiner Stelle keine Sorgen machen.

Aber Weichei sein schließt es nicht aus, ein Kind mit T21 nicht als große Katastrophe zu empfinden ;-).
Ich bin sicher das größte Weichei auf dieser Erde, bekomme die Panik wenn einer meiner Minis sich mal wieder eine Platzwunde zugelegt hat und könnte sterben wenn ich zum Zahnarzt muss. Aber mein Kind mit T21 war für mich damals schnell keine Katastrophe mehr. Mein Baby hat leider nicht lang gelebt, aber ich bin sicher, ich hätte das auch mit meinen dünnen Nerven hinbekommen.

Es wird dir nicht passieren.
Aber wenn es würde, würdest du es schaffen.

Beitrag von pfaelzerin69 19.04.11 - 20:59 Uhr

Hallo,

auf Grund dessen, dass bei der FWU nur wenige Krankheiten gefunden werden können, haben wir uns dagegen entschieden. Die Angst ein gesundes Kind durch eine FG wegen der FWU zu verlieren, war uns einfach zu groß. Da ich aber bereits 41 bin, haben wir uns dann lieber anfangs für die Nackenfalten- und Nasenbeinmessung (keine auffälligen Werte) und für die Feindiagnostik entschieden und auch da waren keine Auffälligkeiten. Muß allerdings jetzt am Donnerstag nochmal hin, weil unsere kleine Maus sich am 08.04. unkooperativ (!) verhielt und sich nicht komplett untersuchen ließ. Aber der Arzt hat uns gute Hoffnungen gemacht, da keinerlei Softmarker zu sehen waren, die auf eine Behinderung hindeuten können.

ABER - eine 100 %ige Sicherheit gibt es einfach nicht, aber wir sind trotzdem guter Dinge.

LG
Anja

Beitrag von clazwi 20.04.11 - 16:10 Uhr

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Ich seh seid dem nur noch solche kinder!!!
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Hallo Basia,

ich habe ein "solches" Kind und ich habe mich für ein "solches" Kind ganz bewusst entschieden, es lebt in Dauerpflege bei uns.
Wie darf man denn Deine Aussage verstehen?

Sollen wir Eltern von "solchen" Kinder nicht mehr auf die Straße mit unseren Kindern, so dass Schwangere, die Angst vor einem behinderten Kind haben, nicht in Stress geraten?

Claudia