Welpen Frage

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von d4rk_elf 21.04.11 - 13:08 Uhr

Hallo,

nun muss ich auch mal ne welpen Frage stellen. Meine Freundin überlegt sich einen Dobermannwelpen zu holen. (Jetzt bitte keine Ausschweifungen über Erziehung und Haltung dieser Rasse.)
Nun hat sie die Wahl bei 2 Züchtern. Bei dem einem würde Sie den Welpen mit 11 Wochen abholen und bei dem anderen schon mit 8 Wochen.

Wir haben unseren Hund damals mit 12 Wochen bekommen, deswegen würde ich zu dem mit 11 Wochen dentieren. Was meint ihr?

8 oder 11 Wochen, was wäre besser?

LG

d4rk_elf

Beitrag von britta85 21.04.11 - 14:01 Uhr

frühstens ab 12 Wochen! Das kennzeichnet auch einen guten Züchter! 8 Wochen ist schon arg früh, da will wohl einer schnell Geld sehen. Außerdem ist der Welpe mit 8 Wochen noch nicht mit allen Impfungen durch.

lg britta

Beitrag von schmetterling-91 21.04.11 - 14:01 Uhr

hallo,

ich würde auch 11 wochen sagen... habe meinem mit 12 wochen geholt.
die brauchen einfach noch ihre mutter, ich finde das mit 8 wochen noch viel zu früh.

liebste grüße wiebke 21ssw + djego stafford

Beitrag von minimoeller 21.04.11 - 14:20 Uhr

Auf jeden Fall erst mit 11 Wochen holen.

Der braucht seine Mama noch eine Weile, der kleine Kerl.

#klee

Beitrag von minimal2006 21.04.11 - 16:18 Uhr

Hallo

Wir behalten unsere Welpen (-/+ 2 Tage) 10 Wochen.
Acht Wochen halte ich für viel zu früh.

Mit acht Wochen werden sie erst Grundimunisiert und gechipt.
Ich möchte dann einfach meine Welpen beobachten, ob sie die Impfung gut vertragen ect.
Außerdem fahren wir dann auch mal Auto mit ihnen.. auf eine fremde Wiese oder Feld. Sie sollen wissen, das es noch was anderes, als das wohlbehütete zu Hause beim Züchter gibt.

Generell ist es so, das ein Welpe mit acht Wochen abgegeben werden kann.
Und das sehen auch die Verbände so! Vorher gibt es nämlich KEINE Wurfabnahmen!!
Was darf, heißt aber nicht besser ;-).

Die meisten meiner Züchterkollegen geben zwischen der 9. und 10. Woche ihre Welpen ab.
Bisher ist immer alles positiv verlaufen.
Auch unsere Welpen sind bestens geprägt (Haushaltsalltag, Geräusche, Kinder, Staubsauger, Auto ect.) und leben sich in ihren neuen Familien problemlos ein!

Die sehr wichtige Prägephase ist zwischen der 8. und 12. Woche.
Ich persönlich präge MEINEN Welpen in dieser Zeit auch noch gerne auf / an MICH!

Leider gibt es viele Züchter (gerade bei größeren Rassen), die sich die Arbeit mit der Sozialisierung und Prägung nicht machen.
Die Welpen bleiben dann 12 Wochen im Keller oder in einem "Welpenzimmer"... sie bekommen Futter, die ScheiXXX wird weggewischt und ein paar Bällchen werden zum Spielen im Gehege abgelegt
In diesem Fall frage ich mich dann doch, ob der Welpe mit acht Wochen nicht doch besser bei seiner neuen Familie aufgehoben ist??!! ;-)

LG minimal

Beitrag von d4rk_elf 21.04.11 - 17:23 Uhr

Da hast Du sicher recht. Aber in dem Fall ist es zum Glück anderes. Die Hunde werden gut sozialisiert. Wachsen mit Kindern und anderen Tieren zusammen auf. Die Leute machen regelmässig Fotos und auch Videos von den Welpen, man ist also super gut informiert. Auch wann zb. entwurmt wurde, wann und vorallem was zugefüttert wurde. Das ist schon sehr schön. Man bekommt also alles ganz genau mit! Und auch Besuche sind jeder Zeit möglich und gerne gesehen.

Beitrag von minimal2006 22.04.11 - 08:24 Uhr

;-) Das ist schön und genau so soll es auch sein.

Ich wollte eigentlich auch nur noch ganz kurz etwas dazu schreiben...

Wir haben im Jahr 2005 einen Dackel-Mix aus einer Messi-Wohnung rausgenommen. Er war zu dem Zeitpunkt sechs Wochen alt, total verwurmt und stinkend obendrauf :-(.
Er ist, von uns her sehr gut sozialisiert worden.
Ein richtiger Schatz und er tut unseren Parson Damen sehr gut.

Die Meinungen gehen hier zwar stark auseinander (aber das ist auch in meinem Umfeld so), aber generell denke ich, ist es zwischen der 9. und 10. Woche vertretbar.

8 Wochen finde ich wirklich zu früh.
Man sollte doch erst abwarten, wie die Impfung ect vertragen wird und den Welpen den Genuss lassen, noch richtig schön mit ihrer Mama zu spielen ;-)

LG

Beitrag von jennylein82 21.04.11 - 19:17 Uhr

Huhu,

also ich würde den Welpen mit 11 Wo genauso wie Du bevorzugen!
Obwohl ich immer auch aufs Ambiente beim Züchter achten würde. Ich würde auf mein Bauchgefühl hören....sind die Welpen z.B. gut bei dem Züchter unter gebracht? Kann mir der Züchter meine Fragen kompetent beantworten, könnte ich auf ihn bei eventuellen Schwierigkeiten zurück kommen nach dem ich den Hund aufgenommen habe? Usw.

Ich wünsche Deiner Freundin viel Spaß mit dem Welpen :-D Die Kleinen sind zwar anstrengend aber zucker süß!

LG
Jenny

Beitrag von hunaro 22.04.11 - 12:21 Uhr

Wenn das alles immer so einfach wäre, wie manche es hier beschreiben: 8 ist die falsche Zahl, 11 ist richtig... Aber so ist es NICHT!

Erstmal ist es so, das ein VDH-Züchter z.B. einen Welpen nicht mit 8 Wochen abgibt, sondern NACH VOLLENDUNG der 8. Lebenswoche, also mit 9 Wochen. Vorher kommt auch kein Zuchtwart zur Wurfabnahme. Das erkennen viele nicht oder wissen es nicht besser. Abgabe mit 8 Wochen bedeutet also 7+ .

Für mich wäre in erster Linie entscheidend, was ich mit dem Dobi vor habe. Daraus würde sich schon ergeben, wie offen ich einer Abgabe mit 8 Wochen gegenüber bin.

Ginge der Hund mit mir in den Sport (nicht Pillepalle-Hundeplatz, sondern richtig Leistung!) oder Dienst, würde ich entschieden für eine frühe Abgabe plädieren, denn dann hätte ich einige Wochen gewonnen, in denen ICH den Hund auf seine zukünftigen Arbeiten vorbereiten kann. Weiss ich doch dann am besten, wo es mal hin gehen soll und was ich dafür brauche.
Das Vorbereiten auf den Sport tun zwar Leistungszüchter auch, aber sie haben in der Regel dann mehrere Welpen zu betreuen + ihre erwachsenen Hunde, da wäre mir eine individuelle Vorbereitung durch mich wichtiger.

Auch als reiner Liebhaber-Käufer wäre für mich auch nicht sooo entscheidend, mit welcher Woche der Welpe abgegen wird, sondern wie qualitätvoll er die Wochen bis zur Abgabe erlebt hat.
Wat nützt es mir, wenn der Hund erst mit 11 Wochen aus dem Haus darf, er aber bis dahin nur dummtrottelig in einem reizarmen, wenn auch ordentlichen und sauberen Welpenauslauf gesessen hat? Und im Gegenzug der Anfang der 9.Woche abgegebene Welpe bereits x-Male Auto gefahren ist, im Rudel mitgelaufen ist, auch zum Teil mit im Haus aufgezogen wurde (eine komplette Hausaufzucht so großer Rassen halte ich für utopisch, es sein denn, man hat nen riesiges Landhaus und ne Putze oder sperrt die Kleinen schön ins Welpenzimmer wech) und auch sonst schon viel fürs Leben gelernt hat?

Der Einfluss der Mutterhündinnen ab der ca. 7.Lebenswoche wird von Laien überschätzt. In der Regel lassen sie dann die Welpen kaum noch ans Gesäuge, die Muttermilch fällt also weg. Auch beputzen und betüddeln dann nur noch wenige Hündinnen intensiv ihren Nachwuchs, und selbst bei der Erziehung überlassen sie dann gern anderen Hunden den Vortritt.
Hielte der Züchter ein gesundes gemischtes Rudel, könnte man gut beobachten, das ein Rüde ab ca. der 6.Lebenswoche nach und nach die Betreuung und Erziehung der Welpen übernimmt, mit freundlichem Wohlwollen der Hündin.

Stünde ICH also vor der Entscheidung, dann wäre für mich eher ausschlaggebend, aus welchen Verbindungen die Welpen stammen (Leistungszucht, "Schönheitszucht", Kombination daraus?), welches Wesen beide (!) Eltern zeigen, die allgemeinen Aufzuchtbedingungen (Ort der Aufzucht, Sauberkeit, Betreuung, Angebote für die Welpen etc.) und von letzteren würde ich mich bei regelmäßigen Besuchen überzeugen.

Das es sich für mich um einen VDH-Züchter handeln müsste, mit allem Piepapo, ist ausser Diskussion - das ist für mich selbstverständlich.

Grüßchen, Ute

P.S. Der Reifegrad eines Welpen ist nicht stupide von einer Wochenzahl abhängig. Unterschiedliche Rassen zeigen zu gleicher Woche einen unterschiedlichen Selbständigkeitsstand nebst dazu passender körperlicher Reife. So sind meine Frenchbully-Welpen mit 10 Wochen auf dem Stand, den ein Malinois-Kind bereits mit knappen 7-8 Wochen zeigt.

Beitrag von caidori 22.04.11 - 13:39 Uhr

Das hast du so schön geschrieben, herrlich treffend auf den Punkt gebracht :).

LG Caidori

Beitrag von pechawa 22.04.11 - 22:56 Uhr

Hallo,

klasse geschrieben #pro
Ich persönlich tendierte auch immer dazu, frühestens einen Hund im Alter von 11 - 12 Wochen zu nehmen. Aber es ist tatsächlich so, dass VDH Züchter die Babys im Alter von vollendeten 8 Wochen abgeben - jedenfalls die Züchter "meiner" Rasse Labrador (wir bekommen im Sommer einen Welpen).
Nun habe ich mir ein Hundebuch, bzw. einige Bücher über diese Rasse gekauft und bin erstaunt, dass der größte Teil der Sozialisierung von Welpen in den ersten Monaten statt findet. Was er in dieser Zeit (richtig) lernt, vergisst er nie mehr. Wenn man davon ausgeht, dass er die Hälfte bei seiner Mutter verbringt und die andere Hälfte dieser ersten Zeit der Sozialisierung in seiner neuen Familie, so ist das auch sehr logisch, dass es richtig ist, nicht zu lange zu warten, denn man möchte doch auch, dass in seiner neuen Familie alles richtig läuft. Nun machen sich VDH Züchter (jedenfalls die meisten) wirklich richtig viel Mühe mit der Aufzucht und da wäre es wahrscheinlich nicht schlimm, wenn der Welpe etwas älter wäre. Aber leider gibt es auch sogenannte "Hinterhofzuchten" von sogenannten Hundevermehrern. Dort lernen Welpen nichts und es ist natürlich nicht empfehlenswert, einen Hund von dort zu nehmen. Aber leider ist das nur ein Wunschdenken von mir und wer einen Hund so erwirbt und gewillt ist, durch richtige Erziehung alles gut zu machen, dem empfehle ich, nicht zu lange zu warten, damit der Hund früh genug an den Alltag gewöhnt wird. Die vollendeten 8 Wochen sind da ideal!

LG Pechawa

Beitrag von cloud07 22.04.11 - 22:05 Uhr

So jetzt wird gesteinigt :p.

Ich finde es kommt darauf an wie gut die Welpen geprägt werden.
Ist sie Prägung und Sozialisation SUPER gut würde ich sagen 11 Wochen.
Ist die es aber vielleicht nicht, nur das nötigste wird gemacht, Dinge wie kleine Kinder, andere Haustiere, Autofahren, Halsbandtragen werden z.B. eher nicht geübt, dann bin ich durchaus dafür mit 8 Wochen einen Welpen zu holen und das selbst in die Hand zu nehmen.

Man mus shalt wissen was man genau will und sollte dann entscheiden.
Zum Glück kann man davon ausgehen das ein Welpen auf keinen Fall nen Knacks weg hat wenn er mit 8 Wochen umziehen muss.. die zusätzlichen 3 Wochen sind allerdings für das sozialverhalten untereinander natürlich vorteilhaft, aber nicht ausschlaggebend.

Beitrag von diegucci88 30.04.11 - 12:55 Uhr

also ich sleber hatt auch schon welpen von meiner hündin ( ungewollt!!!) und zu alledem waren alle 3 welpen eine reine handaufzucht da meine hündin sie nur den ersten tag betreut und gesäugt hat! ich war regelmäßig beim tierarzt und der sagte mir das ich die kleinen mit 9 wochen abgeben kann da sie prächtig entwickelt sind und auch schon die erste impfung und chip ect durch haben.. die familien haben die kleinen dann mit ende der 9ten woche bekommen.. und allen welpen gehts sehr gut alle gesund und sehr gut sozialisiert ( werde bald 1 jahr alt)... daher würde ich gucken was der welpe bisher für einen eindruck macht ob er geimpft ist ect pp was macht der züchter für ein eindruck!?

und am ende sollte he das herz entscheiden und nicht wie alt er ist..