Mann ist so viel weg, wie viel Verständnis muss man haben, habt Ihr?

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von superstar01 22.04.11 - 20:28 Uhr

Hallo,
mein Mann ist beruflich viel unterwegs und schläft die ein oder andere Nacht im Hotel. Jetzt hat er bald eine Reise mit seinem Fußballklub. Eine Woche Trainingslager. Davon bin ich natürlich nicht begeistert, aber er arbeitet auch in der Branche und es ist wichtig für ihn, den Kontakt zu den Spielern zu halten.
O.K. die eine Woche akzeptiere ich, aber jetzt sagte er gerade, dass zu den normalen Spielen auch noch ein Wochenende (4 Tage) mit dazukommt.

Eine Freundin meinte, ich "müsste" das nicht dulden (hört sich streng an), aber ich möchte ja auch eine gute Ehefrau sein, aber die Tage und Nächte allein sind schon anstrengend.

Wie haltet Ihr das mit Euren Männern? Haben die viel aufgegeben, seit sie Vater sind? Meiner lebt eigentlich sein normales Leben, geht nur fast nicht mehr weg...
Ich liebe meine Rolle als Mutter und verzichte gerne auf Dinge, aber meint Ihr, er müsste auch auf mehr verzichten? Er ernährt uns und arbeitet wirklich viel, wie viel Freizeit muss / sollte ich ihm gönnen / geben?

Ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine. Ich habe das Gefühl, dass andere Männer mehr für die Familie da sind...

Beitrag von bine0816 22.04.11 - 20:40 Uhr

hallo...


ich kann dich ja soooooo gut verstehen...bei uns ist es nicht anders...mein freund ist manchmal mehrere wochen nicht da und dann meistens nur paar tage daheim, bis es wieder weitergeht...und in den wenigen tagen daheim geht er seinem früheren leben nachwievor nach, 3 mal die wo training, gern bei seinem vater vorbeischauend(getrennt von seiner frau, also alleinstehend und echt nervend) usw...

ich möchte auch nicht der buhmann sein und dulde alles was er macht und stecke daher sehr viel zurück...ich weiß nicht ob das so noch lange gut geht, aber er muss ja schließlich selbser wissen, wo er lieber ist- bei seiner familie oder beim training,vater usw....ich rede ihm da nicht rein, aber ne beziehung ist das bei uns fast nichtmehr...er ist eher noch "besucher"...

ich konnte dir sicherlich nicht weiterhelfen nur so viel DU BIST NICHT ALEIN

Beitrag von babygirl2010 22.04.11 - 22:53 Uhr

Ohje das ist echt heftig. Ich könnte so nicht leben. Hast du ihn nie darauf angesprochen?
Du arme. :-(

Beitrag von claudia.ef 22.04.11 - 20:42 Uhr

Hallo,
mein Mann hat auch nicht wirklich viel Zeit. Er schafft Vollzeit und hat nebenbei noch einiges in der Landwirtschaft zu tun. Er kommt quasi nur 17 Uhr zum Essen, dann spielt er mit der Kleinenein paar Minuten und geht wieder im Hof arbeiten. Wenigstens ist er aber abends da (außer Samstags), sodaß ich auch ab und zu was machen könnte.
Mich nervt das auch, für mich hat sich alles im Vergleich zu vorher geändert, für ihn fast nichts.
Ich schau aber in die Zukunft. Im Sept kommt ein zweites dazu. Spätestens Ende nächsten Jahres möchte ich wieder arbeiten und dann muss er automatisch mehr machen. Arbeite nun mal nicht um die Ecke, somit muss er sie nachmittags abholen und sich kümmern.
Ideal ist die jetzige Lösung natürlich nicht, aber einer muss ja das Geld heimbringen.

Beitrag von hopelove 22.04.11 - 20:59 Uhr

Hallo!

Also die berufliche Sache würde ich jetzt ausklammern.
Aber wenn er beruflich schon so viel weg wäre, könnte ich es nicht verstehen das er in seiner Freizeit auch nicht viel bei euch ist.
Das wäre absolut nichts für mich.
Mein Mann hat sein Leben umgestellt. Wir gehen abwechselnd mal Abends weg und Nachmittags kommt er Heim und spielt bis Abends mit dem kleine.
Ein Traum.

Lg hopelove

Beitrag von hannih79 22.04.11 - 21:02 Uhr

Hallo,

mein Partner ist selbstständig, arbeitet also auch übermäßig viel, an den Wochenenden macht er ne Schulung mit Übernachtung ( die zum Glück bald vorbei ist ) und Fußball spielt er auch noch.

Es ist nicht einfach - auch für IHN nicht.
Er arbeitet viel, das ist schon anstrengend genug, und sein Fußball sowie ab und an Freunde besuchen braucht er einfach zwischendurch als Ausgleich.

Da sage ich auch nichts..... ABER auch er wollte eine Familie und ein Kind, so dass auch er sich Zeit für diese nehmen muss.
Das geht sicherlich bei so viel Arbeit nur in Maßen, jedoch sollte unser Kind seinen Vater nicht vermissen.

Außerdem braucht ja auch die Mutter mal nen Ausgleich von ihrem Alltag, so dass hier der Papa mal zurückstecken muss, um der Partnerin ein paar Freiräume zu schaffen.

Wie gesagt ist es nicht immer leicht, aber auch der Mann sollte MAL zurückstecken können ...... denn BEIDE wollten diese Familie mit allem, was dazu gehört

Gruß

Beitrag von inajk 22.04.11 - 21:09 Uhr

Das hat meiner Meinung nach nicht so viel mit Verstaendnis zu tun, sondern mit deutlichen Absprachen. Kaum ein Mann gibt freiwillig seine vertrauten und geliebten Freiheiten auf. Man (Frau!) muss halt deutlich seine Grenzen angeben. (Und zwar am besten schon BEVOR die Kinder da sind, aber gut...:-))

Wir probieren uns gegenseitig regelmaessig Freiheit zu geben, und uns auch gemeinsam Auszeiten zu nehmen. Keiner von uns geht in den Kindern auf in dem Sinn dass man sonst nichts braucht oder will. Wir arbeiten beide 4 Tage, ich mache nebenher noch eine Zusatzausbildung, dazu zwei Kleinkinder - das ist recht heftig und meiner Meinung nach kaum zu schaffen wenn man sich nicht gezielt Auszeiten nimmt. Ich gehe zB kommende Woche allein auf eine Fortbildung (klingt jetzt nach Arbeit, ist es auch, aber auch herrlicher Luxus... :-)). Mein Mann hat einige Male im Jahr Konferenzen, wo er dann einige Tage oder eine Woche weg ist. Und wir probieren einmal im Jahr eine Woche gemeinsam "Paarurlaub" zu haben (die Suessen sind dann bei meinen Eltern.) Ausserdem schauen wir dass wir abends immer mal wieder was allein und zu zweit machen.

Und nein, das ging nicht von selbst. Mein Mann ist super, aber wenn ich ihn gelassen haette, haette ich auch alles gemacht. Man muss sehr deutlich sagen, was man moechte.

Ich wuerde an deiner Stelle nicht so sehr versuchen, ihm das Trainingslager zu "verbieten", sondern sagen, ok, dann fahre ich danach mal fuer eine Woche weg. Und das nicht nur so vage dahinsagen, sondern auch gleich Naegel mit Koepfen machen, dh eine Woche ausmachen, planen, buchen, was auch immer. Ich garantiere dir, dass du dich dadurch besser fuehlst als wenn er gezwungen und uebellaunig auf seinen Fussball verzichtet.

Viel Erfolg!
LG
Ina

Beitrag von nana141080 22.04.11 - 21:09 Uhr

Hi,
der Mann meiner Schwester ist von Mo-Fr weg. Aber er ist 110%ig von Fr-So Nacht für die Familie da.

Mein Mann ist zwar immer um 16.35 Uhr daheim, aber früher fuhr er viel Motocross DM und so. Das hat er von ganz alleine aufgegeben als wir uns kennen gelernt haben (morgen vor 10 Jahren ;-) ).
Er fährt manchmal so seine Runden und mit unseren Jungs gern mit RC Autos und Booten in der Heide und auf Seen ;-)

Ich war immer auf Partys und viel unterwegs. Habe viel gearbeitet.

Wir beide haben unser Leben zugunsten der Familie etwas geändert. Mit etwas anderem könnte ich auch nicht leben. Wir sind beide sehr familienverbunden.

VG Nana

Beitrag von kleinaberfein 22.04.11 - 22:03 Uhr

Hallo,

also bei uns war/ist es anders. Seit unser erstes Kind auf die Welt gekommen ist, haben wir beide auf unsere Hobbies/Freizeit verzichtet. Wenn mein Mann arbeiten geht, dann "arbeite" ich ja zu Hause. Ich betreue die Kinder, damit ER arbeiten kann, damit WIR Geld haben. Natürlich mache ich dann alle Sachen, die er während der Arbeit außer Haus nicht erledigen kann (Post bearbeiten, Telefonate, Haushalt, Kochen, Freizeitaktivitäten mit Kinder...).

Wenn er dann von der Arbeit nach Hause kommt, dann kümmern wir uns gemeinsam um die Kinder und den Haushalt. Sind die Kinder im Bett hat jeder Freizeit, die wir entweder gern zusammen oder mal auch getrennt verbringen. Ich finde DAS normal und alles andere würde ich schon in Frage stellen, ob der eine oder der andere tatsächlich eine Familie gründen wollte.

Unsere "Belohnung" für dieses miteinander ist, dass Jeder dem anderen mal ausserordentlich Freizeit gönnt. Sprich: ich habe meinen Mann alleine mit seinem besten Freund in Urlaub geschickt. Andererseits nimmt mein Mann nach 10 Stunden Arbeit beide Kids, damit ich entspannen kann.

DAS IST FÜR MICH SELBSTVERSTÄNDLICH, wenn man eine Familie gründet.

Viele Grüße,
kleinaberfein

Beitrag von babygirl2010 22.04.11 - 22:59 Uhr

Ganz genauso sehe ich das auch und so handhaben wir es auch. #pro

Beitrag von maximama22 22.04.11 - 22:23 Uhr

Hallo,

mein Mann ist auch viel unterwegs allerdings zu 95% wegen Arbeit oder Meisterschule (die jetzt aber Gott sei Dank vorbei ist). Ab und zu kommts auch mal vor dass er abends alleine weggeht. Das aber vielleicht so 4-5 mal im Jahr. Wenn er denn mal Feierabend hat, dann verbringen wir die Zeit meist gemeinsam mit den Kindern.
Ich möchte nicht dass mein Mann alleine in den Urlaub fährt genauso möchte ich auch keine Woche alleine in den Urlaub. Wir nehmen uns alle paar Wochen mal einen Paarabend heraus und machen was nur zu zweit bzw mit freunden. Das ist wichtig für uns.

Ich weiß aber nicht wie ich reagieren würde wenn mein Mann mal alleine in den Urlaub fahren möchte, was bei uns sicher nicht passiert da kenn ich ihn zu gut.

Rede mit ihm und sag ihm was dich stört, nur so versteht er dich vielleicht.

Schöne Ostern

Liebe Grüße
MAximama

Beitrag von babygirl2010 22.04.11 - 22:52 Uhr

Hallo.

Also mein Mann ist schon viel mehr da... er hat gerade auch sehr viel Arbeit, aber die Zeit, die er hat, die widmet er unserer Tochter.#verliebt

Wir machen halt viel gemeinsam. Am Wochenende kommen gemeinsame Freunde zum Grillen oder Lea geht ein Haus weiter zu meinen Eltern und ich geh mit meinem Mann allein Essen oder mit gemeinsamen Freunden.
Wir haben halt alle Freunde gemeinsam. Also verheiratete Pärchen teils mit teils ohne Kinder. Da passt das ganz gut.

Sonntag Spätnachmittag geht er immer zum Fußball, aber auch nur 2 Stunden. Mit einem Kumpel, nach dem Spielen noch ein Bier dann kommt er heim.

Ihm fehlt auch nix. Er dürfte ruhig öfter mal weg, möchte er aber gar nicht.

Ich darf auch mal Abends weg gehen. Geh ich auch 1x die Woche mit einer Freundin oder Mädelsabend da gehen wir was trinken.

Also das was du schreibst, finde ich schon mehr als genug. Muss er denn auswerts schlafen? Ist das nötig oder misstraust du ihm?
Das er mal eine Woche ins Trainingslager fährt finde ich auch noch okay, muss ja sein wenn er dort auch arbeitet. Aber dann nochmal 4 Tage hier und da noch was... schon irgendwie viel.

Ich bin da halt echt so, man kann getrennt natürlich was machen. Ist ja auch wichtig. Allerdings sollte man auch gemeinsam Freunde haben bzw. gemeinsam Dinge unternehmen. Gibt es das bei euch gar nicht? Habe jetzt nicht`s raus gelesen?

Liebe Grüße Janine mit Lea 13 Monate#verliebt

Beitrag von schnee-weisschen 23.04.11 - 08:10 Uhr

Hey,

nur soviel... wir haben 4 Kinder, und mein Mann arbeitet im Normalfall 6 Tage die Woche und das bis zu einer Zeit, zu der wir schon schlafen. Teilweise arbeitet er die Nächte durch und kommt gar nicht heim (er ist selbständig).

An seinem freien Tag ist er dann meistens so tot, dass er mitunter 18 (!) Std. im Dilirium liegt.
Du darfst raten, wieviel Zeit da noch für die Kinder und mich bleibt.

Jetzt an Ostern ist er mal 3 Tage da.
Die Kinder freuen sich immer abartig, wenn er mal erscheint, aber eigentlich mache ich praktisch alles alleine.

Bei uns war es abgesprochen. Es war klar, dass er ranklotzen muss, wenn er selbständig sein will und es laufen soll.
Ich hoffe, es wird irgendwann besser, auf Dauer ist soetwas sicher nichts.
Vorwürfe habe ich mir abgewöhnt. Er arbeitet, das ist ne Tatsache, und wenn er alleine wäre, würde er sich diese Nummer ganz sicher nicht antun.


LG

sw

Beitrag von gartenrose 23.04.11 - 10:03 Uhr

Bei uns ist es sehr ähnlich. Mein Mann ist selbstständig, arbeitet ca 12 Std pro Tag. Wenn er nach Hause kommt ist er fix u fertig und hat dann leider nicht mehr wirklich Lust um mit dem kleinen zu spielen. Eine Hilfe im Haushalt ist er auch nicht, im Gegenteil, hinter ihm muss ich auch noch herraeumen. In seiner Freizeit geht er gerne fliegen, wovor ich gr Angst habe. Er ist dann ca 6 Std weg. Ich gebe zu, so habe ich es mir nicht vorgestellt und es macht mich auch oft traurig, wenn ich mitbekomme, wie harmonisch es in anderen Familien laeuft.
Ich habe meinem Mann auch schon häufiger unter tränen gesagt, dass ich soo gerne auf Materielles verzichten würde, wenn er mich mal unterstützen würde. Er wickwelt nicht, badet nicht, weiß nicht wo was liegt usw. Ist er wirklich mal 2 Std mit ihm alleine, weil ich zum Friseur bin, ist er hinterher genervt u mies drauf, weil er nicht mal Zeit hatte um etwas zu essen. Seit der Geburt vor 14 monaten hatte ich gar keine Zeit mal für mich. Familie wohnt weit weg.#schmoll