Ernste Religiöse Frage bezüglich der Taufpaten

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Beitrag von mylesmama 25.04.11 - 08:59 Uhr

Hallöchen

Ich habe eine Frage.Unser Sohn wird in 4 Wochen evangelisch getauft.Ich bin ebenfalls evangelisch und mein Mann Katholisch.
Unser Sohn wird christlich erzogen.Wir sind keine streng gläubigen,wir sind christlich groß geworden und möchten es so unseren sohn auch weiter geben.Wir gehen selten zur Kirche, um ehrlich zu sein nur an weihnachten,also nur damit ihr versteht,das wir nciht streng gläubig sind.

so nun zu meiner frage.Die mama von der zukünftigen Patentante, ist meine Patentante und die erzählte uns letzte woche,das ihre tochter,also die zukünftige Patentante von unserem Sohn zum Buddhismus konvertiert wurde. Ich habe aber hier eine Kirchliche bescheinigung von der zukünftigen patentante liegen,wo ausdrücklich drauf steht,das sie Römisch Katholisch ist und demnach Christ.

Wenn sie doch tatsächlich zum Buddhismus konvertiert wurde,wie kann sie dann diese Kirchliche bescheinigung bekommen,die wir zur Taufe benötigen???

was haltet ihr so davon,denn die zukünftige Patentante hat uns selber immernoch nix davon erzählt,wir mussten es zwischen tür und angel von ihrer mutter erfahren und ich will mich nun nicht anstellen,da wir wie gesagt nicht streng gläubig sind und ich gegen den buddhismus absolut nichts habe,aber ich komme mir doch ein wenig veräppelt vor.sie knallt uns die bescheinigung der kirche hier hin,das sie christ ist und somit auch an Gott glaubt und wochen später erfährt man von jemand anderem,das es ja so gar nicht ist. Was wird sie denn dann unseren Sohn beibringen,also welchen glauben? er soll christlich erzoen werden und später selber entscheiden können,an was er glaubt...

was meint ihr so zu dem fall,den ich euch hier nun geschildert habe,ich bin da ein wenig überfragt und sehe es eigentlich gar nicht so eng,doch mein mann,ist schwer enttäuscht,das wir DAS nicht vorher erfuhren durften...


Bitte um antwort

lg
mylesmama

Beitrag von amelie10 25.04.11 - 09:24 Uhr

Hallöchen :-)

Also ich bin erstmal schwer verwirrt wie die zukünftige Patentante eures Sohnes an eine Bescheinigung gekommen ist wo drauf steht das sie Römisch Katholisch ist wenn sie es wohl gar nicht (mehr) ist ? #kratz

Wir haben einen ähnliches Fall:
Unser Sohn wird am 05.06. getauft und wir wollten das u.a. der Bruder meines Freundes Pate wird. Nun mussten wir aber vom Pfarrer erfahren das dieses nicht möglich ist da der Bruder meines Freundes vor 1 Jahr aus der Kirche ausgetreten ist.
Er meinte das ausschließlich Christen (evangelischen ode katholischen Glaubens) Pate werden dürfen die nicht aus der Kirche ausgetreten sind.

Ich würde die Tochter deiner Patentante auf jeden Fall mal drauf ansprechen und in Erfahrung bringen wie sie an die Bescheinigung einer christlichen Kirche gekommen ist wenn sie doch zum Buddhismus konvertiert ist!

Nicht das die ganze Taufe bzw. Patenschaft nachher irgendwie für nichtig erklärt wird oder so ^^

Ansonsten muss ich sagen mal abgesehen von der "offiziellen Schiene" wäre es mir wohl "Wurscht" ob die Paten meines Sohnes Buddhisten, Christen oder sonst was sind.
Das wichtigste für uns ist das es enge Vertraute sind von uns die unserem Sohn nahe stehen und immer für ihn das sind ;-)

Lieben Gruß und frohe Ostern

:-)#blume

Beitrag von ulmerspatz37 25.04.11 - 11:27 Uhr

Äähm schau mal hier, dann siehst Du, dass es nicht nur ev. oder kath. Christen gibt!
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_christlicher_Konfessionen

Beitrag von mylesmama 25.04.11 - 09:30 Uhr

gut...also die bescheinigung,werde ich auch auf jeden fall noch ansprechen,denn ich finde es auch etwas merkwürdig.
ich glaube eher das sie an den buddhismus glaubt,aber nicht zu dem konvertiert wurde,weil irgendwoher muss sie ja die bescheinigung bekommen und selber gefälscht haben wird sie,die auf gar keinen fall...

Beitrag von babylove05 25.04.11 - 09:47 Uhr

Hallo

ich denke des sie einfach noch nicht offizell aus der Kirche ausgetreten ist . Is das für euch den ein problem des sie Buddistischen glauben hat? Wenn nein würd ich es einfach so hin nehmen und garnicht merh weiter rum stochern.

Bei den evan. ist des eh alles ein wennig lockere. Dort muss halt nur mindetsten ein pate in der Kirche sein ( eigltich alle , aber wenn dies nicht der fall ist ist auch ok , wir hatten des problem weil ein pate aus Amerika ist und auch dort lebt , und daher natürlich hier in keiner gemeinde gemeldet war , aber trotzdem war es kein problem weil ein pate zwar katholisch war aber trotzdem in der kirche ) .

Bei den Kath. kann es sogar sein des sie einen der evg. getauft ist nicht als paten zulassen ( hatten wir bei mir , ich bin evgn. und mein patenkind kathol. wir mussten noch einen kathol. paten mit reinnehmen nur damit ich pate machen kann obwohl ich in der kirche bins ... total lächerlich , christlicher glauben ist chrislicher glauben aber anscheint bei den kathol. nicht ).

Lg Martina

Beitrag von ulmerspatz37 25.04.11 - 11:32 Uhr

Hallo,

1. Ist sie deswegen weniger als Patin geeignet, weil sie vielleicht Buddhistin geworden ist? Du machst eine Riesenwelle drum und betonst aber, ihr seid nicht streng gläubig. Was meinst Du damit, daß man NICHt tolerant sein kann, wenn man streng gläubig ist? Bis Du es denn?

2. Vermutlich praktiziert sie den Buddhismus ohne aus der Kirche ausgetreten zu sein. Wäre sie ausgetreten, könnte sie kaum eine Bescheinigung vorlegen. Sprich`mit ihr und frag`sie einfach.

Viele Grüße

Beitrag von mylesmama 25.04.11 - 12:42 Uhr

nein nein,das heisst für mich nicht,nur weil sie einen anderen glauben hat das sie deswegen weniger die patin sein kann/soll.
nur kommt es für mich ein wenig verzwickt vor.
ich habe nichts gegen buddhisten,das solte so keinesfalls rüber kommen.

aber ich finde es etwas komisch,wenn man sagt ich bin buddhist und man ist in der kirche als römisch katholisch eingetragen...ich finds einfach merkwürdig.ich kann doch nur ein glauben haben und nicht mehrere..entweder ich bin christ oder buddhist,oder moslem oder oder oder..verstehst du? also bitte nicht falsch verstehenich habe nicts gegen sie oder ihrem glauben..auf gar keinen fall.

sie ist mit einem moslem zusammen,das stört mich genauso wenig.

ich möchte daraus auch keine riesenwelle machen,deswegen habe ich sie auch noch gar nicht drauf angesprochen sondern wollte hier ml nachfragen,ob ich nun wirklich eine riesenwelle daraus mache,oder ob ich relativ normal reagiere bzw. nachdenke...

ich möchte nur eben nicht,das unserem sohn der buddhistische glauben beigebracht wird und darum habe ich mich die tage dann eben gefragt,ob sie aus dem grund noch die richtige ist?
er soll so aufwachsen wie wir,uns wurde alles erzählt von adam und eva zu gott usw. ich habe mich jetzt nicht ins detail genau mit dem buddhistischen glauben auseinander gesetzt,aber mir wurde gesagt das in dem glauben ein paar dinge anders sind wie in dem christlichen glauben,also ev.oder katholisch...

sie hat ein alltar zuhause stehen mit einem budda und räucherstäbchen und was wird sie unserem sohn später sagen,wenn er sie fragt was das alles ist und wieso es da steht? hmm..vielleicht seh ich es wirklich alles zu eng und sollte mir nicht weiter gedanken dadrüber machen,denn als person ist sie ja total in ordnung und die richtige wahl,als patin...

Beitrag von magdalena70 27.04.11 - 13:25 Uhr

Ich glaub, ich kann das nachvollziehen, was Du denkst. Eine unserer Töchter hat auch eine Patin, die war offiziell katholisch ist, aber dennoch buddhistisch orientiert. Da das Patenamt doch sehr werteorientiert ist und Dir das offensichtlich ebenso bewusst ist wie uns damals, haben wir offen vor der Taufe mit der Patin gesprochen. Natürlich gibt es große Unterschiede zum christlichen Glauben, doch die Wertschätzung allen Lebens ist beim Buddhismus in gewisser Weise vielleicht sogar deutlicher als in unserem christlichen Glauben. Uns geht es um die Haltung zum Leben und um Toleranz. So weiß unsere Tochter durch ihre Patin vom Buddhismus und kennt auch deren Altar, dennoch ist sie im christlichen Glauben verwurzelt und lebt diesen - wir als Eltern leben ihr ja da doch weit all-täglicher vor. Die Patin würde auch nie zu "missionieren" versuchen. So lernt unsere Tochter ein sehr friedliches Miteinander, was ja letztlich das Ziel aller Weltreligionen ist. Wir empfinden es in der Hinsicht als große Bereicherung und ich kann nur Mut machen zum offenen Umgang, wenn sie eben als Mensch "die Patin" für Euren Sohn ist.
LG