HAT WER ERFAHRUNG MIT SENSOMOTRISCHEN EINLAGEN

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von luckylike 27.04.11 - 22:04 Uhr

hallo

mein jungs haben sensomotorische schuheinlagen bekommen da sie einen dollen spreitz-knick-senkfuß haben, vorher hatten sie nur die normalen einlagen

allersdings sind die sohlen so dick das sie den kindern sehr fest am spann sitzen und es schon abdrück dadurch gibt, mit den sandalen ist es noch schwieriger habe etliche schuhe bestellt und probiert und nur ein paar sandalen passen ganz knapp der klettverschluss geht kaum zu, ausserdem tut es schon anfangs weh, was ja auch normal sein soll, der druck um den fuß in die richtige stellung zu bringen.

mich würde interessieren wie lange man die dinger in etwa tragen muss und obs bestimmte schuhe gibt die ordentlich passen---

und ob die wirklich was bringen#


danke luckylike

Beitrag von hope99 28.04.11 - 21:41 Uhr

Hallo,

meine Tochter hatte mal welche. Mit dem "Erfolg" dass ihr die Fuesse weh getan haben (durch die Druckpunkte), sie somit versucht hat diese Stellen nicht mehr zu belasten und sie somit einen unmoeglichen Gang hatte. Wir haben auch, wie vom Orthopaeden empfohlen, ganz langsam damit angefangen. Erst eine Stunde am Tag, dann immer laenger. Tja, gebracht haben die uns im Endeffekt gar nichts. Haben jetzt wieder normale Einlagen. Mit Schuhen hatten wir da allerdings keine Probleme.

Lg
Hope

Beitrag von fussverbieger 02.05.11 - 10:11 Uhr

Hallo,

ich habe seit dem es die Priozeptiven- bzw. Sensomotorischen Einlagen gibt, die Wirkung mit größtem Interesse beobachtet und kann meine Erfahrungen hier beisteuern.

Beim ganz leichten Senkfuß sind diese Einlagen oft sehr gut geeignet, um die Muskulatur zu stimulieren. Zusammen mit Fußgymnastik wurden bei der Hälfte der Kinder Erfolge sichtbar.

Sobald der Senkfuß stärker ist und die 25% Einsinkung erreicht, sind diese Einlagen nicht besonders brauchbar.
Beim Knickfuß habe ich die Erfahrung machen müssen, dass die zu weichen und nicht Fersenführenden Einlagen den Fuß oft mehr schwächen als fördern!

Nun taugt bei einigen die Frage auf: "Warum werden diese Einlagen dann verschrieben"?-
ANTWORT:
Die Werbung verspricht viel und die Gewinnspanne bei sensomotorischen Einlagen ist um rund 60% höher, als bei den üblichen Weichschaumeinlagen (die beim kindlichen Knickfuß auch nichts bringen).


Die Fußuntersuchung bei einem Kind dauert immer mindestens 30 Minuten,- mit der psychomotorischen Untersuchung, Gymnastik etc. bin ich oft auch bei 90 Minuten,- je nach dem, wie die Muskelansteuerung aus eigenen Kräften funktioniert.

Diesen sehr zeitaufwändigen Teil muss sich der Kassenorthopäde allerdings sparen und ist oft nach nur 3 Minuten durch.
Der Abrieb der Schuhsohlen, die Beinstatik, das Abrollverhalten und auch die Gymnastik ist dann genau so uninteressant, wie die Psychomotorik.

Nun sollte man sich als Eltern die Frage stellen, warum die Fußschwächen (Knick- Senkfüße) in Deutschland bei mehr als jedem 4. Kind zu sehen sind und warum die Anzahl der Fußoperationen bei Jugendlichen seit 2006 rasant ansteigt.
Des Rätsels Lösung fängt bereits in der Wiege an und geht dann über das Laufen lernen weiter. Falsche und unzureichende Therapien setzen der Fuß- und Beinentwicklung dann die Krönung auf.
Das miserable und verwaltungsintensive Gesundheitssystem macht den Rest... Profit ist wichtiger, als die Entwicklung Ihrer Kinder !


Auf www.kinderbeine.de lernen Sie, was Kinderfüßen gut tut!

Beitrag von luckylike 03.05.11 - 20:52 Uhr

hallo

vielen dank für deine antwort, der orthopäde bei uns hat sich zwar mehr zeit genommen aber mehr als 15 minuten pro kind war es auch nicht.

meine kinder laufen mit den innenseiten der füße nach innen, ich weiß jetzt nicht genau wie man das beschriebt, es wäre wohl ein knick spreiz senkfuß, die normalen einlagenm hatten keinen erfolg und er meinte es wäre ein stakrer spreiz.senk knick fuß

weswegen das meine kinder haben weiß ich nicht, ich vermute das es vererbt ist weil ich auch die probleme habe seit ich kind bin, nur das ich nie einlagen tragen wollte, nun aber teilweise starke schmerzen habe und mir nun auch einlagen verschreiben lasse habe..

zu wem kann man den gehen der mal richtig einschätzt was meine kinder brauchen für ihre füße?

ich danke vg luckylike

Beitrag von fussverbieger 03.05.11 - 21:19 Uhr

Hallo Luckylike,

die Füße fallen bei Belastung nach innen ein, das Fußgewölbe sinkt ab und gleichteitig knickt die Ferse ein?-

Das bedeutet starke Knick- Senkfüße. Wahrscheinlich rollen die Kinder (mit oder ohne die Einlagen im Schuh) über die Großzehen ab (erkennt man an der Schuhsohle am Abrieb).

Wenn das so zutrifft, dann sind therapeutische Einlagen das Beste. Allerdings gehört dazu eine spezielle (ganz leicht zu machene) Gymnastikübung und das A+O überhaupt ist der Psychomotorische Test bzw. die spätere Übung.

Das Abrollverhalten wird durch die Einlagen ab Tag 1 verändert oder besser gesagt normalisiert; das Gangbild (also der Stand der Füße während des Abrollens) ist ab Tag 5-10 verändert und die Festigkeit der Gewölbe beginnt sich nach dem ca. 3. Monat zu stabilisieren.
Selbstverständlich ist die eiserne Konsequenz vorausgesetzt,- der Therapieplan ist unbedingt einzuhalten.

Die biologische Fußfürsorge bieten Fuß- und Beintherapeuten und spezialisierte Orthopäden- es sollten aber Kinderfachleute sein und nicht unbedingt irgendeiner!
"Auf Kasse" gibt es die Therapie allerdings nicht,- dank Bürokratie etc.
Die Kosten für die Untersuchung und alle nötigen Einlagen (im Sommer jeweils 4 Paar) belaufen sich ca. auf 10% des Kindergeldes (bei mir in der Praxis).

Eine schriftliche Erfolgsgarantie sollte in der Behandlung eine Selbstverständlichkeit sein,- darauf würde ich bestehen. Für die sensomotorischen Einlagen wird die sicher niemand ausstellen.... ;)

Beitrag von luckylike 03.05.11 - 22:45 Uhr

hallo

ja genau die füße fallen nach innen ein und der abrieb an der sohle der schuhe ist stark, teilweise haben wir löcher im fersenbereich der sohle.

wenn es nicht so weit weg wäre würde ich ja glatt mal vornbei kommen, ansonsten muss ich mich hier im leipziger raum mal umschauen ob ich jemand vernünftiges finde.

soll ich den die einlagen erstmal drinlassen? die gangart ist schon jetzt zwar verbessert und stützt den innenbeereich ab das sie nicht abknicken, das wurde zumindest angepasst und mit laufübungen geschaut.

danke luckylike

Beitrag von fussverbieger 03.05.11 - 23:14 Uhr

Hallo,
dann sind die Füße genau, wie ich es mir gedacht habe. Wahrscheinlich sind identische Beispiele auf kinderbeine.de zu sehen (Knickfüße)

Sicher sind die Einlagen eventuell besser als keine,- man kann es ja sehen, wenn die Füße drauf stehen und man die Fersen beobachtet.
Nur wenn sie zu weich sind, dann sind sie schädlicher als keine!

Die ehemalige DDR hatte was die Fußgesundheit anbelangt, sicher mehr zu bieten, als die alte BRD. Die zwischen 1960 und 1980 geborenen sind den Wessis gegenüber deutlich im Vorteil.
Die Amerikanisierung hat aber leider auch alle poitiven Dinge gefressen.
Falls noch ein kleiner Altbetrieb im Leipziger Raum überlebt hat, dann wird sicher dort geholfen werden können.
Aber wie im Westen auch, wurden die meisten von den Sanitätshäusern platt gemacht (die Kundschaft hat sich mehr für das Aussehen der Läden entschieden, anstatt für die Füße).

Bei mir sind mehrere Familien aus ganz Deutschland (von Berlin über Bochum und München bis Bad Schandau usw). Insbesondere wenn das Thema Fuß-OP ansteht (das kommt nach den Senso-Einlagen auf den Tisch) , werde ich oft um Hilfe gefragt.
Kleiner Platzvorteil: Ostseeurlaub + gesunde Füße in einem Aufwasch :)

Dienstags Nachmittags sind Kinderfuß- und Beinuntersuchungen übrigens immer kostenfrei - Ausnahme die ersten drei Dienstage im Mai (liege im Krankenhaus)

Beitrag von luckylike 04.05.11 - 13:34 Uhr

hallo

dann vielen lieben dank für die vielen infos und ich werde mal schauen ob ich jemanden hier finde, ansonsten müssen wir wirklich mal ostseeurlaub machen- ist ja auch nicht so schlecht.

die einlagen sind übrigens sehr hart die kann man nicht biegen und am seitenteil wo der knöcheln liegt sind sie hoch damit der fuß gerade steht.

vg und danke luckylike

Beitrag von fussverbieger 06.05.11 - 17:14 Uhr

Hallo,

stabile und gut stützende Einlagen sind ja beim Knickfuß unerlässlich (dennoch gibt es sie leider kaum noch...).

Ihr könnt mir einfach mal Bilder mailen,- ich schaue mir die dann an und habe vieleicht einen Tipp für den Orthopädieschuhtechniker vor Ort.

Viele Grüße vom sonnigem Ostseestrand
Andreas Herr
Praxis für biologisch logische Fuß- und Beintherapien für Kinder und Jugendliche

Beitrag von luckylike 07.05.11 - 21:37 Uhr

hallo

ja ich würde gern mal bilder schicken, über welche email am besten?

danke luckylike

Beitrag von fussverbieger 08.05.11 - 11:58 Uhr

Hallo,

auf www.kinderbeine.de ist die Mailadresse und Anfahrtskizze etc.

Ich müsste die Einlagen von vorne sehen können und die Füße je mit und ohne Einlagen stehend von der Innenseite und dann noch die Fersen.
Die Füße müssen belastet sein!

Gruß von der sonnigen Ostsee
Andreas Herr