Warum hab ich so ein Pech?... Epi-Korrektur nötig

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von maeusekrieger 29.04.11 - 09:46 Uhr

Hallo!
Vor 2 Wochen ist unser 3. Zwerg auf die Welt gekommen. Die Geburt selbst war ein Traum. Um ein Uhr früh ins KH, 2 Std später wurde er in der Wanne geboren. Leider hat meine Hebamme seeeeehr lange mit dem Dammschnitt gewartet, da sie überzeugt war, es würde so gehen. Der Kleine ist etliche Presswehen gesteckt und mein Gewebe hat trotz allen Bemühungen keinen mm nachgegeben bis sie schließlich unter Wasser quasi blind einen Dammschnitt machte. Ich war tagelang gaaaanz arg geschwollen (einige Ärzte und Hebammen meinten gar ich hätte ein Hämatom), sodass die Nähte zu früh aufgingen. Jetzt kann ich mich zum ersten Mal halbwegs rühren, weil die Schwellung weg ist und es nicht mehr zwickt und nächste Woche hab ich dann alles nochmal von vorn, weil unter Vollnarkose nochmal geschnitten und das korrigiert wird. Gibt es überhaupt irgendwen, dem das schon passiert ist? Wie ging es euch nach 2. Nähen? Ist man dann auch so eingeschränkt?
lg maeusekrieger

Beitrag von anarchie 29.04.11 - 10:43 Uhr

Oh je, du Arme...:-(:-(

ich wollte dir nur schreiben, dass es normalerweise nicht so arg geschwollen ist, dass war wohl eher vom langen Pressen und dem damit einhergegehnden Druck.

Wenn das jetzt richtig gezielt genschnitten und genäht wird, wird es nicht so schlimm...#liebdrueck


lg

melanmie mit 4 hausgeburtsmäusen, die zum Glück nur einmal gerissen ist#schwitz

Beitrag von lieke 29.04.11 - 14:53 Uhr

Hallo,


nein, dass stimmt so nicht, zumindest sagt das mein Gyn. Der ist sehr zurückhaltend gegenüber diesen OPs. Ich habe auch zuerst gedacht, dass es nur weniger schlimm sein kann als direkt nach der Geburt, scheint aber nicht so zu sein. Hat wohl auch mit dem Hormonhaushalt zu tun und damit, dass man eben noch "abgelenkt" ist und damit beschäftigt ist, das Leben mit Kind zu organisieren bzw seinen Rhythmus wieder zu finden. Auch ist man, wenn die Geburt länger zurückliegt bewusst oder unbewusst viel aktiver und hat schon deshalb eher mehr Schmerzen und ist viel eingeschränkter in seinen täglichen Dingen.

Aus dem Ausgangspost ist mir leider immer noch nicht klar, was die OP nun genau verbessern soll. Die Wunde kann nicht einfach geschlossen werden, dafür muss sie neu ausgeschnitten werden. Ob das weniger schlimm ist, wage ich zu bezweifeln. Auch ist es so, dass gerade der Druck unter der Geburt die Blutzufuhr abklemmt. Das Risiko auf ein Hämatom oder andere Komplikationen was Blutungen angeht ist sogar viel größer.

LG

Beitrag von maeusekrieger 29.04.11 - 17:27 Uhr

Hi!
Ja, es ist so, dass die Wundränder neu angeritzt werden und dann neu vernäht werden. Ich will das ganze so schnell wie möglich hinter mich bringen, da ich mich einfach total verstümmelt fühle mit diesem klaffenden Schnitt da unten. Schaut wirklich furchtbar aus finde ich. Das ist jetzt eigentlich eine rein psychische Sache, denn weh tut es mir ja nicht od. so, aber es anzusehen od. allein zu wissen, dass es so aussieht macht mich fertig.
lg maeusekrieger

Beitrag von lieke 29.04.11 - 18:30 Uhr

Hallo,

glaub mir, ich weiss, wie dich das vom Kopf her anfühlt.....ich hatte dabei noch Probleme das Bein an der betreffenden Seite zu belasten und wollte deshalb auch so schnell wie möglich operiert werden. Es war aber mehr ein Wunsch aus dem Schock heraus als die Situation neu war.

Heute bin ich froh, dass mein Gyn mich gezwungen hat, abzuwarten.

Hormonunstellung, Rückbildungsgym, das wirkt sich alles aus! Die Narbe "arbeitet" noch mindestens ein paar Monate, bis der Endzustand erreicht ist. Auch optisch! Frauen ohne Schnitt sehen 2 Wochen nach der Entbindung nicht aus wie vorher.

Ich habe selber jetzt "nur" noch eine kleinere, äusserliche Korrektur vor mir, wobei aber nicht mehr der Beckenboden aufgeschnitten werden muss. (wegen funktioneller Probleme beim menstruieren) Es ist also nicht so, dass ich es übertrieben finden oder so, so einen Eingriff machen zu lassen, nur schade, wenn es möglicherweise auch ohne geht.

Wie auch immer, alles gute für die weitere Genesung!

Beitrag von lieke 29.04.11 - 10:47 Uhr

Hallo,

ich würd's nicht machen lassen, zumindest noch nicht. Bei mir war es ganz genauso. Es musste geschnitten werden, weil die Nabelschnur zweimal um den Hals war und bei jeder Presswehe die Herztöne fielen. Da ich davor eine Totgeburt hatte, geriet die Hebamme wohl leicht in Panik und schnitt etwas zu radikal. Ich hatte auch ein dickes Hämatom, die Fäden hielten nicht und wurden verfrüht gezogen, weil sie unter der Schwellung ins Fleisch schnitten.

Eben auch wegen der Vorgeschichte habe ich - nachdem die Schwellung weg war- von einer Re Op erstmal abgesehen, auch wenn ich lange Probleme mit dem Schnitt. Ich wollte erstmal mein Ruhe und die Zeit mit dem Baby geniessen, und eben nicht mit dieser erneuten Einschränkung leben.

Nach ca 9 Wochen war ich nochmal beim Gyn, der mir riet, dem ganzen Zeit zu geben. Das habe ich zum Glück gemacht und merke heute noch, 1,5 Jahre später, dass es sich stetig bessert. Ich bin heilfroh, dass ich mir das nicht angetan habe. Der Körper ist keine Maschine und so ein Schnitt ein heftiger Eingriff. Es werden Muskeln und alles durchtrennt, die erstmal heilen und sich wieder aufbauen müssen.

Was genau ist der Grund, dass man jetzt schon erneut operieren will? Nach allem, was ich gehört habe ist das viel zu früh, gerade weil sich ja jetzt erstmal alles zu bessern scheint. Geniess doch erstmal die Zeit mit dem Baby, die kommt nicht zurück. Dann kannst du immer noch sehen. Die Erfolgschancen, dass es besser wird sind ja auch nicht so vielversprechend, soweit ich weiß.

LG

Beitrag von bibi2910 29.04.11 - 12:46 Uhr

Hallo!
Ich habe bei der Geburt meiner Tochter einen Dammriss 3ten Grades bekommen, leider ging die Naht nah 4Tagen etwas auf und so musste alles unter Vollnarkose nochmal gemacht werden...
Ich bin ehrlich die Schmerzen nach der OP waren schlimmer als nach der Geburt, allerdings fehlten da ja auch die Glückshormone und es wurde fester genäht....
Aber das war nur die ersten zwei Tage so (Voltaren resinat hilft gegen Schmerzen und gegen Schwellung sollen die dir geben oder verschreiben)
Aber jetzt bin ich froh da alles super verheilt ist....

LG bibi

Beitrag von lieke 29.04.11 - 14:42 Uhr

wenn sie stillt ist das mit der Schmerzmedikation aber wieder eine andere Sache...

Beitrag von bibi2910 29.04.11 - 17:38 Uhr

ja stimmt da hast du recht... ich konnte wegen Antibiotika leider nicht stillen....

Beitrag von lieke 29.04.11 - 18:34 Uhr

Ich konnte auch erst beim 4. Kind endlich problemlos stillen und das war mit ein Grund, den Eingriff nicht zu machen. Nach Vollnarkose muss man meistens 48 Std die Milch verwerfen.

Beitrag von widowwadman 29.04.11 - 19:01 Uhr

Voltaren kann man auch waehrend der Stillzeit nehmen, das hab ich auch nach dem KS bekommen

Beitrag von lieke 29.04.11 - 19:46 Uhr

Klar, KANN man, aber trotzdem ist es ja nicht so toll wenn man es vermeiden kann, in dem man die OP aufschiebt. Die ersten Tage nach KS ist die Milchmenge, die der Säugling aufnimmt, ja auch wesentlich kleiner als nach 3 Wochen.
Dazu kommt dann noch die Vollnarkose (48 Std Milch verwerfen) und die Tatsache, dass der KS Wundschmerz ein ganz anderer ist, und man sich ja meistens 3 Wochen nach einer Geburt mit 3 Kindern eher nicht so gut schonen kann als direkt nach der Geburt.
Es ist nicht unmöglich, sollte aber gut abgewogen werden.

Beitrag von tragemama0709 30.04.11 - 10:37 Uhr

Hallo,

du darfst natürlich sofort nach der OP stillen. Ich hatte eine AS und durfte sofort im Aufwachraum stillen.

Und zu 99 % gibt es Medis die man nehmen darf.

Wenn sie sich schonen muss bekommt sie eine Haushaltshilfe

Beitrag von lieke 30.04.11 - 12:28 Uhr

#schock

Das kann man ja nun wirklich gar nicht vergleichen!

Nach meiner AS durfte ich narkosetechnisch auch stillen. Aber, eine AS ist wirklich ein Klacks gegen die RE OP eines Dammschnittes. Dabei spreche ich noch nicht einmal vom subjektiven Schmerzempfinden, was ja bei jedem unterschiedlich ist. Der Vergleich mit einem KS hinkt ja schon sehr, aber bei der AS wird ja GAR NICHT geschnitten! (und ja, ich habe alle Varianten selber erlebt und habe den Vergleich). Das man da auch stillverträgliche Schmerzmittel findet ist klar.


Beitrag von tragemama0709 30.04.11 - 12:41 Uhr

Du darfst nach jeder Op sofort sillen. Denn das Narkosemittel ist immer das gleiche. Da macht es nichts aus ob du 10 Minuten oder 4 Stunden im OP warst

Und auch nach der RE OP eines Dammschnittes kannst du trotzdem auch wenn du stillst sehr viele schmerzmittel bekommen so das du fast schmerzfrei bist. Das eine Gabe von 500 mg PCM n icht reicht ist klar, aber es gibt ja noch viele andere Mittel.

ICh habe nach der AS einige Antibiosen sowie hochdosierte Fiebermittel bekommen und konnte ohne Probleme stillen.

Nur ist das für die Klilnik viel teuer als die Standartmedis

Beitrag von lieke 30.04.11 - 14:41 Uhr

Das wird mir jetzt zu sehr eine "Nicht- Doch" Diskussion.

Mir wurde es so gesagt, wie ich geschrieben habe, von Ärzten verschiedener Fachrichtung und verschiedener KHs. Und das ist ja schon mal was, wenn mehrere Ärzte einer Meinung sind.;-)

Wenn du es anders erlebt hast, ok. Jeder muss seine eigene Entscheidung treffen und unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen sind dabei ja nicht unbedingt verkehrt.

Beitrag von lieke 19.05.11 - 12:28 Uhr

Hallo,

vielleicht liest du es ja noch. Hast du die OP inzwischen gehabt? Wie geht es dir jetzt?

LG