Alkohol im Kuchen!?!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von littledevil1305 30.04.11 - 10:48 Uhr

Hi an alle,

ich dachte eigentlich, wenn man für Kinder Kuchen bäckt, wäre es ein selbstläufer, daß darin kein Alkohol enthalten sein darf...tja, scheinbar sehen das nicht alle so. So passiert bei einem 4. Geburtstag, da gab es einen Geburtstagkuchen (einen Topfkuchen), mein Sohn so wie auch alle anderen Kinder bedienten sich fleissig (meiner hatte schon sein 2. Stück fast aufgegessen, da sagte mir die Mama hinter vorgehaltener Hand (damit es die anderen Mütter nicht auch gleich hören können): "Da ist übrigens Eierlikör drin, ist doch nicht schlimm oder??!?" Ein viertel Liter auf dem ganzen Kuchen und der würde doch beim backen "verfliegen".

Tja, wie gesagt, mein Sohn hatte den ja schon intus, hätte ich das vorab gewußt, hätte ich ihm diesen Kuchen nämlich untersagt. Bei uns Zuhause gibt es auch ab und an Kuchen wo "was drin ist" (z.B. Tiramisu), aber der ist dann für Kinder natürlich Tabu, und ich sage das auch immer sofort, wenn wir Besuch haben, damit sich alle dessen bewußt sind - zumal es ja auch Erwachsene gibt, die das nicht unbedingt wollen/dürfen.

Ich fand das schon ziemlich daneben...oder backt ihr auch ab und an Kuchen mit Alk und ich stelle mich da an????

LG, littledevil1305

Beitrag von carlotka 30.04.11 - 10:55 Uhr

Nein, die Kinder bekommen keinen Alkohol. Weder im Kuchen noch sonstwo. Tiramisu mache ich für die Kinder immer ein Extraschälchen ohne Alkohol.

Wie hast du reagiert?
Grüße

Beitrag von littledevil1305 30.04.11 - 11:07 Uhr

Ich konnte nicht verbergen, daß ich schockiert bin und hab sie zurecht gewiesen, daß das doch nicht geht, woraufhin dann die Antwort kam, daß es doch nicht schlimm wäre, da der Alkohol ja verflogen ist. #klatsch

Da es ja schon zu spät war, hab ich dann darum gebeten, daß sie nächstes Mal VORHER bescheid sagt. Da ich das für meinen Sohn nicht möchte.

Wenn sie das für ihre eigenen Kinder ok findet, bitte...ist ja ein freies Land :-p Aber deswegen meine Frage, ob nur ich das zu eng sehe, bin ja beruhigt, wenn das nicht so ist.

LG

Beitrag von claerchen81 30.04.11 - 10:58 Uhr

Hi,

da ich weiß, dass der Alkohol beim Backen NICHT vollständig verfliegt, wird bei uns weder mit Alkohol gekocht noch gebacken. Mal abgesehen vom Alkohol selbst geht es mir auch um den alkoholischen Geschmack, den die Kinder NICHT haben sollen.
Dies ist inbesondere so, weil mein Onkel trockener Alkoholiker ist und mir mal erläuterte, dass allein der Geschmack schon zu einem Rückfall führen könnte. Die Geschmacksknospen gewöhnen sich doch an den Geschmack.

Dass kann jeder so halten wie er möchte, aber ich hätte der Dame eine freundliche Ansage gemacht, dass sie dies vorher mitzuteilen hat, wenn sie Alkohol in einem Kindergeburtstagskuchen verwendet. Und 1/4 Liter Eierlikör ist recht hochprozentig.

Gruß, C.

Beitrag von pyttiplatsch 30.04.11 - 11:10 Uhr

Ich bin auch deiner Meinung, das geht garnicht.

Ich wäre wohl auf der Stelle gegangen, auch auf die Gefahr hin von anderen Müttern als Spießig gehalten zu werden und auch, wenn es schade für mein Kind gewesen wäre.

Beitrag von bensu1 30.04.11 - 11:34 Uhr

hallo,

ich finde, es sollte selbstverständlich sein, dass in nahrungsmitteln, die kinder zu sich nehmen, kein alkohol ist.

in dieser hinsicht bin ich sehr strikt. kinder sollten sich an den geschmack von alkohol nicht gewöhnen - in diesem fall wäre es egal, ob der alkohol verfliegt oder nicht. ich lehne auch saucen ab, die mit wein "verfeinert" werden.

in der direkten familie meines mannes sind sämtliche männer alkoholiker (also mein schwiegervater, dessen vater, auch sein opa, mein schwager). mein mann ist ebenso gefährdet wie unsere kinder. so gesehen möche ich ihnen keine nahrungsmittel mit alkohol vorsetzen.

nein, geht gar nicht! :-[

lg
karin

Beitrag von binnurich 30.04.11 - 11:56 Uhr

ja nein ja nein....


ich koche und backe schon ohne alkohol
wenn ich alk verwende, achte ich darauf, dass es nur eine wirklich sehr kleine Menge ist bzw. das gericht wirklich lange (schon über Stunden) köcheln muss (Alk verkocht schon, aber eben erst nach sehr sehr langer Zeit - erst wird er eher konzentrierter)

ABER
habt ihr euch mal mit alkoholhaltigen Lebensmitteln auseinander gesetzt?

Wisst ihr, wo überall Alkohol drin ist (nicht unbedingt als Zusatz sondern als Produkt einer Gährung o. ä.)???? Ich glaube nicht.

Trockene Alkoholiker haben teilweise sogar Angst vor Ketchup, Senf und fast allen Essigsorten (schaut mal hier http://www.forum-alkoholiker.de/ftopic308-0.html)

Beitrag von bensu1 30.04.11 - 16:58 Uhr

gute seite!

befremdlich finde ich auch eissalons, die ihre becher ohne hinweis auf alkohol "mixen".

eine bekannte (die in einem sanatorium für alkoholkranke arbeitet) erzählte von eiskakao mit rum, das in einem eissalon kredenzt wurde. #klatsch das essen wohl öfter kinder als erwachsene.

lg
karin

Beitrag von zahnweh 01.05.11 - 12:12 Uhr

Bei Schokolade, die ich noch nicht kenne, lese ich auch gerne mal hinten die Packungsbeilage. Lohnt sich manchmal wirklich!!

Von den Bildchen und hochlobenden Zutaten lass ich mich nicht mehr so blenden. Im Kleingedruckten steht die Wahrheit.

Beitrag von maggelan 30.04.11 - 13:33 Uhr

Das war dann doch sicherlich ein gemischter Geburtstag, mit Kindern und Familie des Geburtsttagskindes. Ansonsten kann ichmir nicht vorstellen, warum eine Mutter einen Eierlikörkuchen für einen Kindergeburtstag backt.

Würde es bei mir nie geben, denn Kindergeburtstag wird hier alles nur auf Kids ausgerichtet.

Ansonsten aber keine Panik.
Der Alkohol verfliegt zwar nicht komplett, aber Schaden kann er beim normalen Genuss auch nicht anrichten, sofern es sich nicht um ein Alkoholkrankes Kind handelt.

Die meisten Hustensäfte enthalten deutlich mehr Alkohol und werden wie ich selbst beobachten kann regelmäßig gegeben. Der Schnaps für die Kinder!

Beitrag von brausepulver 30.04.11 - 16:41 Uhr

Also ich backe nicht mit Alkohol finde es trotzdem etwas übertrieben

250 ml auf einen Guglhupf, der in einige Teile geteilt wird und der Großteil (also WIRKLICH der GROßteil) beim Bakcen verfliegt - was bleibt da an Alokohol pro Stück drin?

Wenn ich da lese mit was homöopathische Tropfen voll sind oder Hustensaft oder andere Lebensmittel (Apfel zum Beispiel ;-)) wird mir eher anders ;-)

Entspannte Grüße

Beitrag von robingoodfellow 30.04.11 - 19:33 Uhr

Tja, dann gebt ihnen aber auch keinen Hustensaft, die schon angesprochenen homöopathischen Tropfen, Apfelsaft, Marzipankartoffeln etc. und pipapo.

Mein Sohn hat mal versehentlich ein Glas Apfelcider getrunken weil er es für Apfelsaft hielt. Er lebt noch und ist weder verblödet noch sonstwas.

Man kann sich das Leben auch unnötig schwer machen, die Kinder werden von ein bisschen Eierlikörkuchen nicht gleich Alkoholiker.

Auch empfehle ich ein Buch das ich gerade lese.

http://www.amazon.de/Supermuttis-Eine-Abrechnung-%C3%BCberengagierten-M%C3%BCttern/dp/3426779897/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1304184738&sr=8-1

Aber wahrscheinlich bekomme ich eher 10 böse Antworten auf diesen Beitrag. Also, so long und locker bleiben.

Beitrag von gingerbun 30.04.11 - 22:53 Uhr

Bin Deiner Meinung!
LG!

Beitrag von robingoodfellow 01.05.11 - 08:18 Uhr

#herzlich #danke

Beitrag von babyhuhn 30.04.11 - 22:54 Uhr

Endlich mal ein Beitrag in dem realistisch und nicht so überzogen geantwortet wird. Mein Bruder hat auch mal im Kindesalter ein Glas Rumpunsch bei meiner Tante getrunken der in ne Flasche Johannisbeersaft gefüllt worden war und ausser dass er in der folgenden Nacht geschlafen hat wie ein Stein;-) ist er nicht zu ner Alkoholleiche geworden (im Gegenteil-er trinkt jetzt im Erwachsenenalter gar keinen Alkohol)!

Also vom mir kriegst du ein fettes "Daumen hoch"!

Beitrag von robingoodfellow 01.05.11 - 08:16 Uhr

#herzlich Dankeschön.

Weißt, ich ertrage das ganze "Gut-Mensch-Eiti-Ich-hockaufmeinemkind-Getue" hier kaum noch.

Nebenbei gewöhne ich meine Kinder lieber so an Alkohol das er nichts besonderes mehr für sie ist, indem wir ihnen vorleben wie man ihn in Maßen konsumiert.
Dann haben sie auch als Teenager nicht den Drang sich die Hucke volllaufen lassen zu müssen weil Alk ja so besonders ist.

So haben es unsere Eltern gemacht, wir durften mal am Bier nippen, haben mit 10 extremst verdünnten Wein bekommen und siehe da. Unsere Abstürze belaufen sich auf gemeinsame 4 Stück. Und da waren Schwester und ich schon über 18. Für uns war es eben nix aufregendes.
Ach ja, Schulabschlüsse und gute Ausbildungen und Arbeitsstellen haben wir auch.

Beitrag von juniorette 01.05.11 - 11:07 Uhr

Vielen Dank für deinen Beitrag!

Ich dachte schon, ich stehe mit meiner Einstellung alleine da!

Meine Schwester hat als Kleinkind sämtliche Eierlikörgläser bei einer größeren Familienfeier ausgeschleckt, und ist deswegen keine Alkoholikerin geworden (noch hat sie sonstige Schäden davon getragen).

Das von dir verlinkte Buch klingt interessant.

Schon in der Kurzzusammenfassung der Supermutter-Typen erkannte ich verschiedene "Muddis" aus meinem realen Umfekd wieder ;-)

Allerdings gebe ich dir zu bedenken, dass vermutlich die Meisten so denken wie wir, diese aber bei den Antworten der politisch korrekten Supermuttis Angst haben, eine andere Meinung zu vertreten :-)

Ich selber spare mir inzwischen die Mühe, den Rebellen zwischen all den ach so perfekten Urbiamuttis zu geben, und rolle innerlich lieber mit den Augen, statt eine deutliche Antwort zu geben...

LG,
J.

Beitrag von robingoodfellow 01.05.11 - 16:54 Uhr

Ach, ab und zu spiel ich noch den Rebellen. Aber oft auch nicht mehr seit ich wieder in der Arbeit bin. Nur ganz los kommt man von dem Wahnsinn hier irgendwie auch nicht.

LG

Beitrag von gingerbun 30.04.11 - 22:52 Uhr

Nee also ich seh das jetzt nicht so eng. Ich hab auch schonmal mal was mit Eierlikör gebacken und meiner Tochter davon ein Stück gegeben. Ich glaube auch kaum dass da noch eine immense Menge Alkohol enthalten ist. Also was solls. In diversen Medikamenten ist sicher mehr drin als in so einem Kuchen.
Britta

Beitrag von zahnweh 01.05.11 - 12:08 Uhr

Hallo,

da ich fast jeden Alk aus dem Kuchen rausschmecke und als eklig empfinde (sprich keinen Bissen weiter runterwürgen kann), frage ich vorher ganz offen.

Einmal wurde behauptet es sei keiner drin, ich schmeckte es raus, da der Geschmack so penetrant war und ich das Stück stehen ließ, gab es der Kuchenbäcker dann doch zu. Seither hat keiner mehr versucht mich zu überlisten oder zu testen.

Es ist einfach Geschmackssache bei mir.

Meinem Kind gebe ich keinen Kuchen, bei dem ich es vorher weiß. Wenn sie doch mal ein Stück erwischt. Was soll's. Sie isst nicht sooo oft Kuchen und da ich auch in Soßen oder sonstigem Essen keinen Alkohol verwende, wird sie sich auch nicht dran gewöhnen.

Ansonsten frage ich IMMER vorher, wenn ich dabei bin. Wenn sie ohne mich wo ist, kenne ich die Mütter oder spreche sie ganz offen darauf an, was sie davon halten.

Beitrag von kikpower 01.05.11 - 12:17 Uhr

Das war auf keinen Fall richtig was die Mutter da gemacht hat.Sie hätte allen sagen müssen das dort Alkohol drin ist.
Ich für mein Teil koche z.b Lasagne mit Weißwein aber nur einen kleinen Schuß,davon isst meine Tochter dann auch,ohne schmeckt sie einfach nicht.
Meine Schwiegermutter backt auch gern Schwarzwälderkirschtorte,davon hat meine Tochter auch schon genascht.Ich sehe es da nicht so eng,sie isst ja kein ganzes Stück.

Beitrag von jasahe 01.05.11 - 22:03 Uhr

Ich sehe das nicht so eng. Erstens habe ich Biologie studiert und es ist Unsinn von der Posterin drüber, dass Alkohol erst nach Stunden verkocht und erst noch konzetriert wird. Alkohol hat einen sehr niedrigen Siedepunkt und wechselt daher seinen Aggregatzustand sehr schnell aus flüssig in gasförmig, sprich - er verflüchtigt sich und es bleibt nur mehr der Geschmack aus dem er gemacht ist. Oft genug während meines Studiums im Chemiesaal getestet. Zweitens vertraue ich hier auf meinen gesunden Menschenverstand und meine Ärzte. Die meinen, dass das absolut unbedenklich erst, erst recht, wenn es nur ein paar Mal im Jahr ist.


lg-J

Beitrag von ao510 02.05.11 - 08:31 Uhr

Guten Morgen!
Geht gar nicht, Alkohol gibt es bei uns für die Kinder auch nicht.

Was mich letztens so schockiert hat:
Wir haben von Knack und Back Brötchen gebacken. Nach dem Frühstück schaue ich interessehalber auf die Zutatenliste und sieh mal einer an:
Da ist Alkohol drin #schock

Das 1. und letzte Mal, dass es die bei uns zu essen gab..dabei sind die so lecker.

LG