Wasser mit Kohlensäure schlecht fürs stillen???

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von tidebu 08.05.11 - 22:31 Uhr


Stimmt es dass wenn man viel Wasser mit Kohlensäure trinkt, dass man dann weniger Milch hat bzw das sich das negativ auswirkt?

was kann man machen m mehr Milch bekomen zu können?

Beitrag von hispania-12 08.05.11 - 22:36 Uhr

Kohlensäure ist nie gut für den Körper..es ist eine Säure und eigentlich ein Abfallprodukt, welches bei einigen Vorgängen im Körper emntsteht...das heißt, der Körper will es eigentlich loswerden, aber wir kippen es uns wieder rein... es übersäuert den Körper!

am besten mindestens 2 l stilles wasser oder tee trinken (kräutertee, der nicht entwässernd ist: also kein pfefferminz- oder schwarzen tee)

der Körper braucht viel flüssigkeit, um milch zu produzieren... was auch hilft, ist alkoholfreies malzbier

Beitrag von muehlie 08.05.11 - 23:35 Uhr

Aber so instabil wie das Zeugs im Mineralwasser ist, wie viel bleibt denn davon überhaupt im Magen/Darm übrig? Das meiste dürfte doch in Gasform (CO2) ganz schnell wieder entweichen, oder?

Beitrag von rumpelteaser 09.05.11 - 08:59 Uhr

Kannst du für die These bitte mal ne Quellenangabe geben?

".es ist eine Säure und eigentlich ein Abfallprodukt, welches bei einigen Vorgängen im Körper emntsteht...das heißt, der Körper will es eigentlich loswerden, aber wir kippen es uns wieder rein... es übersäuert den Körper!
"

Sprechen wir alle hier von derselben "Kohlensäure", also dem Zeugs, was in den Mineralwasserflaschen blubbert? (also CO 2?)

Danke!

Beitrag von hispania-12 09.05.11 - 09:22 Uhr

These basiert auf Chemie aus der Schulzeit:

Wasser (H2O)+ Kohlenstoffdioxid (CO2)= Kohlensäure (H2CO3)

hauch mal gegen einen Spiegel, dass was an der scheibe bleibt, ist wasser und was du nicht siehst, ist CO2... frag dich mal, warum der Körper das loswerden möchte...= Abfallprodukt

MM enthält ja von Natur her eigentlich keine Kohlensäure und dass die Babys da Blähungen bekommen, wundert mich eigentlich nicht...

Beitrag von muehlie 09.05.11 - 10:20 Uhr

Aber wie gelangt die Kohlensäure in die Muttermilch, wenn der Großteil noch nicht einmal den Weg vom Mund bis zum Magen schafft und schon vorher wieder als CO2 entweicht?

Dass das CO2, das du ausatmest, nichts mit dem getrunkenen Mineralwasser zu tun hat und aus einem völlig anderen Kreislauf stammt, weißt du ja hoffentlich selbst. ;-)
Also bitte: ich hätte auch gerne eine vernünftige - möglichst belegte - Erklärung dafür, denn ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es hier einen Zusammenhang gibt.

Beitrag von rumpelteaser 09.05.11 - 12:12 Uhr

Genau das war mein Anliegen!

Kohlensäure (H2CO3) zerfällt ja zu:
CO2 = Kohlendioxid = keine Säure.
H2O = Wasser: auch keine Säure! (Überraschung!!!)

und nu?

Beitrag von muehlie 09.05.11 - 12:29 Uhr

Und nu? Nu trinkste 'ne Flasche Malzbier - natürlich OHNE Kohlensäure. ;-)

Beitrag von rumpelteaser 09.05.11 - 13:02 Uhr

jippie! schales Bier trink ich eh am Liebsten! :-p

Beitrag von hispania-12 09.05.11 - 19:39 Uhr

H2CO3 entsteht bei Prozessen im Körper..da muss man kein Wasser mit Kohlensäure trinken damit das entsteht: also hat das mit dem Weg von Mund zum Magen überhaupt nichts zu tun... wir atmen es ja aus: deshalb Abfallprodukt... und die Kohlensäure, die wir uns reinkippen, geht natürlich auch in die MM über, so wie alles, wie ihr sicher wisst...

Das Thema Übersäuerung ist für manche Leute eben nicht so verständlich, da sie sich nicht so damit befassen... mein Schwiegervater ist Arzt und vor allem im bereich gesunde ERnährung ein Ass und er bildet sich immer wieder weiter und gibt uns de Infos natürlich weiter, ich bin dessen sehr dankbar...

wenn ihr die Infos nicht versteht oder nicht wissen wollt, dann lasst es doch...übersäuert euren Körper und freut euch dran...
ist doch jeder selbst für seine Gesundheit verantwortlich.

Beitrag von rumpelteaser 09.05.11 - 20:18 Uhr

...

Das würde ja bedeuten, dass im Körper sowohl H2o als auch CO2 irgendwie frei vorkommen müssen, damit sie miteinander reagieren -

Wo finden diese Prozesse statt?

"in unserem Körper" scheint mir doch reichlich vage dafür, dass wir das Abfallprodukt dann ausatmen.... und wie kommt das Zeug in die Lunge?

Sei so nett und gib mal ne Quellenangabe!

Schönen Abend!

Beitrag von hispania-12 09.05.11 - 20:30 Uhr

Guten Abend,

ich habe ja schon geschrieben, dass die Infos von meinem Schwiegerpapa sind und ich nur das mir Erzählte gern weitergebe...
ich frage ihn, ob er mir die genaue Quelle geben kann, denn er hat Medizin studiert und kennt sich da mit den genauen Prozessen aus, okay?

Beitrag von muehlie 09.05.11 - 22:51 Uhr

Nee, tut mir leid, aber das ist mir immer noch reichlich dünn.
CO2 ist ein "Abfallprodukt" bei der Atmung, in Ordnung. Aber: die findet doch in der Lunge statt. Das CO2 verlässt doch meines Wissens gar nicht die Atemwege. Wo also findet die Entstehung von Kohlensäure im Körper statt? Ohne CO2 funktioniert das, soweit ich weiß, gar nicht.

Nein, ich verstehe deine Infos tatsächlich nicht, weil sie für mich nicht präzise genug, nicht logisch und demnach nicht nachzuvollziehen sind. Und das Ganze dann hochtrabend vom Tisch zu wischen, mit "ist für manche Leute eben nicht so verständlich", ist ein bisschen albern, findest du nicht? Also: werde doch endlich mal konkret.
Übrigens weiß ich ein bisschen was über Übersäuerung. Absolut neu ist mir allerdings, dass eine Übersäuerung irgendwie durch zu viel Kohlensäure entstehen soll. Ich vermisse von dir immer noch eine Information dazu, wie eine so instabile Substanz wie Kohlensäure, die schon bei der kleinsten Erschütterung als CO2 entweicht, irgendeine Bedeutung für den Säure-Basen-Haushalt haben soll.

Beitrag von muehlie 09.05.11 - 23:23 Uhr

Der Satz mit "verlässt gar nicht die Atemwege" ist natürlich Quatsch, es sollte heißen, das CO2 verlässt doch gar nicht die Blutbahn. Da entsteht es doch auch erst, wenn das O2 mit Glukose reagiert, richtig?

Was ich dich übrigens schon die ganze Zeit fragen wollte: wieso ist kohlensäurehaltiges Mineralwasser schlecht, Malzbier aber gut?

Beitrag von hispania-12 10.05.11 - 17:42 Uhr

ich habe ja schon geschrieben, dass ich selbst keine Medizin studiert habe und mir hat das, was mein Schwiegervater mir erzählt, ausgereicht... du scheinst dich ja besser auszukennen...warum fragst du mich dann, wenn du genau darüber bescheid weißt? Dann muss ich meinen Schwiegervater neämlich nciht mit mehr Fragen nerven, da er sowieso zu viel zu tun hat... ich wollte nur einen Tip geben, mehr nicht...

"Was ich dich übrigens schon die ganze Zeit fragen wollte: wieso ist kohlensäurehaltiges Mineralwasser schlecht, Malzbier aber gut?" Wasser sollte man mehrere Liter am Tag trinken (das weiß ich wirklich, weil ich ein Ernährungsgprogramm gemacht habe und nicht so dumm bin, wie hier manche denken..ich merke mir nur das, was mich interessiert...hätte ich mehr wissen wollen, hätte ich Medizin studiert) und Malzbier trinkt man vll nur eins am Tag... außerdem ging es doch darum, was die milchproduktion anregt... und das tut Malzbier nunmal aufgrund seiner Inhaltsstoffe außer der Kohlensäure nämlch, wie andere Muttis ja auch bestätigen...

Beitrag von hispania-12 10.05.11 - 19:47 Uhr

schöner beitrag gerade eben bei galileo über co2-ausstoß von mineralwasser...

Beitrag von muehlie 10.05.11 - 20:26 Uhr

Ähm, ich glaube, die meinten weniger den CO2-Ausstoß von Mineralwasser, sondern eher den CO2-Ausstoß, den der Transport (mittels Fahrzeugen) von Mineralwasser, das ja laut Beitrag viele Deutsche eher aus Frankreich oder Italien bevorzugen, verursacht. ;-)

Und was hatte das jetzt mit Kohlensäure und Stillen zu tun? #kratz

Beitrag von pye 08.05.11 - 23:52 Uhr

hmm ich hatte trotz kohlensäure seeeeeehr viel milch.ABER meine kleine hatte wahnsinnige blähungen davon...also habe ich nur noch verdünnte säfte mit wasser und volvic getrunken

Beitrag von pye 08.05.11 - 23:53 Uhr

malzbier und stilltees regen die milchproduktion an ;) bei mir regten ziemlich viele sachen die milchproduktion an

Beitrag von tscheuri 09.05.11 - 08:30 Uhr

Also ich habe in den ersten Tagen daheim viele Liter kohlesäurehaltiges Mineralwasser getrunken.

Da Lucas in der Zeit viel Bauchweh hatte, habe ich auf Anraten unseres Apothekers Fenchel-Anis-Kümmeltee getrunken. Der Tee hat mir geschmeckt und seitdem trinke ich davon zwei Liter am Tag weil er mir auch gut tut.

Lucas hat seitdem keine Bauchschmerzen mehr...ich weiß allerdings nicht, ob es davon kommt, dass ich den Tee trinke oder dass ich die Kohlensäure weglasse ;-) Es schadet aber sicher nicht darauf zu verzichten, gibt ja soooo viele leckere Alternativen.

Liebe Grüße

Tatjana

Beitrag von hebigabi 09.05.11 - 08:30 Uhr

Da es keine sprudelnde MM gibt soll mir mal jemand den Zusammenhang von Kohlensäure und Blähungen erklären- da bin ich ganz offen.

Ich hab da noch nie schlechte Erfahrungen mit gemacht und mag auch kein stilles Wasser- medium ist meins #;-)

LG

Gabi

Beitrag von muehlie 09.05.11 - 10:14 Uhr

"Da es keine sprudelnde MM gibt soll mir mal jemand den Zusammenhang von Kohlensäure und Blähungen erklären- da bin ich ganz offen."

#pro Genau dasselbe frage ich mich auch jedes Mal, wenn ich sowas lese.
1.) Wie bleibt die Kohlensäure überhaupt im Körper, wenn doch schon eine geringe Bewegung und etwas Wärme reichen, um sie als CO2 wieder auszutreiben; und
2.) Wie gelangt die Kohlensäure in die Muttermilch und sprudelt die dann auch?

Ich kann mir höchstens vorstellen, dass ein Baby vielleicht bestimmte Mineralstoffe im Wasser nicht gut verträgt. Aber für eine vernünftige Erklärung mit Quelle bin ich natürlich auch sehr offen.

Beitrag von sarahjane 09.05.11 - 10:22 Uhr

Kohlensäurehaltige Getränke KÖNNEN (= müssen nicht) zum Milchrückgang führen und zudem Magen(darm)beschwerden bei Brustkindern zur Folge haben.

Manchmal kann Folgendes helfen, um die Milchmenge einer per Brust ernährenden Frau zu erhöhen:

- insgesamt 2 bis 3 Liter am Tag trinken (davon 1 Flasche Malzbier und 4 bis 6 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee)
- wenig Koffein- und Teeinhaltiges trinken
- das Kind öfter (nicht länger) an beiden Brüsten anlegen
- vor jeder Fütterung per Brust warme und feuchte Lappen auf die Brüste legen
- das Kind oft/viel in der Nähe haben
- auf 3 bis 5 ausgewogene und ausreichende Mahlzeiten am Tag achten
- Stress vermeiden, viel ausruhen und kuscheln mit dem Baby
- evtl. aus der Apotheke etwas Bockshornkleesamenhaltiges besorgen (am besten vom Apotheker, der Hebamme oder dem Gynäkologen beraten lassen)
- nach jeder Fütterung per Brust mit elektrischer Milchpumpe an beiden Brüsten 10 bis 20 Minuten abpumpen.