Teenager auf dem Dorf?

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von londonbridge 09.05.11 - 14:43 Uhr

Hallo,

wir überlegen, aufs Land zu ziehen. Die Jungs sind noch recht klein - im richtigen Gartenspielalter. Jedoch zweifle ich etwas - wollen Teenager auf dem Dorf wohnen? In der Nähe wären nur Kleinstädte, die nächste "richtige" Stadt, 50 km entfernt. Wird es ihnen nicht zu langweilig?

Und werden sie dort halbwegs in der Nähe irgendwann einen Ausbildungsplatz bekommen? Ist in den neuen Bundesländern ja doch schwierig. Ich möchte dann auch nicht nochmal umziehen und möchte meine Jungs aber in meiner Nähe haben, auch wenn sie groß sind. Nicht, um ihnen jeden Tag auf den Keks zu gehen, sondern, um in der Nähe zu sein, sollte doch mal was sein ;-) . Außerdem möchte ich ja dann auch irgendwann meine Enkel um mich rum haben.

Ich bin irgendwie total hin und hergerissen. Einerseits fühl ich mich hier (Großstadt alte Bundesländer) wohl, andererseits fehlt hier einfach der Garten. Und das 2. Kinderzimmer. Wohnungen oder Häuser mit 4 Zimmern und Garten zu mieten hier ist sehr teuer. Und meine komplette Familie ist auch im Osten daheim - heißt, ich hab hier bis auf ein paar Freunde gar keinen.

Und können Kinder ohne eigenen Garten glücklich sein?

Danke für eure Meinung, lG

Beitrag von paula74 09.05.11 - 15:36 Uhr

Hallo

Es fehlen mir die Argumente, die wirklich nur Dich oder Deinen Mann betreffen!!! Ich finde es gefährlich, solche Entscheidungen ausschliesslich der Kinder willen zu treffen!

Du denkst schon an Enkel???????? Deine Kinder werden vielleicht auf einem anderen Kontinent wohnen, wenn sie Kinder bekommen. Wer weiss das schon! Und dann zählt nur die Nähe zum nächsten Flughafen.

Die wichtigen Fragen sind doch: Wie sieht es jetzt mit Jobs für Dich und Deinen Mann aus? Mögt Ihr das Landleben? Gärtnern? Klatsch und Tratsch am Gartenzaun? Falls Jobs und Umgebung für Euch stimmen, kommt das nächste, was auch wichtig ist: Welche Schulen gibt es? Wie ist die restliche Infrastruktur für Kinder und Jugendliche (Schwimmbäder, Vereine, Kino, Ferienbetreuung,...)?

Und grundsätzlich kann ich aus eigener Erfahrung sagen: ja, man kann im ländlichen Gebiet gut aufwachsen. Und auch abends weggehen und Spass haben.
Und momentan als Grossstädterin: natürlich können Kinder auch ohne eigenen Garten glücklich sein, wenn man dafür sorgt, dass sie raus kommen.

LG Paula

Beitrag von maggelan 09.05.11 - 15:37 Uhr

Wir wohnen auch auf dem Dorf, wenn auch nm Osten;-)

Ich denke, auf dem Land hat man ebenso seine Vor- und Nachteile wie in der Stadt.
Ausbildungsstellen sind hier in der Umgebung auch genügend, je nachdem was von Interesse ist.

In der Stadt sind ist die Betreuung besser, ebenso wie viel mehr Angebote an Kursen für Kinder und Jugendliche.
Aber braucht man wirklich die vielen Angebote?

Wir nutzen den örtlichen Sportverein, der massig Auswahl an verschiedenen sportlichen NAchmittagsangeboten hat und das zu gerade mal 80€ im Jahr.
In der Stadt würde jeder Kurs einzeln so viel kosten und das für gerade mal 1 Monat oder 1 Quartal.

Ich schätze die ländliche Natur, das was Kinder dabei mitnehmen und vor allem die vielen Spielmöglichkeiten im Freien, die die Fantasie sehr anregt.

Meine Tochter ist 15 und fährt mit ihren Freundinnen regelmäßig in die nächst gelegene Kreisstadt, wo Kino, Einkaufszentren etc für die Teenies halt interessant sind.

Wir haben in einem Stadtteil gewohnt bis unsere Tochter 10 Jahre alt war und sind froh hier auf dem Dorf zu leben.
Vorher hatten wir auch keinen Garten, nur ein kleines Rasenstück, wo aber nicht daran zu denken war, das wir dort einen Sandkasten oder andere Spielsachen aufbauen geschweige denn mal liegen lassen konnten.
War halt so, wir haben daher viel den öffentlichen Spielplatz und den Innenhof genutzt. Das Rasenstück haben wir aus den Gründen abgegeben, zumal keine Privatsphäre.

Klar geht es auch ohne Garten, aber ich wollte gerne einen haben. Bon selbst auf dem Dorf groß geworden und habe es schrecklich vermisst.
Sind natürlich viele Vorteile für das Land.

Gibt sicherlich Städter, die ebenso viele Vorteile für die Stadt bieten können:-)

Beitrag von seinelady 09.05.11 - 15:44 Uhr

Also ich habe auf dem Dorf gwohnt und auch in der Stadt.
Wohne jetzt auch in einer Großstatdt, und ich kann sagen das Dorfleben ist als Kind/Jugendlicher um einiges toller als das Stadtleben.

Wir waren alle eine tolle Gruppe, kannten uns ewig- alles wurde zusammen gemacht.
Auch aus den umliegenden Dörfern kamen die Jungs und Mädels.
Das Stadtleben ist nicht so toll, sehr unpersönlich. Und nach der Zeit auch langweilig, was soll man auch immer machen in der Stadt? Geld hat man ja als Jugendlicher nicht sooo viel das man alle 2 Tage ins nächste Einkaufscenter fahren kann um sich dort rum zu treiben..
Glaub mir deine Jungs werden dir später Dankbar sein, wenn sie auf dem Dorf groß werden durften.

Lieben Gruß Tiny die dir gaaaannz viele tolle Geschichten aus der Zeit aufm Dorf erzählen kann:-p

Beitrag von derhimmelmusswarten 09.05.11 - 17:10 Uhr

Ich würde niemals in die Stadt ziehen. Da kennt niemand den anderen. Was soll man denn machen, wenn man u. U. keinen Balkon hat, keinen Garten? Ich stelle mir das total lästig vor, wenn man dann jeden Tag auf den Spielplatz muss, weil die Kinder daheim nicht spielen können. Alles so unpersönlich. Dann der Verkehr. Nee, danke. Ich komme vom Land und hier bleibe ich. Hier ziehen wir bald in mein Haus. In die nächste Stadt haben wir 15 km, in die nächste größere 30 km. Aber bei den Spritpreisen bestelle ich eh lieber im Internet anstatt dahin zu fahren zum Einkaufen. In der Stadt sind die Mieten höher etc. Wenn deine Kinder weg ziehen wollen, machen sie es sowieso. Daran ändert es auch nichts, wenn ihr in der Stadt wohnt. Dann wollen sie in eine andere Stadt, lernen woanders Partner kennen oder wollen gar ins Ausland. Damit musst du dich abfinden.

Beitrag von krokolady 09.05.11 - 17:18 Uhr

alsooooo

Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen und fand es super........ es gab "Treffpunkte" für jedes Alter.....ein super Jugend-Zentrum, ausreichend Sportvereine, Schwimmbad etc, und auch 2 Discos.

Als Angehende Mama bin ich dann aufs Dorf gezogen.......auch ganz nett mit Kindern solang sie nicht flügge werden.
Den dann gehts los das sie Freunde besuchen wollen die woanders wohnen....das sie ins Kino wollen.....das sie alleine shoppen gehen wollen.....das sie z.B. nen Fussballverein besuchen der ein paar km weg ist......
Wenn sie dann ins Teenyalter kommen gehts los mit der ersten Liebe.....sie wollen in Discos und auf Partys......nach der Berufsschule wird mal der Bus verpasst.......Vorstellungsgespräche wegen Ausbildung natürlich in teils großen Umkreis.
Evtl. dann ne Ausbildungsstelle gefunden die total blöd zu erreichen ist.......also gehts nur mit Mofa, Motorrad oder Auto......im Sommer ok, im Winter bescheiden......

Ich hab Kids, wovon 2 bereits Erwachsen sind - und ich kenne das alles!
Dorfleben kann nett sein - aber nicht unbedingt für Teenager - ausser natürlich das Mama-Taxi ist immer einsatzbereit!
Du solltest also bereit sein Deine Kids zu kutschieren......später auch mal Nachts raus zu müssen um sie aus der Disco oder von Feten abzuholen......

Wenn ihr echt auf nen dorf wollt achtet vorher drauf wie die Anbindungen von Bus und Bahn sind!
Das die Kids auch Abends um 22 Uhr noch heim kommen können mit dem Bus aus der nächsten Kleinstadt etc.

Wir wohnen seit Kurzem wieder am Rande einer Kleinstadt - und meine 12jährige ist unendlich dankbar dafür. Denn so kann sie viel mehr unternehmen und selbstständiger sein....

Beitrag von marathoni 09.05.11 - 18:46 Uhr

Eigentlich kann ich dem Beitrag von kroko...nur zustimmen.
Wir wohnen auch auf dem Land und ich spiele seit Jahren Mama Taxi weil es leider nicht anders möglich ist. Ich finde es furchtbar.
Als die Kinder noch klein waren war alles kein Problem. Man konnte alles relativ gut mit Rad oder zu Fuß erreichen ( Kiga, Schule, Spielplatz, Sportverein).
Jetzt sind sie groß und ich bin manchmal stundenlang am Tag damit beschäftigt sie von A nach B zu fahren, da es eine sehr schlechte Busverbindung gibt.
Hätte mir das damals jemand gesagt, wäre ich niemals hierher gezogen.
Ich würde eine große Kreisstadt empfehlen.

Beitrag von imzadi 09.05.11 - 20:58 Uhr

Erstmal Glückwunsch das ihr es euch leisten könnt eine solche Entscheidung nach den Befindlichkeiten der Kinder zu treffen.

Ich wurde mit 13 Jahren in ein 50 Einwohnerdorf umgesiedelt, ohne auch nur einen Gleichaltrigen in der Nähe. War etwas nervig anfangs immer ca. 5 KM mit dem Fahrrad zu Freunden zu fahren, hielt aber Fit. Mit 16 waren meine Eltern dann so grosszügig mir eine 80iger zu kaufen. Damit war ich unabhängig und die Welt war in Ordnung. Heute wohne ich in einer Stadt, habe keinen Garten und freue mich für meinen Sohn wenn er meine Eltern besucht. Grosser Garten und Nachbarn die man kennt.

Meine Meinung, Dorf schadet nicht. In dem Moment wo das Leben wirklich interessant wird schaft man sich eh ein Fahrzeug an. ;-)

Beitrag von wasteline 09.05.11 - 21:05 Uhr

"Das Stadtleben ist nicht so toll, sehr unpersönlich. Und nach der Zeit auch langweilig, was soll man auch immer machen in der Stadt?"


"Ich würde niemals in die Stadt ziehen. Da kennt niemand den anderen."


Das Stadtleben ist weder unpersönlich und es stimmt auch nicht, dass niemand den anderen kennt.

Ich habe keine Ahnung, woher Ihr Eure Kenntnisse zieht, aber das Stadtleben ist genau wie das Dorfleben das, was man daraus macht.

Wir leben in Hamburg, kennen in unserer Straße jeden Nachbarn - obwohl wir nicht Tür an Tür wohnen. Von unpersönlich sind wir mit unserer Nachbarschaft weit entfernt, es geht sehr persönlich zu. Die Nachbarn tauschen untereinander die Schlüssel, damit man nicht in die Verlegenheit kommt, den Schlüsseldienst rufen zu müssen. Wir erledigen Einkäufe füreinander und helfen uns, wo es eben geht. Wir haben einen großen Garten, in dem unsere Söhne toben konnten wie sie wollten.

Alle Freunde und Schulkameraden unserer Söhne wohnten in der Nähe, kurze Wege für Verabredungen.

Man muss nicht jedes Angebot nutzen, dass eine Großstadt bietet. Aber es ist schön, dass man kulturelle Angebote nutzen kann ohne lange Anfahrtswege zu haben.

Auch ein Stadtleben hat seine Vorteile.






Beitrag von colle 10.05.11 - 07:19 Uhr

hallo

genau so ist es#pro

Beitrag von onetta 16.05.11 - 20:35 Uhr

Vielen Dank!
Ich kann diese Vorurteile über das Stadtleben nicht mehr hören (lesen).

Wir leben auch in Hamburg, und es ist genauso wie du es beschrieben hast.

Viele Grüße
Onetta

Beitrag von brotli 09.05.11 - 23:20 Uhr

hallo

man kann ohne garten leben ;-)
mit garten ist es allerdings viel viel schöner.
ausbildungen auf den dörfern ist sicher schwieriger, man muss manchmal ganz schön lange fahrtwege in kauf nehmen.

meinen kindern fehlte ganz viel auf dem dorf. das angebot vom sportverein war nicht dolle und wenn man etwas mehr machen will, hat man nicht DIE auswahl, also fußball, handball, kinderturnen gabs, aber das wars auch schon.
ins schwimmbad mussten wir fahren, weil irgendwann ist es nicht nur toll im planschbecken zu sitzen im garten.
der satz meiner großen kam mindestens einmal am tag; mama lllllangweilig.....
aber wenn ihr mietet, dann wäre das vielleicht für die grundschulzeit eine möglichkeit ? man kann ja immer nochmal was ändern.

wir haben uns nicht unwohl gefühlt, aber ich würde trotzdem nicht mehr aufs dorf ziehen, denn es fehlte ganz viel. naja uns fehlte ganz viel.
und das ständige fahren nervte auch.egal ob zum arzt, zum sport, abends weggehen der großen, schwimmbad, spielplätze, einkaufen,
mir reichte die poststelle und der bäcker an der ecke nicht, ich wollte schon auch gern mal etwas rumbummeln und auf interessante spielplätze gehen.

l.g.

Beitrag von paula74 10.05.11 - 09:40 Uhr

Noch ein Nachtrag von mir:
Natürlich kennt man auch in einer grossen Stadt seine Nachbarn, wenn man sich drum bemüht! Wir haben mittlerweile ein extrem gutes Nachbarschaftsnetz und kennen in den uns umgebenden Häusern wirklich jeden. Gemeinsames Abendessen, Aushelfen beim Kinderhüten, Schlüssel tauschen, in den Gärten abhängen (ja soetwas gibt es auch in Städten und Mietshäusern, wenn man Glück hat) ist bei uns an der Tagesordnung. Mit dem Vorteil, dass es trotz allem nicht in einem dörflichen Gemeinschaftszwang ausartet, weil jeder natürlich noch viele weitere Alternativen zur Freizeitgestaltung hat!
Und ja, wir nutzen auch als Familie die Angebote der Grossstadt wie Zoo, Museen, Einkaufsbummel (mit diversen Spielplatzbesuchen zwischendurch), Kindertheater, Zirkus...
LG Paula

Beitrag von sassi31 10.05.11 - 15:16 Uhr

Also ich bin in der Stadt aufgewachsen und war als Teenager heilfroh, dass ich nicht wie meine Cousine auf dem Land leben musste. Während ich viel unterwegs war (in der Disco z. B.), saß meine Cousine zuhause und hat sich gelangweilt. Alleine (also ohne Hilfe der Eltern) hatte sie keine Chance, aus dem Dorf raus zu kommen. Entfernung zur Stadt waren 30 km und es gab nicht mal tagsüber eine vernünftige Busanbindung.

Eine Wohnung mit Garten lässt sich sicher auch in der Stadt finden.

Beitrag von 280869 11.05.11 - 05:29 Uhr

Genauso haben wir auch gedacht und uns dann gegen ein Dorf mit absoluten Traumhaus entschieden.

Wir wir wohnen dörflich am Stadtrand und es ist wundervoll.

Damals war noch eine Schule in der Nähe, mittlerweile haben sie einen Schulweg von 6km es ist aber zu schaffen, meist werden sie auch gefahren oder fahren mit dem Fahrrad.

Beim Kauf des Hauses hatten wir nur eine Tochter, aber wir haben auch schon geschaut das Schulen, Ärzte ,Krankenhaus ,Altersheim,Busverbindungen und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe ist.

Es ist alles mit Auto innerhalb von 15 Min zu erreichen das war uns wichtig.

Wir hätten vor 20 Jahren,eine Villa in einen Dorf sehr preisgünstig bekommen können,mein Mann sein Arbeitsplatz war in der Nähe, ich hätte 30 min fahren müssen, Kindergarten mit Krippe, Schule,Tante Emma-Laden alles da. Ein Traum damals!Aber irgendwie konnte ich mich damals nicht damit anfreunden, Vielleicht auch weil die Tante meines Mannes da wohnte;-)

Heute gibt es da nichts mehr,Schule 30 km weg, Kita genausoweit weg,Einkaufsmöglichkeit gleich Null. Keine Bushaltestelle, nichts. Altersdurchschnitt ca 70 Jahre.
Der Betrieb von meinen Mann hatte seinen Standort auch verlegt.
Dort sagen sich jetzt Fuchs und Hase guten Nacht.


Ich habe eine Schulfreundin, sie hat mit ihren 2 Brüdern ein Zimmer 14m² geteilt. Sie hatten auch keinen Garten nur einen kleinen Hinterhof im Mehrfamilienhaus. Sie ging immer zu anderen Kindern spielen und war auch glücklich, geschadet hat es ihr auch nicht.

VG 280869

Beitrag von fraz 13.05.11 - 10:00 Uhr

Hallo

Wir sind aufs Land gezogen, als unsere Kinder 8 und 3 Jahre alt waren.

Allerdings wohnen wir gleich beim Bahnhof und mit dem Zug ist alles gut erreichbar, ausserdem sind Schule, Post, Bank und etliche Einkaufsmöglichkeiten im Dorf.

In die Pampas würde ich mit Kindern nie ziehen, weil die Zeit kommen wird, wo ihnen der Garten nicht mehr genügt.
Wichtig ist, dass sie auch im Teenageralter alleine ins Kino kommen, in die Musikstunde, zum Fussball, in den Ausgang.
Wenn nicht, seid ihr nur noch am Nachwuchs-rumkutschieren....und das möchte ich nicht als Freizeitbeschäftigung ;-)

Ob deine Jungs dann später mal in der Nähe von Mama wohnen bleiben möchten, darüber würde ich mir noch keine Gedanken machen.....denn erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Beitrag von butler 13.05.11 - 12:32 Uhr

Meine große Dorfkind macht ihre Ausbildung in der nächsten großen Stadt. Dahin fährt Bus, Bahn oder Auto, Rad...
Mein Sohn besucht seine Schule steigt 1x um und beide haben/hatten nie lange Weile. Es wurden bei meiner tochter öfter Partys bei uns im Garten/ Haus gefeiert und ansonsten haben die Jugendlichen fast alle aktiv an Dorfereignissen mitgeholfen(freiwillig)
LG

Beitrag von chili-pepper 14.05.11 - 10:07 Uhr

Ich finde das Landleben super.

Hab selbst als Kind auf dem Lang gelebt und als ich dann schwanger wurde, bin ich auch wieder aus der Stadt raus und aufs Land.
Ich möchte meinen Kindern nie etwas anderes für ihre Kindheit geben.

Heute sind sie 13 & 11, manchmal muss ich sie fahren, wenn sie zu Freunden wollen bzw. haben beide auch ein Fahrrad.

In die umliegenden Dörfer / Städte fahren Busse.

Lieber nen Kirschbaum zum beklettern als die Straßenbahnleitungen...

Beitrag von marion2 14.05.11 - 12:04 Uhr

Hallo,

ich bin in ner absolut kleinen Kleinstadt aufgewachsen. Langweilig war uns nie.

Ob deine Kinder in deiner Nähe bleiben, weißt du weder in der Großstadt noch auf dem Dorf.

Gruß Marion

Beitrag von h-m 17.05.11 - 11:08 Uhr

Ich bin auf einem "gefühlten Dorf" aufgewachsen (es war in eine kleinere Stadt eingemeindet worden... aber noch sehr dörflich und ca. 7 km vom Stadtzentrum entfernt). Als Kind fand ich es toll; im Teenageralter aber absolut ätzend. Kein vernünftiger öffentlicher Nahverkehr, besonders abends; nach jedem Kino-/Kneipen-/Disco-Besuch musste man 7 km zu Fuß latschen oder trampen #schock

Bin nach dem Abitur sofort weggezogen und wohne jetzt in einer Großstadt. Etwas anderes kommt für mich nicht mehr in Frage. Meine Tochter wächst ohne "eigenen" Garten auf und ich bin davon überzeugt, dass sie eine glückliche Kindheit hat.

Wir haben einen großen Hof vor dem Haus (Mehrfamilienhaus), wo immer die Kinder aus der ganzen Nachbarschaft zum Spielen hinkommen. Ist doch besser, als wenn jede Familie in ihrem eigenen kleinen Garten hockt und sie Spielkameraden nur auf Verabredung hin hätte.

Meine Eltern haben übrigens einen sehr schönen Garten. Als Kleinkind fand ich ihn gewiss toll. Leider habe ich keine Erinnerung mehr daran, wie schön ich dort gespielt habe. Ich kann mich nur daran erinnern, dass ich bei jeder Gelegenheit zur Sch***-Gartenarbeit herangezogen wurde, getreu dem Motto "wir müssen alle mithelfen, damit wir es hier soooo schön haben". Ist echt toll für Schulknder/Teenies, Unkraut zu zupfen, während die Freundinnen im Freibad Spaß haben... *ironie off*

Ich VERABSCHEUE Gartenarbeit und will NIEMALS einen Garten haben.