Kann jemand med. Fachlatain für Auswertung eines MRT am Knie?

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Beitrag von sun_power 09.05.11 - 17:21 Uhr

Hallo ihr lieben

Am 4.5. hatte ich nach 2 Monaten warten endlich meinen Termin zum MRT des li. Knie.
Seit einiger Zeit habe ich immer Beschwerden, mal mehr und mal weniger. Nach langem hinauszögern habe ich mich endlich entschieden es endlich richtig abklären zu lassen.
Heute habe ich meinen Befund vom Radiologen erhalten und verstehe einige Begriffe nicht und erhoffe mir hier eine kurze Erklärung des Berichtes und evtl. auch eine Prognose wie es weiter geht und was auf mich zu kommen könnte. Habe zwar am 12.5. also am Donnerstag wieder einen Termin bei meinem Orthopäden zur Befundbesprechung aber ich möchte schon vorher informiert sein und mir gleichzeitig auf diesen Weg mehrere Meinungen zur Therapie einholen.

Also hier ist die zusammenfassende Beurteilung meines MRT Knie li:

Umschriebener, aufgrund der relativ scharfkantigen Begrenzung möglicherweise posttraumatischer, tiefer, bis Kortikalis reichender Knorpeldefekt von 7x7 mm Größe in der Hauptbelastungszone der medialen Femurrolle mit begleitender Knochemarkreaktion. Im übrigen zweit- bis drittgradige Chondropathie im medialen, erst- bis zweigradige Chondropathie im lateralen Kompartiment. Innen und Außenmeniskus, Kreuz- und Kollateralbänder intakt. Ausgedehntes Ganglionzystenkonglomerat außenseitig des Innenbandes bzw. der medialen Gelenkkapsel mit Ausdehnung um den deutlich gereizten Pes anserinus und geringgradig hinter den intakten Innenmeniskus, weshalb es sich dd weniger wahrscheinlich auch um Meniskuszysten handeln kann. Geringer Kniegelenkerguss, kleine Baker-Zyste, synovialitischer Reiz. Patella Typ II bis III nach Wiberg, die bei Untersuchung mit gestrecktem Knie leicht lateralisiert ist mit lateraler Hyperkompression.

Also ich finde es hört sich für mich nach einem heftigen Befund an. Müsste ich jetzt evtl. operiert werden? Oder besteht noch ne Chance es irgendwie anders in den Griff zu bekommen?
Eure Erfahrungsberichte bitte... :D

Lieben Gruß

Beitrag von catch-up 09.05.11 - 18:57 Uhr

Da steht umgangssprachlich, dass dein Knie im Arsch ist!

Du hast sehr viele Veränderungen im Knie, die verschleißbedingt und anlagebedingt sind. Deine Kniescheibe ist deformiert (flacher, als normal). Deshalb ist sie ein Stück verschoben.

Dann hast ne Baker-Zyste (ist nicht weiter wild, haben viele Leute).

Der Knorpelschaden ist allerdings heftig! Der liegt eben in der hauptbelastungszone an der Oberschenkelrolle!

Chondrodathien sind Verschleißerscheinungen, erst- bis zweitgradig geht grad noch so! Die können bis IV ausarten.

Operiert werden muss bestimmt irgendwann! Ich vermute (bin kein Profi), dass du durch die Kniescheibendeformation nen falsches Gangbild hast und deshalb der große Knorpelschaden da ist.

Das Problem ist, dass Knorpel nicht nachwächst! Er wird nur weniger! Und wenn keiner mehr da ist, tuts weh, weil bei Bewegungen Knochen auf Knochen reibt.

Jetzt werden sie u.U. noch mal ne Arthroskopie machen, den Knorpel glätten, die Zysten entfernen ect.

Aber dabei wirds im Laufe deines Lebens wohl nicht bleiben!

Beitrag von sun_power 09.05.11 - 19:31 Uhr

Vielen vielen Dank für deine ausführliche Erklärung und die Zeit die du dir genommen hast meinen Befund zu übersetzen.
Sowas in der Richtung habe ich mir schon fast gedacht weil ich nach einzelnden Begriffen angefangen hatte zu googlen, konnte es für mich nur nicht richtig verständlich übersetzen.
Man man man, da wird wohl einiges auf mich zu kommen :-(

Also vielen Dank nochmal #blume

Beitrag von catch-up 09.05.11 - 19:00 Uhr

Achso: hab ich vergessen!

Da steht auch, dass dein Knorpelschaden schon bis auf die Kortikalis (Knochenhaut) reicht!

Im Ärztejagon nennt man das Knorpelglatze!

Das ist nicht schön!!!