Wer wurde nach einer Abtreibung noch einmal schwanger?

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von heutemalinblau 10.05.11 - 21:08 Uhr

hallo ihr lieben,

leider hatte ich vor 1 Jahr eine Abtreibung, mein Leben war zu diesem Zeitpunkt völlig chaotisch, ich wäre nicht in der Lage gewesen, mich um noch ein Kind zu kümmern.
Ich denke viel darüber nach, wir haben vor in 2 Jahren zu bauen, in 4-5 Jahren hätte ich gerne noch ein Kind, wenn die Umstände stimmen, aber ich habe auch das Gefühl kein Kind mehr zu verdienen :-(
Wie ging es euch , seid ihr nach einer Abtreibung noch einmal schwanger geworden, und wie war das für euch?
Denkt man dann wieder an das andere Kind?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

Beitrag von auchinblaubin 10.05.11 - 23:13 Uhr

Ich hatte vor 15 Jahren wegen großer gesundheitlicher Probleme eine Abtreibung.

Im Mai 2003 hatte ich eine FG und 1 Jahr später kam meine Tochter zur Welt.

Auch 15 Jahre danach denke ich noch oft an mein 1. Baby.....

Ein 2. Kind ist so sehr gewünscht bei uns aber es klappt einfach nicht. Ich habe oft das Gefühl das es eine Bestrafung ist für das was vor 15 Jahren passiert ist :-(

Beitrag von jiminy87 10.05.11 - 23:15 Uhr

Hallo#winke,

Ich hatte vor 6 jahren eine Abtreibung. Ich habe es sehr bereut und war auch immer davon überzeugt das mir kein Kind mehr geschenkt wird.
Ich bin dann 2009 wieder schwanger geworden, es war ein absolutes Wunschkind. Dennoch hatte ich im Hinterkopf immer die Angst das etwas schief gehen könnte, ich dachte immer mir würde das Kind wieder genommen werden, ich hätte es nicht verdient so ein Glück zu erfahren. Ich dachte immer Gott denkt "du wolltest das erste Kind nicht, dann hast du das zweite auch nicht verdient!"
Bei jedem Arztbesuch habe ich mit dem schlimmsten gerechnet. In der 13.ssw war es dann soweit, der Arzt hat mir gesagt das, dass Herzchen aufgehört hat zu schlagen. Ich war am Boden zerstört und habe mich in meinem denken bestätigt gefühlt.

Dennoch wollte ich nicht aufgeben. Ich habe erstmal eine Pause eingelegt und im Dezember 2009 haben mein Mann und ich wieder angedangen zu üben. Im Februar war ich wieder schwanger. Ich hatte wieder während der gesamten ss riesen Angst. Ich musste mehrmals am Tag mit dem Angelsound hören ob das Herzchen noch schlägt und wenn ich es nicht direkt gefunden habe bin ich wieder in tiefste Panik verfallen. Ich bin mindesrens 1 x die Woch zum fa weil ich so eine angst hatte. Gott sei Dank hatte die Ärztin vollstes Verständnis.

Heute ist meine Maus 7 1/2 Monate alt#verliebt.

LG

Beitrag von heiho 11.05.11 - 08:40 Uhr

Hallo,
ich habe zum Glück noch nie an eine Abtreibung denken müssen, aber mehrere Fehlgeburten hinter mir. Ich glaube die Ängste, die man dann durchlebt sind ähnlich? Auf jeden Fall finde ich es schlimm so einen Beitrag zu lesen, weil man herausliest, wie schlecht es dir geht. #liebdrueck
Ich denke, dass kein Mensch so eine schreckliche Bestrafung verdient hätte, dass der Kinderwunsch unerfüllt bleibt, egal, welche Entscheidungen er (bzw. sie) in ihrem Leben treffen musste. Und Entscheidungen sind immer fehlbar, ob sie banal sind oder von großer Bedeutung, wer es schon geschafft hat immer den richtigen Weg zu gehen, wirde noch geboren werden müssen, also verdient man auch nach einer solchen Entscheidung keine "Strafe".
Versuch zu deiner Entscheidung zu stehen und nach vorne zu sehen. Hoffentlich musst du nicht lange auf dein Glück warten.
Liebe Grüße

Beitrag von unipsycho 11.05.11 - 09:16 Uhr

Hallo!

Eine Freundin von mir hat mit 16 abgetrieben und ist dieses Jahr im April Mami geworden #baby
Eine andere Freundin von mir hat 1 Jahr bevor sie mit ihrem Sohn schwanger wurde abgetrieben, weil sie erst 2 Wochen mit ihrem Freund zusammen war.
Eine andere Freundin von mir hat ungeplant einen Sohn bekommen, wurde aber 6 Monate nach seiner Geburt wieder ungeplant schwanger, trieb dieses Kind ab und bekam 7 Jahre später eine süße kleine Tochter.

Wieso soll eine Abtreibung gegen ein Wunschkind sprechen? Du wirst dir das ausreichend überlegt haben, oder?

btw: Hormon- und Kupferspiralen sind auch jedes Mal kleine Abtreibungen, denn bei beiden Verhütungsformen findet ein Eisprung statt und es ist auch möglich dass dieses Ei befruchtet wird. Die Spiralen verhindern die Einnistung.

Ich hab 15 Monate die Hormonspirale gehabt... mein Gewissen ist rein ;-)
Und ich hab auch schon mal die Pille danach genommen (was auch eine kleine Abtreibung ist)...

Beitrag von valo 11.05.11 - 12:29 Uhr

hallo!!

ich hatte mit 16 eine gezwungene abtreibung...#heul und ich muss sagen ich hatte solche blutungen danach das ich dachte die haben bei mir was kaputt gemacht und ich werde nie wieder ein kind bekommen können!

war zum glück nicht so denn mit 22 wurde ich mit meiner maus schwanger und es lief alles super gut!!#verliebt

an mein sternchen muss ich sehr oft denken...es wäre nun schon fast 8 jahre alt.....ich mach mir große vorwürfe weil ich damals nicht stark genug war um meiner mutter und meinem freund zu wiedersprechen!!:-[

vorallem in der ss von sophie hab ich viieeel an das erste gedacht!!

Beitrag von jiminy87 11.05.11 - 16:08 Uhr

#liebdrueck,
ich wurde mit 17 zu einer Abtreibung getrieben. Man hat so auf mich eingeredet, mir kam es schon fast so vor wie eine Gehirnwäsche, Mir wurde aufgelistet was ich mir niemals leisten könnte, man hat mir gesagt das ich mir niemals meine Träume erfüllen könnte, man hat mir gedroht das ich meinem Kind nichts bieten kann das es dem Kind nicht gut gehen wird usw., und das den ganzen lieben langen Tag.
Meine Mama hat immer gesagt, egal wie ich mich entscheide sie steht hinter mir, aber dennoch hat sie auch auf mich eingeredet und mir gesagt das ich dann kein schönes Leben mehr haben werde#heul, dasselbe kam vom Partner, von den Schwiegereltern von den Großeltern, von den Onkeln und Tanten sogar von den Freunden.
Irgendwann wollte ich dann einfach meine Ruhe und habe eingewilligt.
Ich werde aber niemals diese Seelischen schmerzen die ich danach empfunden habe vergessen, mit diesem Kind ist ein Teil von mir gestorben, ich bin längst nicht mehr so fröhlich wie ich es war, habe oft das Gefühl einfach nur taub zu sein und nur noch zu existieren.
Die anfangszeit habe ich alles versucht zu verdrängen, man hat mir immer gesagt irgendwann habe ich es vergessen, die Zeit heilt alle Wunden. Aber ich weiß das ich es niemals vergessen werde und ich denke auch das ich nicht mehr so glücklich werde wie ich es vorher war. Ich werde es mir niemals verzeihen können und genauso verzeiht ein Teil von mir es meiner Mama nicht das sie mir nicht mehr beigestanden hat.
Klar ich war jung aber ich weiß ich hätte es geschafft, so wie ich es jetzt auch geschafft hätte, vielleicht wäre ich aber immer noch lebensfroher wie ich es jetzt bin.

Ich boxe mich durchs Leben und spüre großes Glück wenn ich meine Tochter sehe#herzlich#verliebt, dennoch habe ich das Gefühl es könnte noch mehr sein.
Seitdem meine Kleine da ist verspüre ich wieder das Bedürfniss glücklich zu sein. Ich spiele jetzt oft mit dem Gedanken mir Therapeutische Hilfe zu holen, aber ich denke das die anderen mir einen Vogle zeigen und sagen das ich nach fast 7 Jahren nicht wieder alles aufwühlen soll, die wissen nämlich nicht das dieser Schmerz noch immer jeden Tag in mir sitzt.

Oh Gott, mir kommen grade voll die Tränen, ich habe seit Jahren nicht mehr deswegen weinen können, ich dachte immer ich hätte mich ausgeweint aber irgendwie bricht es gerade voll aus mir raus!!!

lg

Beitrag von 112liamnoel 15.05.11 - 20:42 Uhr

Hallo Ich finde es gut das du Über deine Trauer schreibst
Ich finde schon das du Hilfe holen solltest da kannst du es noch mal verarbeiten

Ich wünsche dir viel Glück #liebdrueck

Lg Liamnoel

Beitrag von so war das... 11.05.11 - 12:34 Uhr

Hallo,

hatte 2004 eine Abtreibung. 6SSW.War damals im Ausland und fühlte mich auch noch zu jung für ein Kind. Habe die Entscheidung nicht bereut.

2007 hatte ich eine Fehlgeburt in der 18SSW. Da dachte ich natürlich schon auch bischen an die Abtreibung weil diese SS war erwünscht.Hab aber den Gedanken das es eine Strafe sei schnell wieder verworfen und dann trauerte ich eigentlich nur um das Totgeborene und nicht über das abgetriebene Kind.

2009 habe ich dann mein Wunschkind bekommen und bin sehr glücklich. Denn jetzt passt alles und ich bin reif für Kinder.



Alles Gute und LG

Beitrag von sunshinex 11.05.11 - 13:18 Uhr

Ich hatte am 26.5.2010 einen schwangerschafts abbruch in der 14. ssw da das kind enorme missbildungen hatte und kaum überlebenschance hatte #kerze

heute bin ich gottseidank wieder schwanger in der 20.ssw aber gedanken an mein sternchen habe ich immernoch fast täglich obwohl ich ja weiß das es so besser war hab ich trotzallem noch schuldgefühle

nunja trotzallem bin ich der meinung das abtreibungen Okay sind wenns wirklich nicht anders geht sprich wenns zu früh passiert oder etwas nicht inordnung ist mit dem ungeborenen

mach dir nicht so viele gedanken wenn die zeit kommt passierts ;-) auch ganz ohne hilfsmittel #herzlich

Beitrag von heson 11.05.11 - 14:49 Uhr

Hallo!

Zunächst möchte ich einfach mal sagen, dass ich es total schade finde, dass Frauen, die ein Kind abtreiben lassen, solche .... Schuldgefühle (ist das richtig? Sind es Schuldgefühle?) haben. Ich bin auch überzeugt davon, dass diese Gefühle den Frauen eingeredet und aufgezwungen werden. Es ist sicher ein komplexes Thema. Aber ... das muss doch jede Frau für sich entscheiden. Und ich glaube wirklich, dass diese Entscheidung nicht leicht ist!

Ich kenne einige Frauen, die eine Abtreibung haben machen lassen. Eine fand es zwar schwer, hatte aber ähnliche Gründe wie du. Die stand auch zu ihrer Entscheidung und hat nun zwei gesunde, große (15 + 19 Jahre) Kinder. Die andere konnte nicht so gut mit der Entscheidung leben, ging eine ganz lange Zeit zu einer Psychotherapeutin (die Abtreibung war aber bei weitem nicht ihr einziges Problem) und auch sie hat heute ein süßes Kind.

Also ... ich finde das echt schade. Du bist mit Sicherheit, trotz Abtreibung, ein liebenswerter Mensch, der ja nun auch einen Partner verdient hat. Warum solltest du also kein Baby "verdienen"? Laß dir nichts einreden! Deine Entscheidung mag mit Sicherheit "größer" gewesen sein, als ein Baby völlig gedankenlos unter katastrophalen Verhältnissen aufwachsen zu lassen.

Es wird schon.... da bin ich überzeugt von!

Lieben Gruß und alles Gute!

Beitrag von mama1995 14.02.13 - 17:27 Uhr

Ich war mit 16 schwanger wurde von meinen Freund fertig gemacht von seiner Familie von
meiner Familie
ich hatte niemanden der mir beistand ich war allein ich war verzweifelt hatte
immer nach Unterstützung gesucht die ich aber nie bekam
ich wollte dieses Kind ich hab immer von meiner Familie gehört das

es mit der zeit einfacher wird doch niemand sah wie ich jeden tag litt

ich weis das ich diese leere diesen Fehler niemals vergessen kann doch was

sollte ich machen ich bin jetzt 18 ich hab ein neuen freund ich bin neu schwanger
geworden durch geplatzten Kondom und ich alle ziehen das gleiche ab ich

habe angst ich weis nicht weiter ich fühl mich wieder im stich gelassen doch ich

weis das ich diesen schmerz nicht noch schlimmer durch ziehen kann ich weis
nicht wie handeln werde doch diesen schmerz
vergess ich nicht ich habe diese Erinnerungen an die Vergangenheit
und glaubt mir noch schlimmer ist eine Abtreibung ohne
Nakose ich hatte sie und sah das ganze blut spürte wie mir das

kKnd raus gezogen wurde

diese Erfahrung werde ich ein Leben lang nicht verarbeiten können :(

Beitrag von augustmama13 22.05.15 - 07:40 Uhr

Es tut mir so leid für euch. Ich habe es auch nicht verkraftet und bereut.