Arbeitslos und bald alleinerziehend

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von fairy-apple 11.05.11 - 15:23 Uhr

Hallo liebe Mituser ;)

am Anfang erzähl ich mal etwas über mich. Wer keine Lust hat alles zulesen sollte von unten nach oben lesen. Ich bin Dankbar über jede Antwort :)

Ich bin 22 Jahre alt und habe Anfang des Jahres erfahren, das ist trotz Pille schwanger geworden bin. Mich hat es ganz schön aus der Bahn geworfen, da beruflich alles so gelaufen ist wie ich es wollte und das letzte was ich gebrauchen konnte ein Kind war. Aufgrund der Situation habe ich auch meinen Job verloren. War 2 Monate Arbeitslos und hab jetzt seid 1 Monat bis zum Anfang meines Mutterschutzes ein befristetes Verhältnis. Mit dem Vater des Kindes war ich ein halbes Jahr zusammen, kennen uns aber Insgesamt 1 Jahr. Als ich das Ergebniss in meinen Händen hielt, wurde mir auch auf Grund der Situation klar, das ich diesen zwar mag und schätze, es aber nicht der Mann ist mit dem ich mein Leben verbringen will und wir haben uns im guten getrennt. Ich wohne in NRW und er ist zurück nach München, weil seine Beruflichen Pläne dort besser umsetzbar sind.

Da ich in den Niederlanden gearbeitet habe, musste ich einwenig auf mein Geld vom Arbeitsamt warten. Außerdem wäre die Wohnung für mich alleine auf dauer nicht tragbar gewesen und ich bin zurück zu meinen Eltern erstmal gezogen. Allerdings habe ich bedenken das der Platz für mich und den kleinen auf Dauer hier reichen würde und ich glücklich mit der Situation wäre.

Jetzt hab ich ein paar Fragen zu den Finanzen. Ich habe bei der Diakonie schon einen Termin vereinbart allerdings wurde dieser schon das 2. mal verschoben, wegen krankheit der Berater. Vielleicht könnt ihr mir schon mal was helfen oder anregungen für weitere Fragen geben.

Ich verdiene zur Zeit 600 Euro (war froh überhaupt noch was zumachen, bevor der kleine kommt ...). Der Vater verdient um die 3000 Euro Brutto. Miete zahl ich bei meiner Mutter 300 Euro - dafür muss ich keine Lebensmittel FÜR MICH (wenn ich hier bleiben würde müsste ich für das Kind selber zahlen) kaufen, restliche Umkosten belaufen sich um die 250 Euro. Kredite versuche ich bis September noch abzubezahlen, deshalb ist es so viel...

Was steht mir also zu?

Elterngeld? Wie rechnet sich das? Ich hatte es im Internet schon versucht, allerdings habe ich keine Hilfe wegen meiner Arbeitslosigkeit bekommen. Und das Ersetzt das ALG1?

Unterhalt für das Kind und für mich vom Vater? Wobei ich auch überlege wie ich das am besten Anspreche ohne das ich mich mit ihm Streiten muss... hat jemand da ein paar Ideen bzw Erfahrungen für mich?

Würde mir auch das Geld von dem Mutter-Kind-Verein für eine Erstausstattung zustehen? Oder verdient der Vater dafür zuviel? Bzw entfällt weil ich nicht offiziell Miete zahle (läuft ja über meine Ma und da könnte man ja betrügen oder sonstiges ... herje)

Vielen Dank fürs lesen, ich freu mich wirklich über jede Antwort.

Fairy

Beitrag von traumkinder 11.05.11 - 15:37 Uhr

das Amt zahlt dir die Wohnung und einen Zuschuss für dich und das Baby.


wenn ich dir einen tipp geben darf, ZIEH in deine eigene Wohnung mit dem Baby!! dir wird es finanziell dann deutlich besser gehen!



Elterngeld bekommst 67% von deinem nettolohn, wenn du schonmal 12 Monate lang gearbeitet hast. Wenn nicht, dann bekommst du 300€ Elterngeld (vorausgesetzt du bist eben kein Hartz4 Empfänger!)

Beitrag von fairy-apple 11.05.11 - 15:43 Uhr

Mit einer eigenen Wohnung würde ich ja dann Arbeitslosengeld 2 beziehen müssen - wird das den restlichen Geldern wie meinem Unterhalt oder dem Unterhalt des Kindes angerechnet?

Beitrag von traumkinder 11.05.11 - 15:48 Uhr

wenn dir alg1 zusteht, bekommst du doch wohngeld oder nicht??


kenne mich damit nicht aus, bei meiner schwester war es aber so.

Beitrag von kruemlschen 11.05.11 - 15:51 Uhr

warum antwortest Du dann wenn Du Dich damit nicht auskennst?

Beitrag von traumkinder 11.05.11 - 15:58 Uhr

dein kommentar war ja auch sehr hilfreich!!

Beitrag von kruemlschen 11.05.11 - 16:00 Uhr

mein Kommentar ging ja auch an Dich und nicht an die TE ;-)

Beitrag von traumkinder 11.05.11 - 16:03 Uhr

dann scheinst du dich durch meine Beiträge auch angesprochen gefühlt zu haben!


schlimm diese leute... #gaehn

Beitrag von fairy-apple 11.05.11 - 16:10 Uhr

Ich fand es hilfreich - so kann ich mir solche Fragen notieren und gezielt stellen. Bei Ämtern ist es leider der Fall, das man es so machen muss und bei der Diakonie kann ich mich dann auch genauer nochmal drüber informieren :)

Danke also :)

Beitrag von silbermond65 11.05.11 - 17:07 Uhr

Elterngeld bekommst 67% von deinem nettolohn, wenn du schonmal 12 Monate lang gearbeitet hast. Wenn nicht, dann bekommst du 300€ Elterngeld (vorausgesetzt du bist eben kein Hartz4 Empfänger!)

Selbst wenn sie nach der Geburt "Hartz 4" bezieht,
hat sie auf alle Fälle die 300 Euro anrechenfrei ,denn sie arbeitet ja jetzt vorher.

Beitrag von traumkinder 11.05.11 - 17:22 Uhr

ich dachte seit 1.1.2011 gibt es nur noch 65% vom Netto (ausser man liegt unter einer Grenze, dann 67%) und bei Hartz 4 kein Elterngeld mehr #kratz

Beitrag von windsbraut69 12.05.11 - 07:39 Uhr

"wenn ich dir einen tipp geben darf, ZIEH in deine eigene Wohnung mit dem Baby!! dir wird es finanziell dann deutlich besser gehen! "

Inwiefern?

Gruß,

W

Beitrag von leonie133 11.05.11 - 15:50 Uhr

Frag in diesem Forum nicht

"was steht mir zu"?

Da kriegen 98 % aller Urbianer einen dicken Hals :-)

Ich meistens auch...

Es ist so, dass deine Schulden (wieso hat man mit 22 J. Kredite laufen bei DER Jobsituation???) keinen interessieren, kein Amt, niemanden. Dafür bist du selbst verantwortlich, und wir, die Steuerzahler werden dafür nicht aufkommen. Also, deine Schulden spielen bei der Berechnung von ALG etc. keine Rolle.

Dein Kind bekommt Unterhalt vom Kindsvater, ob er will oder nicht. Das kannst du ihm nett mitteilen oder auch nicht. Er muss zahlen.

Sieh zu dass du sehr früh nach der Geburt wieder arbeitest, zumindest in Teilzeit. Das Jugendamt hilft dir, wenn es um Zuschüsse zur Betreuung geht. Oder deine Eltern übernehmen das erst mal.

Das mit der Erstausstattung kriegt man evt. auch anders gut hin. Ich habe fast alles von Bekannten / Verwandten / Flohmärkten für ganz wenig Geld oder geschenkt bekommen.

Viel Glück #klee

Beitrag von fairy-apple 11.05.11 - 16:08 Uhr

weil ich mit 22 bereits abteilungsleiterin war und ein wunderbares Einkommen hatte. Wo man sich dann schon überlegt ein Auto zuzulegen. Aber die Schulden sind wie gesagt ja auch bis September nicht mehr da.

Wenn ich die Frage so oft lesen würde hätte ich sicherlich auch einen dicken Hals - allerdings finde ich die Situation bei den Ämtern absolut grausam. Man bekommt keine richtigen Infos und die sind froh über jeden Cent den diese nicht Zahlen müssen.

Arbeiten möchte ich auch sehr gerne wieder nach meiner Schwangerschaft und wenn alles gut läuft, habe ich auch eine sehr gute Möglichkeit gefunden meine kleine Familie und Arbeit unter einen Dach zu bringen. Wo ich auch sehr dankbar für bin.

Also es war nicht mein Plan mein Leben von anderen finanzieren zulassen. Nur muss ich einwenig planen können. Ich würde wie gesagt gerne meine eigenen vier Wände haben.

Vielen Dank für deine Antwort :)

Beitrag von kruemlschen 11.05.11 - 15:59 Uhr

Hallo,

an aller erster Stelle kommt der Unterhalt!

Der KV ist, nach finanzieller Möglichkeit (die ja scheinbar gegeben sind), dazu verpflichtet Dir Betreuungsunterhalt zu zahlen, mindestens bis das Kind 3 Jahre alt ist. Dazu kommt natürlich noch der Kindesunterhalt den er in jedem Fall zahlen muss (Höhe kannst Du Dir in der Düsseldorfer-Tabelle errechnen). Dann kommt das Elterngeld, dass kannst Du hier ausrechnen (relevant ist der Verdienst in den letzen 12 Monaten in denen Du gearbeitet hast:
http://www.bmfsfj.de/Elterngeldrechner/
Und natürlich noch das Kindergeld.

Je nachdem auf welche Höhe Du dann kommst, würdest Du ggf. ergänzendes ALGII ODER Wohngeld und Kinderzuschlag erhalten.

Vllt. bekommst Du noch eine Antwort von Goldtaube, die kennt die genauen Zahlen des Bedarfs bei ALGII.

Ansonsten würde ich einfach auf den Termin bei der Diakonie warten, die rechnen Dir alles genau aus und helfen Dir auch bei der Antragsstellung.

Gruß K.

Beitrag von fairy-apple 11.05.11 - 16:25 Uhr

Danke :)

Weißt du denn auch wie man es am besten den KV beibringt was er zu zahlen hat?? ... Ich mein glücklich wird der darüber sicherlich nicht sein und ich will keinen Streit...

Auf der Seite mit dem Elterngeld war ich auch schon... allerdings rechnen die nicht mit meinen ALG1 für die 2 Monate. Genauere Angeben kann mann nur in Brutto machen ... also kann ich da nur auf die Diakonie wohl warten. :(

Ich denk mal nen Zuschlag würde ich nur bekommen wenn der Unterhalt vom Vater nicht so hoch wäre oder?

Muss ich mich mit dem KV eigentlich hinsetzen und das besprechen bzw muss ich ihn irgendein Formular ausfüllen lassen oder sowas? Ich fahr in bald besuchen und sollte vllt die richtigen Unterlagen vielleicht schonmal mitnehmen? :)

Beitrag von woodgo 12.05.11 - 08:38 Uhr

Mach Dir doch einfach mal nen Termin beim Jugendamt, die werden Dich dahingehend gut beraten!

LG

Beitrag von keep.smiling 12.05.11 - 20:49 Uhr

Hallo,

trotz Pille schwanger? Was hast du denn falsch gemacht? Da krieg ich gleich Angst. Meine Familienplanung ist nämlich abgeschlossen und ich nehme nun wieder die Pille #cool

Hab deinen Text gelesen - mir fällt als erstes deine Krankenversicherung ein, um die du dir Gedanken machen mußt. Wenn du eine abgeschlossene Ausbildung hast, dann kannst du dich nicht mehr über deine Eltern familienversichern (soweit ich weiß).

Du bist jetzt selbst versichert, weil du einen Arbeitgeber hast. Aber dein Vertrag läuft aus. Frage - wie bist du dann versichert?

Meine Erfahrung (mein Mann ist privat versichert, also kommt für mich auch keine Familienvers. in Frage - und du bist ja nicht verheiratet und über Eltern gehts auch nicht mehr):

Du mußt am ersten Tag deines Mutterschutzes selbst versichert sein (pflichtversichert), um während des Elterngeldbezuges beitragsfrei versichert zu bleiben. Selbst versichert als Pflichtmitglied bist du in zwei Fällen - entweder du hast einen Arbeitgeber (sozialvers.pflichtiges Arbeitsverhältnis) oder du beziehst ALG I.

Dein Elterngeld kannst du auf 2 Jahre splitten, dann wärest du 2 jahre beitragsfrei versichert.

Ansonsten müßtest du dich freiwillig versichern (ich glaube für Singeles so an die 150 Euro) bzw über Hartz IV, aber da kenne ich mich nicht aus.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück und Kraft und wenn es dann soweit ist, viel Spaß mit deinem Zwerg.

Informiere dich gut - finde es gut, dass du dir Gedanken um alles machst.
Und frag lieber zweimal nach - ich hab damals bei der Krankenkasse telefonisch nachgefragt und habe eine falsche Auskunft bekommen.

Das was ich dir hier geschrieben habe, ist mein Wissensstand aus eigenen Erfahrungen.

LG ks