Mein Kind schläft nicht mehr...

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von mips 17.05.11 - 14:41 Uhr

und es ist fast 8 Jahre alt, also kein Baby mehr.

Es geht um meine große Tochter. Sie hat seit dem Babyalter ohne Probleme geschlafen. Seit den Osterferien ist sie wie ausgewechselt. Es fängt damit an, dass sie so gegen 19:30 - 20:00 Uhr ins Bett geht und z.B. um 20:01 Uhr wieder aufsteht und sagt, dass sie nicht schlafen kann.
Das geht so ca. 5 bis 10 X hin und her (wir schicken sie dann wieder in ihr Bett). Lt. eigener Aussage hat sie weder Angst, noch Schmerzen od. ähnl. sie kann einfach nur nicht schlafen. ( wie gesagt, sie ist 1 Minute im Bett !!!).
Nachdem wir das ganze Spiel also durchgezogen haben, schläft sie dann irgendwann, natürlich leider nicht ohne, dass meinem Mann oder mir der Geduldsfaden gerissen ist.
Nachts steht sie dann auf ( 01:00 - 03:00 Uhr) und fragt, wann wir sie wecken .. und JA !! sie hat eine Uhr und sie kann diese auch lesen. Auch einen Wecker hat sie. Den haben wir schon aus ihrem Zimmer geräumt, weil sie diesen nach dem "Ins-Bett-gehen" (nach eingenen Aussagen) immer fixiert hat wie eine Schlange ein Kaninchen.
Wir wissen uns keinen Rat mehr. Langsam gehen wir auch auf dem Zahnfleisch. Sie ist am nächsten Tag auch müde.
Es hilft weder strafen noch loben (in den seltenen Fällen, in denen sie mal schläft).
Ich verstehe es nicht. In unserer Familie hat es keinerlei Veränderungen gegeben. Auch im Umfeld und in der Schule klappt alles bestens.

Kennt ihr das ? Was können wir tun ? Ich fühle mich ins Babyalter zurückversetzt.


LG
Birte

Beitrag von locke1910 17.05.11 - 14:47 Uhr

Mein Großer hat das auch seit einigen Jahren...
Wir haben uns dann drauf geeinigt, daß er im Bett etwas lesen darf, um zur Ruhe zu finden.
Vorwerfen kann man Kindern das nicht, denn manche Menschen sind einfach schlechte Schläfer (ich bin auch so einer...), aber man kann sich selber beibringen, zur Ruhe zu kommen.
Leichte Lektüre, Entspannungsbäder und uU autogenes Training (können auch Kinder schon erlernen) sind da hilfreich.
Aber zur Sicherheit würde ich mal nachforschen, ob sie vielleicht doch Sorgen hat - mit 8 Jahren fangen gewisse Vorstellungen (Vor-Pupertärer Art) an und es beschäftigt sie doch etwas?

Beitrag von mips 17.05.11 - 14:50 Uhr

Sie darf jeden Abend lesen so viel sei möchte. Ich habe extra einen Stapel ihrer Lieblichgsbücher gekauft. Aber sie liest dann und kommt dann und kann nicht einschlafen.

#zitter

Beitrag von bruchetta 17.05.11 - 14:48 Uhr

Wie ist es denn, wenn sie beispielsweise um 22:00 Uhr (hoffentlich müde) ins Bett geht?
Was ist vor dem ins Bett gehen? Vielleicht eine Geschichte, damit sie "runter kommt"?

Beitrag von mips 17.05.11 - 14:52 Uhr

Das Problem haben wir auch am Wochenende, wenn sie z.b. bis 22:00 Uhr aufbleiben darf. Es ist exakt das selbe. Eine Geschichte lesen wir auch jeden Abend, wie oben schon geschrieben, sie darf selber lesen, so lange sie will.

Ich bin echt mit meinem Latein am Ende.

Beitrag von espirino 17.05.11 - 15:08 Uhr

Hallo,

wir sind mittlerweile dazu übergegangen (in einem gewissen Zeitrahmen) die Kinder (beide fast 6) selbst entscheiden zu lassen wann sie schlafen. Gegen 20.00Uhr gehen sie ins Bett, holen sich noch was, womit sie sich beschäftigen und machen dann nach ner gewissen Zeit eigenständig das Licht aus und schlafen. Wenn sie gegen 21.00Uhr einschlafen und morgens halb acht aufstehen, haben sie trotzdem gut 10,5 Stunden geschlafen.

Vielleicht braucht dein Kind ja noch weniger Schlaf, ist ja auch zwei Jahre älter und du schickst sie eben später ins Bett.

Viel Glück.

LG Jana

Beitrag von mips 17.05.11 - 15:14 Uhr

Diese Regelung haben wir bei uns auch. Sie darf lesen, noch etwas spielen, etc. bis sie meint müde genug zu sein. Sie steigert sich aber so rein, dass sie es zwar kurz versucht, im Prinzip aber dann sofort aufsteht und erst mal sagt, dass sie nicht schlafen kann.

... und sie braucht diesen Schlaf, denn wir stehen morgens um 6:00 Uhr auf.

Beitrag von sunny42 17.05.11 - 15:27 Uhr

Hallo Mips,

wenn Du Dich mal erinnerst wie es Dir geht wenn Du wach im Bett liegst und die ganze Zeit daran denkst eigentlich schlafen zu müssen weil Du sonst am nächsten Tag nicht fit bist. Kennst Du den Druck und den Kreislauf? Bei Deiner Tochter hängen dann neben dem eigenen Druck noch die Vorwürfe von Mama und Papa dran. Kinder wollen es ihren Eltern im Grunde ihres Herzens immer recht machen ... also noch mehr Druck.
Sie ist da in einem ganz blöden Kreislauf gefangen.

Mein Tip: Nimm sie heute Abend wenn sie rauskommt in den Arm und sage und vermittle ihr: Es ist nicht schlimm nicht schlafen zu können! Nimm Dir die nächsten zwei drei Abende bewusst Zeit. Kuschle mit ihr und versichere ihr das alles in Ordnung ist wie es ist. Genauso nachts. Richte Dich auf die nächsten Nächte und weniger Schlaf ein und kümmere Dich mit ihr zusammen um ihre Angst oder Sorge nicht schlafen zu können.

Ich bin mir sicher, ihr könnt dadurch diesen Kreislauf durchbrechen und sie kann wieder beruhigt ohne inneren und äußeren Druck schlafen.

Bei uns ist es Abends auch so das nach dem Vorlesen zwar Nachtruhe ist, aber die Kinder schon noch lesen dürfen wenn sie nicht schlafen können.

Liebe Grüße
Sunny

Beitrag von olivia76 17.05.11 - 15:45 Uhr

Hallo Birte!

Was sunny Dir vorgeschlagen hat finde ich auch gut!

Du schließt Ängste und Schmerzen als Ursache aus. Vielleicht bedrückt sie dennoch etwas? Ich würde einmal tagsüber(!) in Ruhe mit ihr besprechen, was ihr, wenn sie da so schlaflos liegt, so durch den Kopf geht.

Wie sieht es denn mit Dir aus, kannst DU DIch gut entspannen/runterkommen? Dann erklär ihr, wie Du das schaffst. Oder probiert mal eine Entspannungstechnik aus.

Progressive Muskelentspannung wäre zum Beispiel etwas, wenn sie sehr zum Nachdenken neigt und deshalb mental einfach keine Ruhe findet.
Eine andere Möglichkeit wäre Autogenes Training in Form von Phantasiereisen. Es gibt dazu auch Bücher speziell für Kinder.
Der Vorteil wäre, dass sie sich selbst wieder etwas Kompetenter weleben könnte, was ihren Schlaf betrifft. Im Moment wird sie sich eher passiv und machtlos fühlen.

Ansonsten finde ich es auch ganz wichtig, daraus nicht weiter ein Thema zu machen. Dass das ganze sehr nervenaufreibend ist, kann ich sehr gut verstehen. AUch, dass man als Eltern irgendwann mal "Feierabend" haben will. Aber der Schlaf ist so eine sensible ANgelegenheit, dass man hier einfach nur mit Entspanntheit zum Ziel kommt. Also den Druck rauszunehmen, das Nicht-Schlafen einfach nur noch (ohne Wertung-auch kein Mitleid oder Bedauern) zur Kenntnis zu nehmen, ihr evtl. anbieten noch ein Weilchen bei Euch zu sitzen scheint mir auch im Moment der einzige Weg.

Alles Gute,
Olivia

Beitrag von hustinetten 17.05.11 - 17:49 Uhr

Was isst sie denn abends? Kann es sein, dass das Essen sie aufputscht oder sie etwas nicht (mehr) veträgt und sie deshalb nicht einschlafen kann?

Wenn meine Tochter nicht ausgelastet ist, bekomme ich sie abends auch nicht ins Bett. Wenn ich das Gefühl habe, dass sie einfach zu wach ist, dann fahren wir noch eine Runde Fahrrad und toben ein bisschen auf dem Spielplatz.

lg

Beitrag von alocin1970 18.05.11 - 19:08 Uhr

Hi,

bei unserem Großen (8) ist das auch so. Und es wird immer schlimmer. Wir spielen abends ein Gesellschaftsstpiel, wir lesen vor, er darf noch selber lesen oder seine Fußballkarten sortieren - und kaum ist das Licht aus, steht er auf und sagt, dass er nicht schlafen kann. Das geht teilweise drei-, viermal so, bis 22 Uhr, am nächsten Morgen ist er natürlich super müde. Wenn ich nicht kontrolliere, liest er auch bis 23 Uhr, macht sich sogar das Licht wieder an. Letzten Samstag hat er den Vogel abgeschossen, er hatte einen Freund da, der irgendwann gegen 23 Uhr einschlief, aber er war um halb eins noch wach.

Bei uns hilft es - mehr oder weniger - wenn wir sehr sehr bestimmt werden, dass er nicht noch einmal aufstehen soll, oder dass er in meinem Bett einschlafen darf. Ich finds aber auch heftig, da man das Gefühl hat, nie Feierabend zu haben, solange er noch rumgeistert.

Ach ja, wenn er einmal schläft, dann schläft er - zum Glück.

LG Nico

Beitrag von mips 19.05.11 - 09:53 Uhr

man, da bin ich aber froh, dass wir nicht die einzigen sind.
Ich hab mir schon echt Gedanken gemacht.
Ja, das Gefühl nie Feierabend zu haben, ist schlimm. Wir haben uns auch bemüht nicht ungeduldig zu werden, aber wenn man wochenlang hintereinander nachts rausgeholt wird (und es ist kein Ende in Sicht), dann wird man auch schon mal ungehalten.

Beitrag von bi_di 19.05.11 - 19:41 Uhr

Ich würde die Schlafenszeit um eine Stunde nach hinten verschieben.
Für mindestens 14 Tage und dann schauen wie es läuft.

Mein Sohn ist gerade 7 geworden um dem reicht 20.00 - 6.00 Uhr völlig.

Grüsse
BiDi