niedriger Testosteronwert, Auswirkungen TestoGel auf SG(vorsicht lang)

Archiv des urbia-Forums Unterstützter Kiwu.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen Frauen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen und Unterstützung finden. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen.

Beitrag von sweetbeat 20.05.11 - 11:13 Uhr

Guten Morgen,

in den letzten Tagen habe ich des öfteren Diskussionen zu diesem Thema gelesen die mich sehr verunsichert haben.
Die meisten Aussagen waren, das die Einnahme von TestoGel oder Testosteronspritzen, die körpereigene Produktion von Testosteron einschränken, und somit die Gefahr besteht, das sich das Spermiogramm des Mannes verschlechtert.

Unsere Situation:
Januar/Februar: Spermiogramm war alles super. Testosteronwert sehr niedrig, auf 2,2 oder so.
Daraufhin gab uns der Uruloge TestoGel.
April: Erneuter Bluttest, Testosteronwert gleichgeblieben. Keine Veränderung
Daraufhin: doppelte Menge TestoGel.

Die Beiträge hier haben mich dann so verunsichert, das sich das SG durch dieses Gel verschlechtern könnte.
Gestern habe ich dann dort in der Praxis angerufen, weil ich eh eine Überweisung für meinen Mann brauchte und wollte mit dem Arzt sprechen.

Aussage des Arztes:
Das wäre völliger Quatsch, das Testosterongabe das Spermiogramm beeinflussen würde. Das wäre nur der Fall, wenn übergeordnete Hormone die von der Hypophyse ausgehen und die Spermienproduktion steuern auch nicht in Ordnung wären. Das wäre bei meinem Mann nicht der Fall und ich sollte mir keine Sorgen machen.

Was meint ihr dazu? Ich bin einfach so verunsichert. SG ist ja in Ordnung, nur dieses Hormon nicht. Was würdet ihr machen, einfach absetzen?!
Möchte nicht das wir das SG verschlechtern, nur um diesen Wert zu verbessern. Mangelerscheinungen äußern sich bei meinem Mann nur immermal durch Müdigkeit.

Wäre über eure Antworten sehr dankbar!

Viele Grüße
sweetbeat

Beitrag von sanny1080 20.05.11 - 11:22 Uhr

Sehr sehr schwierige Situation. Unser Arzt sagte halt vor einem halben Jahr, dass die Gefahr bestünde, dass das SG sich verschlechtern kann. Wie die "anderen" Voraussetzung bei meinem Mann waren kann ich dir leider nicht sagen, meines Wissens war aber nur das Testosteron zu niedrig. Die Auswirkungen bei meinem Mann sind die gleichen wie bei deinem. Ich kann dir leider keinen Rat geben, so gern ich es auch tun würde.

Beitrag von sweetbeat 20.05.11 - 11:33 Uhr

Habt ihr das TestoGel dann benutzt?!

Mein Mann merkt eigentlich auch keine Besserung der Mangelerscheinungen wenn er das einnimmt... Was soll das ganze dann, wenn sich weder der Wert, noch das Befinden verbessert.

Habe Angst das dann im Juli wenn wieder Kontrolle ist, alles zu spät ist, und die Spermien dann weg sind?!

Beitrag von sanny1080 20.05.11 - 11:38 Uhr

Nein und was soll ich dir sagen, nach 4 SG mit OAT hat mein Mann auf einmal ein lt. WHO normales SG. Hatte sogar im Oktobe 2010 einen frühen Abgang.

Beitrag von sweetbeat 20.05.11 - 11:42 Uhr

Habt ihr etwas getan um das SG zu verbessern? Oder hat es sich von alleine eingependelt?
Tut mir leid das du einen Abgang hattest, aber das zeigt ja auch, das es klappen kann #liebdrueck

Beitrag von sanny1080 20.05.11 - 11:57 Uhr

Hast recht, war schlimm mit dem Abgang aber auch nicht so sehr, für mich war es ein "Zeichen" ;-) Achja den Abgang hatte ich lt. meiner Gyn aufgrund einer Gerinnungsstörung die dann festgestellt wurde, muss jetzt ASS nehmen.

Mein mann hat einen weniger stressigen Job angefangen, das war alles. Orthomol fertil hat er auch schon genommen, aber zu dieser Zeit wurde keine Verbesserung festgestellt.

Beitrag von ruddy 20.05.11 - 11:24 Uhr

Hallo!

Das gleiche hatte mein Mann auch, angefangen hat er mit Testogel...die Werte sind gestiegen aber nur wenig. Daraufhin gab ihm seine Urologin die Depot-Spritze. Sie wußte von unsererm Kinderwunsch und das wir ICSi Kandidten sind, aber sie sah da scheinbar kein Problem. Ergebnis: Null Spermien, und das für fast ein halbes Jahr nach ausschleichen der letzten Depotspritze.
Schwanger wurde ich trotz Testogel, das war im Gegensatz zur Depotspritze harmlos.
Informiert euch unbedingt bei einem Urologen der mit Kinderwunschbehandlungen vertraut ist!Eine genaue Untersuchung zur Ursachenfindung des Mangels ist wichtig und hilft bei der Therapie. Unser neuer Urologe hat uns erklärt das diese Spritze quasi die Pille für den Mann ist und auch vor Jahren dafür gedacht war.

Alles Gute

Ruddy

Beitrag von schweiz72 20.05.11 - 11:28 Uhr

Hallo,

Meiner hatte auch drei Spritzen und nun drei Monate später "0" Spermien. Ob sich das wieder erholt? Weisst du da Bescheid? Wir haben wieder einen Termin nächste Woche beim gleichen Urologen und mein Schatz ist sowas von wütend auf ihn, denn davon hat keiner gesprochen, dass es eine Versclechterung geben kann. Er hatte beim ersten SG schon nur eine halbe Million Spermien :-(. Wir waren echt geschockt bei meinem Gyn zu sitzen und das Ergebnis zu erfahren......

Beitrag von sweetbeat 20.05.11 - 11:36 Uhr

Im Radio sagte man in einem Beitrag, das es bei der Testospritze, genau wie bei der Pille für den Mann, nach dem absetzen bis zu 6 Monate dauert bis sich alles wieder erholt.
Ähnlich eben wie bei der Pille für die Frau, sich der Zyklus wieder einpendelt.. So wurde das erklärt.

Beitrag von sweetbeat 20.05.11 - 11:29 Uhr

War bei euch das SG in Ordnung? Warum wart/seit ihr ICSI Kandidaten?

Habe auch mit dem Arzt über die Pille für den Mann diskutiert. Weil ich da kürzlich etwas im Radio darüber gehört habe.
Aber er ist felsenfest davon überzeugt, das es keine Auswirkungen auf das SG meines Mannes haben wird.

Wir haben Ende Juni einen ErstTermin in der KIWUKlinik, und ich habe Angst, das wegen so einen blöden Gel, ein KontrollSG schlecht ausfällt und plötzlich keine Spermien mehr vorhanden sind.

Beitrag von p2enznaeschen 20.05.11 - 16:42 Uhr

Das Spermiogramm meines Mannes war leider von Anfang an nicht gut und deutete zur ICSI hin. Da sein Testosteron zu niedrig war (1,6) bekam er seit Anfang des Jahres alle 2 Wochen eine Depot-Spritzen - Ergebnis heute sind keine Spermien mehr vorhanden :-(
(ob das immer so sein muss, weiß ich nicht ob es einen Unterschied zwischen Spitzen und Gel gibt ebenso wenig)

Mein Mann war gerade Dienstag in der UK bei einem Professor der ihm erklärt hat warum das Testosteron eben oftmals nicht den gewünschten Effekt auf die Spermien hat wie gehofft. Kann ich leider jetzt so nicht wiedergabene aber das Ergebnis kann eben sein das keine Spermien mehr produziert werden. So sind wir von ICSI-Kandidaten zu TESE-Kandidaten und nun zu keine Spermien geworden ...
ABER der Professor hat uns auch Mut gemacht, das das nicht so bleiben wird!!

Wenn Ihr Euch unsicher seid, fragt nochmal einen anderen Arzt der vielleicht mit der KiWu zusammen arbeitet (wir sind nämlich von der KiWu zu der UK zu dem Prof geschickt worden, der "normale" Urologe hat das Testosteron heiter gegeben (sorry, klingt ein wenig sarkastisch aber ich bin echt böse auf den weil wir nun wieder 10 Wochen warten müssen).

Beitrag von sweetbeat 20.05.11 - 19:37 Uhr

Genau das habe ich eben auch gelesen, und auch im Radio gehört.

Es war eine Diskussion zur Pille für den Mann. Die im Prinzip nichts anderes als Testosteron enthält.
Das zusätzlich gegebene Testosteron stimmuliert den Körper. Das heißt aber nicht im Umkehrschluss, das das zusätzliche Testosteron auf das körpereigene hinzukommt. Vielmehr würde das zusätzlich gegebene Testosteron, das körpereigene ersetzen!
Die Theorie würde ja zumindest bei euch zutreffen?

Das hat mich schon ziemlich geschockt. Wenn das wirklich immer der Fall ist. Leider weiß ich nicht, wie übergeordnete Hormone, eben diesen Prozess, das körpereigenes Testosteron ersetzt wird, durchbrechen.
Das war ja die Aussage unseres Urulogen...

Mir ist das langsam echt zu heikel, und versuche meinen Mann zu überzeugen das weg zu lassen. Er ist ja kerngesund, und nur wegen mir zum SG gegangen damit meine FÄ mir Hormone verschreibt...

Beitrag von miniplacebo 20.05.11 - 18:41 Uhr

Hallo,
sehr interessante Unterhaltung hier...

Bei meinem Mann ist das so, dass sein Testosteronspiegel zu HOCH ist !
Er liegt bei 12,7 !!!

ABER , er hat OAT III ! Gesamt nur 5 Millionen, davon A: 0, B: 7,5 %, C: 15 % allerdings nur 4 % normalgeformte - also gaaaaaaaanz mies.

Hm - komisch, oder?

Beitrag von sweetbeat 20.05.11 - 19:32 Uhr

Hormone sind mir oft ein Rätsel.

Wie kann man denn das Testosteron senken?

Unser Uruloge sagte, das sowohl ein zu geringer, als auch ein zu hoher Testosteronwert schlecht für den Mann an sich ist. Also sich auch aufs Gemüt, Libido etc niederschlägt..


Beitrag von miniplacebo 23.05.11 - 19:06 Uhr

Huhu,
ja , so ist es. Zu niedrig nicht gut, zu hoch aber auch nicht. Besonders auch wg. Prostatakrebs :-(
Müssen also die Werte im Auge behalten.