Fernuni oder Präsenzuni? Total unschlüssig..

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Beitrag von sonntagsmalerin 23.05.11 - 21:01 Uhr

Hallo zusammen,

ich will mich zum Wintersemester für Psychologie (Bachelor) an der Uni einschreiben. Nun stehe ich vor der Entscheidung - die FernUni Hagen oder die Uni Heidelberg?

Vorteile FernUni:
- mit zwei Kindern zeitlich deutlich flexibler
- keine Anfahrtswege (Heidelberg wäre etwa 40 km weg)
- gut mit meinem jetzigen Beruf (Freiberuflerin) vereinbar

Vorteile Präsenz-Uni:
- soziale Kontakte, Austausch
- Übungen, Seminare, Vorlesungen - mehr praxisorientiert
- möglicherweise bessere Chancen auf Master-Studienplatz, da diesen auch Heidelberg anbietet (Hagen jedoch nicht)
- Anteile in klinischer Psychologie im Bachelor mit drin, das hab ich in Hagen nicht (möglicherweise Nachteil bei Bewerbung um Master-Platz in dieser Richtung, ich will Therapeutin werden)
- renommierte Uni, evtl. besser anerkannt auf dem Arbeitsmarkt als Fernuni.

Ich weiß auch nicht. Heidelberg ist eine geschätzte Uni und ich würde es lieben, dort studieren zu dürfen. Aus rein beruflicher Sicht würde ich diese Uni bevorzugen. Aus familiärer Sicht wäre die Fernuni allerdings einfacher, weil eben mehr zeitliche Unabhängigkeit herrscht. Veranstaltungen nachmittags sind mit den Kindern nicht ganz leicht zu organisieren, zudem kann ja auch immer mal ein Kind krank sein..
Das Fernstudium erfordert aber wiederum mehr Eigenmotivation und Selbstdisziplin, ich denke da würde mir wiederum Heidelberg mehr entgegenkommen.

Was ist die bessere Lösung? Mit meinem Mann habe ich auch schon gesprochen, der ist auch unschlüssig und meint, keine Entscheidung wäre wirklich falsch oder richtig...

Wie würdet ihr entscheiden?

Danke für eure Meinungen.

LG
Clarissa

Beitrag von catch-up 23.05.11 - 21:17 Uhr

Ich würd die Fernuni nehmen!

Da hast auch soziale Kontakte, Übungen, Seminare ... meine Freundin macht auch nen Fernstudium! wenn ich seh, wie oft sie am Wochenende zu Präsenszeiten muss, da gleicht das schon fast nem "richtigen" Studium!

Beitrag von sonntagsmalerin 23.05.11 - 22:12 Uhr

Ja das stimmt, die Fernuni gleicht schon vieles mittlerweile aus.. andererseits ist die Präsenzuni schon noch näher an der Praxis dran glaube ich - und die Vorlesungen in klinischer Psychologie fehlen beim Fernstudium leider.. und hören sich in Heidelberg so interessant an :-)

Aber andererseits ist eben die Fernuni praktisch wegen der Zeiteinteilung, gerade mit Kindern...

Beitrag von october 23.05.11 - 21:26 Uhr

Hallo,

ich würde immer die Präsenzuni wählen, wenn es machbar wäre. Die Vorteile im beruflichen Leben hast du selbst erkannt.
Du musst mit diesem Abschluss dein ganzes weiteres Berufsleben auskommen, dann nimm das Beste mit, was du bekommen kannst.

LG Annika

Beitrag von sonntagsmalerin 23.05.11 - 22:10 Uhr

Ja, diesen Gedanken hatte ich auch - aus beruflicher Sicht ist Heidelberg sicher die bessere Entscheidung. Nur bekomme ich das zeitlich wirklich hin mit den Kindern? Hab ein wenig Bedenken alles unter einen Hut zu bekommen.. andererseits - mit 30 will ich nicht nochmal einen Kompromiss in Sachen Berufs-/Studienwahl eingehen...

Beitrag von kraxy 23.05.11 - 22:01 Uhr

Guten Abend,

wenn dein Berufsziel die Therapeutin ist, dann kommt meiner Meinung nach nur das Psychologiestudium an einer Uni in Frage - weil nur da mit dem Fach Klinische Psychologie eine wichtige Grundvorraussetzung für den psychologischen Psychotherapeuten gegeben ist.

Hast du schonmal auf dieser Seite geguckt:

http://www.fernuni-hagen.de/KSW/bscpsy/studienorganisation/faq.shtml

Da wird ja klar gesagt, dass dieser Bachelor darauf ausgerichtet ist, dass es hierbei um die "kultur- und sozialwissenschaftlichen Wurzeln der Psychologie" geht - und weniger um die Therapie...

Ich selbst hab auch ein Fernstudium absolviert und kann dir nur aus meiner Erfahrung sagen, dass Selbstdisziplin sooooooo wichtig ist - als Karriereschub hab ich es weniger erlebt - da gehen doch die "bekannten" Studiengänge an den bekannten Hochschulen vor.

Ich drück dir die Daumen, dass du einen Studienplatz in Heidelberg bekommst.

lg
kraxy

Beitrag von sonntagsmalerin 23.05.11 - 22:09 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort! Ja, ich weiß, dass der klinische Anteil in Hagen fehlt - allerdings hab ich in Heidelberg nachgefragt und mir wurde gesagt, sie würden auch Studenten aus Hagen für den Master aufnehmen, trotz fehlender klinischer Psychologie im Bachelor. Aber ich weiß ja nicht, wie das nachher wirklich aussieht - und ob nicht doch die eigenen Bachelor-Studenten aus Heidelberg bevorzugt genommen werden...
Momentan gibt es auch einfach so wenig Erfahrungswerte, da es noch nicht viele Absolventen aus Hagen gibt.

Aber ich fände natürlich auch Heidelberg wegen der klinischen und biologischen Psychologie, Psychopathologie etc. interessanter als Hagen. Nur eben der zeitliche / familiäre Aspekt lässt mich schwanken..

Beitrag von gh1954 24.05.11 - 00:07 Uhr

>>>dass es hierbei um die "kultur- und sozialwissenschaftlichen Wurzeln der Psychologie" geht - und weniger um die Therapie... <<<

Die Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten ist sowieso kein Bestandteil des Studiums. Diese Ausbildung findet nach dem Studium statt und dauert nochmal mindestens drei Jahre in Vollzeit.

Beitrag von christine1983 24.05.11 - 08:01 Uhr

Hallo Clarissa,

letztes Jahr stand ich vor demselben Problem. Ich habe mich für die Präsenzuni entschieden und würde das jederzeit wieder so machen.

Wie oft man in Hagen tatsächlich mit Professoren, Tutoren und Kommilitonen zu tun hat, weiß ich nicht. Aber für mich persönlich sind die Kontakte und die Motivation durch die Anwesenheit an der Uni sehr motivierend. Du hast feste Zeiten, zu denen Du hin musst, das schafft einen Rahmen. Gerade mit Kind(ern) ist die Belastung im Studium sehr hoch und ich persönlich brauche diese strikte (räumliche) Trennung zwischen Studium und Familie, um beiden irgendwie annähernd gerecht zu werden.

Wie sieht es denn in Hagen aus bei Veranstaltungen gerade in Richtung Statistik/Methodenlehre, wenn z.B. Rückfragen bestehen? Gerade diese Fächer wären bei uns in den Vorlesungen und Tutorien ohne die Möglichkeit des direkten Austausches nicht halb so gut.

Wir führen seit dem ersten Semester Experimente durch, nehmen selbst an welchen Teil, arbeiten mit dem Statistikprogramm SPSS - wie ist das an einer Fernuni? Erst während des Studiums wird mir persönlich klar, wie wichtig auch diese ganzen "praktischen" Fertigkeiten sind.

Eine gute Organisation ist natürlich schon wichtig, irgendwie muss man sich ja nach den Veranstaltungen richten. Hast Du die Möglichkeit, mal in das Heidelberger Vorlesungsverzeichnis zu schauen? Ich hatte/habe z.B. nur an einem Tag in der Woche außerhalb der KiGa-Öffnungszeiten Veranstaltungen, da ist dann bei uns Oma-Tag.

Wenn die Kinder krank sind, ist das natürlich ein Problem. Wie sähe es da mit Eurer Organisation aus? Wie ist das in Heidelberg mit der Anwesenheitspflicht geregelt? Bei uns darf man z.B. in Seminaren offiziell zweimal fehlen, aber wenn man mit den Professoren über seine Situation spricht, dann wird auch mal ein Auge zugedrückt.

Ich würde versuchen, Kontakte zu knüpfen. Setze Dich mal in Vorlesungen, quatsche die Leute an, evtl. triffst Du auf Studenten in einer ähnlichen Situation. Wende Dich an die Studienberatung vor Ort oder die Fachschaft, ...

LG Christine

Beitrag von sonntagsmalerin 24.05.11 - 08:27 Uhr

Hallo Christine,

danke für deine Antwort! Du studierst also auch Psychologie? Was du schreibst, ist natürlich richtig - die Präsenzuni geht einfach anders vor und hat andere Möglichkeiten, als die Fernuni zu bieten hat. Für mich ist es eben auch gerade das Argument der Motivation, das mich dorthin zieht. Austausch mit anderen und Professoren, ein gewisser "Druck" durch die festen Zeiten, die räumliche Trennung von Familie und Studium.. andererseits ist natürlich dadurch auch der Zeitaufwand größer.

Das Vorlesungsverzeichnis der Uni Heidelberg hab ich zwar gefunden, aber so recht blicke ich da nicht durch. Ich sehe lauter einzelne Veranstaltungen - kann man sich das dann selbst zusammenstellen? Und wie ist das mit der Anwesenheitspflicht, muss man in jeder Vorlesung anwesend sein oder kann man auch das ein oder andere in Eigenregie lernen?

Ich hab schon überlegt, mir das einfach mal vor Ort anzusehen und dort auch mit der Studienberatung zu sprechen. Die habe ich jetzt auch mal per Mail kontaktiert um mir nähere Infos zu den Zeiten geben zu lassen.

Du schreibst, du hast nur an einem Tag Vorlesungen außerhalb der Kita-Zeiten, das ist natürlich prima. Wie machst du das später mal, wenn dein Kind in der Schule ist? Da mein Großer nächstes Jahr in die Schule kommt, will ich natürlich schon für ihn da sein können mit Hausaufgaben etc. Aber ich kann an der Präsenzuni eben nicht vorhersehen, wie es mit den Kursen und Zeiten aussieht.
Großeltern arbeiten leider, aber ich habe meine frühere Tagesmutti hier im Ort, die evtl. einspringen könnte - wir sind auch gut befreundet und sie arbeitet immer noch als Tagesmutter. Das will aber natürlich auch wieder finanziert sein..

Wie kommst du voran im Studium? Hast du ausreichend Zeit zum Lernen? Hast du die Uni direkt am Ort? Bei mir ist eben das Problem, dass ich noch gut 45 min einfache Fahrt einplanen muss. Andererseits kann ich die im Zug ja schon zum Lernen / Lesen nutzen.

Ein wenig Bammel hab ich noch, weil ich ja "schon" 30 bin und sicher viele jünger sind als ich.. ich hoffe ich falle da nicht allzu sehr aus dem Rahmen ;-)

LG
Clarissa

Beitrag von christine1983 24.05.11 - 10:09 Uhr

Hallo Clarissa,

ja, ich studiere auch Psychologie, bin aber auch noch ganz am Anfang (2. Semester). Ob der Zeitaufwand an einer Präsenzuni insgesamt größer ist, da bin ich mir nicht so sicher. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass man über die gesamte Zeit bis zum Bachelor gesehen vielleicht sogar schneller fertig ist. Die Gefahr, dass man sich nicht richtig ranhält, Klausuren schiebt oder generell mit weniger Druck an die Sache geht, war mir persönlich bei einer Fernuni zu groß. Ich habe vor ein paar Jahren mein Abi per Fernlehrgang nachholen wollen und es wegen dieser Gründe gepaart mit einer ordentlichen Portion Perfektionismus nicht getan (was sich im Nachhinein als großes Glück herausgestellt hat, den Abischnitt und damit den direkten Zugang zum Studium hätte ich per Fernlehrgang mit Sicherheit nicht erreicht).

Ganz so locker ist die Stundenplanzusammenstellung leider nicht (mehr). Der Bachelor ist modular aufgebaut und die Module meist in ihrer Reihenfolge in etwa festgelegt. Wie genau das in Heidelberg aussieht, weiß ich nicht, da müsstest Du mal in der Studienordnung nachlesen. Bei uns gab es zum Beispiel laut empfohlenem Stundenplan im ersten Semester 5 Vorlesungen, ein Seminar, ein Praktikum zur Statistikvertiefung / Arbeit mit SPSS und ein (freiwilliges aber wichtiges) Tutorium zur Statistik. Damit kam ich auf 16 SWS, nicht wirklich viel verglichen mit anderen Studiengängen. Da habe ich trotz Kind und Kegel mit meinen Kommilitonen mitgehalten. Dieses Semester werde ich ein Modul aus dem Musterstudienplan nicht abschließen können, weil ich nicht genug Zeit habe, alles für die Klausur zu lernen. Solange ein Modul jedoch nicht auf ein anderes aufbaut, ist das eigtl. kein Problem. Natürlich kann man sich in der Regel z.B. keiner StatistikII-Prüfung unterziehen, solange die StatistikI-Prüfung nicht bestanden ist. Und (zumindest bei uns) gibt es eine Obergrenze, bis zu der die Bachelorprüfung abgelegt werden muss. Diese liegt bei 10 Semestern, kann aber auf Antrag (z.B. wegen Erziehung eines Kindes) auch nochmal verlängert werden. Dann gibt es ja noch die Möglichkeit, nur auf Teilzeit zu studieren. Sollte die Arbeitsbelastung also während des Studiums zu hoch sein, könnte man auch mal aus einem Semester zwei machen.

Was die Anwesenheitspflicht betrifft, da müsstest Du ebenfalls in die Studienordnung schauen. Bei uns besteht generell eigentlich überall Anwesenheitspflicht, den Profs in den Vorlesungen ist es aber bis auf eine Ausnahme völlig egal, ob man erscheint oder nicht. Wobei es meiner Meinung nach sehr stark vom Professor abhängt, ob sich eine Vorlesung lohnt oder nicht (ich spare mir zur Zeit z.B. StatistikII, das kann ich selbst besser und schneller lernen; im letzten Jahr hat sich eine Vorlesung so stark am Lehrbuch orientiert, dass ich insgesamt nur 3 Mal dort war und die Klausur trotzdem mit 1,0 bestanden habe; es geht also schon Vieles in Eigenregie). Bei Seminaren und Praktika wird die Anwesenheit in der Regel strenger kontrolliert, aber auch hier bei triftigen Gründen einfach persönliche Rücksprache mit den Profs halten.

Mein Sohn kommt diesen Sommer in die Schule und wird weiterhin in "sein" Kinderhaus gehen - Kindergarten und Hort in Einem. Wie wir das dann mit den Hausaufgaben machen, weiß ich noch nicht so genau. Generell erledigen die Kinder sie im Kinderhaus, aber eigtl. hätte ich gerne, dass er das zu Hause macht. Im Moment plane ich eine gemeinsame Lernzeit am Nachmittag ein, wo wir beide dann unsere Aufgaben erledigen. Ob das dann so hinhaut, wie ich mir das vorstelle, weiß ich noch nicht. Mal sehen, wie es mit seiner Konzentration am Nachmittag aussieht. Aber das wird sich alles regeln, denke ich.

Eigentlich finde ich, dass ich ganz gut vorankomme, zumindest kann ich bis jetzt so ziemlich mit den anderen mithalten. Klar, mit Familie, Haushalt und Co. hat man schon weniger Zeit als andere, aber man lernt auch effektiver. Ich gehe mal davon aus, dass ich den Bachelor in der Regelstudienzeit (evtl. +1 Semster) abschließen kann. Es ist viel und es ist anstrengend. Die Zeit reicht nicht immer zum Lernen, aber es ist machbar. Viel schwieriger als das Lernen an sich finde ich, dass man auch darauf achten muss, genügend Ausgleich zu schaffen. Wenn man perfektionistisch veranlagt ist, besteht schnell die Gefahr, sich maßlos zu überarbeiten.

Die Fahrtzeit zur Uni musst Du natürlich auch mit einkalkulieren, aber auch hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Wenn Du z.B. mit der Bahn ohne viel Umsteigen fahren kannst, ist die Zeit zum Lesen gut nutzbar und Du verlierst nicht so viel wie bei einer Fahrt mit dem Auto. Ich brauche nur etwa 20 Minuten zur Uni, das ist natürlich schon ein Unterschied.

Lustig, die Gedanken mit dem Alter habe ich mir auch gemacht (bin 27). Die kannst Du gleich beiseite schieben;-) Du wärst mit Sicherheit nicht die einzige Ältere und mit etwas Glück auch nicht die einzige mit Kindern.

LG Christine

Beitrag von sonntagsmalerin 24.05.11 - 19:28 Uhr

Hallo,

danke für deine ausführliche Antwort! Habe soeben auch die Antwort der Studienberatung erhalten - es gibt wohl keine Anwesenheitspflicht in aller Regel, und Seminare und Übungen kann man sich im Allgemeinen auch auf vormittags legen, sodass das mit den Kindern gut hinhauen dürfte. Zu jeder Vorlesung gibts wohl auch ein Skript, das man sich downloaden kann, insofern kann man den Stoff auch selbst lernen. Klingt ja alles ganz gut soweit :-)

Wie ist das, wenn du jetzt ein Modul nicht gemäß Musterstudienplan abschließen konntest, holst du das dann einfach im folgenden Semester nach?
Und wie sehen denn die Klausuren bei euch aus? In Hagen sind das wohl allesamt Multiple-Choice-Aufgaben, ist das bei euch auch so? Gibt es auch mündliche Prüfungen?

Nimmst du auch an Lerngruppen teil oder lernst du ausschließlich alleine? Kannst du ungefähr sagen, wie viel Zeit du fürs Lernen wöchentlich außerhalb der Uni benötigst? Klar, ist immer subjektiv, aber so als Richtwert mal ganz interessant :-)

Ich hoffe auch mal, dass mir meine - ebenfalls - perfektionistische Ader nicht das Genick bricht.. ich muss jetzt schon darauf achten, mir nicht zu viel zuzumuten, aber ich arbeite dran ;-)

Weißt du schon in welchen Bereich du einmal willst?

Liebe Grüße
Clarissa

Beitrag von manavgat 24.05.11 - 10:44 Uhr

Die Abbrecherquote ist in Hagen sehr hoch. Das liegt zum Einen am Fernstudium an sich, welches isoliert. Hinzu kommt, dass - imho - die Umsetzung auf Bachelor in Hagen nicht gelungen ist, die Stofffülle ist erdrückend.

Hätte ich die Wahl, ich würde Präsenzuni wählen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sonntagsmalerin 24.05.11 - 19:17 Uhr

Danke für deine Meinung. Ja, die Isolation ist aus meiner Sicht auch ein bedeutender Minuspunkt. Dass der Stoff sehr umfangreich sein soll, habe ich auch schon gehört. Ich tendiere momentan auch stark zur Präsenzuni, trotz dem höheren Organisationsaufwand.

Beitrag von a79 24.05.11 - 22:39 Uhr

Hallo,

ich würde immer wieder eine Präsenzuni nehmen!
Ich studiere zwar nicht Psychologie sondern Pädagogik der Kindheit und Familienbildung auf Bachelor aber ich habe auch eine einfache Anfahrtszeit von einer Stunde und zwei Kinder im Alter von 2 und 5 Jahren.
Wie schon eine andere Posterin sagte, sind Bachelorstudiengänge i.d.Regel modular aufgebaut und bei mir sind es sogar nur 2 Präsenztage derzeit bei 15 Wochenstunden, normalerweise aber drei Präsenztage.
Anwesenheit besteht bis auf wenige Ausnahmen hier nicht, allerdings bevorzuge ich die Anwesenheit, da sie eine Menge Lernerei vor dem heimischen Rechner erspart...
Bis jetzt kann ich mit allen anderen ohne Kinder mithalten und würde sogar sagen, dass man mit Kinder in Sachen Organisation oft besser dran ist als andere Studenten ohne Kinder...weil es halt gemacht werden MUSS, also ohne Disziplin geht es nicht.
Übrigens bin ich schon 32...

LG

Andrea

Beitrag von sonntagsmalerin 25.05.11 - 07:58 Uhr

Hallo Andrea,

dankeschön, das macht mir Mut :-) Dein Beitrag hört sich sehr positiv an.
Ich tendiere auch stark zur Präsenzuni - im Prinzip kann ich ja immer noch an die Fernuni wechseln, wenn es überhaupt nicht hinhauen sollte. Ich brauche eben einen "Plan B" in Sachen Kinderbetreuung, da muss ich mir noch was einfallen lassen - einsatzfähige Großeltern haben wir leider nicht vor Ort, bzw. nur im Notfall (meine Mama arbeitet noch VZ). Aber über Freunde lässt sich bestimmt etwas machen. Die Anfahrtszeit zur Uni kann ich ja gleich zum Lernen / Lesen nutzen, wenn ich mit dem Zug fahre.

Jedenfalls danke, dein Beitrag hat mich noch einmal bestärkt :-)

LG
CLarissa