Mittelohrentzündung - großes Aua und dann gleich wieder fit?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von marleni 26.05.11 - 18:35 Uhr

Hallo zusammen,

als ich heute meine Tochter (2 Jahre 10 Monate) von der Kita abholte, lag sie heulend auf einem Kissen. Nach dem Mittagsschlaf war sie mit schlimmen Ohrenschmerzen aufgewacht. Ich bin dann sofort mit ihr zum Kinderarzt, der eine Mittelohrentzündung feststellte. Die ganze Zeit weinte sie vor Schmerzen (und das war echt, kein Trotzanfall oder so).

Nun gut, in der Apotheke tröstete der Traubenzuckerlolli schon über den ersten Schmerz hinweg, die Busfahrt war ruhig. Fast zu Hause, fiel ihr der Lolli in den Dreck, daraufhin waren auch die Schmerzen wieder da.

Zu Hause gab ich ihr ein Zäpfchen Paracetamol, und schon zehn Minuten später war sie auf einmal wieder fröhlich, sie ist jetzt seit zwei Stunden total gut drauf, trinkt, hat gut gegessen und spielt zufrieden!

Ist das wirklich nur die Wirkung von 125 mg Paracetamol? Ist ja toll, wenn das so gut hilft, und ich freue mich natürlich, dass sie wieder fit ist (scheint?), aber komisch finde ich es schon.

Erst lautes Schmerzgeheul über eine Stunde und jetzt total fit.

Wie sind Eure Erfahrungen?

GLG und danke schon mal
M.

Beitrag von thea21 26.05.11 - 18:43 Uhr

Schmerzmittel hilft. Klar.

Wenn du starkes Kopfweh hast und ne Ibu wirfst, gehen die Schmerzen ja auch weg.

Meist kommen diese Schmerzen uch fies intervallartig.

Ich ahnte immer, wie fies Ohrenschmrzen sein müssen, bis ich selbst vor ein paar Monaten ne Moe bekam. Ich hätte die Decke raufklettern können.

Freu dich, dass das Schmerzmittel anschlägt und dein Kind keinen Schmerz leidet.

Alles gute.

Beitrag von zahnweh 26.05.11 - 18:58 Uhr

Hallo,

ich selbst nehme für mich den Nurofensaft gegen Schmerzen in geringerer Dosis (ist flüssig und eben nicht so hochdosiert, wie die Ibuprofen für Erwachsene)

ich selbst merke den Schmerz-weg-Effekt nach 3-4 Minuten. Und ich nehme nur was, wenn ich a) die Erlaubnis vom Arzt habe und b) fast keine Luft mehr bekomme wegen Halsschmerzen.

so gesehen kann ich mir das schon vorstellen.


Meine Reagiert auf Zäpfchen gegen Übelkeit sehr schnell. (nur wenn sie unaufhörlich spuckt und gar nichts drin bleibt). Innerhalb weniger Minuten möchte sie dann wieder trinken, nach einer Viertelstunde rennt sie rum und nach einer Stunde, merkt man oft gar nichts mehr vom Infekt.

Beitrag von madeinheaven 26.05.11 - 19:09 Uhr

Hallo!

Ja, die Schmerzmittel schlagen zum Glück recht schnell an. Bei uns war es auch so, daß Noah nach der Einnahme von Ibuprofen-Saft nach 15 Minuten schmerzfrei war und man das Gefühl hatte, er sei wieder gesund.
Aber am Anfang mußten wir nach 3 Stunden dann ein Paracetamol-Zäpfchen geben, weil die Schmerzen wiederkamen.
Macht Euch auch auf eine unruhige Nacht gefasst, weil die Schmerzen erfahrungsgemäß in der Nacht stärker empfunden werden, besonders so gegen 2-4 Uhr. Also die ersten 2 Tage kamen wir nur mit etwa alle 3 Stunden abwechselnd Ibuprofen-Saft und Paracetamol-Zäpfchen hin(Ibuprofen kannst Du bis zu 4xtäglich alle 6 Stunden und Paracetamol bis zu 3xtäglich alle 6 Stunden geben.
Ibuprofen ist aber bei Mittelohrentzündung eigentlich besser, weil es gleichzeitig gut entzündungshemmend ist(Paracetamol nicht).

Sollt ihr denn vom Arzt aus noch irgendetwas machen? Wichtig ist halt 3xtäglich abschwellende Nasentropfen zur Belüftung des Ohres zu geben und Zwiebelsäckchen sind auch sehr gut, damit das Sekret abfließt.
Und falls hohes Fieber und Teilnahmslosigkeit(nichts Essen, nicht spielen...)auftritt, würde ich nochmal zum Arzt fahren, denn dann kann es sein, daß ein Antibiotikum notwendig wird.
Wir haben das jetzt leider nach der 2. Mittelohrentzündung innerhalb von 4 Wochen durch. Plötzlich stand das rechte Ohr ab und dahinter war eine starke Rötung, dazu hohes Fieber und totale Lethargie- der Kinderarzt erkannte es aber nicht gleich und ich bin nur himmelsfroh das wir mit dem Antibiotikum, das er vorsorglich aufgeschrieben hatte, schon angefangen hatten, denn im Nachhinein stellte sich heraus( weil mir das abstehende Ohr komisch vorkam und ich im Netz gesucht hatte), daß Noah eine Mastoiditis hatte, eine Entzündung des Schädelknochens hinter dem Ohr, die unbehandelt zu Hirnhautentzündung und Sepsis führen kann. Es ist eine selten Komplikation der Mittelohrentzündung, die entstehen kann, wenn eine vorhergehende nicht richtig ausgeheilt ist.

Aber ich will Euch keine angst machen, in der Regel verlaufen Mittelohrentzündungen leicht und unkompliziert.

Also gute Besserung und eine ruhige Nacht!

LG

madeinheaven

Beitrag von lilly_lilly 26.05.11 - 21:48 Uhr

Hallo!

Wir hatten mal das gleiche. Tochter (3) hatte von jetzt auf gleich furchtbare Schmerzen.
Ab zum Arzt, Schmerzmittel und nach ca. 30 Minuten war sie wieder ein fröhliches Kind.

Unser Kinderarzt erklärte mir später den Hintergrund dazu:
MOE ist eine Entzündung, bei der die Verbindung von der Nase zu den Ohren dicht macht. Und wenn die "dicht" ist verursacht das höllische Schmerzen.
Schmerzmittel nehmen diese Schmerzen. Die MOE ist aber deshalb ja immer noch da. Um die Verbindung wieder zu öffnen sind deshalb Nasentropfen sehr wichtig.
Aber oft - so wie bei dir und auch bei uns - verursacht die MOE sonst keine weiteren Probleme. Und deshalb hast du auch gleich wieder ein fröhliches Kind, wenn die Schmerzen weg sind.
Sollte sich bis zum Abklingen des Schmerzmittels der Verschluss wieder geöffnet haben, ist fast alles wieder gut.

LG, Lilly

Beitrag von marleni 27.05.11 - 08:27 Uhr

Danke für Euer Antworten!

Ich habe ihr vor dem Schlafengehen (19:45 Uhr) noch ein Zäpfchen gegeben, die Ärztin sagte, 4 am Tag seien okay. Waren insgesamt nur 2. Die Nacht war total ruhig, sie hat durchgeschlafen, fast 12 Stunden!


Seitdem kein Paracetamol mehr, nur Nasentropfen und Hustensaft. Kind fröhlich, singt! Gehen heute aber eh noch mal hin, um zu checken, ob der Kleine (2 Monate) das evtl. auch hat, er macht zwar nicht den Eindruck, aber ich will sicher gehen.

GLG
M.