Ärger mit den Nachbarn

Archiv des urbia-Forums Haushalt & Wohnen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von lexa8102 26.05.11 - 20:03 Uhr

Hallo zusammen,

ich brauche mal eure Meinung/einen Rat.

Seit einigen Wochen kommen wir mit unseren Nachbarn (Anfang 60, Rentner) nicht mehr klar.

Es gibt schon eine kleine Vorgeschichte, die ich hier aber lieber nicht breit trete.

Es geht um Folgendes: Heute beim Rasen mähen ist uns aufgefallen, dass ca. 20 cm an der Grenze zu ihrem Grundstück braun geworden sind. Wir fragten daraufhin, ob sie etwas gesprüht hätten. Sie zögerten zunächst, gaben dann jedoch zu, Unkrautgift gesprüht zu haben.

Nach einer Weile bin ich dann noch mal hin und bat darum, das nicht mehr auf unserem Grundstück zu tun. Sie sagte, dass unser Unkraut zu ihnen rüberwächst und sie da was tun müsse, sie sei doch so ordentlich, das wüsste ich doch.

Ich sagte ruhig, dass sie das dann gern auf ihrem Grundstück wegmachen kann, aber nicht bei uns.

Sie sagte dann, wenn mein Mann nicht in der Lage ist, das ordentlich zu pflegen, sie es tun müsse.

Ich erklärte ihr dann, dass wir ein Kleinkind haben (2 1/2 Jahre), für den es gesundheitliche Konsequenzen haben könnte, wenn wir nicht wissen, dass bei uns Gift gesprüht wurde und er dort spielt oder generell damit in Berührung kommt.

Letztlich sagte sie "wir werden sehen".

Jetzt wächst doch bestimmt ein Jahr lang nichts mehr an dieser Stelle... Wir wollten dort Rasen haben.

Vielleicht könnt ihr euch ja vorstellen, wie ich mich gefühlt habe.

Was können wir da tun? Hat jemand von euch eine Idee?

Danke schon mal im Voraus für eure Antworten.

Viele Grüße,
Lexa

Beitrag von bensu1 26.05.11 - 20:14 Uhr

hallo,

ganz ehrlich?

ich würde bei solch einem nachbarn eine reihe waschbetonplatten auf die grundstücksgrenze legen, um keine scherereien zu haben mit überpingeligen nachbarn.

mir wäre die streiterei viel zu mühsam, v.a. sie nähme ja doch kein ende.

lg
karin

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 20:23 Uhr

Waschbetonplatten sind gut und als Ergänzung ein 200 l Faß mit Wasser, reichlich großen Brennesseln und Deckel. Wasser rein, Brennessel gerupft rein und Deckel drauf. Nach guten 4 Wochen hast du eine bestialisch stinkende Brühe die jede Wurzel abtötet (auch beim Nachbarn)

Beitrag von tagpfauenauge 26.05.11 - 20:24 Uhr

Hi,

jeder Mensch hat seine eigene Lebensweise.

Eure Nachbar genau wie ihr.

Hinzu kommt der Generationskonflikt und die unterschiedlichen Erwartungen ans Leben.

Es stört eure Nachbar sehr, sehr arg, wenn Unkraut durch den Zaun kommt. Sei haben halt schon viel im Leben durchgemacht, evtl. Kinder erzogen, Schule, alles das, was ihr noch vor euch habt und wollen jetzt einfach in Ruhe leben. Das muss man akzeptieren, selbst, wenn man es albern findet. Sie fühlen sich unwohl, wenn von euch der "Dreck" rüber krabbelt.

Sie sind der Meinung, dass dein Mann (klassische Rollenverteilung, auch hier der Generationsunterschied) seine Aufgabe, den Garten unkrautfrei zu halten, nicht bewältigt. <<<Sie sagte dann, wenn mein Mann nicht in der Lage ist, das ordentlich zu pflegen, sie es tun müsse. >>> In deren Augen "bringst dein Mann nicht", hat in der Rolle des Mannes versagt und so müsste eingegriffen werden.

<<<Jetzt wächst doch bestimmt ein Jahr lang nichts mehr an dieser Stelle... Wir wollten dort Rasen haben. >>>

Was? Warum?
Schnapp dir einen Spaten und hebe dir verseuchte Erde aus. Wo ist das Problem?

#winke

vg

Beitrag von lexa8102 26.05.11 - 20:34 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.

Uns geht es ja auch um das Gift, das eine Woche in unserem Garten vor sich hin wirkt und denken da an unseren Sohn, der dort vielleicht spielt und damit in Berührung kommt.

VG
Lexa

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 20:39 Uhr

Da muß dein Mann Panzengrenadier spielen.

Spaten frei und tief stechen, weit werfen.

Beitrag von trullala2011 26.05.11 - 21:59 Uhr

Hallo,
ach, wenn ich andere Ansichten, ein anderes Alter oder einen anderen Geschmack als meine Nachbarn habe, dann darf ich mich also auf deren Grundstück bzw. an deren Eigentum austoben und eigenmächtig etwas in meinem Sinn verändern?

Gehe gleich mal los, mir gefällt vieles nicht bei anderen! Berufe mich dann auf dich, wenn mich jemand erwischt!


Wo leben wir denn? Im WILDEN WESTEN oder wie???
:-[

Kopfschüttelnde Grüße
Tri Tra Trullala

Beitrag von trullala2011 26.05.11 - 22:04 Uhr

Hallo,

das würde ich mir nicht bieten lassen!

Würde denen schriftlich per Einschreiben mitteilen, dass die solche Aktionen auf EUREM Eigentum zu unterlassen haben und für den Schaden (Aushub etc.) aufkommen müssen, ansonsten zum Anwalt!
Wie es bei euch aussieht, habt ihr selber zu bestimmen, wenn es ihnen nicht passt, müssen sie in die Pampa ziehen!

Der Ausspruch "Wir werden sehen" deutet für mich darauf hin, dass die weitermachen werden, egal, ob es sich um ihr Eigentum handelt oder nicht!

Gruß
Tri Tra Trullala

Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 22:35 Uhr

schwere Geschütze. Ich reiche mal die Parker Shotgun mit 00 Schrot rüber#schwitz

Beitrag von r.le 26.05.11 - 22:41 Uhr

Hallo Lexa,

die Vorgehensweise der Nachbarn ist sicher nicht korrekt, aber ob es etwas bringt, schwere Geschütze aufzufahren, wie von einigen hier empfohlen, wage ich zu bezweifeln. Ihr setzt vielleicht Euer formelles Recht durch zum Preis einer vergifteten Nachbarschaftsbeziehung. Ist es das wert?

Pragmatisch wäre es vielleicht, euer Unkraut demonstrativ zu entfernen und Euch Euren Teil zu denken.

Oder Ihr lässt die Nachbarn Herbizide spritzen wie sie lustig sind. So lange Euer Nachwuchs nicht kiloweise Erde oder Pflanzenreste futtert, sehe ich hier keine Gefahr.

Gruß

Ralf


Beitrag von jogiyoda 26.05.11 - 22:43 Uhr

Deshalb einfach Waschbetonplatten auf den Streifen legen und schon ist Ruhe

Beitrag von bezzi 27.05.11 - 08:57 Uhr

Aber das sieht doch noch beknackter aus, als abgestorbenes Unkraut. #kratz
Außerdem tut das dem Kopf des Kindes nicht so gut, wenn es auf die Waschbetonplatten stürzt.

Beitrag von bezzi 27.05.11 - 09:09 Uhr

Es ist nicht korrekt, was der Nachbar da gemacht hat, Deine Reaktion finde ich aber übertrieben.

Was ist nicht verstehe: Du sprichst von Rasen. Unkrautvernichtungsmittel ,in der richtigen Dosis angewandt, schadet dem Rasen normalerweise nicht.
Bei Dir handelt es sich also entweder tatsächlich um "Unkraut" oder der Nachbar hat Mittel in einer Konzentration benutzt, die auch seinen Pflanzen schaden.

Ich würde einfach mit viel Wasser versuchen, das Zeugs auszuwaschen und gut ist. In Zukunft Euer Kraut, zumindest an der Grundstücksgrenze, im Zaum halten.

In meiner früheren Wohnung hatte ich auch mal eine Begegnung der 3. Art. Ich sah aus dem Fenster und erblickte die alte Nachbarin gebückt in unserem (eingezäunten) Garten. Ich ging raus und fragte sie freundlich, was sie da macht.
Sie erklärte mir, dass sie die Pusteblumen von meinem Rasen pflückt, weil sie Angst hatte, dass der Wind die Samen zu ihr rüber trägt...
Ich fand es einfach nur putzig und habe ihr dann sogar noch geholfen.

Beitrag von anarchie 27.05.11 - 09:52 Uhr

Hallo!


Hm...also bei allem Verständnis, dass die Nachbarn kein Unkraut von euch haben wollen...

Wenn jemand mir Gift in den Garten sprüht, hat er eine echtes Problem!
Ich habe schliesslich Kinder!
Und ab davon, dass es generell so nicht geht, hätte sie zumindest vorher mal was sagen können.

Und , wie dir hier geraten wirde, von wegen "Heb die erde doch aus!"...#rofl
Ja ne, ist klar, jemand anders srüht mir illegaler weise Gift in den garten und ich stell michnhin und buddel...#klatsch

ICH würde ihr sehr deutlich sagen, dass wenn das nochmal vorkommt, sie Post vom Anwalt bekommt und wirklich Ärger mit mir persönlich.
Wenn sie Sorgen um ihren Rasen hat, kann sie mich ansprechen und dann lässt sich eine Lösung finden.
Kantensteine finde ich ne gute Idee...oder die Absprache, wie oft gemäht wird...

lg

melanie