Meine beste Freundin ist so eine Sch....

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von besorgte-freundin 26.05.11 - 23:57 Uhr

Meine beste Freundin,gut,kennen tu ich sie erst seit 3 Jahren,aber wir sind sehr gut befeundet,ist so faul.
Ihr Sohn und mein Sohn (beide 5) spielen oft miteinander.Oft ist er hier,aber mein Sohn auch oft da.Gestern war er wieder da.Habe ihn abgeholt,sie wusste,das ich komm.Sie liegt auf dem Sofa es läuft Asi-TV.Die Wohnung ein Schlachtfeld.Dreckiger Boden,Müll,Wäsche.Schlimm echt.Habe meinen Sohn gefragt,nebenbei,was denn die Mama vom * gemacht hat als sie spielten.Fernseh geguckt.Sagte er.
Als der Freund von mein Sohn mir mal sein neues Thirt zeigen wollte machte er seinen Schrank auf um das rauszuholen.Da war auch nur Chaos drin.Wie meine Freundin es schafft da noch was zusammenzusuchen weiß ich nicht.
Das Kinderzimmer ist auch heftig.Dreckige Unterwäsche,Boden schmutzig,Im Spielzeug kein System,alles durcheinander.Teilweise kaputt.
So ist das immer wenn ich da bin.Immer Chaos.Sie ist auch nie arbeiten.Mal hier nen Job,mal da.Nie länger als 3 Wochen.Immer liegts an den anderen.Ihr Mann arbeitet Vollzeit,macht dann abends Essen für die drei,macht Wäsche,bringt Müll raus und so on.
Wenn ich mit ihr telefoniere sagt sie immer,wieviel Hausarbeit sie gemacht hat oder wie toll ihr Mann und sie alles aufgeteilt haben.
Und was sie noch alles nebenbei macht.Und wieviel sie bügeln musste.Und wie sie ihre Arbeitsplatte in die Küche blank geschrupt hat.Oder das sie ihre Hausarbeit für heute fertig hätte und nun mit dem Kleenen raus geht.
Mir fällt das schon solange auf aber was soll ich machen? Ansprechen? Ignorieren?
Ansprechen aber wie?
Ihr helfen? Wie? Mein 2.Kind ist seit der Geburt körperlich behindert.Zeitlich schaff ich das nicht.
Aber mache mir Sorgen,so kanns doch nicht weiter gehen wo führt das hin?

Beitrag von wie jetzt? 27.05.11 - 00:55 Uhr

Worauf basiert eure Freundschaft?

Beitrag von besorgte-freundin 27.05.11 - 01:23 Uhr

wir reden über fast alles.
nehmen die kinder auch mal über nacht wenns bei der anderen eng ist.
gehen oft eis essen oder mit den jungs zum bolzplatz.
vertrauen unsere geheimnisse an.
wie freundinnen das so tun.
nur das eine thema kann beziehungsweise mag ich nicht ansprechen. weil ich nicht weiß ob und überhaupt und wie und so weiter. weil sie ging auch schon bei anderen putzen aushilfsweise für 4 wochen. und sie hat vom arbeitsamt eine schule gemacht 6 monate da wo man haushalt und so was noch weiter lernt damit sie als hilfskraft eingesetzt werden kann.

Beitrag von wie jetzt? 27.05.11 - 01:30 Uhr

"weil ich nicht weiß ob und überhaupt und wie und so weiter."
Das ist nur schwammig.
Wenn du der Meinung bist, das der Zustand der Wohnung deiner Freundin nicht tragbar oder gesund ist, solltest du das ansprechen, wenn dir etwas an dieser Frau liegt.
Ansonsten wäre das keine Freundschaft.

Beitrag von besorgte-freundin 27.05.11 - 01:40 Uhr

und wie ohne sie zu verlezten?
soll ich sagen: duuuuu,ich war jetzt ein paar mal da und immer sah es aus wie ein schweinstall! ???
sie hat zeit genug zum puztzen,aber machts nicht.
sie sagt sich,es ist alles ok.
etwas rummel ist normal,sie hat ja ein kind.
es muss nicht steril sein.
sie wirdt verlezt sein.

Beitrag von wie jetzt? 27.05.11 - 01:49 Uhr

Warum bist du so feige?
Wenn ihr wirklich gute Freundinnen seid, ist sie dir vielleicht dankbar, wenn du sie darauf ansprichst.
Vielleicht hat sie eine Blockade, oder Sorgen, oder Depris, für nichts lässt keine Frau den Haushalt verkommen.
Antriebslosigkeit kann viele Gründe haben.
Dass du sie als Schlampe bezeichnest, ist nicht sonderlich nett.
Ich möchte nicht mit einer Schlampe befreundet sein, wenn ich nicht alles versucht hätte, zu ergründen, warum sie so ist.

Beitrag von kenn ich 27.05.11 - 06:47 Uhr

Eine solche "Freundin" hatte ich vor vielen Jahren auch mal.

Wir waren seit frühester Kindheit die dicksten Freundinnen und gingen jeden Weg zusammen. Je älter wir wurden, desto mehr fiel mir auf, wie verschieden wir doch waren, was grundsätzlich kein Problem sein muss, aber die erheblichsten Unterschiede gab es - wie bei Euch auch - in Sachen haushalt und Kinderbetreuung/-erziehung.

Eine solch verwahrloste Wohnung haben die wenigstens wahrscheinlich mal gesehen. Die Schränke waren i m m e r leer, das schmutzige und mit Schimmel behaftete Geschirr stand rund um die Spüle und türmte sich in der gesamten Küche. Der Kühlschrank war bis auf eine Dose Senf und irgendwelche verdorbenen Rest meist ebenfalls leer. Das Katzenklo (für zwei Katzen) stieg einem schon an der Wohnungstür in die Nase, Schmutzwäsche türmte sich im Bad und nasse Wäsche stank auf dem Boden vor sich hin. Die Betten waren allesamt ohne bezüge (obwohl sie durchaus Bettwäsche besaß). Schrecklich...

Der Wäschetrockner stand wochenlang im verräucherten Wohnzimmer, Erbrochenes der Katzen lag ebenfalls tagelang in irgendwelchen Ecken der Wohnung und die Futternäpfe der Tiere waren in einem erbärmlichen Zustand. Die Tierchen erledigten ihr Geschäft in allen Ecken der Wohnung und Madame saß meist vor der Glotze und fröhnte irgendwelchen Videospielen oder bastelte irgendwelchen Blödsinn, den keine Sau braucht, statt ihre Wohnung mal zu säubern.

Dazwischen rannte ihr kleiner Sohn oft bis zum frühen Morgen herum, ohne feste Mahlzeiten, mit Anziehsachen, die sie immer nur aus zweiter Hand hatte, weil sie ihr Geld ausschließlich für sich selbst ausgab. Neue Sachen bekam er immer nur von den Großeltern. Sie lag bis zum späten Mittag im Bett, brachte Sohnemann immer nur nach Lust und Laune in den Kindergarten und ihr Ehemann hatte längst resigniert. Er war von zuhause aus ein sehr reinlicher Mensch und seine liebe Frau machte innerhalb weniger Tage diese Ordnung immer und immer wieder zunichte.

Es war das pure Grauen und unzählige Male rannten ihre Schwester und ich mit Lappen und Eimer bewaffnet durch die Räume, um zu putzen, zu helfen, zu ordnen, aber es brachte einfach nicht. Alles war ihr gleichgültig und sie sorgte sich nur um sich selbst. Selbst am Abreisetag vor ihrem Sommerurlaub half ich ihr beim Packen und Putzen und bügelte und entfusselte das völlig verknitterte Hemd ihres Mannes, damit er wenigstens ordentlich gekleidet in den urlaub fahren konnte.

Wie oft stand ich bis spät nachts da und kochte für ihren Mann mal dies und mal das, weil er so gerne mal 'nen Sauerbraten essen wollte oder etwas anderes. Da ich selbst Kind und Familie hatte, blieb für solche Sonderaktionen nur abends Zeit, also erfüllt ich ihm diese kleinen Wünsche manchmal und meine "Freundin" saß daneben und spielte mit ihrer Spielkonsole.

Als ich dann Ende 20 war, platzte mir eines Tages der Kragen. Ich konnte das nicht mehr. All die Hilfe, die Gespräche hatten in den vielen Jahren rein gar nichts gebracht. An ihrem Verhalten änderte sich nichts. Dann begann sie noch, ihren Mann zu betrügen und schließlich trennten sich sich, nachdem sie ihm morgens ohne große Umschweife am Bettrand sagte: "Es ist Schluss mit uns." So beendete sie ihre Ehe - ohne Aufwand.

Sie zog aus, ich half ihr noch, die neue Wohnung zu streichen, einzuräumen. Da war sie schon von einer ihrer neuen Affären schwanger, sagte es keinem. Inzwischen hat sie 4 Kinder (1 Sohn aus erster Ehe, 3 Kinder aus der folgenden). Bei keiner dieser 4 Schwangerschaften sagte sie irgendwas, die Schwangerschaften wurden allesamt durch den wachsenden Bauch bemerkt. Selbst ihren Eltern und ihrer Schwester sagte sie nie etwas.

So schleicht sie nun schon fast 40 Jahre durch ihr träges Leben, hat wieder einen Dummkopf gefunden, der sie aushält und geheiratet hat und sich um die Kinderschar kümmert. Arbeiten??? Seit der Lehre ein Fremdwort für das Mädel. Und so zerbrach diese einst so tolle Kinderfreunschaft nach 21 Jahren und ich musste Einsehen, dass Hilfe allein keine Wende herbeiführt.

Ich kann Dir keinen Rat geben, aber ich weiß, was Dir durch den Kopf geht. Es ist schwer, mit ansehen zu müssen, wie Menschen ihr Dasein so fristen, obwohl sie gesund sind und sich selbst zu einem besseren Leben verhelfen könnte. Es fehlt am Wollen. Es ist Faulheit, Trägheit, Bequemlichkeit. Und wir können daran irgendwie nichts ändern, egal wie wir es anstellen...

Beitrag von mami2kids 27.05.11 - 09:13 Uhr

Ich bin fassungslos, deine Geschichte ist der Wahnsinn!

Wie kann ein Mensch nur so sein?

Bei mir zuhause ist es auch nicht immer steril, aber ich kann IMMER spontanen Besuch reinlassen. Ich arbeite momentan auch nicht, und nutze JEDEN Morgen die Ruhe und die Zeit (wenn die Kinder in der Schule sind) um den Haushalt zu schmeissen, Wäsche waschen etc
Und danach gehts mir immer richtig gut

Echt wiederlich, deine ehemalige Freundin. Du tust und machst alles, und das ist der Dank. Hat sie jemals etwas für dich getan?

Echt Wahnsinn.... wie man nur so leben kann

Beitrag von nyiri 27.05.11 - 09:16 Uhr

Sie hat mir schon ab und zu zur Seite gestanden, aber mit den Jahren und der wachsenden Weitsicht und Reife sah ich, was ich da eigentlich für eine Freundin hatte und da ich inzwischen selbst Mutter geworden war, eröffneten sich mir immer mehr neue Blickwinkel und ich konnte das auch nicht mehr trennen.

Ich habe unter dieser "Trennung" trotz allem extrem lange gelitten, aber heute sehe ich aus der Ferne, dass ich gar nicht anders handeln konnte. Ich habe versucht, ihr zu helfen, aber gebracht hat es nichts. :(

Beitrag von jaaa 27.05.11 - 09:15 Uhr

Gegen Fernsehen gucken hätte ich im Prinzip nichts..wenn Besuch da ist


Aber ich würde kein Besucher Kind hier reinlassen, wenn es hier aussehen würde wie Sau. Meist ist der Haushalt gemacht, wenn mein Sohn Besuch bekommt, und dann sitze ich auch auf der Couch und schau Tv

Beitrag von besorgte-freundin 27.05.11 - 13:06 Uhr

Das "Schlampe" habt ihr mir in dem Mund gelegt.
Hineininterpretiert in Sch....

Sch.... wie Schludertante

Aber mit eurem Sch.... wie Schlampe haben es wenigstens mehr angeklickt!

Beitrag von nyiri 27.05.11 - 13:39 Uhr

Und wo ist jetzt Dein Problem?

Beitrag von besorgte-freundin 27.05.11 - 14:22 Uhr

das mir sachen unterstellt werden zu sagen und dann die dazugehörigen sprüche,obwohl ich das nicht gesagt habe.

aber wie ich es ihr sage und ob überhaupt weiß ich immer noch nicht.

wenn ich meine bude mal nicht im schuss habe, bin ich mir dessen bewusst. aber das fehlt ihr glaube ich. ihr sohn scheint aufräumen nicht zu kennen, bei uns wird nie aufgeräumt, wenn er da ist, auch nicht nach bitte oder aufforderung,. und wenn mein sohn abends bei ihm aufräumt, spielt er weiter.

das JA informieren kommt garnicht in frage, aber wir haben heute vormittag telefoniert, da sagt sie mir, das sie sich bei dem amt als pflegemutter beworben hat. machen die denn hausbesuche und schauen auch in die schränke und so?

ich mag sie sehr, sie ist nett, hilfsbereit, hat schon ein paar mal meinen sohn aus dem kiga abgeholt, wenn ich therapie mit meinem anderen kind hatte und hat mich auch schoin etliche male zum kinderarzt begleitet.
aber das ist wirklich was was mich persönlich belastet die angst es ihr zu sagen und das die freundscaft zugrunde geht.

Beitrag von nyiri 27.05.11 - 14:24 Uhr

In welchem Beitrag wurde Dir denn was unterstellt? Habe mir nicht alle Antworten penibel durchgelesen... #kratz