OP-Termin steht an - wie weiter stillen?

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Beitrag von unicorn1004 28.05.11 - 21:50 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

bei mir tut sich leider folgendes Problem auf (oder vielleicht ist es ja gar keins?):

Bei mir wurde eine größere Zyste am Hals festgestellt und laut HNO-Ärzte soll diese relativ kurzfristig herausoperiert werden.

Mein Sohn ist jetzt gerade 8 Wochen alt und ich stille voll. Den OP-Termin konnte ich auf den 7.7. legen, länger wollten die Ärzte nicht warten. Da wird mein Sohn dann 14 Wochen alt sein, allerdings wollte ich ihn gerne mindestens 6 Monate voll stillen.

Die OP wird stationär unter Vollnarkose stattfinden. Ich bekomme zwar ein Mutter-Kind-Zimmer, darf allerdings durch die Vollnarkose und evtl. notwendigen Medikamente 3-4 Tage scheinbar nicht stillen. Jetzt zu meiner Frage: Wie kann ich diese Zeit am besten überbrücken? Abpumpen und einfrieren? Wie viel trinkt so ein Zwerg eigentlich in ml am Tag? Wie lange hält die Milch? Ich habe bisher noch nie abgepumpt, daher kenne ich mich leider noch nicht damit aus und auf Ersatznahrung möchte ich gerne verzichten.
Meine größte Angst ist, dass mein Kleiner die Brust nach 3-4 Tagen Flasche nicht mehr nimmt... Ich hoffe auf ein paar hilfreiche Tipps von euch und eventuell auch Erfahrungen.

Vielen Dank und liebe Grüße

unicorn

Beitrag von flaqita 28.05.11 - 21:58 Uhr

Hmm, nach 14 wochen wird er wohl nach der Flasche die Brust nicht mehr verweigern. Aber es kann natürlich sein, dass er die Flasche verweigert erstmal. Aber da werden die hoffentlich die Schwestern eventuell zur Seite stehten oder frag deine Hebamme ob sie dir dann im Krankenhaus helfen kann.
Wegen dem Abpumpen, erstmal eine Milchpumpe vom Frauenarzt auf Rezept geben lassen.
Dann so ca. 1 Stunde nach dem Stillen abpumpen. Oder wenn du weisst, dass er jetzt die Brust nicht ganz leer trinkt, dann kannst du sofort nach dem Stillen abpumpen. Ansonsten wie gesagt so ca nach 1 Stunde abpumpen und dann wenn nichts mehr aus der Brust kommt, noch ne Weile nachpumpen. Dann wird die Milchproduktion angereget. Die Milch kannst du 6 Monate einfrieren. Ich hab Eiswürfelbeutel genommen, da konnte ich dann besser dosieren. Auf den Beutel immer das Datum schreiben, dann weisst du welches die älteste Milch ist. Du kannst die Milch bis zu 5 Tagen im Kühlschrank lassen. Am besten wenn du abpumpst, dann die Milch in den Kühlschrank und wenn du so ca. 100 ml zusammen hast, die gekühlte Milch dann zusammenleeren und dann einfrieren. Du kannst übrigens das mit dem Abpumpen öfter als einmal am Tag machen.
Wieviel trinken sie so bei einer Mahlzeit, also meist so zwischen 100-150 ml. Je nachdem wie oft die Kleinen sonst trinken. Wenn er nur so ca all 6 Stunden trinkt dann wird es eher in Richtung 200-250 ml gehen. Wenn er jedoch alle 2-3 Stunden kommt, dann eher so ca. 100-150 ml pro Mahlzeit.
Aber ist wirklich nur geschätzt. Am besten frag nochmal deine Hebamme.

Alles Gute und viel Glück Flaqita

Beitrag von unicorn1004 28.05.11 - 22:06 Uhr

Danke für Deine Antwort Flaqita,

weisst Du denn auch, wie das mit dem Auftaue der Milch ist? Ich weiss nicht, ob ich im Krankenhaus einen Gefrierschrank zur Verfügung haben werde, wahrscheinlich nur einen Kühlschrank. Meinst Du, ich kann mir dann täglich die Tagesration aus meinem Gefrierschrank bringen lassen und die dann im Kühlschrank auftauen lassen? Wie lange ist aufgetaute Milch denn dann noch im Kühlschrank haltbar?

Ich will auf jeden Fall noch eine Stillberaterin kontaktieren, da meine Hebamme leider nicht die beste war...

Liebe Grüße

unicorn

Beitrag von kangaroo86 28.05.11 - 22:08 Uhr

5 Tage "Rohmilch" im KS lassen halte ich für zuviel (sogar die pasteurisierte milch im Packerl ist nach 5 Tagen offen im KS meist hinüber)
Ich hab gehört, maximal 48 Stunden im KS und spätestens dann in den TK.

Beitrag von kangaroo86 28.05.11 - 22:05 Uhr

Falls du jetzt auf Vorrat was im TK anlegen möchtest: MuMi hält im TK angeblich 3 Monate. Ich glaube, dass es allerdings sinnvoller ist, in der Zeit Fertignahrung zu füttern (oder zumindest die Option dir noch offen hältst, falls die Milch, die du auf Vorrat hast dann doch nicht reicht). Am besten wäre, du würdest eine Stillberaterin kontaktieren, die weiß vielleicht noch einen besseren Tipp.
Besorg dir auf jeden Fall eine gute Milchpumpe (ich finde die von Avent toll) und schau mal, wie du mit dem appumpe klar kommst.
Alles Gute für die OP
lg das Beuteltier

Beitrag von unicorn1004 28.05.11 - 22:12 Uhr

Danke liebes Beuteltier, ich werde am Montag gleich mal meine Frauenärztin kontaktieren, um ein Rezept für eine Milchpumpe zu bekommen und eine Stillberaterin will ich auch anrufen.

LG
unicorn

Beitrag von wuestenblume86 28.05.11 - 22:11 Uhr

Du brauchst keine Stillpause machen! Es gibt stillfreundliche Narkosemittel, mit denen du Stillen kannst/darfst,sobald du es wieder kannst.

#winke

Beitrag von elistra 28.05.11 - 22:53 Uhr

nach einem kaiserschnitt mit vollnarkose darf man ja auch stillen, trotz schmerzmittel die man danach bekommen kann.

ich würde darauf bestehen, das die ärzte sich nochmal genau erkundigen und zwar hier: http://www.embryotox.de/ und dann sollen sie die medikamente/narkosemittel geben, die ein weiter stillen ermöglichen. es gibt schließlich für die meisten medikamente, stillfreundliche alternativen. nur leider wissen das viele ärzte offensichtlich nicht.

und lass dir eine pumpe verschreiben, vom kinderarzt z.b. die kannst du dir dann auf kassenkosten von der apotheke leihen und dann jetzt schonmal anfangen, milch abzupumpen und einzufrieren, die könnte dann z.b. dein mann füttern in der zeit, wo du noch unter narkose bist und nicht fähig zu stillen. er muss das dann auch nicht mit einer flasche füttern, es gibt alternativen die keine saugverwirrung hervorrufen (z.b. becher, fingerfeeder usw) am besten kontaktierst du eine stillberaterin www.lalecheliga.de oder www.afs-stillen.de die arbeiten ehrenamtlich und die können dich auch zu alternativen fütterungsmethoden beraten, so das ihr die pulle umgehen könntet.

wenn man dir stillfreundliche medikamente gibt, könntest du ja, sobald du fit genug bist, direkt weiter stillen, ihr müßtet dann ja nur die zeit der narkose/op/aufwachen überbrücken.