Wiedereinstieg nach längerer Elternzeit in den Job (ZMF) .. wie wars bei euch?

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Beitrag von jessica.g1 23.11.12 - 12:12 Uhr

Hallo,

Ich bin gelernte Zahnmedizinische Fachangestellte. Die Elternzeit endet im Frühjahr, somit muss ich mir nun Gedanken machen wie es weitergeht. Ich werde demnächst 29. Meine Elternzeit begann im Jahr 2008. Ich bekam eine Tochter und im Anschluss meine zweite. Die Elternzeit endet nun im März 2013. Ich weiß ich bin lange aus dem Beruf draußen gewesen aber genau das macht mir nun Angst.
Unsere Kinderplanung ist abgeschlossen und ich will mich dann wieder voll auf meinen Beruf konzentrieren.. eben den, den ich erlernt habe. Ich arbeite seit einem Jahr zu 20% als Pflegehelferin in einem Altersheim. Es wurde mir schon eine Hochstufung auf 50% angeboten. Da ich aber fortgeschrittene Kniearthrose beidseits habe, seh ich da kaum eine Zukunft für mich.
Vor der Elternzeit war ich in einer größeren Praxis tätig wo selbständigkeit seeehr groß geschrieben wurde. Also ich war da recht fit...natürlich ist mit der Zeit einiges an Wissen liegengeblieben aber ich denke, dass ich mich schnell wieder zurechtfinden würde.
Mein Röntgenschein ist nicht mehr aktuell. Ich müsste also diesen erneuern. Kann ich das im Vorfeld machen oder soll ich das dann erledigen wenn mich jemand einstellen würde?
Ich habe mir jetzt vorgenommen das ich mich bis zum April wieder fitlese um wieder etwas besser informiert zu sein. Dann würde ich mich im April gerne versuchen in unserer Umgebung als Teilzeitkraft zu Bewerben. Aber da gehts los.. ich habe da richtig Angst davor. Wer würde mich denn schon mit zwei Kindern als Teilzeitkraft einstellen? Da würde bestimmt jemand genommen werden der nicht so lang aus dem Beruf draußen war. Würde ich nur die Chance bekommen mich zu beweisen. Ich komme sehr gut mit Menschen aus, schlechte Laune sieht man mir nie an, ich habe immer ein Lächeln auf dem Gesicht, und eine nette, sachliche Antwort. Aber wie kann ich das beweisen wenn man mir evtl. nicht die Chance geben würde. Ich habe auch überlegt das ich auch gern wenn ich die Chance bekommen würde, ein unbezahltes einmonatiges Praktium machen würde.. Ist das unvorteilhaft in eine Bewerbung reinzuschreiben? Ich glaube schon...

Würdet ihr die Bewerbungen direkt hinsenden? Oder erst anrufen? Ich kann mir vorstellen, wenn man anruft, dann heißt es meistens gleich nein?

Habt ihr Tips für mich?

Ich dank euch schonmal im Vorfeld!

Beitrag von chrisdrea24 23.11.12 - 12:17 Uhr

Habe keinen Tipp.
Ich war damals nach der Großen 3 Jahre daheim, bin Krankenschwester. Nach den drei Jahren habe ich dann für einen Monat ( betreeungstechnisch bedingt) nur noch von 16- 20 Uhr gearbeitet. für mich war das damals eine wahnsinnige Umstellung. Mir war alles neu. Vor den drei Jahren haben wir alles noch von Hand ausgefüllt. Auf einmal liefen Laborzettel und sämtliche Untersuchungen über den Computer. Blutzuckermessen und Spritzen geben war für mich wieder total ungewohnt. Musst erstmal ein paar Mal an meinen Kollegen messen, bevor ich mich wieder getraut hab zuzustechen #klatsch. Bin dann zwar sehr schnell wieder reingekommen, aber die Umstellung war extrem.
Jetzt ist Kind Nr. 2 da und wieder bleibe ich 2- 3 Jahre daheim. Danach werde ich aber wohl nichtmehr in die Pflege gehen.
ANDREA

Beitrag von hannah1010 23.11.12 - 12:50 Uhr

Hallo!

ich bin Kinderkrankenschwester und war 6 Jahre in Elternzeit.

Ich hab danach aber wieder bei meinem vorherigen Arbeitgeber auf meiner "alten" Station angefangen.

Es hat sich schon viel verändert in der Zeit...aber man kommt sooooo schnell wieder rein.

Ich musst schon am 2. Arbeitstag komplett alleine 4 Intensivkinder versorgen ( arbeite auf ner Frühchen-Intensiv), weil meine mir zugeteilte Kollegin krank wurde...war heftig...aber es ging ;)

Du möchtest aber wohl nicht wieder bei deiner alten Stelle anfangen, oder?

lg tina

Beitrag von twins 23.11.12 - 13:05 Uhr

Rede doch mit Deinem Ex-Chef wie es evtl. mit einer Wiedereingliederunsphase ist.

Vielleicht kannst Du jetzt schon auf Stundenbasis wieder eingearbeitet werden, damit Du dann im März auf dem Laufenden bist.

Äh - fängst Du nicht in der alten Stelle wieder an?
Sonst frage beim Arbeitsamt nach, was die für Dich tun können.

Grüße
Lisa

Beitrag von binnurich 23.11.12 - 13:11 Uhr

wäre ich Chef würde ich eher eine 29 jährige nehmen, die sagt, sie ist mit der Kinderplanung durch als ein 29 jähige ohne Kinder.

Teilzeit ist ganz gut, wenn du ausfällst fällt das nicht so massiv ins Gewicht.

Ansonsten würde ich noch schauen, wie der Krankheitsfall der Kinder geregelt werden kann, damit kann man den Chef im Einstellungsgespräch sicher auch beruhigen.

Und klar, wenn du bei Einstellungsgesprächen zeigen kannst, dass du dich schon wieder selbst weitergebildet hast, dann ist das sicher auch alles andere als ein Fehler.

Ich würde mit der Arge sprechen oder schauen, ob es bei euch Wiedereingliederungsmaßnahmen für Eltern nach Elöternzeit gibt.

Beitrag von jessica.g1 23.11.12 - 13:34 Uhr

Wir sind mittlerweile umgezogen. Meine frühere Praxis wäre da etwas weit weg wenn ich pünktlich wieder am Kiga sein sollte.

Beitrag von susannea 23.11.12 - 19:26 Uhr

Dann musst du vor allem gucken, dass du 3 Monate vor Ende der Elternzeit deinen Job beim alten AG kündigst, sonst musst du dort wieder anfangen!

Beitrag von susannea 23.11.12 - 19:25 Uhr

Ich verstehe nicht ganz, wenn deine Elternzeit endet, dann hast du doch noch einen Ag? Oder warst du gar nicht mehr in Elternzeit und musst dir deshalb einen neuen Job suchen?

Beitrag von jessica.g1 24.11.12 - 10:34 Uhr

Ich habe einen AG wenn man es so sieht da ich in der Elternzeit bin. Aber so wie du sagst muss ich das kündigen. Es ist mir einfach zu weit dorthin zu fahren da wir umgezogen sind.

Beitrag von susannea 24.11.12 - 10:40 Uhr

DAnn achte darauf, dass du die Stelle 3 Monate vor Ende der Elternzeit kündigen musst und dich auch gleich arbeitssuchend melden musst und die Kündigung damit begründen, dass dies nicht mit der Kinderbetreuung zu vereinbaren ist.

Zeitgleich musst du dann aber auch anfangen dich zu bewerben.