AU wegen Depression?

Hallo,

ich leide seit bereits 15 Jahren an Depressionen, welche auch mit Tabletten behandelt werden. Jetzt warte ich gerade wieder auf einen Therapieplatz.

Wir haben zurzeit auf Arbeit extrem viel Stress es wird nur gemotzt, geschimpft usw. Ich schaffe das nicht mehr. Möchte einfach nur noch daheim bleiben. Der Arzt möchte mich krank schreiben ,doch ich habe so Angst vor Kündigung. Was mach ich bloss?

LG

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Hallo,

zunächst kannst du natürlich deswegen eine AU vorlegen, die müssen/dürfen ja noch nicht mal wissen warum.

Die Frage ist nur, wenn du daran schon solange leidest, hast du mal an einem Schwerbehindertenausweis gedacht? Ich habe u.a. deswegen einen und ich habe ja deswegen einen besonderen Kündigungsschutz. Denk mal darüber nach, um dir diese Sorge etwas zu nehmen. Natürlich schützt es nicht endgültig vor einer Kündigung, aber es erschwert den Weg.
Und was sind die zeitlichen Vorstellungen der AU? Ich meine, wie sind deine Erfahrungswerte? Wenn du die Therapie beginnst, ist der Weg zurück zur Arbeit dann theoretisch machbar? Weil Krankengeld gibt es ja nicht ewig, dann wird es eng. Das wären dann halt so meine Gedanken dann.

Alles Gute,

Anna

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Also ich möchte auf jeden Fall wieder arbeiten. Ich muss nur etwas gefestigt werden. Den ausweis möchte ich beantragen

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Hallo, ich nochmal,

arbeitest du in einem größeren Betrieb, wo eine Schwerbehindertenvetretung zugegen ist? Die könntest du bei der Beantragung um Hilfe bitten.

Ansonsten ein paar Tipps:
- sprich vorher mit deinem behandelnden Arzt, dass du das vor hast und das es ganz wichtig ist, das er nicht nur stumpf die Diagnosen auf dem Zettel vom Versorgungsamt schreibt, sondern auch explizit die Auswirkung deiner Erkrankung auf deinem Leben . Den Gutachter bewerten sonst gerne Mal den Grad der Behinderung viel zu Niedrig
- Du musst im Grunde das selbe machen. Beschreibe deine Situation sachlich, wie sie dich einschränkt. Auf einem extra blanko Blatt.

- Da deine Depressionen seit 15 Jahren bestehen, erfüllst du die Bedingung, dass die Behinderung Mind. ein halbes Jahr besteht. Das bedeutet, du hast eine chronische Depression. Ich habe dafür 50 % bekommen, da sie immer wieder auftauchen.

- Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, keine Gutachten oder Arztbericht rein zu legen. Aber da sind die Erfahrungswerte unterschiedlich.

Und unbedingt angeben, dass du berufstätig bist, dass kann die Bearbeitungsdauer etwas beschleunigen.

Lg, Anna

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Hallo, Was du bloß machst, kann dir keiner sagen.

Die Krankenkasse wird aber bei einer längeren Krankschreibung verlangen, dass du in einer intensiveren Therapie gehst d.h. Nichts mit ambulant.

Daher die Frage - auf welchen Therapieplatz wartest du. Wie lange soll die krankschreibung dauern.

Alles unter 6 Wochen ist harmlos und nicht der Rede wert aber darüber hinaus bist du dann unter Kontrolle der Krankenkasse. Und sie wird auch sehen wollen, dass nicht nur Krankengeld bezogen wird aber auch intensiveres geschieht, daher würde ich mir bei einer eventuellen krankschreibung Gedanken macjen.

Und wenn du wirklich ernsthaft krank bist, würde ich mir wegen einer Kündigung keine Sorgen machen. Du kannst auf Dauer nicht arbeiten, wenn ein Problem besteht, egal wo du bist.

Gute Besserung wünsche ich dir.

#winke

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Die krankenkasse kann garnicht verlangen.

Der behandelne Arzt entscheidet was die geeingnete Therapie ist. Die krankenkasse kann durch den mkd versuchen eine andere Therapie für den Versicherten zu bekommen, aber auch dagegen kann man klagen.

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Hallo, ich bin z.z wegen Depressionen krank geschrieben seit ende September. Werde eine ambulante Therapie machen ich War den Stress in der Firma auch nicht mehr gewachsen

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Hallo. Ich habe leider keine Antwort, wollte aber einfach mal kurz winken, weil ich derzeit in einer ähnlichen Situation bin. Habe seit meiner Kindheit immer mal wieder mit Depressionen zu tun; zuletzt nach der Geburt meiner Tochter. Seither wundersamerweise fast zwei Jahre nicht mehr. Seit etwa einem halben Jahr habe ich eine große berufliche Krise - ich ertrag den Beruf nicht mehr, und in der Firma hat sich auch alles sehr zum Negativen verändert, bin aber finanziell auf den Beruf angewiesen, so dass ich mich wie dort 'eingesperrt' fühle; und das alles natürlich immer in grßer Sorge um das Wohl meiner Tochter (was ist schlimmer für sie: Wenn Mama immer so viel wegen Arbeit weg ist oder wenn Mama nicht genug Geld verdient, um sie materiell ausreichend zu versorgen???). Habe deshalb mit Burn-Out-Vorstufe-artigen Erschöpfungzuständen zu tun, wegen denen ich immer wieder für ein paar Tage krank geschrieben war. Weshalb ich mir schon anfange, Sorgen zu machen, wie das für den Arbeitgeber aussieht. Aber seit ein paar Wochen scheint zu all dem auch wieder Depression zu kommen - eigentlich wohl keine Wunder. Und jetzt frage ich mich, ob ich wohl tatsächlich mal länger - also drei, vier Wochen am Stück oder so - krank bleiben muss, um mal eine Chance auf richtige Erholung zu haben. Denn das ist auch so ein Ding: Ich habe irgendwie die Fähigkeit zum Erholen verloren; selbst wenn ich ein paar Tage zuhause bin, rast dir Zeit nur, und ich komme nicht runter. Fühle mich wie ein Handyakku, das man ans Netz hängt aber das einfach nicht lädt.
Natürlich macht man sich Gedanken, was der Arbeitgeber bei so häufiger oder langer Krankheit denkt. Aber man muss sich auch immer wieder bewusst machen, dass das KRANKHEITEN sind, und nicht nur irgendwelche Befindlichkeiten. Wenn Du Dir das Bein brichst oder Lungenentzündung hast, fragt man sich ja auch nicht, wie das jetzt beim AG ankommt.

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Hallo, schade, dass man dir keine PN schicken kann, hätte ich sonst gemacht. LG