Standesamt der besten Freundin mit Kleinkind

Hallo ihr Lieben,

Ich bin mir gerade sehr unschlüssig: im Juli ist die standesamtliche Trauung meiner besten Freundin im kleineren Kreis. Unser Sohn (ihr Patenkind) ist dann 18 Monate alt. Er ist ein sehr aufgeweckter, neugieriger Wirbelwind,
Daher meine Frage zu der ich mich über ein paar Meinungen/Erfahrungen freuen würde: würdet ihr den Kleinen mit zur Trauung nehmen und das beste hoffen? Oder lieber ohne Kind?
Ich bin Trauzeugin und somit in der ersten Reihe und möchte die Trauung gerne voll und ganz genießen, fände es aber auch schade wenn mein Mann mit unserem Sohn raus gehen müsste. In einer Kirche könnte man sich einfach ins hinstreute Eck verziehen aber in einem kleinen Raum im standesamtlichen Rahmen eher schwierig.
Theoretisch könnte der Kleine während der Trauung bei meiner Mutter bleiben, allerdings wohnt sie 25 Minuten von der Location weg (die Trauung wird auf einer Burg vollzogen, nicht beim Standesamt) und ihn anschließend abzuholen für die Feier wäre auch blöd.
Ich hatte auch schon überlegt meine Mutter als „Babysitterin“ während der Trauung mitzunehmen, fände ich aber für sie auch doof wenn sie für eine halbe/Dreiviertel Stunde Trauung fast eine Stunde Fahrzeit hat „nur“ um den Kurzen zu bespaßen.
Hach, bin irgendwie hin und hergerissen, was meint ihr denn dazu? Und ja, ich mache mir wahrscheinlich viiiiel zu viele Gedanken aber da unser Kleiner wirklich aktiv ist und kaum still sitzen wird für so „lange” Zeit beschäftigt mich das trotzdem sehr 😅

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Ihn einfach bei deiner Mama lassen, und mit deinem Mann die Trauung und anschließende Feier genießen, ist keine Option?
Immerhin bist du als Trauzeugin und Freundin den ganzen Abend "wichtig" nicht nur während der Zeremonie an sich.

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Ich hätte noch dazu schrieben sollen, dass wir 400km weit weg wohnen und der Kleine zwar alle zwei Tage mit meiner Mutter über Video telefoniert, sie ihn aber nur ca. alle zwei Monate sieht. Er war zwar im März mal einen Tag bei ihr (da waren wir Brautkleid aussuchen) aber da war meine Schwester auch dabei (die er liebt) und er war noch kleiner. Im Moment hat er eine Mamaphase, dass kann sich natürlich schnell wieder ändern aber ihn einen ganzen Tag bei meiner Mutter lassen wo er sie im Mai das letzte mal gesehen…außerdem
Gehört er ja als Patenkind schon auch dazu finde ich…

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Wir sind demnächst auch mit unserem Wirbelwind auf einer standesamtlichen Hochzeit.

Wir nehmen paar Bücher mit und lassen ihn dort bisschen rumlaufen. Wenn es stört, geht einer raus.
In deinem Fall dann der Papa?

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Hey 👋
Ich hab auch so einen kleinen Wirbelwind zuhause im gleichen Alter 😅
Ich würde einfach die Braut fragen was sie meint :) dann kannst du nichts falsch machen. Wenn sie sagt, dass du den kleinen ruhig mitnehmen kannst dann nehmt ihr ihn mit rein und Papa kümmert sich in der Zeit so das du deinem Job als Trauzeugin erledigen kannst 😊

Sie kennt dein Kind ja und weiß dann was auf sie zukommen würde und dann wäre das ja kein Problem. Wenn sie es aber nicht so gerne möchte, dann ist das auch absolut akzeptabel und dann würde ich tatsächlich Oma fragen ob sie kommt. Das macht sie doch bestimmt gerne für euch, auch wenn es ne Stunde fahrt ist.

Liebe Grüße
Michelle

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Ich glaube, ich würde meine Mutter trotzdem fragen. Meine verbringt eigentlich super gerne Zeit mit meiner Tochter und für mich würde sie sie auch übernehmen, damit ich entspannen kann. Du kannst sie ja einfach mal fragen? Sie gibt dir sicher eine ehrliche Meinung dazu? Gibt es nachher noch ein Apéro? Vielleicht darf sie dann dort auch noch kommen oder so…

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Das ist eine gute Idee, danke! Ich rede morgen mal mit ihr ob sie sich das vorstellen kann. Alle Möglichkeiten gemeinsam besprechen ist ein guter Anfang 😊

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Als wir geheiratet haben war unser Wirbelwind auch etwa so alt.
Erst saß er bei Oma und dann beim Papa auf dem Schoss. Aber ausnahmsweise echt ruhig.


In deinem Fall würde ich den Papa einbinden. Wenn es ihm nichts ausmacht nicht bei der Trauung direkt dabei zu sein oder eben ggf nur einen Teil mit zubekommen. Dann hättet ihr das hin und her nicht mit der Oma.

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Ich würde ihn definitiv nicht mit zur Trauung nehmen.
Denn wenn er los läuft oder schreit oder was auch immer tut, hat er die volle Aufmerksamkeit der hochzeitsgesellschaft.
Das finde ich unfair dem Brautpaar gegenüber.
Er wird keine 30min still neben euch sitzen.
Somal du die Trauzeugin bist, wird er spätestens wenn du zur Unterschrift gehst, dir hinter her wollen.

Das ist auch gar nicht böse gemeint, aber kleine Kinder sind nun mal sehr süß und ziehen so die Aufmerksamkeit auf sich.🥰

Und du kannst sicher auch nichts wirklich genießen.

Nach der Trauung gehen viele doch eh erstmal Fotos machen oder ähnliches.
In der Zeit könntet ihr doch euren Sohn von Oma wieder holen, oder diese kommt zum Standesamt und könnte ihn euch vorbei bringen.

Liebe Grüße

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Ja genau das ist auch meine Befürchtung. Das ist so ein besonderer Tag im Leben, da möchte ich nicht mit meinem kleinen die Show stehlen. Die Aufmerksamkeit hat er eh schon das ganze Jahr über 😄 danke dass du das so ausgeführt hast, das hat mir nochmal bewusst gemacht, was das auch für das Brautpaar u.U. bedeuten würde.

Bearbeitet von TanjaMe
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Frag doch deine Freundin wie sie dazu steht. Unser Patenkind ist auch ein ziemlicher Wirbelwind, der dazugehörige Papa ist der beste Freund meines Mannes und war auch sein Trauzeuge. Die gehören für uns zur Familie, da stand es bei uns gar nicht zur Debatte, den Kleinen nicht mit zur Trauung zu nehmen. Er war dann halt unter Aufsicht seiner Mutter und ja, er war laut und hat Quatsch gemacht, sie sind zwischendurch auch mal aufgestanden und kurz aus dem Raum. Andere haben uns hinterher darauf angesprochen, dass er die Trauung ja gecrasht hat oder so. Ganz ehrlich: Wir kennen ihn ja und hatten gar nicht die Erwartung, dass er ruhig und still da sitzt. Uns hat das null gestört, wir fanden es eher witzig, hat ein bisschen Leben in diesen doch eher drögen Verwaltungsakt gebracht.

So ne standesamtliche Trauung ist ja nicht ewig lang. Wenn das Brautpaar es nicht stört und sie ihn vielleicht sogar dabei haben möchten, dann werden die übrigen Gäste die Zeit schon überleben. Der einzige Grund, weswegen unser Patenkind nicht hätte dabei sein sollen, wäre für uns gewesen, wenn die Eltern uns klar gesagt hätten, dass ihnen das zu stressig ist und sie ihn lieber anderweitig unterbringen wollen. Das wäre okay für uns gewesen.

Deswegen besprich doch mit deiner Freundin, wie sie dazu steht. Wenn sie deinen Sohn vielleicht sogar gerne dabei haben möchte als ihr Patenkind, dann sollte sein Papa sich während der Trauung um ihn kümmern. Als Trauzeugin sitzt du ja in der Tat mit vorne und hast da deinen Job. Aber mach dir dann keine Sorgen wegen Störungen oder so.

Ansonsten könntet ihr auch überlegen, ihn vielleicht für den ganzen Tag von deiner Mutter betreuen zu lassen, wenn das geht? Dann könntet ihr euch voll auf die Hochzeit konzentrieren. Oder wenn deine Freundin lieber Ruhe im Standesamt hätte, hat sie vielleicht auch eine gute Idee dazu? Ich habe auch schon mitbekommen, dass es bei manchen Hochzeiten Kinderbespaßung gab. Ihr findet schon die richtige Lösung :)

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Wir waren mit unserem schon als Baby auf Hochzeiten und da waren auch immer andere kleinkinder und eigentlich haben wir es immer alle gleich gemacht: so lange das Kind ruhig ist, ist alles super. Wenn das Kind nicht mehr mag, geht einer (der "unwichtigere" part der Hochzeitsgesellschaft) mit dem Kind raus und stößt dann später wieder dazu. Ganz simpel eigentlich.

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Hallo,
gib dem Papa ein paar neue Bücher mit, die sind bestimmt interessant. Und wenn der Kleine mal etwas lauter ist, dann ist das so. Es ist doch schließlich ein Fest für Groß und Klein. Sollte er allerdings bevorzugen, dauerhaft zu schreien, dann kann der Papa immer noch mit ihm rausgehen. Ich finde auf jeden Fall, dass der Kleine dazugehört, erst recht, wenn die Braut seine Patentante ist.
Ich konnte unseren Kleine in dem Alter immer etwas ruhig halten, wenn er einen kleinen Lutscher bekam. Das war so etwas Seltenes bei uns, dass er ihn immer schon brav im Mund gehalten und gelutscht hat. Wie gesagt, es kam selten vor, aber wir mussten auch tatsächlich mal zu einer Beerdigung und ich hatte keine Betreuung für ihn. Wir saßen in der letzten Reihe, er im Buggy daneben, Lutscher im Mund und er hat zumindest die Trauerfeier in der Kirche brav durchgehalten.
LG
Elsa01