Sehe ich das wirklich zu extrem?

Hallo,

kurz vorab: mein Mann leidet u ter Depressionen mit Suizidgedanken. Er ist unglücklich in unserem Wohnort (ist zu mir gezogen), aber das ist jetzt nicht das Thema. Unsere Tochter ist 1 Jahr.

Folgende Situation: Ich muss Mittwoch Abend immer arbeiten. Mein Mann passt dann auf die Kleine auf. Heute hatte er plötzlich wieder so eine depressive Phase und er hatte Nachmittags schon 2 Bier (je 0,5l) getrunken. Wr meinte dann, dass er nachher, während er die Kleine betreut noch was trinken werde. Ich erschrak (er verträgt nicht si viel) und neinte, er solle das lassen. Er sagte zwar ok, aber ich war unsicher. Außerdem verfiel er wieder in diese depressive Stimmung, sodass ich unsere Tochter zur Betreuung zu den Eltern gefahren habe.
Er macht mir das jetzt sehr zum Vorwurf. Meint, ich würde ihm nicht vertrauen * Er betreut sie öfter alleine). Dann wirst er mir vor, ich würde ihm sein Kind vorenthalten und wäre damit schlimmer als seine Ex. Er hatte während ich weg war wohl tatsächlich nich was getrunken, aber nicht soooo viel, dass die Aussagen darauf zurückzuführen sind.

Meine Frage: Habe ich hier wirklich übertrieben gehandelt oder hättet ihr das Kind unter diesen Umständen auch nicht alleine beim Vater gelassen?
Er ist iller sehr liebevoll zu ihr. Ich hatte Angst, dass er sie aufgrund der Depressionen nicht gut genug beaufsichtigt und unter evtl mehr Alkohol stolpern könnte mit ihr oder so
...
Wir haben halt auch Beziehungsprobleme..

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Mein, du übertreibst nicht.

Wenn ein Mensch an Depressionen erkrankt, sollte ihm klar sein, dass Alkohol das Letzte ist, was hilft.

Niemals würde ich ein Kind jemanden alleine anvertrauen, der so unvernünftig ist und sogar Alkohol trinkt obwohl er auf ein Kind aufpassen soll.

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Hallo,

Also um deine Frage zu beantworten, ich finde das nicht übertrieben. Ich finde auch dass wenn er so “depressiv” ist dass er Bier trinken “muss” dann kann er doch froh sein dass du die kleine weggebracht hast.

Hast du das denn nicht kommuniziert bevor du sie weggefahren hast oder warum macht er dir jetzt Vorwürfe?

Ansonsten, danach hast du nicht gefragt deshalb gerne ignorieren wenn du es nicht lesen möchtest.

Ich würde generell nicht wollen dass jemand der Alkohol getrunken hat oder trinkt auf mein Kind aufpasst.
Ich finde es auch nicht richtig wegen schlechter Stimmung zu trinken.
Genau da fängt nämlich der Missbrauch an und das führt dann zur Sucht.

Ich finde es liest sich als wäre bei euch eh was im Argen.
Hat dein Mann denn eine diagnostizierte Depression?

Geht er auch arbeiten?
Hat er regelmäßige, professionelle Hilfe?

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Danke,

Also er hat nicht gerade ess aufgrund schlechter Stimmung getrunken, sondern weil wir essen waren und mir ist es quasi zu spät aufgefallen, dass das kein alkoholfreies Bier war. Dann kam seine schlechte Stimmung.

Ich habe ihm natürlich vorher erklärt, was ich tun werde und warum . Seitdem ist es hier halt ganz schlecht.
Er sieht es tatsächlich nicht ein....
Er hat schon länger Schwierigkeiten, aber ich denke, er sieht das Problem nicht. Angeblich bemüht er sich um einen Therapieplatz. Aber nur halbherzig. Schon seit einem Jahr....

Und ja, bei uns liegt einiges im Argen. Wr vermisst sein Leben vor Geburt unseres Kindes. Ich halt gar nicht. Mir war klar, dass ich verzichten muss...

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Hallo, nein, das ist nicht zu extrem. Hast du mit ihm nochmal gesprochen, bevor du eure Tochter lieber zu den Großeltern gebracht hast? Wenn er da dabei blieb, dass er vielleicht nochmal trinkt, war es richtig. Wenn er jetzt ohne eure Tochter nichts getrunken hat, heißt es nicht, dass er das auch so gemacht hätte, wäre sie da gewesen. Alles Gute!

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Ja, habe mit ihm gesprochen. Er sagte dann, dass er dann nichts trinken wird und ich ihm die Kleine ruhig geben könne. Aber wegen seiner Stimmung war ich stark verunsichert.

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Dann würde ich ihm sagen, es tut mir leid, ich war mir unsicher, etwas im Stress und nächstes Mal darf er die Zeit mit seinem Kind verbringen.
Er sollte meiner Meinung nach aber davor auch nichts getrunken haben. Wie du das ausdrücken kannst, musst du einschätzen. Bei manchen Memschen sollte sowas in übertrieben netter Form stattfinden, damit es nicht schief läuft. Musst du versuchen einzuschätzen.
Alles Gute!

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Abgeklärt und juristisch betrachtet, stellt die Aufsicht eines Kindes durch einen depressiven Elternteil mit Suizidgedanken immer eine potentielle Kindeswohlgefährdung dar. Alkohol gibt dem ganzen eine derartige Unberechenbarkeit, dass ich keine Sekunde daran gezweifelt hätte, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Ich finde es groß von dir, dass du an der Seite deines Mannes stehst, seine liebevollen Eigenschaften siehst und an ihn glaubst, ABER dein Nummer 1 Job ist es, die Sicherheit eures Kindes zu gewährleisten und das kannst du nicht, wenn du nicht da bist.

Ich wünsche euch als Familie nur das beste und viel Kraft

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NEIN du übertreibst ganz sicher nicht. Er hat schon was getrunken und verträgt nicht viel, will aber wenn er eure Tochter alleine betreut noch was trinken und ist dann möglicherweise erst Recht nicht mehr in der Lage das Kind vernünftig zu versorgen. Beschwert sich dann aber er darf sein Kind nicht betreuen? Sorry hakt es aus? Ja er ist krank und ich weiß das Depressionen nicht einfach sind, aber wenn er aufgrund von Alkohol nicht in der Lage ist sich vernünftig ums Kind zu kümmern und Alkohol auch noch zur Beruhigung zu konsumieren scheint läuft einiges schief. Da würde ich mein Kind auch nicht dort lassen. Er braucht dringend Hilfe denn so gefährdet er eventuell irgendwann noch sein Kind.
Und wenn er das nicht einsieht, sorry dann denk ich weiterhin in erster Linie an mein Kind als Mutter das kann nämlich im Notfall nichts tun. Dein Mann aber könnte sich zumindest helfen lassen wenn er das will!

Ela

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Deine Tochter ist in Gefahr bei ihrem Vater mit Depressionen, einem Alkoholproblem und Suizidgedanken. Entweder geht er in deine Klinik und du gehst mit der Tochter. Ich sehe hier eine Gefahr für Leib und Leben.

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Nein es war richtig.
Bitte kümmert euch um eine Therapie. Lass ihn zur Not einweisen!!!.
Meine beste Freundin ist verwitwet, ihr Mann beging Suizid und hinterließ sie mit 2KIGA Kindern.
Sie macht sich Vorwürfe warum sie ihn nicht in eine Klinik gebracht hat.
Keiner hätte gedacht dass er es wirklich tut. Mach du es besser.

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Google mal "erweiterter Suizid". Du machst das schon richtig, dass du deine Tochter schützt!

An deiner Stelle würde ich für deinen Mann einen Termin beim Psychiater ausmachen, ihn hinschleppen und ihn in vom Arzt in eine Klinik einweisen lassen.

Wahrscheinlich schafft er das selber nicht mehr.

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Absolut nicht (!!!) übertrieben!

Was macht dein Mann gegen Depression und Suizidgedanken? Also, außer (angekündigt, was ich auch befremdlich finde) Alkohol zu trinken?

Er hat recht, du vertraust ihm aktuell nicht und das aus sehr gutem Grund! Er ist krank und kann manches nun mal grade nicht. Jemand mit 2 gebrochenen Händen würde ich auch kein Kleinkind „anvertrauen“.

Er braucht dringend Hilfe und Therapie und solange er nichts tut, würde ich ihm das Kind auf keinen Fall alleine anvertrauen!!