Mann hat sich nach Hochzeit und Kind verändert

Hallo
Ich bin völlig verzweifelt und bereue tatsächlich unser Hochzeit vor 6 Monaten.
Wir haben 2020 unser erstes Kind bekommen, dort nahm ich ihn schon sämtliche Aufgaben ab doch durch Wochenenddiensten war er quasi gezwungen das Kind am Wochenende zu betreuen. Geburtstags, Weihnachtsgeschenke etc habe alle ich übernommen und ausgesucht,da ich ja auch das Kindergeld bekomme. Es war aber alles noch ganz gut aufgeteilt und Familienzeit war vorhanden. Als Kind 2 unterwegs war heirateten wir, bis dahin auch alles okay aber seit der Geburt von Kind Nr 2 bin ich nur noch wütend auf ihn. 0 Unterstützung bei den Kindern, 0 Dankbarkeit für meine tägliche Arbeit. Ich hatte vor kurzem eine Knie OP, habe mich tausendmal bedankt,dass er zur U4 gefahren ist. Ich putze, koche, gehe einkaufen und übernehme alles was die Kids betrifft. Die Nächte sind auch meine, in der Elternzeit auch für mich selbstverständlich aber auch am Wochenende nimmt er mir kaum etwas ab. Heute auch, er kommt von der Arbeit und geht dann seinen Hobbys nach,während ich gekocht,geputzt und mich um die Kinder gekümmert habe. Mache das zwar normalerweise am Vormittag aber da gestern noch ein kleiner Operativer Eingriff erfolgen musste, hab ich mir Vormittag ausgeruht weil ich so platt von der Vollnarkose war. Er ist am Wochenende mit seinen Jungs weg im Harz zum Wandern, ich fragte ihn,ob er etwas Geld da lassen würde, ich wollte es mir mit der Großen richtig schön machen und uns essen bestellen. Er sagte nur ob er Krösus sei. Nein wir haben kein gemeinsames Konto aber ich weiß was er zur Verfügung hat und was davon übrig bleibt. Da wären 20 Euro mehrmals dringewesen, sonst hätte ocj nicht gefragt. Ich lebe aktuell von Elterngeld und Kindergeld für die Große, von der Kleinen habe ich noch keinen Cent gesehen. Warte schon seit Juli aufs Kindergeld....
Weiteres Problem: er bevorzugt die Kleine, die Große ist recht "schwierig" eben sehr willensstark und was sie will, will sie nicht. Jedoch komme ich wunderbar mit der Großen zurecht, natürlich gibt's auch mal eine Ansage aber dann ist gut. Er kommt Überhaupt nicht mit ihr klar, sie möchte auch nicht, dass Papa etwas macht. Wundern tut es mich eigentlich auch überall nicht. Im Moment ist es zwischen mir und meinem Mann von meiner Seite aus, eine Hass Liebe.
Mich macht das soo wütend, ich bin ohne Vater aufgewachsen und hätte ich vorher gewusst wie er sich entwickelt, hätte ich ihn weder geheiratet noch ein weiteres Kind mit ihm bekommen...Wenn ich ihm das z.B mit der Großen sage kommt immer nur , dass sie ihn ja nicht lassen würde.... Ja gut er strengt such aber auch 0 an.


Meine Aufgaben: Putzen, abwaschen, Wäsche waschen, die Große in die Kita bringen und abholen, die große 1x in der Woche zum Sport bringen und wieder abholen, einkaufen, Kochen,Frühstück für ihn und die Große machen,Termine für ihn ausmachen, Arzttermine mit den Kindern, Geschenke besorgen, Elternabende usw

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Ich frage mich gerade, warum du hartnäckiger hinterher bist, wenns ums Kindergeld geht, aber total klein beigibst bei deinem Mann. Dass bei euch weder Aufgaben- noch Geldverteilung fair laufen, ist dir ja jetzt mehrfach gespiegelt worden. Warum akzeptierst du das? Wenn du mit den Kindern ausziehst, wird es für ihn massiv teuer, vielleicht muss man ihm das mal vor Augen führen.

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Ich würde versuchen das ganze anders aufzuteilen und zwar finanziell und auch von den Aufgaben her.

Warum lebst du nur von Eltern und Kindergeld? Er kann nur arbeiten gehen weil du zu Hause bleibst. Wäret ihr getrennt wäre er auch dir gegenüber unterhaltspflichtig.

Warum bringst und holst nur du die Große? Das würde ich schon mal aufteilen. Mindestens einmal die Woche kann auch er einkaufen gehen. Frühstück? Kann er sich selber machen.

Das er mit der großen nicht zurecht kommt ist hausgemacht er kümmert sich kaum also fehlt ihm die Übung.

Ich würde nochmal ein ernstes Wörtchen mit ihm reden und dann auf einer neuen Aufgabenteilung bestehen.

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Abholen wird höchstens am Freitag gehen . Bringen ist wegen seiner Arbeitszeit nicht möglich. Geld teilen würde er nicht. Ich solle bitte fragen bzw bescheid sagen, wenn ich etwas brauche

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Das kann er doch nicht entscheiden, ob er „Geld teilt“, du teilst ja gerade auch, indem du in EZ gegangen bist statt zur breiten. Gleicht er dir deinen Verdienstausfall zu 50% aus? Legt er Geld für einen Familiennotgroschen zur Seite?

Wie reagiert er wenn du ihn auf sein Verhalten ansprichst? Hast du mal versucht in Ruhe mit ihm zu reden?

Und warum bedankst du dich 1000x weil der Vater mit dem Kind zu einer U-Untersuchung geht? Vielleicht musst du da auch mal an dir selbst arbeiten und nicht so kuschen.

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Tauscht die Rollen.
Lass ihn in EZ gehen und deine Aufgaben übernehmen während du Vollzeit arbeiten gehst.

Zumindest die Hälfte der EZ, bis die Kleine auch in die Kita geht. Dann arbeitet ihr beide gleich viele Stunden während ihr euch bei den anderen Aufgaben auch hälftig abwechselt. DAS ist gerecht.

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Das gebt nicht, da ich nicht viel verdiene. Wenn er in Elternzeit geht, ist das finanziell schon echt eine Umstellung

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Es würde schon reichen wenn er einfach mal ein paar Wochen alleine zuständig wäre. Ein bis zwei Monate Elternzeit während du schon arbeiten gehst.

Finanziell würde es doch ohnehin nur ihn treffen er gibt ja eh nichts ab.

Warum verdienst du so wenig. Könntest du in Zukunft eine Weiterbildung machen oder sowas? All das macht dich unabhängiger.

Bearbeitet von Graubrot
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Du bist keine gleichberechtigte Ehefrau und Partnerin, sondern für ihn der Depp vom Dienst.
Dich klein halten, kurz halten und seine Hobbys leben, toller Typ. 😡
Ich weiß, warum ich immer gearbeitet habe, um Geld betteln zu müssen ist ja schrecklich.
Wäre vielleicht hilfreich, ihm mal hinzulegen, was er Dir und den Kindern bei einer Trennung zahlen müsste.
Warum wartest Du schon solange aufs Kindergeld? Wird es nicht überwiesen?
LG Moni

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Ich hatte den Antrag 2 Wochen nach Geburt losgeschickt, ich höre 6 Wochen nichts. Rief dann an um zu hören, ob der Antrag denn auch vorliegt, darauf bekam ich keine Aussage (per Einschreiben konnte ich natürlich sehen, dass der Antrag eingegangen war) wieder angerufen und die Dame sagte, dass der Antrag nicht eingereicht wurde bzw keiner vorliegt. Per Mail gesendet,- Kein Antrag vorhanden, Per Post nochmal, Kein Antrag vorhanden. Erst als ich drohte, dass sich eben der Anwalt um die Zustellung kümmert, war plötzlich der Antrag aufzufinden. Das war im Oktober. Bearbeitung dauert 3 bis 6 Monate

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Moni, ich sehe das ähnlich wie du. Aber ich frage mich, hält er sie wirklich klein oder macht sie sich nicht selbst klein, indem sie sich und ihre Bedürfnisse hinten anstellt und ihm offensichtlich alles abnimmt, was man abnehmen kann. Verrückt finde ich das. Außerdem bin ich mir sicher, dass er nicht um ihre aufopferungsvolle Hingabe gebeten hat. Ich nehme an, sie hat schon immer mehr im Haushalt etc gemacht als er und es hat sich verselbstständigt, dass das immer mehr wurde und jetzt steht sie da, kann nicht mehr und behauptet, der Mann hätte sich verändert.... Das glaube ich nicht.

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Das ist wieder so eine typische Situation: der Mann verdient deutlich besser und hat einen höheren Status in der Beziehung. Die Frau hat einen schlecht bezahlten Beruf gewählt und sich nicht besonders um berufliches Fortkommen gekümmert. Man hat ja einen Mann der das übernimmt. Das führt dazu, dass die Frau eine zudienende Rolle in der Beziehung einnimmt und mit allen Mitteln versucht, den Mann zufrieden zu stellen. Das Ungleichgewicht verschärft sich, wenn Kinder kommen. Wenn die Frau dann plötzlich eine andere Art von Beziehung will, stellt sich der Mann quer. Und nein, er ist nicht in gleichem Masse abhängig von dir wie umgekehrt. Das zeigt sich schon darin, dass du dich weigerst, an seiner Stelle arbeiten zu gehen, weil das Geld dann nicht reichen würde. Er hingegen könnte (von den Fähigkeiten her) in Elternzeit gehen, wenn er denn wollte. Deine Aufgaben könnten zum Grossteil ausgelagert werden, den Einkommenserwerb kann man hingegen nicht auslagern.
Der Mann zieht Befriedigung und Selbstvertrauen aus seiner bestimmenden Position in der Beziehung, die Frau ordnet sich unter. Ich verstehe sehr gut, dass das nicht befriedigend ist, die Weichen dafür wurden aber schon sehr viel früher gestellt. Jetzt geht das Spiel los, sie macht Druck, er gibt ein bisschen nach, kurze Zeit später ist alles beim Alten. Am Ende bleibt nur Resignation oder Trennung.

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Ich glaube nicht, dass er in Elternzeit gehen wollen würde, selbst wenn die TE gleich gut verdienen würde.

Auf Arbeit wird er sicher für alles gelobt, man bekommt Feedback, wird gesellschaftlich anerkannt.

Für Carearbeit bekommst du null Anerkennung. Weder finanziell, noch so. Siehst du ja: die TE schildert, dass er NULL davon übernimmt und trotzdem unterstellst du ihm, dass er dafür genauso „befähigt“ ist, wie sie. Er macht’s halt nur nicht. 🙃 selbst in seiner Freizeit nicht.

Ich denke nicht, dass er das „genauso gut“ wie die TE machen würde. Da muss man tatsächlich auch reinwachsen und es „erlernen“, da haben die meisten Herren (dank Sozialisation und patriarchalen Strukturen) keine Lust drauf.

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Natürlich muss Mann das erlernen. Frau aber auch. Das ist ist doch alles kein Hexenwerk.

Ich hab als Frau auch keine Lust das Klo zu putzen hilft aber nix. Also warum soll er da nicht genauso ran? Da braucht man doch keine speziellen Fähigkeiten sondern nur einen Tritt in den Hintern.

Verstehe deinen Beitrag irgendwie nicht.

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Verstehe wer will wie man da auch noch Kinder machen kann, wenn es sich schon anbahnte.
Manchmal, so habe ich den Eindruck, blendet der Kinderwunsch alles andere aus. Und nachher ist das Gejammer groß.
Scheint halt ein Pascha zu sein. In einem Gespräch, bei dem alles auf den Tisch muss, würde ich ihm nochmal aufzeigen wo es hapert.

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Er hat nach Kind 1 schon kaum (keine?) Verantwortung freiwillig übernommen und du hast dich um alle mentale Last gekümmert.

Warum genau dachtest du ihn zu heiraten und ein zweites Kind zu bekommen wäre eine gute Idee?

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Wie bitte, du musst deinen Mann um Geld anbetteln??
Geht's noch?

Vielleicht solltest du ihn mal darüber aufklären, dass in einer Ehe das Familien-Einkommen 50-50 den Eheleuten zusteht!
Also finanziell würdest du nach einer Scheidung besser dastehen, als jetzt - dann müsste er dir nämlich Unterhalt zahlen.
Katastrophe, wie das bei euch läuft.

Was die Aufgabenteilung angeht: warum um Himmels Willen machst du von Anfang an alles, was die Kinder betrifft und er nichts? Sind es nicht auch seine Kinder?
Nachts aufstehen kann man auch mit einem Y-Chromosom.

Nee, also da läuft so vieles schief bei euch.

Natürlich lässt die Große ihn nicht an sich ran, wenn er es nie gemacht hat.

Ich würde als erstes bei den Finanzen ansetzen und das einfordern, was mir zusteht - nämlich 50 %!

Wenn er das nicht einsieht, dann würde ich ernsthaft über eine Scheidung nachdenken.
Finanziell stehst du dann besser da und für die Kinder machst du eh schon alles allein - also ist er da kein Verlust.

Hau mal auf den Tisch!

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Hand aufs Herz: es wurde nicht durch die Hochzeit so und er hat sich nicht verändert, es fällt nur DIR jetzt auf. Weil DU ausgefallen bist!

Warum hast du ihm alles abgenommen? Warum bedankst du dich 1000 mal, wenn er mit SEINEM Kind zur U4 geht?

Er hat schon immer (!) nur etwas gemacht, wenn er musste! Und er hat schon immer (!) den bequemsten Weg gewählt.

Mit 2 Kindern und der für dich immer weiter steigenden Belastung fällt es dir halt auf. Und nun bist du sauer.

Da hilft erstmal nur klar kommunizieren und standhaft was anderes einfordern. Freizeit wird gerecht aufgeteilt. Wenn das nicht klappt (und dass er sich ändert, da sehe ich schwarz, aber probieren würde ich es auch), hilft nur die Trennung!