FTMV und Cerclage

Ihr Lieben!

Letztes Jahr habe ich in der 22. Woche meinen Sohn geboren und er ist kurz nach der Geburt verstorben. Grund war wohl eine Infektion mit Staph. Aureus, ich hatte keine Symptome. Natürlich will ich nicht, dass mir sowas noch einmal passiert. Die Ärzte in der Klinik raten mir bei einer erneuten Schwangerschaft zu einer Cerclage kombiniert mit einem MM-Verschluss (kein FTMV nach Saling). Im Internet bin ich aber über den FTMV gestolpert… zwei niedergelassene Frauenärzte raten von der prophylaktischen OP ganz ab und raten „nur“ zu einem engmaschigen Infektionsscreening. Wie soll ich als Laie das entscheiden? Hat jemand sich für den letzteren Weg entschieden und kann berichten?

Und ganz wichtig: habt ihr Tipps für Kliniken die eine kombinierte OP Methode anbieten, also Cerclage + Verschluss? Am besten in Mittel-/Süddeutschland..

Vielen Dank für Euren Rat und eure Erfahrungen ❤️

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Ich habe die selbe Geschichte beim zweiten Kind, auch fast in der gleichen Woche, hat dann auch noch kurz gelebt. Hatte eine schwere Entzündung (chorioamionitis) und einen massiven fruchtblasennprolaps, mir wurde auch zu einem MM verschluss mit cerclage geraten, komme demnächst in die 10ssw, der Eingriff wird in der 15ssw erfolgen. Zusätzlich mach ich regelmäßig Abstriche, nehm vaginal progesteron u Milchsäurebakterien. Ich persönlich könnte ohne dem Eingriff psychisch dir Schwangerschaft nicht durchstehen, mir gibt diese Maßnahme einfach Sicherheit dass es sich nicht so in der Form wiederholen wird.

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Danke für deine Antwort! War es ein Verschluss nach Saling also mit anrauen/anfrischen des Gewebes oder eine andere Art? Darf ich fragen welche Klinik dir die Kombi angeboten hat? Kannst gerne auch privat schreiben, wenn du es öffentlich nicht sagen willst. Das mit dem psychischen Aspekt verstehe ich total!! Ich drücke alle Daumen der Welt für deine Schwangerschaft, wie weit bist du schon?

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Nein hab es noch vor mir, komme jetzt erst in die 10ssw. Ich weiß noch nichts genaueres über die Methode, bin aus Ö deswegen wird dir meine info nix bringen...

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Hi,
Ich habe unseren ersten Sohn ebenfalls in der 22. Woche verloren und er ist paar Minuten nach der Geburt verstorben.
Vermutluch lag es an einer Infektion oder an einer Zervixinsuffizienz.

In der Folgeschwangerschaft habe ich einen TMV in der 14. Woche bekommen und habe es dadurch bis zur 33. Woche mit den Zwillingen geschafft. Auch jetzt in meiner 3. Schwangerschaft habe ich meinen TMV in der 13. Woche bekommen und bis jetzt ist der kleine Mann auch noch drin und es sieht alles gut aus.

Würde es immer wieder so machen, weil es auch besser vor Infektionen schützt und einfach den Gebärmutterhals bisschen unterstützt.

Welche Gründe hat denn dein Arzt gegen den TMV genannt?

Meine Ärzte haben mir nach der ersten Geburt immer zum TMV geraten. Ich werde auch im 4 Wochen-Takt mit Vaginalabstrich auf Infektionen kontrolliert.
Eine Cerclage wurde nicht vorgenommen, weil der TMV besser wäre und reichen würde.

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Danke für das Teilen deiner Erfahrung! Wow so weit und sogar mit Zwillingen, das macht Mut!! Wo hast du den TMV bekommen?

Beide Gyns haben gesagt das wäre übertherapiert und man solle einfach eine Infektion vermeiden. Meine Sorge ist aber auch dass ich eventuell zusätzlich eine Zervixinsuffizienz sowieso gehabt habe und der Verschluss dann erst zu spät passiert wenn der GBMH schon kurz geworden ist …

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In Berlin Neukölln. Meine Frauenärztin hat die Kollegen dort empfohlen.

Eine Infektion kann man nicht immer vermeiden. Man merkt es ja auch erst meistens wenn es zu spät ist. Wenn man es vermeiden könnte, dann hätten ja kaum Schwangere welche.

Ich nehme seit dem Verschluss noch Vagisan Biotin Lacto Kapseln (Milchsäure), Progesteron und Magnesium.

Ich finde es definitiv nicht übertherapiert und glaube nicht, dass ich es mit den Zwillingen sonst so weit geschafft hätten. Denn ich hatte bei ihnen und auch jetzt wieder einen leicht verkürzten GMH und wer weiß, am Ende hätte ich ohne den Verschlusd wieder einen zu fräh geöffneten MM und und Fruchtblasenprolaps.

Man liest hier immer wieder, dass Frauen den Verschluss bekommen und ich lese das zum ersten Mal, dass Ärzte davon abraten.

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Hallo,

Wie haben auch unseren ersten Sohn 2022 leider wegen einer Infektion in der 21ssw kurz nach der Geburt verloren.

In der Folge schwangerschaft habe ich dann in der 13ssw den FTMMV nach saling und eine cerclage gelegt bekommen. Und ich habe es NICHT bereut. Kurzzeitig hatte ich mit einer verkürzten cervix zu kämpfen aber nicht so dramatisch das man von Geburt ausgegangen ist.

Es hat alles gehalten und am 31.01.24 kam unser 🌈Baby gesund und munter zur Welt.

Ich würde es immer wiederholen machen und ja, es auch prophylaktisch legen lassen . Das hat einfach die höchste erfolgschance.

Alles Gute 🍀

LG mit Baby M🌈👶 und ⭐️

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Herzlichen Glückwunsch zu eurem 🌈Baby! Hast du während der Schwangerschaft viel liegen müssen? Und darf ich fragen wo du den Eingriff hast durchführen lassen? LG

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Dankeschön 🍀

Nein, musste ich nicht. 2 Wochen vielt habe mich aber eh geschont eben wegen unserer Vorgeschichte.

Ich wurde im st. Marien Hospital im düren operiert.

Lg

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Huhu,

Ich habe im Januar 2021 meinen Sohn in der 19. Woche durch einen frühzeitigen Blasensprung verloren. Als ich dann wieder schwanger wurde, wurde in der 15. Woche ein verkürzter Gebärmutterhals und ein Trichter festgestellt. Ich wurde direkt ins Krankenhaus überwiesen und in der 17. Woche wurde mir eine Cerclage gelegt. Mit der haben wir es bis ET+6 geschafft. Ich habe aber auch viel gelegen weil ich mich nicht getraut habe mich großartig zu bewegen.

Als wir dann im letzten Jahr über ein weiteres Kind nachgedacht haben war mir klar, dass ich das nicht ohne Cerclage und FTMV durchziehen werde, meine Angst wäre einfach unendlich groß gewesen. Und tatsächlich hat sich auch in dieser Schwangerschaft wieder ein Trichter gebildet. Der Gebärmutterhals hält sich aber ganz tapfer.
Ich bin mittlerweile Ende der 34. Woche und in genau zwei Wochen wird die Cerclage wieder entfernt.
Ganz ehrlich, nur engmaschige Kontrollen wären mir zu heikel gewesen.

Ich wurde in der Sanaklinik in Duisburg operiert.

Wünsche dir alles Gute 😊

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Wenn du zu Zervixisuffienz neigst, würde ich auf jeden Fall FTMV und Cerclage empfehlen. Nur Cerclage verhindert nicht, dass die Infektionen aufsteigen können, die zu einem Blasensprung führen.

Ich würde nicht abwarten bis der GBMH sich verkürzt, das kann unter Umständen sehr schnell und unbemerkt passieren.
Hatte ich in meiner vorherigen Schwangerschaft. Plötzlich Blasensprung und MM -Öffnung in 17 ssw trotz engmaschiger Kontrollen.
Dieses Mal wäre das auch daneben gegangen wenn man nicht prophylaktisch gemacht hätte.

Ich kann dir Aschaffenburg wärmstens empfehlen, die machen auch beides😉

LG