Trennung - welches Modell für kleine Kids

Was sich schon länger abzeichnet, wird nun wahrscheinlich Realität - Trennung.
Unsere beiden sind 17 Monate und 2,5 Jahre.
Habe mich bereits mit den Modellen beschäftigt.
Aus Sicht der Kids, weil sie eben noch so klein sind, fände ich für sie das Nestmodell am besten. Für uns Eltern sicherlich blöd immer zu wechseln, aber ein Wechselmodell für die Kids finde ich in dem Alter nicht zumutbar. Residenzmodell wäre für mich natürlich sehr fordernd und für die Kids auch blöd, wenn sie so wenig Papa sehen..
Gibt's hier Erfahrungen mit Trennungen und Modellen bei so jungen Kids ?

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Es tut mir sehr leid für euch und wünsche euch viel Kraft für die kommende Zeit. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist wirklich alles vertreten und ich kann nicht sagen, dass eines besser als das andere läuft. Ich selbst bin komplett ohne leiblichen Vater aufgewachsen, was sich erstmal fürchterlich anhört, aber das beste war, was meine Eltern jemals hätten entscheiden können. Ich glaube das ist auch nichts, was man online klären kann. Ist eine Kommunikation zwischen euch gerade möglich oder gibt es sehr viele offenen Wunden? Ich würde versuchen, so schnell wie möglich eine Trennungsberatung aufzusuchen, um die Kommunikation aufrecht zu erhalten und genau solche Dinge zu klären. Viel Kraft euch!


Achso, ich möchte noch eine Sache aufwerfen, die man als Mama von einem 2- und 1-jährigen nicht hören möchte, weil die Kids ja schon so viel größer als bei dir Geburt sind: Ihr leistet unglaubliches. Zwei so kleine Mäuse sind richtig, richtig viel Arbeit. Dass da eine Partnerschaft auf der Strecke bleibt, ist ziemlich normal. Wenn nicht im Sinne von Gewalt etc. vorgefallen ist, macht es da auch manchmal Sinn, auf "bessere Zeiten" zu warten. Als unser Sohn 1,5 Jahre alt war, war ich auch kurz davor, alles wegzuschmeißen. Boah, was bin ich froh, es nicht getan zu haben. Ausgeschlafen und mit gemeinsamer Zeit war mein Mann nämlich doch ganz passabel. Das heißt NICHT, dass es bei euch auch so sein muss, ich kenne weder euch noch eure Beweggründe noch sonst was. Aber durch die Kinder seit ihr eh immer verbunden und müsst aneinander und miteinander arbeiten. Das heißt nicht, dass man unglücklich in einer Beziehung bleiben muss. Aber schon, dass eine Trennung eben auch viele unschöne Seiten über viele Jahre mitbringt und nicht die Lösung für alle Probleme ist.

Bearbeitet von Inaktiv
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Hallo.

Am Samstag wolltet ihr doch noch um eure Beziehung kämpfen?

Kann zwar nicht aus Erfahrung sprechen, daber ich denke, dass das Nestmodell wohl für die Kinder am besten wäre.
Aber wäre das für euch zu finanzieren? Ihr müsstet ja dann beide noch ne Extrawohnung haben. Würde wohl happig werden, oder?

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Ja... Aber es haben sich heute wieder neue Dinge zugetragen..es geht leider einfach nicht mehr. Wir leiden beide , alle, die Kids auch. Zumindest der Große spürt es.

Hatte mir zumindest für die nächste Zeit (sicherlich keine Dauerlösung für viele Jahre) vorgestellt ,dass wir uns eine zweite Wohnung beim Nestmodell teilen könnten. 2 Zimmer Wohnung und jeder hat dort sein eigenes Zimmer. Küche , Bad teilen. Wir wären ja eh nie gemeinsam dort
Und was Haushalt angeht einen Plan erstellen wie in ihrer WG.

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Das geht nie und nimmer gut, glaub mir.

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Hallo, ich finde es sehr positiv, dass ihr zu allen Varianten offen seid. Egal was ihr vor habt:
- Ihr müsst es beide gleichermaßen wollen
- Ihr müsst es euch finanziell leisten können: Nestmodell braucht drei Wohnungen. Trotz Wechsel- oder Nestmodell wird gemäß Gesetz trotzdem Kindesunterhalt fällig. Kriegt ihr sowas alleine ohne Ämter und Anwälte geregelt und geeinigt? Ist euer Gehalt ähnlich? Wenn im Extremfall einer arbeitet und einer nicht wird trotzdem fast der volle Unterhalt fällig. Diese Streitpunkte um Geld eskalieren extrem schnell.
- Ihr müsst im Hinterkopf halten, dass es auch mal enden kann: Arbeitslosigkeit, Krankheit, finanzielle Problem und vorallem neue Partnerschaften können passieren.

Achja: Ich rate absolut zum Wechselmodell im wöchentlichen Rythmus. Das wird zum Glück immer normaler und es entsteht in Streitfragen immer mehr Rechtssicherheit. Das Nestmodell wird bei Streitigkeiten extrem schwierig und im Zweifel einfach aufgekündigt. Was danach kommt ist unklar. Das Wechselmodell dagegen kann nach gelebter Praxis nicht einfach einseitig in ein Residenzmodell gewechselt werden.

Warum du das Wechselmodell für fordernder hällst als ein Nestmodell verstehe ich nicht. Aus Sicht der Kinder ist es gleich gut.

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"Ich rate absolut zum Wechselmodell im wöchentlichen Rythmus."

Für so kleine Kinder ist ein wöchentlicher Rhythmus viel zu lang.

Wenn überhaupt Wechseln, dann in kürzeren Abständen, z.B. 2-2-5-5

Beim Nestmodell müssen sich die Kinder nicht immer an eine neue Umgebung gewöhnen, sondern die Eltern. Kollegin hat es probiert (mit älteren Kindern) und inzwischen hingeschmissen. Zu anstrengend zu wechseln, selbst als Erwachsene.

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Den Eltern war der wöchentliche Wechsel zu anstrengend?
Von den Kindern verlangt man es aber doch auch....

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