Socialmoms-Buchprojekt

Babyleicht?! Erprobte Geheimtipps für Mütter

Durch Online-Foren und das Social Web können Mütter heute ihre Erfahrungen besser mit anderen teilen als je zuvor. Im neuen Buch "Babyleicht?!" haben mehr als 80 Social Media Moms ihre Erfahrungen und Tricks im ersten Jahr mit Baby für alle Mamas gebündelt. Wir haben 10 Beispiel-Tipps für dich ausgesucht.

Autor: Petra Fleckenstein
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1. Gedippter Schnuller

Eher durch einen Zufall bin ich auf folgende Möglichkeit gekommen, um Schreikrämpfe bei unseren Zwillingen zu unterbrechen. Mein Erstgeborener brüllte sich mit wenigen Lebenswochen auf meinem Arm mal wieder lautstark in Rage. Nichts hat wirklich geholfen, kein Umhertragen, kein Fliegergriff, kein Schnuller. Bei unserem Marsch durch die Wohnung fiel letzterer plötzlich auf den Fußboden. Ich habe den Nuckel schnell unter fließendes Wasser gehalten und ihn dann Pepe zurück in den Mund geschoben. Offenbar hat er so anders geschmeckt als vorher, dass Pepe total verdutzt war und schlagartig Ruhe herrschte, weil er fasziniert am Nuckel gesaugt hat. Noch besser klappte es mit Fenchel-Anis-Kümmel-Tee – natürlich ohne Zucker oder Honig und nicht zu heiß. Wenn eines der Kinder sich absolut nicht beruhigen ließ, habe ich den Schnuller kurz in die Tasse gedippt, dann zurück in die Schnute des Schreihalses gesteckt und die Schreiorgie war unterbrochen. Dieses Ablenkungsmanöver funktioniert auch heute noch hervorragend. Julia, 36, 2 Kinder. Blog: doppelkinder.wordpress.com 

2. Ständiges Stillen? hat einen Namen und ist ganz normal

Einen Tag nach der Geburt meiner Tochter wurde unsere Stillbeziehung, die doch gerade erst begonnen hatte, bereits auf die Probe gestellt. Sie trank ein paar Minuten an der Brust, fiel in einen Sekundenschlaf und trank dann wieder weiter. Und immer weiter – gefühlt 24 Stunden am Tag: sie trank fast ständig. Ich fühlte mich bald ausgelaugt und hatte Sorge, dass meine Milch sie nicht satt machen würde. Dass das »Clusterfeeding« genannt wird und phasenweise immer wieder vorkommen kann, hatte mir keiner gesagt und fast hätte ich damit begonnen, ihr Pre-Milch zuzufüttern. Doch nach zwei Tagen war der Spuk schon wieder vorbei, meine Milch hatte sich an den Bedarf meiner Kleinen angepasst und sie war wieder ein zufriedenes, gestilltes Baby. Janina, 23, 2 Kinder, Instagram: janina1604

3. Wohin mit dem Baby während des Trainings?

 Was mir im ersten Jahr mit Baby sehr gefehlt hat, war Sport. Selbst kurze Trainingseinheiten waren nicht drin, denn mein Sohn Rayen war ziemlich eigenwillig. Dass er mal alleine auf der Kuscheldecke gelegen hätte, während Mama zehn Zentimeter weiter ihre Fitnessübungen macht? Nein, niemals! Sein Geschrei ließ mich jedes Mal geschockt mein Training stoppen. Sobald er auf meinem Arm war, lächelte er wieder zufrieden. Dann hatte ich die rettende Idee: Ich verlegte meine Sporteinheiten nach draußen! Im Kinderwagen schlief Rayen immer gut ein und ich fand schnell die perfekte Trainingsstrecke an einer Bahnhofsstation, dreißig Minuten Fußweg von unserer Wohnung entfernt. Mit Gewichtsmanschetten an Armen und Beinen lief ich zügig dort hin und an einer Bank habe ich zusätzlich Krafttraining gemacht. So bekam ich mein Training, Rayen hat dabei im Kinderwagen geschlummert und wir beide waren an der frischen Luft! Samar, 35, 3 Kinder. YouTube: Mumyfit

4. Powernapping à la Mama

Auch wenn Carla nachts relativ gut schlief, fühlte ich mich schon mittags um zwölf Uhr, als wenn ich einen Marathon gelaufen wäre und auf der Siegerparty danach etwas zu tief ins Glas geschaut hätte. Ich war total platt, hätte per Fingerschnipp einschlafen können und mein Denkapparat lief nur noch auf Standby. Leider nahm das Baby da nicht viel Rücksicht. Mittagsschlaf passierte ihr nur aus Versehen und das auch nur in der Trage oder im Auto. Meist griff ich kurzerhand beherzt zum Autoschlüssel und fuhr eine Runde um den Block. Es dauerte keine fünf Minuten, bis die kleinen Augen zugefallen waren. Um nicht vor Müdigkeit gegen den nächstbesten Baum zu fahren, stellte ich mich dann wieder in unsere Einfahrt, fuhr meinen Sitz zurück und schlummerte so lange wie Carla es zuließ, der Paketbote ans Fenster klopfte oder das Handy klingelte und mein Mann anrief, um mir zu erzählen, wie müde er sei. Jana, 29, 2 Kinder, Blog: mammaville.de

5. Nur zehn Minuten

Schlaf ist in den ersten Wochen und Monaten mit einem Neugeborenen bekanntlich Mangelware. Also kommt es auf zehn Minuten mehr oder weniger auch nicht mehr an. Genau diese Zeit solltet ihr jeden Morgen opfern, denn sie hilft euch, sich nicht wie Frau Flodder persönlich zu fühlen. Ihr habt eine Mission: Katzenwäsche, Zähne putzen und die Augenringe mit einer großen Portion Concealer kaschieren. Frische Kleidung ohne Babyspucke kann auch nicht schaden. So könnt ihr dann auch ganz entspannt eurem neuen besten Freund, dem Paketboten, die Tür öffnen. Wieso der Paketbote euer neuer bester Freund ist? Das ist ein anderes Thema. Janina, 27, 1 Kind, Instagram: nini.liebt
 

6. Früher ins Bett bringt mehr Schlaf

In den ersten Wochen mit Baby hat man meist keinen geregelten Tagesablauf, alles ist schwer bis gar nicht planbar. Aber Jan schlief immer gegen zweiundzwanzig Uhr ein und dann bis sechs Uhr morgens durch. Bei seinem Acht-Wochen-Schub war ich so fertig, dass ich mich entgegen meiner Bedenken, mein eigentlich durchschlafendes Baby völlig aus dem Rhythmus zu bringen, abends um neunzehn Uhr mit ihm ins Bett gelegt habe – und fest damit rechnete, dass unsere Nacht spätestens um drei Uhr vorbei wäre. Aber nein, er hat wie sonst bis morgens geschlafen und seit diesem Tag ist er jeden Abend um neunzehn Uhr ins Bett gegangen. So hatte ich plötzlich wieder abends Zeit für mich. Wir haben dann unseren Alltag immer mehr strukturiert und fanden es in vielen Situationen sehr angenehm, dass Jan seinen Ablauf hatte, den er mittlerweile brauchte und auf den wir uns meistens verlassen konnten. Christine, 35, 2 Kinder, Instagram: Happysideofmylife

7. Die mit dem Luftballon tanzt

Einfach mal schnell Staubsaugen, das ist mit Baby leicht gesagt, aber sehr schwierig umzusetzen. Ich habe da einen Trick entwickelt. Wenn man einen Luftballon aufbläst und ihn über die Öffnung legt, aus der die Luft wieder herausgeblasen wird (die hat jeder Bodenstaubsauger), wird der Luftballon in die Luft gepustet und tanzt vergnügt durchs Zimmer. Meine Kinder sind dann immer begeistert hinter mir her gekrabbelt und ich konnte endlich erfolgreich staubsaugen. Es hat uns allen Spaß gemacht! Und es kann auch helfen, wenn ein Kind Angst vor dem Staubsauger hat – probiert es mal aus. Natascha, 38, 2 Kinder, Instagram: natascharomano

8. Kalte Gurke fürs geschwollene Zahnfleisch

Wenn die Zähnchen kommen, dann meistens mit ganz viel schmerzhaftem »Wumms«! Das Baby weint, sabbert und hat Schmerzen. Da hilft es oft schon, das Zahnfleisch zu kühlen. Wir haben dazu oft auf ein ganz einfaches Mittel zurückgegriffen: eine Scheibe kalte Salatgurke aus dem Kühlschrank! Jasmin, 27, bald 2 Kinder, Blog: familienimmerland.de 

9. Inhalieren ohne Geschrei

 Adrian war zehn Monate alt, als uns die erste Bronchitis erwischt hat. Es fing sehr harmlos an, mit laufender Nase, aber über Nacht hatten wir plötzlich ein fieberndes Baby mit schlimmem Husten. Die Kinderärztin verordnete Inhalationen mit mehreren Medikamenten und einem strikten Inhalationsplan. Beim ersten Mal machte er noch gut mit, er fand den Inhalator spannend. Danach wehrte er sich plötzlich stark dagegen. Wir mussten ihn zu zweit festhalten – eine Qual für alle Beteiligten. Als mein Freund zur Arbeit ging und ich alleine mit Adrian war, musste ich das alleine schaffen. Ich setzte ihm Kopfhörer auf, spielte seine Lieblingslieder ab – und siehe da, mit etwas Ablenkung und Entspannung funktionierte es viel besser. Kamila, 25, 1 Kind, Instagram: fieska 

10. Alles gleicht sich aus

»Aber du konntest gestern ausschlafen, ich war heute schon wieder um fünf Uhr wach ...«: Mein Freund und ich haben uns eine Zeit lang immer vorgerechnet, wie viel jeder von uns geleistet hat. Und waren voll genervt, weil natürlich jeder dachte, er kommt zu kurz. Nach einem Riesenstreit haben wir vereinbart, dass wir damit aufhören. Der eine wickelt mal mehr, dafür hat der andere vielleicht öfter gekocht. Das gleicht sich schon aus. Und wenn nicht: An einen Tisch setzen und reden! Mary, 28, 1 Kind, Instagram: marymitherz

Buchtipp

Alle Beispiele aus:  Von Mamas für Mamas. Babyleicht?! Die geheimen Tipps und Tricks für das wunderbare und anstrengende erste Jahr mit Baby.  14,95 EUR, Eden Books, 2017
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