Trendstudie Modern Moms

Neue Muttertypen: Profi-Mom trifft Yo-Mama

Immer mehr Mütter widersetzen sich selbstbewusst vielen neuen Ansprüchen, die ihnen vorschreiben, wie Mütter heute zu sein haben und wie Kinder zu erziehen sind. Lesen Sie hier von den neun Mütter-Typen, wie sie eine aktuelle Studie beschreibt.

Autor: urbia
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Keine Lust auf Stress: Die neue Gelassenheit moderner Mütter

Fanta Studie Latte Macchiato Mutter
Foto: © Fanta

Mütter stehen heute zahllosen neuen Möglichkeiten, aber auch Anforderungen gegenüber. Ist nach der Geburt die berufliche Karriere abgehakt oder will man noch mal richtig durchstarten? Wie frei ist man überhaupt in dieser Entscheidung und welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Das Kelkheimer Zukunftsinstitut hat im Auftrag von Fanta in der Trendstudie „Modern Moms – Lebenswelten zwischen Kindern, Karriere und Konsum“ die Bedürfnisse, Werte und Einstellungen von Müttern im Spannungsfeld zwischen Familie, Beruf und Gesellschaft untersucht. Das Ergebnis: Immer mehr Mütter agieren mit einer souveränen Gelassenheit, die sich vor allem in der Kindererziehung widerspiegelt.

Die Untersuchung „Modern Moms – Lebenswelten zwischen Kindern, Karriere und Konsum“ analysierte in einem mehrstufigen Verfahren existierende Studien, betrachtete wichtige Trends und wertete unterschiedliche Meinungsumfragen aus. Als Ergebnis kristallisiertensich insgesamt neun verschiedene Mütter-Typen heraus, deren Lebensstile sich weitestgehend voneinander unterscheiden.

Die neuen Mütter-Typen

Twen-Moms
sind vor allem die jungen Mütter zwischen 20 und 30 Jahren. Sie leben sehr ungezwungen mit ihren Kindern zusammen und sind auch den Themen Ernährung und Lifestyle gegenüber aufgeschlossen. Vor allem beim Kauf von Lebensmitteln macht der Zeit und Kostendruck es meist erforderlich, Entscheidungen nach Convenience- und Preis-Kriterien zu treffen. Ihre Kinder setzen aber oftmals auch ihre Wünsche durch.

Pippi-Langstrumpf-Mütter
nehmen das Leben grundsätzlich gelassen und sind eher die große Schwester als Mutter. Individualität, Abwechslung, Kreativität und Spontaneität stehen auf ihrer Werteskala ganz oben – auch in Ernährungsfragen. Pippi-Langstrumpf-Mütter sind Genuss-Menschen. Da darf der Haushalt auch mal ein bisschen durcheinander sein und das Budget knapp – Hauptsache die Stimmung ist gut, die Kinder sind zufrieden und alle haben ihren Spaß.

Multi-Handling-Mütter
machen nebenbei Karriere in einem Vollzeit-Job. Damit nicht alles aus den Fugen gerät, muss das Familienleben straff organisiert sein. Bei der Ernährung wie auch bei der Wahl der Lebensmittel sind sie anspruchsvoll und markenbewusst, achten auf Gesundheit und Ausgewogenheit und versuchen das auch ihren Kindern zu vermitteln.

Latte-Macchiato-Mutter
sind typische LOHAS: Frauen, die mit ihrer Familie den neuen, grünen „Lifestyle of Health and Sustainability“ pflegen. Sie verbinden das eigene Wohlfühlbedürfnis mit der Verantwortung für ihre Kinder und ethischem Konsum. Lebensmittel kaufen sie im Bio-Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt. Ebenso genießen sie es aber auch, gemeinsam mit Freunden und den Kindern im Restaurant Essen zu gehen.

Mommaddys
bilden das größer werdende Heer alleinerziehender Mütter. Sie sind hochgradig joborientiert – es bleibt ihnen meist auch wenig anderes übrig, um wirtschaftlich über die Runden zu kommen. Ihr Konsumverhalten richtet sich konsequent am Preis-Leistungs-Denken aus, was nicht bedeutet, dass man auf allen Genuss verzichtet. Fertigmahlzeiten erleichtern das Leben ungemein. Auswärts zu essen ist hingegen eher die Ausnahme.

Hidden-Potential-Mutter
Sie wollte ihre Kinder, sie liebt sie und sie ist gerne Mutter – und doch vermisst sie ihren ehemaligen Job. Die familiären Aufgaben können die beruflichen Karriereambitionen der Hidden-Potential- Mutter nicht recht kompensieren. Dabei fordert die Familie sie nicht wenig: Die Konsumansprüche der Kids sind hoch. Wie in den meisten Haushalten zählt aber vor allem die Ernährung zu den größten Posten in den Konsumausgaben. Hier zu sparen, kommt jedoch nicht wirklich in Frage. Im Gegenteil: Qualität hat eben ihren Preis.

Profi-Moms
sind Frauen, die ihre Selbstbestätigung lange Zeit aus einem anspruchsvollen Job gezogen haben, und nach der Geburt ihrer Kinder versuchen, ihre Karriere in der Mutterschaft fortzusetzen. Die optimale Entwicklung der Kinder ist ihr wichtigstes Ziel – gerade auch in puncto Ernährung und Gesundheit. Profi-Moms nutzen jedes verfügbare Angebot, um ihren Kindern das Beste zu geben und lassen sich das auch mehr kosten.

Re-Start-Mütter
rücken die Familie nicht mehr so stark in den Fokus ihrer Aufmerksamkeit. Die Kinder sind langsam erwachsen, doch solange sie noch zu Hause leben, sorgt Mama in der Regel weiter für ihr Wohlergehen und damit auch für den Einkauf. Ihre Kinder kochen allerdings auch immer öfter für sich selbst – vorwiegend Convenience Food. Re-Start-Mütter besinnen sich wieder stärker auf ihre eigenen Bedürfnisse und fangen z. B. eine zweite Karriere an.

Yo-Mamas
sind junge oder jung gebliebene Mütter, die ein hohes Maß an Verständnis für die Wünsche ihrer Kinder aufbringen. An die Erziehung gehen sie mit einer gesunden Coolness und smartem Pragmatismus heran und gönnen ihren Kindern auch Süßigkeiten und Playstation, ohne gleich Gewissensbisse zu bekommen. Glückliche Kinder sind der Yo-Mama wichtiger als penible Ernährungsvorschriften.

Pragmatismus als Antwort auf wachsende Ansprüche und Rollenvielfalt

Schönes Fazit des Zukunftsinstituts: Trotz der unterschiedlichen Lebensstile gilt für alle Mütter-Typen gleichermaßen: Immer mehr Frauen mit Kindern bleiben unbeeindruckt von dem hochkomplexen und von den Medien gezeichneten Idealbild. Sie lassen sich von der Vielfalt an Möglichkeiten und Anforderungen nicht unter Druck setzen, sondern nehmen es gelassen.

„Statt einem unerreichbaren Idealbild hinterherzulaufen, widersetzen sich zahlreiche Mütter bis zu einem gewissen Punkt selbstbewusst vielen neuen Ansprüchen, die ihnen geradezu vorschreiben, wie Mütter heute zu sein haben und was angeblich das Beste für den Nachwuchs ist. Sie konzentrieren sich auf andere Bereiche, die ihnen persönlich besonders wichtig sind“, so das Ergebnis der Forscher des Zukunftsinstituts. Die heutigen Mütter nehmen Abstand von starren Vorschriften, extremer Leistungsorientierung, Körperwahn und übermäßigem Behüten der Kinder, so eine weitere Schlussfolgerung der Studie. Die neue Gelassenheit hat jedoch nichts mit mangelndem Verantwortungsbewusstsein zu tun. Immer mehr Mütter gehen heute lediglich entspannter mit ihrer Rolle um. Bevormundungen werden von Freiräumen abgelöst, Kinder sollen ihre eigenen Erfahrungen machen und daraus lernen.

Die Trendstudie „Modern Moms – Lebenswelten zwischen Kindern, Karriere und Konsum" kann kostenlos unter www.fanta.de heruntergeladen werden.

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