Chia, Goji, Quinoa & Co.

Gesund ernähren mit "Superfood"?

Superfoods sind supergesund, superbeliebt, supersexy – und in aller Munde: Doch müssen es wirklich teure Goji-Beeren aus China, Acai-Früchte aus Brasilien oder Chia-Samen aus Mexiko sein? Tolle Alternativen wachsen auch hierzulande und haben oft sogar ein reicheres Innenleben.

Autor: Heike Byn
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Heidelbeeren statt Açai

Açai-Beeren kommen vor allem aus Südamerika und sind ziemlich teuer. Den Ruf als Superfood verdanken sie ihrem hohen Gehalt an Kalzium, Mineral- und Ballaststoffen sowie Anthocyanen. Diese dunklen Pflanzenfarbstoffe schützen als Antioxidantien unsere Zellen. Doch die sind auch in Heidelbeeren, Brombeeren oder Rotkohl enthalten.

Leinsamen statt Chia

Die Chiapflanze kommt eigentlich aus Südamerika, wird heute aber auch in China angebaut. Chia-Samen enthalten viele Ballaststoffe sowie entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren. Doch unter 20 bis 40 Euro pro Kilo sind sie nicht zu haben. Wie gut, dass unser Leinsamen nicht nur ebenfalls reich an Omega-3-Fettsäuren ist, sondern auch an Calcium und Eisen.

Johannisbeeren statt Goji

Mit ihrer hohen Dosis an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen ist die Goji-Beere aus China eine runde Sache. Doch sie ist nicht nur teuer, sondern oft auch durch konventionellen Anbau stark mit Pestiziden belastet. Dann doch besser zu schwarzen Johannisbeeren greifen, die fast identische Inhaltsstoffe haben – und weniger Kalorien.

Grüner Tee statt Matcha

Matcha-Tee aus Japan hat hierzulande viele Fans, die den konzentrationsfördernden Tee gerne mit Milch zubereiten. Seine gesundheitsfördernde Wirkung ist umstritten, denn ob das in ihm enthaltene Antioxidans Epigallocatechingallat (EGCG) krebsvorbeugend wirkt, ist nicht endgültig bewiesen. Macht nichts: Trinken wir einfach ein Tässchen grünen Tee, das ist auch billiger.

Hirse statt Quinoa

Das glutenfreie Pseudogetreide Quinoa kommt aus Südamerika und hat in den letzten Jahren vor allem unter Menschen mit Glutenunverträglichkeit viele Freunde gefunden. Schließlich enthält Quinoa auch viel Eiweiß und Mineralstoffe. Doch die gute alte Hirse ist auch glutenfrei, enthält fast so viel Proteine und Nährstoffe wie Quinoa – und noch mehr Silizium.

Brokkoli statt Weizengras

Für Saft, Pulver oder Tabletten aus Weizengras zahlen seine Anhänger ziemlich viel Geld. Sie schätzen es wegen der vielen Vitamine und Nährstoffe sowie des hohen Anteils an Chlorophyll, das entgiftend und regenerierend wirken soll. Grünkohl oder Brokkoli sind aber mindestens genauso gute Chlorophyll- und Vitaminspender wie Weizengras.
 

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