26.03.2014 Verformungen vorbeugen

Babyköpfchen: Positionen verändern

Dass Babys am Hinterkopf schnell eine flache Stelle bekommen, ist bekannt. Tipps, wie Eltern solchen leichten Schädelverformungen vorbeugen und entgegenwirken können, hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hier zusammengefasst.

Autor: BVKJ. Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte
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Vater und Neugeborenes
Foto: © Fotolia /Melissa Schalke

Kein Grund zur Sorge

Eine kleine flache Stelle auf einer Seite des Hinterkopfes beim Baby ist ganz normal. Doch sollten Eltern darauf achten, dass das Baby seinen Kopf nicht immer auf die Seite mit der Abflachung legt, sondern auch zur anderen Seite, um eine Verstärkung zu vermeiden.

„Eine Abflachung macht es für das Baby schwer, seinen Kopf auf die andere Seite zu wenden. Babys schauen gerne auf helle Objekte oder Spielzeuge. Eine Spieluhr kann das Baby zu einem Seitenwechsel anregen. Eltern können auch das Kinderbettchen umstellen oder Kopf- und Fußende vertauschen, damit das Baby in eine andere Richtung sieht“, erklärt Prof. Hans-Jürgen Nentwich, ehemaliges Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mit langjähriger Klinikerfahrung (Leitung der Kinderklinik in Zwickau).

Auf jeden Fall sollte das Baby immer auf dem Rücken schlafen, da dies die Gefahr für den Plötzlichen Kindstod deutlich verringert.

Die ersten Wochen sind die wichtigsten

Die Kopfposition des Babys sollte vor allem in den ersten sechs bis acht Wochen variieren, da der Schädel in dieser Zeit noch sehr formbar ist. „Wenn das Kind schon selbständig den Kopf aus der Bauchlage heben kann, dürfen es Eltern, wenn es wach ist, kurze Zeit und unter Aufsicht auch auf den Bauch legen, um einer Verformung des Hinterkopfes vorzubeugen. Zudem trainiert das Baby in der Bauchlage seine Schulter- und Nackenmuskeln“, rät Prof. Nentwich.

Wann zum Arzt?

Wenn auch der Rest des Kopfes unsymmetrisch erscheint und zum Besipiel ein Ohr oder/und eine Gesichtshälfte sich nach vorne verschoben hat oder das Baby bevorzugt trotz verschiedener Anreize nur eine Kopfposition bevorzugt, wird der Kinder- und Jugendarzt über eventuell notwendige weitere Behandlungsmaßnahmen entscheiden.

Weitere aktuelle Informationen rund um das Thema "Kindergesundheit" finden Sie auf der Internetseite des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Quellen:
Yacoub, A. et al.: Korrektur der ausgeprägten Plagiozephalie mittels Orthese. Orthopäde 42, 928 (2013). DOI 10.1007/s00132-013-2171-4


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