Thrombose ausschließen

Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft

Die Ursache für Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft ist meist Magnesiummangel, der durch gezielte Ernährung und Bewegung wieder ausgeglichen werden kann. Um allerdings eine Thrombose auszuschließen, sollten Schwangere die Schmerzen dennoch von ihrem Arzt abklären lassen.

Autor: Frauenärzte im Netz
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Schwanger Wadenkraempfe
Foto: © Fotolia.com/ sborisov

„Schmerzhafte aber harmlose Verkrampfungen der Wadenmuskulatur sind wegen des erhöhten Magnesium-Bedarfs in der Schwangerschaft nicht selten. Weil jedoch eine Thrombose oder auch eine Entzündungen der Venen dahinter stecken könnten, sollten Schwangere bei Schmerzen im Bein ihren Frauenarzt konsultieren“, rät Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V. (BVF). „Besonders Thrombose verdächtig sind die Schmerzen dann, wenn sie nur einseitig und nicht in beiden Beinen auftreten.“

Viel Bewegung und magnesiumreiche Ernährung

Weil Schwangere ein rund fünfmal höheres Risiko für eine Thrombose haben und auch Entzündungen der Venen häufiger auftreten, sollten sie dieser Gefährdung mit viel Bewegung und ausreichender Trinkmenge vorbeugen. „Bei Stauungen in den Beinen oder einer beginnenden Krampfaderbildung sollten sie länger andauernde stehende und sitzende Tätigkeiten möglichst vermeiden. Insbesondere wenn Venenleiden in der Familie auftreten, kann das Tragen von Kompressionsstrümpfen in Erwägung gezogen werden“, ergänzt Dr. Albring.

Mit magnesiumreicher Ernährung und viel Bewegung in der Schwangerschaft können werdende Mütter Wadenkrämpfen vorbeugen, die durch einen Mangel des Minerals hervorgerufen werden. „Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Vollkornbrot, Käse, Nüsse und Milch sind natürliche Magnesium-Quellen. Nach Absprache mit dem Arzt kann bei Verkrampfungen auch Magnesium ergänzend zur normalen Ernährung zugeführt werden“, meint der Gynäkologe. Grundsätzlich empfiehlt es sich in der Schwangerschaft, die Beine möglichst oft hoch zu legen und sie nicht übereinander zu schlagen.

Mehr Informationen unter: www.frauenaerzte-im-netz.de

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