Jähes Ende

Totgeburt: Abschied am Beginn des Lebens

Dank der großen Fortschritte bei der Schwangerenvorsorge und der Geburtsmedizin sterben glücklicherweise immer weniger Babys im Mutterleib oder bei der Geburt. Dennoch geschieht es: Totgeburt - ein Tabuthema.

Autor: Petra Fleckenstein
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Todgeburt: Das Ende am Anfang des Lebens

Grabstein Engel
Foto: © panthermedia.net/ Martina Berg

"Guter Hoffnung" sein nennt man den Zustand, in dem sich Frauen während der neun Monate ihrer Schwangerschaft befinden. Und es gibt sicher keine Phase im Leben einer Frau, während der es so bedeutsam ist, die großen Veränderungen - wie das im Bauch wachsende neue Leben - mit guten Gedanken und positiver Erwartung zu begleiten. Nur ungern werden Schwangere daher mit Angst auslösenden Informationen über Fehl- oder Totgeburten konfrontiert. Die Folge dieser Schonung kann jedoch eine tiefgreifende Verdrängung des Themas Tod sein, unter der Frauen, die eine Fehl- oder Totgeburt erlitten haben, besonders leiden. 2.412 werdende Mütter wurden im Jahr 2008 jäh aus ihren Hoffnungen gerissen und haben ein bereits weit entwickeltes Baby tot zur Welt gebracht (als Totgeburten gelten Babys mit einem Geburtsgewicht von mindestens 500 Gramm). 1.220 mal starben Babys im gleichen Jahr während der ersten sieben Lebenstage. Nicht von der amtlichen Statistik erfasst wird zudem die Anzahl der Fehlgeburten: Dazu zählen alle Föten und Embryonen, die gestorben sind, bevor sie ein Gewicht von 500 Gramm erreicht haben.

Diese Zahlen sind niedrig in Anbetracht der Gesamtzahl von Geburten in Deutschland (im Jahr 2008 waren es 682.514), und sie sollen nicht genannt sein, um Schwangeren Angst zu bereiten. Aber sie bezeugen doch, dass der Tod nicht zu verleugnen ist, auch da, wo es doch eigentlich um sein Gegenteil, nämlich den Beginn neuen Lebens geht. Aber welchen Sinn macht es, dieser Tatsache ins Auge zu sehen?

Schwangere, die eine Fehl- oder Totgeburt erleiden, fallen, wie sie selbst berichten, meist "aus allen Wolken". Sie fühlen sich vollkommen überrollt und überfordert von Ereignissen, auf die sie in keiner Weise vorbereitet waren. In dieser ohnehin äußerst schwierigen Situation kann es zusätzlich belastend sein, all den plötzlich auf einen einstürzenden Informationen und den nun notwendigen Entscheidungen erstmals gegenüber zu stehen. Auch Freunde und Verwandte reagieren nicht selten hilflos und im Laufe des Trauerprozesses wenig verständnisvoll.

Wer allerdings der Möglichkeit, dass das keimende Leben im Bauch vorzeitig wieder sterben könnte, einmal ins Auge geblickt hat und besser darüber informiert ist, was ihn bzw. sie dann erwartet - sowohl von den medizinischen Abläufen her, als auch im Bezug auf den Trauerprozess – dem bleiben zwar die oben genannten Gefühle nicht erspart: Wenn er oder sie jedoch selbst in diese Situation gerät, wird sie vielleicht eher fähig sein, die für sie richtigen Entscheidungen zu treffen oder als Freund(in) oder Angehörige(n) einer betroffenen Mutter angemessener und kompetenter mit deren Schmerz und Trauer umgehen.

Aus heiterem Himmel ...

Der Tod des Babys im Mutterleib geschieht meist unbemerkt. Irgendwann spürt die werdende Mutter, dass die gewohnten Tritte schon seit mehr als einem Tag ausbleiben. Oder sie unterzieht sich ahnungslos einer Routineuntersuchung im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge, um dort den schrecklichen Augenblick erleben zu müssen, da der Arzt/die Ärztin die Herztöne des Babys mit dem CTG-Gerät vergebens sucht. Der Schock dieser Augenblicke entzieht sich jeder Beschreibung (dies lässt auch keine(n) Mediziner(in) unberührt). Als nächstes wird ein Ultraschall vorgenommen, um sicher zu gehen, dass der Fötus wirklich nicht mehr lebt.

Der Arzt/die Ärztin wird den Befund und das weitere Vorgehen besprechen und der Schwangeren erklären, dass als nächster Schritt die Geburt eingeleitet werden sollte. In diesen Momenten sind Frauen verständlicherweise kaum fähig, einen klaren Gedanken zu fassen. Daher ist es wichtig zu wissen, dass im Normalfall kein Anlass zu überstürztem Handeln besteht.

Betroffene Frauen berichten immer wieder, dass sie im ersten Schock das tote Baby möglichst schnell aus ihrem Körper heraus haben wollten. Ein Kaiserschnitt ist jedoch aus medizinischen Gründen weder ratsam noch nötig. Der Kaiserschnitt stellt ein Operationsrisiko für die Schwangere dar und schafft schlechtere Voraussetzungen für eine spätere Schwangerschaft und Geburt, erklärt Dr. Rafaela Svoboda, Oberärztin der Abteilung für Gynäkologie und Geburtsmedizin im Evangelischen Krankenhaus Köln Kalk: "Man kann sich durchaus die Zeit nehmen, eine normale Geburt anzustreben, weil der Zeitdruck bei noch geschlossener Fruchtblase nicht so groß ist wie Frauen oft vermuten." Die Angst, das tote Baby im Bauch könne eine Infektion verursachen und müsse möglichst schnell zur Welt gebracht werden, ist daher bei intakter Fruchtblase meist unbegründet. Sie stammt aus Zeiten, da es weder Ultraschall noch derart engmaschige Untersuchungen während der Schwangerschaft gab wie dies heute der Fall ist, erklärt Svoboda weiter. Hannah Lothrop schreibt dazu in ihrem Buch "Gute Hoffnung – jähes Ende":

"Wenn ein Kind stirbt, ist es wie bei einem Infarkt, bei dem auch ein Teil des körperlichen Gewebes abstirbt. Solange die Fruchtblase geschlossen ist und es nicht zu einer aufsteigenden Bakterienbesiedlung kommt, entstehen keine Gifte. Eine allmähliche Verwesung tritt erst ein durch Kontakt mit Bakterien."

Es ist also durchaus möglich, nach dem Befund nach Hause zu gehen und zunächst den Schock ansatzweise zu verdauen, bevor die Geburt im Krankenhaus eingeleitet wird.

Geburt, um Abschied zu nehmen

Im Krankenhaus wird die Schwangere in den Kreißsaal gebracht, um die Geburt vorzubereiten, bzw. sie durch Wehen fördernde Mittel einzuleiten. Wie andere Gebärende in den Kreißsaal zu kommen mag Frauen, die um den Tod ihres Babys wissen, zunächst schockieren. Es gibt jedoch gute Gründe dafür: "Im Kreißsaal können die Frauen von geschulten Hebammen viel intensiver und persönlicher betreut werden als dies auf der gynäkologischen Station möglich wäre," sagt Dr. Svoboda. Im Evangelischen Krankenhaus Köln/Kalk beispielsweise steht für diese Fälle ein etwas abgetrennter Raum innerhalb des Kreißsaaltraktes zur Verfügung - mit einem gewissem Abstand zu den weiteren Entbindungsräumen.

Im Vorfeld zu klären ist auch, ob eine PDA zur Schmerzbekämpfung gelegt wird und wie die Eltern die Zeit nach der Geburt gestalten möchten. Dr. Rafaela Svoboda macht oft die Erfahrung, dass die werdenden Eltern und Verwandte sich davor fürchten, das tote Baby nach der Geburt zu sehen. Die Gynäkologin empfiehlt jedoch dringend, es dennoch zu tun: "Es ist enorm wichtig für die Eltern, ihr Baby zu sehen. Wir haben damit stets gute Erfahrungen gemacht. Umgekehrt bereuen Eltern, die ihr Kind nicht gesehen haben, dies meist später zutiefst." Denn nicht zu wissen, wie das eigene Kind aussah, liefert Eltern für alle Zukunft ihren Fantasien aus, die erfahrungsgemäß nicht selten viel schrecklicher sein können als die Realität.

Bis es zur Geburt kommt, können je nach Schwangerschaftswoche und Reifezustand des Babys und des Muttermunds einige Stunden bis mehrere Tage vergehen. Bei Hannah Lothrop heißt es dazu: "Auf die Geburt warten zu müssen hatte Vorteile: Wir konnten allmählich dazu kommen anzunehmen und zu begreifen, dass unser Baby wirklich tot war. Dadurch konnten wir uns viel bewusster von ihm verabschieden als im anfänglichen Schockzustand." Zur Geburt selbst empfiehlt die Autorin, sie als eine "richtige" Geburt anzusehen und sie möglichst positiv zu gestalten, also sich mit Massagen Erleichterung zu verschaffen, vielleicht ins Wasser zu gehen, Musik zu hören... Denn "Frauen erfahren das Geburtserlebnis oft losgelöst vom Tod". So ist es auch zu verstehen, dass manche Frauen davon berichten, dass die Geburt des toten Kindes - trotz aller Trauer und allen Schreckens - auch etwas Schönes, tief Berührendes hatte.

Ist das Kind geboren, wird es von der Hebamme und der Ärztin zunächst bei Bedarf gewaschen, in ein Tuch gewickelt oder angezogen und erst dann den Eltern gezeigt. Anschließend können im Normalfall die Eltern entscheiden, wie viel Zeit sie mit ihrem Baby verbringen möchten, um es zu betrachten, zu betrauern und langsam Abschied zu nehmen. Wenn sie es wünschen, kann auch ein Pfarrer geholt werden. Wie in vielen Krankenhäusern ist man auch im Evangelischen Krankenhaus Köln Kalk dazu übergegangen, von jedem toten Baby ein Foto und einen Fußabdruck zu machen. Beides kommt zunächst zur Geburtskarte und wird den Eltern, wenn sie dies wünschen, übergeben. Die wenigen Erinnerungsstücke und die Zeit, die sie mit ihrem Baby verbringen konnten, erweisen sich im Nachhinein oft als bedeutsame Quellen des Trostes.


Erinnerungsstücke und Orte der Trauer

Wenn ein Baby noch im Mutterleib stirbt, so hat es sein ganzes Leben im Verborgenen zugebracht und für seine Umwelt noch kaum Realität erlangt. Nur für die werdenden Eltern war es wirklich erlebbar, hat eine große Rolle in ihrem Gefühlsleben und ihren Gedanken gespielt. Seine Bewegungen und Tritte waren deutlich spürbar und zeugten von seiner Vitalität. Lange Zeit wurden Fehlgeburten und Totgeburten aus falsch verstandener Schonung für die Eltern möglichst schnell "entsorgt" bzw. begraben, Erinnerungsstücke an das Baby aus den Augen der Mutter entfernt im Glauben, ihr damit zu behilflich zu sein, leichter über den großen Verlust hinweg zu kommen.

Hier hat in den vergangenen Jahren ein tief greifendes Umdenken eingesetzt. Es beruht auf der Erkenntnis, dass der Versuch, den Schmerz und die Trauer zu verdrängen, es für die Eltern unvergleichlich schwerer macht, das Erlebte wirklich zu verarbeiten. Hilfreich ist es umgekehrt, wenn die Trauer sichtbar gemacht werden kann und einen Platz haben darf. Daher ist wichtig, das tote Baby zu sehen und zu berühren, sich in Ruhe von ihm zu verabschieden, ihm einen Namen zu geben, es mit einer Feier oder einem Ritual zu bestatten, ein Grab zu haben.

Rechtlich hat sich dieses Umdenken bereits in einigen Änderungen niedergeschlagen:

  • Zum 1. 4. 1994 wurde die Gewichtsgrenze, ab der ein Baby als zu beurkundende Person betrachtet wird, in der Personenstandsverordnung von 1.000 Gramm auf 500 Gramm herabgesetzt.
  • Seit dem 1. 7. 1998 ist ein verändertes bzw. ergänztes Personenstandsgesetz in Kraft, das nicht mehr nur den Eintrag im Sterbebuch sondern auch einen Eintrag ins Geburtsbuch vorsieht – und zwar auf Wunsch der Eltern mit dem Vor- und Nachnamen des Kindes.
  • Am 15. Mai 2013 trat das neue Personenstandsgesetz in Kraft, dass eine Gewichtsgrenze für die " Sternenkinder" komplett aufhebt. Die Neuregelung sieht vor, dass Eltern ihr totes Kind, auch im Falle einer frühen Fehlgeburt, mit einer Bescheinigung über eine vorausgegagene Schwangerschaft beim Standesamt namentlich anmelden können.
  • Vordruck für die Bescheinigung
  • Nach und nach ändern die Bundesländer die Bestattungsgesetze dahingehend, dass nicht nur bestattungspflichtige Babys (meist über 500 Gramm) einen Platz auf dem Friedhof und eine würdige Bestattung erhalten, sondern auch Fehlgeburten.
  • Was die Praxis und die Möglichkeiten der Bestattung betrifft, ist es jedoch noch immer schwierig, allgemeingültige Angaben zu machen. Denn nicht nur die Bestattungsgesetze variieren von Bundesland zu Bundesland, sondern Bestattungen werden auch noch von den Friedhofsatzungen der einzelnen Städte und Gemeinden geregelt.

Eine würdige Bestattung

Für die Bestattung von Fehlgeburten gilt nach neuerem Rechtsverständnis im Allgemeinen eine Kann-Regelung. Sie müssen nicht, können jedoch bestattet werden. Welche Möglichkeiten es gibt, variiert stark von Stadt zu Stadt. Manche Gemeinden haben auf einem ihrer Friedhöfe Grabfelder für Kleinkinder sowie für Tot- und Fehlgeburten ausgewiesen, so unter anderen Berlin, Freiburg, Regensburg und Augsburg. Es gibt die Möglichkeit von (meist kostenpflichtigen) Einzelbestattungen bis zu (oft für die Eltern kostenfreien) Sammelbestattungen in bestimmten zeitlichen Abständen. Möglich ist auch die Beisetzung im Familiengrab.

Beispiel Köln

Um sich die Bestattungsmöglichkeiten vorzustellen, mag es hilfreich sein, sich einmal die Praxis einer bestimmten Stadt anzusehen. Beispiel Köln: Hier besteht keine Bestattungspflicht für Fehl- und Totgeborene, die Entscheidung wird den Eltern überlassen. Nach Angaben von Friedrich Ulmer von der Friedhofsverwaltung der Stadt Köln stehen auf einigen Kölner Friedhöfen Sondergrabstätten für Tot- und Fehlgeborene zur Verfügung. Dort gibt es die Möglichkeit, das Baby in einem Einzelgrab beizusetzen und ein Holzkreuz oder eine Messing- oder Steinplatte aufzustellen. Die Nutzungsdauer beträgt drei Jahre und kann nochmals um den gleichen Zeitraum verlängert werden. Für die Bestattung muss kein Bestattungsunternehmen eingeschaltet werden. Die Modalitäten können mit der Friedhofsverwaltung abgesprochen werden. Die städtischen Gebühren für die Bestattung von Tot- und Fehlgeburten belaufen sich auf 40 € für die Grabstelle und 162 € für die Beisetzung.
Daneben besteht die Möglichkeit einer Beisetzung in einer Kindergrabstätte mit einer Nutzungsdauer von zehn Jahren plus Verlängerungsmöglichkeit. Grabstätte plus Beisetzung kosten hier jedoch 581 € plus 324 €.

Eltern, die sich für ein nicht bestattungspflichtiges Baby ein Begräbnis wünschen, sollten dies bereits in der Klinik deutlich machen. Besonders Klinikseelsorger sind häufig über die örtlichen Möglichkeiten informiert. Informationen gibt es ansonsten beim Ordnungsamt oder dem Friedhofsamt. Auch die Initiative Regenbogen "Glücklose Schwangerschaft" e.V. unterstützt und informiert Eltern in diesen Fragen. Da bei einer Fehlgeburt kein Totenschein ausgestellt wird, sollte man sich die Fehlgeburt durch die Klinik bescheinigen lassen. Auch eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung muss manchmal beim Friedhofsamt vorgelegt werden.

Info: Eine Liste der Städte, in denen Grabfelder existieren und Infos über weitere Bestattungsmöglichkeiten gibt es auf der Web-Site der Initiative Regenbogen.

Der lange und wichtige Weg der Trauer

Wenn Menschen einen so schmerzhaften Verlust erfahren haben wie den eines geliebten Menschen, so beginnt eine Zeit der Trauer. Dies gilt in ganz besonderem Maße für den Verlust eines Kindes, selbst wenn dies bereits im Mutterleib gestorben ist. Trauernde beklagen oft, dass in unserer Gesellschaft Trauer und Traurigsein als Schwäche angesehen werden und keinen Raum haben. Die Psychotherapeutin Verena Kast schrieb dazu: "Trauern darf nicht länger als Schwäche betrachtet werden, sondern es ist ein psychologischer Prozess von höchster Wichtigkeit für die Gesundheit eines Menschen." In ihrem bereits mehrmals aufgelegten Buch "Trauern" beschreibt sie vier Phasen, die zu einem gelungenen Trauerprozess gehören:

  • Die Phase des Nicht-wahrhaben-Wollens
  • Die Phase der aufbrechenden Emotionen
  • Die Phase des Suchens und Sich-Trennens
  • Die Phase des neuen Selbst- und Weltbezugs

Damit Trauer sein darf, und damit sie durchlebt und bewältigt werden kann, ist auch eine verständnisvolle und hilfreiche Umwelt nötig, die sich vor dem trauernden Menschen nicht zurückzieht, ihn aber auch nicht mit Aufforderungen, dass es jetzt mal gut sein müsse, bevormundet. Zum richtigen Umgang mit Trauernden haben Kirchen, Trauer-Netzwerke und Beratungsstellen Tipps und Hinweise herausgegeben.

Danach ist es wichtig, dem Trauernden seine aufrichtige Anteilnahme zu zeigen, die eigenen Gefühle der Hilflosigkeit und Betroffenheit nicht zu verbergen und den Trauernden Hilfe bei den Erledigungen des Alltags anzubieten. Wichtig ist auch, dem Menschen zuzugestehen, seine Trauer auszudrücken, so oft und auf welche Weise er es benötigt, sei es dass er weint oder immer wieder von seinem Kind sprechen und erzählen möchte. Umgekehrt ist es nicht hilfreich, Eltern mit vermeintlich guten Hinweisen wie "Du hast doch noch andere Kinder" oder "Du bist doch so jung und kannst noch viele Kinder kriegen" trösten zu wollen. Ebenso falsch ist es, Trauernden irgendwelche positiven Seiten des schlimmen Ereignisses darlegen zu wollen. In unserer "Spaßgesellschaft" ist es für Menschen, die einen schlimmen Verlust erfahren haben, sehr schwer geworden, für ihre Trauer ausreichend Zeit, Platz, Hilfe und Verständnis zu erhalten. Verena Kast schreibt dazu: "Wir müssen Wege finden, Trauern als etwas Wesentliches zu sehen... und wir müssen Wege finden, miteinander wieder mittrauern zu lernen. Dazu gehört zunächst einmal, dass wir unsere große Angst vor der Trauer überwinden, sie also weniger abwehren, wohl damit auch der Realität wieder ins Auge sehen, um zu erfahren, dass wir sterblich sind, dass unser Leben von vielen Abschieden geprägt ist..."

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