Absturz aus dem siebten Himmel
Gebrochene Herzen: Liebeskummer
Es tut so weh und fast jedem Menschen ist es schon einmal passiert: Liebeskummer. Welche Phasen durchlebt man da natürlicherweise und welche Möglichkeiten gibt es, ihn zu lindern und das gebrochene Herz wieder zu heilen?
Gegen das Herzeleid ist kein Kraut gewachsen
Es tut höllisch weh und passiert fast jedem irgendwann: Liebeskummer. Gründe für das Elend gibt es viele. Vielleicht ist gerade eine langjährige Beziehung in tausend Scherben gegangen, oder der Partner hat sich schon nach kurzem gemeinsamem Tanz auf dem Regenbogen urplötzlich vom Prinzchen in ein Ekelpaket verwandelt. Auch eine heimliche Liebe ohne Aussicht auf Erfolg kann natürlich zu beträchtlichem Herzeleid führen. In den traurigen Reigen gehört natürlich auch noch der Schock, wenn man erfährt, dass der Partner fremd gegangen ist.
Eines ist bei all diesen Variationen der Schattenseite der Liebe klar: Ein echtes Heilmittel gegen den Liebeskummer gibt es nicht, kein Kräutlein ist bisher gegen ihn gewachsen. Wenn man seine Liebesbeziehung nun wirklich beenden möchte oder muss, kann man aber eine Menge tun, um möglichst ohne bleibende seelische Blessuren aus der Misere zu kommen.
Phase eins: Die Wut
"Spit it out" (spuck’ es aus) raten nicht nur amerikanische Psychologen bei allen Arten von Kummer und Schmerz. Und Recht haben sie: Was verschluckt wird, macht im wahrsten Sinne des Wortes Magenschmerzen. Wenn es also passiert ist und der Liebeskummer Sie in seinen gemeinen Krallen hält, hilft kein "So tun als ob alles in Ordnung ist", als ob Ihnen der andere am Ar... vorbeigeht. Jetzt heißt es Heulen und Zähneklappern, es darf geweint, geschrieen, geschimpft, gelästert und gehasst werden.
Lassen Sie alle Gefühle raus, das gilt vor allem für Männer, die damit oft Probleme haben. Ein reinigendes Gewitter, das ruhig eine Weile dauern kann, ist allemal besser als gallige Bitternis, die sich über Monate in Ihnen anstaut. Jammern Sie die beste Freundin/den besten Freund ungeniert voll, ziehen Sie zusammen ausgiebig über die gemeine Ratte her, die Sie hintergangen, enttäuscht oder verlassen hat. Auch Rachegelüste sind anfangs normal, es ist jedoch wichtig, sie nur in der eigenen Phantasie zu befriedigen (aber das dann ruhig ausgiebig und genüsslich).
Verklärung des Partners hilft nicht weiter
Manche Menschen ziehen es dagegen vor, den/die Verflossene(n) zu verklären, sein/ihr Verhalten zu entschuldigen und es zu rechtfertigen. Sie klagen sich selbst an, geben sich die Schuld an allem und lassen nur noch gute Haare am Ex-Partner. Sie bauen sich gar einen Altar mit Fotos und Blumen und sitzen stundenlang heulend davor. Auch dies ist eine Möglichkeit, die Trauer über eine zerbrochene Liebe zu bewältigen, die man jedoch nicht zu lange betreiben sollte. Denn insgeheim weiß man längst, dass diese Idealisierung nicht die Wahrheit ist. Es ist gesünder, wenn diese Phase bald in Wut umschlägt. Machen Sie sich klar, was der Andere Ihnen angetan hat und gestatten Sie sich, langsam aber sicher so richtig supersauer zu werden.




