19. SSW

19. SSW – Mamas Beschützerinstinkt wird stärker

In der 19. SSW ist deine Schwangerschaft so weit vorangeschritten, dass das Baby in deinem Bauch zunehmend realer wird und du es immer mehr als eigenen kleinen Menschen in deinem Leben ansiehst, den es zu beschützen gilt. Gerade, wenn du seine Bewegungen schon spüren kannst, wird die Bindung immer enger und dein Beschützerinstinkt ausgeprägter.

Paar schwanger ultraschall
Foto: © fotolia.com/ Dash
Die Entwicklung, die das Baby in den letzten Wochen durchgemacht hat – vom kleinen Zellhaufen zu einem Menschen in Miniaturformat – erscheint dir immer noch unglaublich und gleichzeitig spürst du in der 19. SSW deutlich, wie das Kind in deinem Bauch immer mehr zu einem eigenständigen Wesen heranwächst, für das du die Verantwortung trägst. Sicher wirst du in der 19. SSW oft deinen Bauch betrachten, ihn befühlen und dich fragen, wie es deinem kleinen Sprössling darin wohl ergehen mag. Aber mache dir nicht zu viele Sorgen. Er ist schon sehr robust und in der Fruchtblase sicher aufgehoben. Wenn du in diesem Stadium verunsichert darüber bist, was du noch darfst und was nicht, besprich das mit deinem Arzt oder deiner Hebamme. Sie werden versuchen, dir deine Ängste zu nehmen. Konzentriere dich jetzt auf dein Wohl und bereite dich auf die Ankunft des Babys vor. Du hast die Bewegungen deines Kindes noch nicht gespürt? Kein Grund zur Sorge. Viele Frauen merken es nicht vor der 20. SSW. Wie sich der kleine Bauchbewohner in der 19. SSW entwickelt und was dich sonst noch beschäftigen könnte – urbia fasst die 19. Schwangerschaftswoche für dich zusammen.

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Wie entwickelt sich das Baby in der 19. SSW?

In der 19. SSW beträgt die Größe des Babys im Durchschnitt etwa 15 Zentimeter bei einem Gewicht von ca. 240 Gramm. Die Scheitel-Steiß-Länge hat ab diesem Stadium der Schwangerschaft meistens ausgedient. Das Baby hat sich nun so weit gestreckt, dass es in Zukunft vom Scheitel bis zur Ferse gemessen werden kann.

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Foto: © Lushpix Illustration
Um die 19. SSW herum erfährt die Haut des Fötus eine entscheidende Entwicklung. Sie hat nun weitere Schichten ausgebildet und ist nicht ganz so transparent wie in den Wochen zuvor. Die rillenförmige Struktur der Haut verleiht dem Baby nun seine einzigartige Identitätsmarke: seinen individuellen Fingerabdruck! Auch eine dünne Fettschicht hat sich mittlerweile unter der Haut angesammelt. Das Baby wirkt jedoch insgesamt noch sehr knochig. Sein Kopf ist immer noch zu groß für den schmalen Körper, ebenso wie Hände und Füße. Seine Augen hat der Fötus nach wie vor geschlossen, sie bewegen sich aber unter den Lidern schon unkontrolliert.

Babys Haut ist jetzt von einem feinen Flaum bedeckt: dem Lanugohaar. Dieses hat sich aus den Haaransätzen entwickelt und sorgt dafür, dass die Käseschmiere, die das Kind am ganzen Körper bedeckt, haften bleibt. So wird die vom Fruchtwasser umgebene Haut vor dem Aufweichen geschützt. Kurz vor der Geburt wird das Haar zu einem Großteil verschwunden sein. Kommt das Baby zu früh auf die Welt, besteht die Möglichkeit, dass es noch vorhanden ist und erst kurz danach ausfällt.

Schluckauf kennt das Kleine schon seit einigen Wochen, um die 19. SSW herum tritt es jedoch verstärkt kräftig und ruckartig auf. Oft geht es mit dem Strecken der Glieder einher. Welche Ursachen genau für den Schluckauf in dieser Phase verantwortlich sind, darüber sind sich die Mediziner uneins. Einige vermuten, die noch unreifen Zwerchfellnerven seien der Grund, andere glauben, eine Überdehnung des Magens könnte die Ursache sein.

Das beschäftigt die Mutter in der 19. SSW

In diesem Stadium der Schwangerschaft liegt die Oberkante der Gebärmutter ungefähr auf Höhe des Bauchnabels, was der in der 19. SSW schon sehr runde Bauch bestätigt. Einige Frauen bemerken bereits die ersten Übungswehen. Dass der Körper jetzt schon mit dem Üben für die Geburt beginnt, ist nicht weiter besorgniserregend. Kommen die Wehen jedoch regelmäßig und verursachen anhaltende Schmerzen, solltest du deinen Arzt oder eine Klinik aufsuchen, damit die  vorzeitigen Wehen falls nötig mit Wehenhemmern gestoppt werden.

Auch wenn die Schwangerschaft weiterhin normal verläuft, ist es spätestens jetzt Zeit, sich mal so richtig verwöhnen zu lassen. Viele Frauen fühlen sich in der Schwangerschaft ihrer eigenen Mutter besonders nah und suchen bei ihr Rat und Unterstützung. Andersherum reagiert eine Mutter besonders fürsorglich auf die Schwangerschaft der Tochter und wird vermutlich viele Erinnerungen an ihre eigene Schwangerschaft mit dir teilen. Genieße diese Nähe, auch wenn du natürlich nicht jeden Ratschlag deiner Mutter in die Tat umsetzen musst. Schließlich verläuft jede Schwangerschaft anders und jede Frau hat in dieser Zeit ihre ganz eigenen Bedürfnisse.

In der 19. SSW machst du dir wahrscheinlich Gedanken um deine zweite Ultraschalluntersuchung, die in den nächsten drei Wochen anstehen könnte. Die große Frage, die sich alle Eltern dazu im Vorhinein stellen: Wollen wir das Geschlecht unseres Kindes wissen?

Junge oder Mädchen – willst du es wissen?

Auf dem zweiten Ultraschall wird der Arzt höchstwahrscheinlich das Geschlecht deines Babys erkennen können. Die Frage ist, soll er es dir mitteilen? Darüber herrschen oft geteilte Meinungen. Der Vorteil ist, mit der Geschlechtsbestimmung hast du dein Kind noch klarer vor Augen und kannst dich besser auf seine Ankunft vorbereiten, zum Beispiel indem du das Zimmer entsprechend dekorierst. Der Nachteil: die Überraschung bei der Geburt entfällt. Zudem ist die Voraussage durch den Ultraschall nie zu 100 Prozent sicher. Überlege dir also vor den Untersuchungen um die 20. SSW, ob du das  Geschlecht vor der Geburt wissen möchtest und finde zusammen mit deinem Partner ganz in Ruhe eine Übereinkunft. Ein Kompromiss kann zum Beispiel sein, dass du dir das Geschlecht verraten lääst, es bis zur Geburt aber für dich behältst.

Lies hier, wie es in der 20. SSW weitergeht.


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